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Nette Nachbarin entpuppt sich als Sektenmitglied

dTiaNmoyndixva hat die Diskussion gestartet


Ich habe seit einem Jahr in der Straße eine neue Nachbarin, die ich aufgrund unserer Hunde, öfter beim abendlichen Hundelaufen getroffen habe und die sich immer sehr nett und offen gab.

Die Hunde haben ein bisschen gespielt und wir haben uns unterhalten.

Nach einiger Zeit haben wir auch mal direkt zum Laufen verabredet. Bis hierher ok.

Dann klingelte sie ein paar Mal ohne vorher angerufen zu haben und wollte auch direkt bei mir Kaffee trinken, was ich ein, zweimal ok fand.

Trotzdem habe ich ihr geraten, doch vorher kurz anzurufen. Ich musste sie auch jetzt des Öfteren abweisen, da ich zurück zum Dienst musste oder einfach Besuch hatte oder gar nicht konnte.

Danach tat sie mir immer irgendwie leid, habe ich doch das Gefühl, das sie mit zwei Kindern, Hund, einen stetig abwesenden Ehemann, großem Haus und Garten eigentlich Unterstützung bräuchte und auch mal ein gutes Gespräch.

Beherzt ging ich dann einfach mal zu ihr. Nach einem netten persönlichen Gespräch, kam leider die Bemerkung: seit wir in unserer ganz besonderen Gemeinde aufgenommen wurden, geht es mir auch viel besser mit all dem Stress.

Ich fragte recht diplomatisch nach, was für eine besondere Gemeinde das sei und es kam heraus, das es sich um eine merkwürdige, seltene christl. Minderheit handelt.

Mir war schlagartig klar, warum der Sohn immer so seltsam zu Boden schaut und sich irgendwie gar nicht benimmt, wie ein 7-jähriger.

Womöglich üben die irgendwie Druck aus und müssen sich in die Gemeinde "einfügen" und ihre eigenen Interessen stehen hinten an.

Kurz und gut, ich weiss jetzt nicht so richtig, wie damit umgehen?? Denn ich wurde bereits zu einem Gemeinde-Frühstück eingeladen. Das sei alles total locker und toll.. ich gehe da im Leben nicht hin. Aber wie ihr beibringen, das es nichts mit ihr direkt zu hat?

Immerhin hat sie mir schon Umstands-und Babysachen geborgt bzw. geschenkt. Bin in der Zwickmühle.

Hat jemand eine Idee? @:)

Antworten
kilYeinuerh_drac@henstexrn


Ich würde ihr freundlich aber bestimmt erklären, dass ich keinerlei Intersse an ihrer christlichen Gemeinschaft habe aber natürlich jedem zugestehe seinen Glauben nach seiner Facon auszuleben.

Außerdem würde ich mir ebenfalls freundlich aber bestimmt verbitten, missioniert zu werden, sie aber im Gegenzug gleich mal zum nächsten Kaffee einladen.

Wenn sie das dann nicht will, dann ist das eben so, wennn nicht umso besser. Nicht alle Glaubendgemeinschaften sind gleich total streng und einengend.

d5izamonxdiva


Außerdem würde ich mir ebenfalls freundlich aber bestimmt verbitten, missioniert zu werden, sie aber im Gegenzug gleich mal zum nächsten Kaffee einladen.

so dachte ich eigentlich auch. zumal ich nun auch schon fest zugesagt habe, mit ihrem sohn für diktate zu üben.

aber ich habe ein doofes gefühl hinsichtlich NOCH 'lockerer kaffee-treffens'.

sie hat zwar noch keinen versuch gemacht, mich zu missionieren, aber diese einladung zum gemeinde-frühstück und bereits eine weitere zu einer baby-sachen-börse (auch in deren gemeinde-raum) macht mir nun irgendwie skrupel.

würde beides gern absagen, da ich dort einfach nicht hingehöre und man ja auch weiss, das diese gruppen ganz subtil arbeiten und nachher richtig aufdringlich werden können, zeigt man kein interesse und zeigt sich abweisend. ":/

Wqi\ldk(atexr


Hallo !

Schließe mich kleiner_drachenstern an. Denke aber die Freundschaft könnte man beibehalten, was hat das eine mit dem Anderen zu tun. Nur sollte man sich nicht gegenseitig bedrängen !

MfG

n+utzehrna\me: hrellxa


Weißt du denn, was das für eine "christliche Minderheit" ist? Könnte ja auch einfach eine Freikirche sein, nicht alles sind gleich Sekten (wobei für mich auch die Kirche so etwas wie eine Sekte ist, aber das ist nur meine Definition von Sekten…).

dfiam9ond7iva


wobei für mich auch die Kirche so etwas wie eine Sekte ist, aber das ist nur meine Definition von Sekten…).

tja, allerdings :)z

s=eventghree


merkwürdige christliche Religionsgemeinschaften gibt es viele, es muss sich nicht zwangsläufig um Sekten handeln. Ich hab welche in meiner Verwandschaft, die wir zwar auch scherzhaft als Sektenmitglieder bezeichnen die aber völlig normale Christen sind. Sie leben ihre Religion nur intensiver aus und diese hat auch einen wesentlich größeren Einfluß auf Ihr Leben als bei handelsüblichen Katholiken oder Evangelisten.

Deren Religion ist glaub ich mit den amerikanischen Baptisten zu vergleichen, incl. viel Gesang beim Gottesdienst und einem sehr starken gesellschaftlichen Zusammenhalt innerhalb der Gemeinde. Wenn da jemand heiratet ist z.b. automatisch die gesamte Gemeinde incl. Kind und Kegel mit eingeladen.

Eine solch innige Gemeinschaft mag uns merkwürdig vorkommen, sie bietet den Mitglieder aber dank der Solidarität untereinander auch diverse Vorteile. Irgendwelche Zwänge konnte ich nicht ausmachen, sie wissen aber auch das ich Atheist bin.

Ich würde der Einladung folgen oder es mit fadenscheinigen Ausreden versuchen, was anderes bleibt Dir nicht übrig.

dNiam=oYndHivxa


Weißt du denn, was das für eine "christliche Minderheit" ist?

nein, sie rückt nicht so richtig mit der sprache raus. zitat: wir handhaben einige bibel-vorstellungen etwas strenger und andere wieder etwas lockerer.

mehr konnte ich nicht herausbekommen. ich habe beruflich schon zu tun gehabt mit vielen konfessionen. islam, christentum, buddhismus..

aber bei ihr habe ich ein merkwürdiges gefühl. auch immer dieses betonte: WIR sehen das soundso. Und WIR denken so und so darüber. Sie sagt eigentlich nie ICH.

nfutzernam'e hxella


Na, du musst dann doch eigentlich nur einmal mitgehen, um es herauszubekommen, die werden ja sicherlich einen Namen haben… ;-D

Danach bist du schlauer und kannst entscheiden, wie du weiter vorgehst.

m4nRef


Skandal, seit wann können Sektenmitglieder nett sein? ;-) Ok im Ernst:

Kurz und gut, ich weiss jetzt nicht so richtig, wie damit umgehen?? Denn ich wurde bereits zu einem Gemeinde-Frühstück eingeladen. Das sei alles total locker und toll.. ich gehe da im Leben nicht hin. Aber wie ihr beibringen, das es nichts mit ihr direkt zu hat?

Gar nichts. Du bist nur eine Nachbarin und es geht dich nicht sonderlich viel an. Wenn du davon nichts hören willst, muss du den Kontakt meiden. Bevor du es dir angesehen hast oder mehr darüber weißt, kannst du es noch nicht beurteilen und somit auch nicht verurteilen. Allein schon dem direkt den Titel "Sekte" zu verpassen bleibt dir unbenommen, ist aber etwas vorschnell.

Mir war schlagartig klar, warum der Sohn immer so seltsam zu Boden schaut und sich irgendwie gar nicht benimmt, wie ein 7-jähriger.

Naja. SO klar ist das nicht. Steiger dich nicht gleich in solche "jetzt wird mir alles klar!"-Gedanken rein. Ob und wenn ja was mit diesem Sohn ist, weißt du dadurch noch lange nicht.

S4oeP-Elisxha


Da schließe ich mich Hella an. Nicht jede "christliche Minderheit" ist eine Sekte. Bin auch in einer freien Gemeinde und fühle mich da ausgesprochen wohl und gut aufgehoben.

Heute bin ich dankbar, dass meine Nachbarin mich eingeladen hat. :)D

sgevSenth~ree


Außerdem würde ich mir ebenfalls freundlich aber bestimmt verbitten, missioniert zu werden

@ drachenstern

das würde ich lassen, wie würdest Du reagieren wenn du jemand freundlich einlädst und der ablehnt und irgendwas von Missionierung erzählt ? Falls sie wirklich missionieren wollen kann man auch subtiler zeigen das man kein Interesse hat.

mZnexf


das würde ich lassen, wie würdest Du reagieren wenn du jemand freundlich einlädst und der ablehnt und irgendwas von Missionierung erzählt ?

:)z

Nicht so überreagieren :-/

Eahemaligker Nu'tzLeSr (#238x678)


Ist natürlich Situationsbedingt aber ich persönlich (und ich spreche da nur für mich) würde mir das mal anschauen. Ich meine, was spricht gegen ein lockeres Frühstück?!? Ich gehe mal nicht davon aus, dass man sofort in den Verein eintreten muss und falls doch darf man in Deutschland immer noch "nein" sagen.

Es sei denn, Du hast gar keine Lust auf die Veranstaltung. Dann wäre ich ehrlich und würde sagen "Du sorry, ich hab mir das mit dem Frühstück überlegt, eigentlich wollte ich nur nett sein aber ich habe überhaupt keine Lust dafür".

Wie mnef so schön sagt:

Nicht so überreagieren

:)^

KClet*ter.pflan-ze8x0


Naja welche Gruppe würde von sich behaupten, dass sie eine sekte wäre, da der begriff negativ belegt ist. Da stellt sich eh die frage wie man sekte definiert, eigentlich ist er ein subjektiver negativer begriff um vor allem abspalter zu bezeichnen, weswegen wie hier angedeutet wurde die christlichen kirchen tatsächlich sekten sind, da sie als jüdische sekte angefangen haben.

Daher wird der sektenbegriff von experten mal abgesehen von den netten weltanschauungsbeauftragten der kirchen (die natürlich vollkommen unparteiisch sind) eher selten verwendet.

Man kann ja neutral von religionsgemeinschaften sprechen und sie dann problematisieren in denen man ihnen readikale ansichten etc zuschreibt.

Ganz konkret würde ich dir raten, wenn du mit der gemeinde nichts zu tun haben willst das freundlich abzulehnen und ihr grundsätzlich sagen, dass du (sollte das der fall sein) gerne mit ihr kontakt hast, aber bitte nicht missioniert werden willst. So handhabe ich das immer, wenn es klappt, was es schon getan hat (ne gute freundin von mir ist mormonin, ich rede zwar mit ihr über das thema an sich, aber sie versucht mich nicht zu missionieren,( so wie das die anderen mrmonen aus ihrer gemeinde tun, wenn man sich dann mal auf ihrem geburtstag oder so trifft), von daher ist es für mich okay.

Merkwürdig ist es natürlich, dass sie keine bezeichnung für ihre gruppe angibt, da wäre ich ja neugierig und würde nachfragen ob sie evangelikal sei oder oder.

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