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Lang dauernde Krankheit als Ausrede für Psychiatrie-Aufenthalt?

h~ome*lxess


Ach ja, wegen der Lügerei: die Tochter, bzw. wenn man psychisch irgendwelche Probleme hat, dann fallen die auf. Man ist da auch nach 8 Monaten nicht "geheilt". Wenn dann also nach der Thera jemand mit der Tocher der TE länger Kontakt hat, und die Lüge, das Kind hätte Krebs, bis dahin aufrecht erhalten werden konnte, so wird es im Nachhinein wohl nicht mehr aufrecht zu erhalten sein, weil jeder mitbekommt, dass da was anderes mit dem Kind nicht stimmt. Im Kontakt mit Menschen lässt sich eine psychische Erkrankung auf Dauer nicht verheimlichen.

I!sab9ell


homeless

Man sollte dabei aber nicht vergessen, dass solche Menschen nicht in der Überzahl sind. Man neigt nur dazu ihrem Verhalten mehr Gewicht (weit mehr Gewicht!) zu verleihen als den Menschen, die empathisch, rücksichtsvoll, warmherzig etc. sind.

Und völlig vergessen werden dabei aber vor allem die Menschen, die neutral sind.

Die auf das Getratsche oder auch bezüglich einem Mobbing weder dazu stehen, noch dagegen angehen. Und das ist ein sehr starker Punkt.

Denn wir neigen dazu bei derartigen Verhaltensweisen bezüglich der Extreme, eben diese "neutralen" Menschen automatisch einem dieser Extreme zuzuordnen. Meist leider dem negativ empfundenen Extrem.

Der Nachbar der z.B. den einen Morgen nicht grüßt, weil er einfach gerade abgelenkt ist (vielleicht durch eigene Sorgen) – wird sofort dieser -in deinem Fall- "Mobbinghexe" zugeordnet.

Erschwert wird das Ganze zusätzlich dadurch, dass man sich selbst, seine Stellung in der Welt/dem Umfeld teilweise viel zu wichtig nimmt.

In einem sehr hohen Prozentsatz interessiert es nämlich das (weitere) Umfeld gar nicht, was mit Einem los ist. Nicht deswegen weil sie einen nicht mögen oder etwas gegen einen haben – nein, sie beschäftigen sich einfach nicht mit Dir.

Es kann natürlich sein, dass sie ein gewisses Bild von Dir haben durch Aktionen/Handlungen Anderer, aber selbst das kann man mit einer einzigen eigenen Geste sofort revidieren. Man muß da nur offen sein.

Du kennst die Geschichte von [[http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Watzlawick#Werke P. Watzlawick]]?:

Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt unser Mann, hinüberzugehen und ihn auszuborgen. Doch da kommt ihm ein Zweifel: Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüßte er mich nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Vielleicht hat er die Eile nur vorgeschützt, und er hat was gegen mich. Und was? Ich habe ihm nichts getan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, ich gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen abschlagen? Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet er sich noch ein, ich sei auf ihn angewiesen. Bloß weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht´s mir wirklich. – Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch bevor er "Guten Tag" sagen kann, schreit ihn unser Mann an: "Behalten Sie Ihren Hammer".

Kinder/Jungendliche ticken da grundsätzlich gar nicht so viel anders. Das Problem ist nur, dass sie (noch) sehr stark durch die Eltern beeinflußt werden (können). Ob bewußt oder unbewußt, da muß nur ein Elternteil beim Abendbrot gedankenlos eine Bemerkung fallen lassen, die in ihrer Komplexität gar nicht so gemeint ist und schon "rattert" es im Köpfchen und es folgen (gedankliche) Konsequenzen. Vor allem im Zusammenhang mit weiteren "Bemerkungen" oder Handlungen Anderer.

Ein Kind, welches sich in einer Psychiatrie für mehrere Monate befindet – da muß nur ein Elternteil sagen "Hmmm....ich fand sie/ihn schon immer komisch", ohne wirklich werten zu wollen, vielleicht fand er einfach das Lachen des Kindes komisch....aber geht dessen Kind am nächsten Tag zur Schule und irgendein Mitschüler macht ein dementsprechend ähnliche Bemerkung – schon kommt der Stein ins Rollen. Die Gedanken "Gestern sagte Papa/Mama schon was Ähnliches – da muß ja was dran sein...." reichen dann oftmals schon aus um zumindest in der "neutralen" Ecke zu stehen, sich nicht für diesen Menschen einzusetzen, weil man auch gar nicht bestärkt wird es zu tun. Weil man/das Kind einfach verunsichert ist. Und Manche sind wiederum dann so verunsichert, dass sie sich lieber dem "Schneeballsystem" des Mobbings anschließen, als sich wenigstens rauszuhalten.

Hinzu kommt dann noch der Fixpunkt auf das eigene Leben – bei noch lange nicht so gefestigten Kindern/Jugendlichen, bzw. denen, die vom Elternhaus nicht gestärkt werden: "Womit bin ich besser dran? Ich will doch einfach selber nur glücklich sein/werden, wenn ich mich für XY einsetze, bekomme ich Probleme, mehr als ich schon habe....MIR soll es gut gehen und das geht nur, wenn ich mich anschließe oder raushalte" – wobei raushalten oft gar nicht möglich ist und Schwubbdiwupp haben wir das schönste Mobbingkonstrukt.

Deswegen halte ich es zwar durchaus für sehr sinnvoll auch Kindern/Jugendlichen die Existenz und Aufklärung gewisser psychische Krankheiten und Co. nahezubringen – aber nicht durch das Beispiel eines Einzelnen. Also noch darauf zu stubsen "Hier, schaut her!".

Andererseits aber halte ich eben Verleugnung für genauso falsch.

Deswegen: "Abgrenzung".

IGsabexll


Homeless

Ich habe mich auf Deinen Beitrag davor bezogen ;-).

c,uracTa!nnxe


ich kann mir vorstellen, daß mitschüler eh schon mitbekommen haben, daß die Tochter irgendwie komisch ist; ich würde sie nicht mit einer lüge belasten wollen , zumal sie sich dann stets vorsehen müßte, was sie sagt.ein aufwachsen in einer familie, in der es darauf ankommt, was andere denken könnten, habe ich auch hinter mir und fand es reichlich ungesund für mich.

ich würde nur etwas von einem krankenhaus aufenthalt erzählen, so gefragt wird und auf eine frage weswegen , keine antwort geben, denn man muß nicht jede frage beantworten.und was andere dann darüber denken, ist doch deren sache.

hBom;elxess


Der Nachbar der z.B. den einen Morgen nicht grüßt, weil er einfach gerade abgelenkt ist (vielleicht durch eigene Sorgen) – wird sofort dieser -in deinem Fall- "Mobbinghexe" zugeordnet.

Wohnst du bei mir oder wieso kannst du dir ein Urteil über unseren Hausflur erlauben? Diese "Mobbinghexe" zerstört alles von mir, was nicht hinter Schloss und Riegel ist. Die Türschilder abgerissen, Waschmaschine "bearbeitet" und von den Anschlüssen gerissen...usw...wenn man die life trifft, kommt sofort eine Beleidigung und Unterstellung usw...

Mir scheint, du willst mit Gewalt die Leute schönreden.

Scunflwower_x73


@ Isabell:

Wieder mal: :)z :)^

Für einen selber ist die Erkrankung bzw. das kranke Kind DAS Thema. Außenstehende kümmern sich aber kaum drum. Und die ehrlich Interessierten, die auch in 3 Monaten noch an die Tochter denken und sich fragen was los ist, werden tendenziell ehrlich interessiert/besorgt sein. Oder eh schon mitbekommen haben, das was im Argen liegt.

Ein Kind, was für Monate in die Psychiatrie geht, hat die Krankheit nicht bekommen wie eine Erkältung, die über Nacht kommt.

Entweder ist schon was aufgefallen und die Abwesenheit wird dann eh Tratsch auslösen. Oder eben ehrliches Interesse.

Tratsch sollte man ignorieren. Was im Übrigen eine Fähigkeit ist, die sich so ziemlich jeder angewöhnen muss, denn Menschen tratschen nun mal und niemand von uns lebt auf einer einsamen Insel. Ehrliches Interesse kann unglaublich hilfreich sein für die Integration nach der Entlassung etc.

INsab!ell


homeless

Schade, dass Du nur diese Aussage meinem gesamten Beitrag und somit dem Zusammenhang entrissen hast.

Ich wollte Dir in keiner Weise an den Karren fahren. Das war nur ein Beispiel in Bezug auf diesen Faden.

h!omeiless


Ich bin dann auch aus dem Topic raus, weil ich es nicht haben kann, wenn man einfach die Fakten nicht sehen will, nicht richtig lesen will, die Situationen verfälscht und schönlügt. Da kriesch Placque...und deswegen bin ich jetzt hier weg.

IVsa4bel,l


sunflower

Was soll ich dazu noch sagen....außer :)z :)^ (ist ja langsam schon gruselig-peinlich ;-D).....

ItsaVbelxl


homeless

Ich bin dann auch aus dem Topic raus, weil ich es nicht haben kann, wenn man einfach die Fakten nicht sehen will, nicht richtig lesen will, die Situationen verfälscht und schönlügt. Da kriesch Placque...und deswegen bin ich jetzt hier weg.

:-o ":/

Aber naja....wenn Du meinst.....

IMsakbelxl


homeless

Ahh....ich verstehe es jetzt ansatzweise.

Du hast mich da mißverstanden.

Ich schrieb im Zusammenhang hiermit:

Denn wir neigen dazu bei derartigen Verhaltensweisen bezüglich der Extreme, eben diese "neutralen" Menschen automatisch einem dieser Extreme zuzuordnen. Meist leider dem negativ empfundenen Extrem.

Der Nachbar der z.B. den einen Morgen nicht grüßt, weil er einfach gerade abgelenkt ist (vielleicht durch eigene Sorgen) – wird sofort dieser -in deinem Fall- "Mobbinghexe" zugeordnet.

Auf Dich, Deine Situation, war lediglich mein Ausdruck "Mobbinghexe" bezogen – nichts sonst! Dass man eben dazu neigt, andere Leute in die "Machenschaften" solcher Menschen wie z.B. Deine "Mobbinghexe" mit einzubeziehen! Und mit "man" meinte ich nicht Dich persönlich!

Oh je, wie soll ich es anders erklären?

Luiver_poxol


Ich habe im Jugendalter (17/18) auch ab einer psysichen Erkrankung gelitten, die über viele Monate behandelt wurde. Ich war zwar nicht Stationär aber bin nach der Schule immer zur Therapie und da haben die Mitschüler auch immer gefragt, warum ich nicht mehr mit dem Zug nach Hause fahre sondern immer in die Stadt laufe.

Unter gar keinen Umständen hätte ich damals irgendwem davon erzählt. Mobbing war die Hauptursache meiner Erkrankung und das letzte was ich wollte, waren Leute die sich auch noch über meine Psychologenbesuche das Maul zerreißen. Der große Zusammenbruch kam bei mir damals kurz vor der Sommerferien und mein "Zustand" ist deshalb bei meinen Mitschülern erstmal nicht aufgefallen. Zum neuen Schuljahr war ich dann bereits 8 Woche in Therapie und hatte mich halbwegs gefangen.

Ich vollkommen verstehen, dass man in einer akuten Situation die Erkrankung nicht breittreten will.

Und genaue Diagnosen gehen auch Außenstehende absolut nichts an. Weder bei körperlichen noch psysischen Erkrankungen.

Eine konkrete Fehldiagnose würde ich auch nicht nennen. Diese Lüge wird man nicht aufrecht erhalten können.

Ich würde vorerst auch einfach sagen, dass ihr schlecht geht und sie deshalb im Krankenhaus ist. Genaueres kann man noch nicht sagen. Dann würde ich erstmal abwarten wie sich die Tochter entwickelt und ob sich ihre Verfassung bessert. Vielleicht ist sie ja in einigen Wochen bereit, sich einigen Freundinnen anzuvertrauen.

Ich hab damals auch einfach gesagt, dass ich oft zum Arzt muss. die meisten hat das nach wenigen Tagen nicht mehr interessiert.

Sfunfl<owexr_73


In dem Zshg. sehenswert, weil auch der Umgang mit Schule/Mitschülern eine Rolle spielt:

[[http://www.ardmediathek.de/das-erste/gott-und-die-welt/mein-kind-will-sterben?documentId=17342586]]

Jpuluey


Ist das die Suizid-Doku von gestern? Hab davon gehört, kann sie nur leider nicht gucken weil ich nur schlechtes Handy-Internet habe :(v

Sdplitt"erxseele


Kinder können sehr "grausam" sein und das wird leider oft unterschätzt.

Ich finde es zwar nicht unbedingt gut, das man in einem solchen Forum nach patenten Ausreden sucht, aber habe Verständnis.

Wenn es einen trifftigen Grund für den Aufenthalt in einer Klinik gibt, kann ein Einfühlsamer Klassenlehrer die Mitschüler auf dieses Thema vorbereiten. Meiner Meinung nach, klappt das aber maximal bis zur ca. 6'ten Klasse. Spätestens danach wird sich ein "Rabauke" vor seinen Mitschülern profilieren wollen und die Tochter des TE als "Psycho" hinstellen und aufziehen. Die bemitleidenswerten Mitläufer werden darauf einsteigen und mitmachen...

Lieber TE: Ich habe eine Mitschülerin gehabt, die lag wochenlang mit "Pfeiferschen Drüsenfieber" flach...

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