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Das Leben zieht an mir vorbei

ABva8leCna


...ein Flugticket kaufen und ab in die Südsee...

Dann tu' es! Bereite dich aber vor – die jeweilige Sprache dort solltest du schon einigermaßen beherrschen.

Es geht, glaube mir. Ich habe es getan, bin 1994 erst nach Gran Canaria, dann nach Florida "abgehauen". In Florida habe ich schließlich von 1996 bis 2010 gelebt.

Bin dann aber auch gerne nach Deutschland zurückgekommen. Die Zeit weit fort von Deutschland hat mir super gut getan. Heute kann ich sagen, daß ich keine Langeweile während der besten Jahre meines Lebens hatte.

Allerdings: Glaube ja nicht, daß woanders Milch und Honig fließen, im Gegenteil. Das Leben ist ungleich schwerer, ein Kampf. Man muß abwägen, ob es einem wirklich wert ist. Mir war es das mehr als wert.

Ich war in deinem Alter, als ich den Ausstieg wagte – also los, es ist nie zu spät :)* :)* :)*

Afpfe2lkucwhenx007


Glück ist kaum eine Frage der äusseren Umstände sondern eine persönliche Entscheidung.

:)^ :)^ :)^

Die Leute, die wirklich etwas in ihrem Leben ändern wollen oder etwas Bestimmtes machen wollen, die machen es. Die anderen träumen vor sich hin und ändern nichts, weil ihre jetzige Situation doch nicht so schlimm ist.

Abval8ena


Die Leute, die wirklich etwas in ihrem Leben ändern wollen oder etwas Bestimmtes machen wollen, die machen es. Die anderen träumen vor sich hin und ändern nichts, weil ihre jetzige Situation doch nicht so schlimm ist.

:)^

Eali)zabetgh 4Bennext


Es geht, glaube mir. Ich habe es getan, bin 1994 erst nach Gran Canaria, dann nach Florida "abgehauen". In Florida habe ich schließlich von 1996 bis 2010 gelebt.

Wie hast du es denn beruflich geschafft auszuwandern? Hast du dir erst einen Job dort gesucht und bist dann hin? Hattest du ein großes Startkapital?

Wohnst du mit deinem Freund zusammen?

Wie sieht er das?

Früher wäre er für sowas zu haben gewesen. Als wir damals zusammen gekommen sind, sind wir wenige Wochen später zusammen in eine 500 km entfernte Stadt abgehauen, einfach weil sie uns gut gefallen hat. Als wir dort ankamen, hatten wir weder Job noch Wohnung, wir haben uns damals einfach nicht die Gedanken und Sorgen gemacht, die man sich heute macht. Wenn man ihn heute fragt, kommen Antworten wie Geld, Job, Wohnung, Risiko etc... Wir wohnen mittlerweile nicht mehr zusammen, weil wir zwischenzeitlich getrennt waren und es ist immer noch sehr kompliziert zwischen uns. Aber diese Unbeschwertheit von damals fehlt mir einfach, bei ihm und auch bei mir...

Mhilkye_e7h7


Job, Geld, Wohnung, Risiko.... Das SIND ja auch wichtige Aspekte!

Ich bin in der Richtung auch nicht sehr experimentierfreudig.

Ich bewundere aber Leute, die aus der Reihe tanzen, nicht so festgefahren sind, mehr Mut haben. Aber ICH kann nicht aus meiner Haut.

Aber vielleicht kannst DU es?

Vielleicht hast du die Courage wirklich den Leben von Grund auf zu ändern.

Was wäre deine Traumvorstellung, wie du gerne leben würdest?

Nur mal so in Gedanken....

Welches Land bzw. welcher Kontinent? Mit Job? Oder reich verheiratet? ;-D

Wohnung oder Haus? Oder immer mal wieder umziehen?

SKmlar^tie67


Do it or stop complaining.

A*val~ena


Wie hast du es denn beruflich geschafft auszuwandern? Hast du dir erst einen Job dort gesucht und bist dann hin?

Meinen Job und Wohnung gekündigt, eine Woche bei Bekannten geblieben bis ich ein günstiges Flugticket hatte, dann los. Dann habe ich in der Anfangszeit bei Segelbootreparaturen geholfen (Schleifen, Streichen, Lackieren). Dabei habe ich viele coole Menschen kennengelernt, auch Weltumsegler, etc.

Eines Tages half ich einem Seglerpärchen ihr Boot für die Atlantiküberquerung fit zu machen und bin dann mitgesegelt – von Gran Canaria über La Gomera in die Karibik. Nach dem Karibiktrip liefen wir in Fort Lauderdale ein; die Segler-"Welthauptstadt".

Mittlerweile hatte ich so viel Erfahrung im Bootsbau (Innengestaltung, denn ich bin ja beruflich (Antiquitäten)-Restaurateurin), daß ich mich dort seßhaft gemacht habe – Arbeit gab's ja en masse.

Hattest du ein großes Startkapital?

Null und Nada ]:D ;-)

S"nowCy-og


Ausland ist keine Lösung. Deutschland ist ausreichend gut zum Leben. Weit entfernt von eigener Heimat zu leben bringt keine Freunde, sondern heimweh. Ich rede aus eigener Erfahrung. Ich bin kein Deutscher und bin vor 4 Jahren hier gekommen. In meinem Land, die eigentlich tolle Natur, warmes Meer, grüne Bergen und viel Sonne hat, war ich genauso unglücklich: ohne berufliche Perspektiven trotz meinen Studien, ohne Freunde, entäuscht von der Korruption, Armut, Perspektivlosigkeit meines Seins (bin Schwul). Damals im 2009 bin ich mit viel Hoffnung nach Deutschland gekommen, habe einen Freund kennengelernt, zusammen gelebt, die Deutsche Sprache gelernt (wenn noch nicht perfekt), vieles von Europa gesehen. Niederlande, Frankreich, Belgien, Österreich, die Alpen, Norvegen, Schweden, Dänemark. Weiterbinldung zusätzlich angeschloßen. Und was nun? Immer wieder kein Job, immer nur Absagen, ich bewerbe mich viel mehr als Jobcenter erwartet, 20 Bewerbungen pro Monat, obwohl die Stellen nicht viel sind, auch für Praktukum und trotzdem nichts. Ich sitze, langweile mich, mein Freund ist frustiriert, dass ich immer noch auf meinen Beinen nicht stehen kann, dass immer noch kein Job da ist, trotz meiner Mühe. Ich bin hier, im depressiven Nordwesten Deutschlands, wo es keine Sonne gibt, und keine warme Tage, wo alles anders ist, und ich stehe alleine da. Ich hab zwar schon Geld, aber kein Glück. Es gibt keine Freude weit von deinem Heimat. Die Menshen sind anders, denken anders, reagieren anders. Trotzdem mag ich Deutschland, und jeder der hier geboren ist, hatte Glück. Deswegen schatzen sie ihre Heimat und werden sie glücklich. Ausland ist keine Lösung. Ich musste aus meinem Land einfach "flüchten" um meinen Träumen zu verwirklichen. Aber jetzt 4 Jahren später ist es immer noch schwer.

E^hemaligexr NustzeKr (#_458871)


Stattdessen langweile ich mich in den Tag hinein, habe beruflich keine Perspektive und kaum Freunde. Ich habe zwar einen lieben Freund, aber er träumt von einem Leben mit Haus und Kindern und Vorsorgeversicherungen. Ich habe immer davon geträumt, die Welt zu sehen, zu reisen, verrückt und frei zu sein und einfach zu machen was ich will. Ich wollte nie mein Leben damit verbringen, den ganzen Tag in einem langweiligen Job zu sitzen und auf den Feierabend warten.

Aender das, was Du in der Hand hast! Ich erkenne mich in vielen Deiner Sehnsuechte wieder. Es war eigentlich ca. seit meinem 25ten Lebensjahr eine Mischung aus extremem Fernweh, aber gleichzeitig einem starken Beduerfnis nach Sicherheit.

Ich bin dann, als ich eh gerade Single war und mir "die Welt offen stand", ins Ausland gezogen. Das war erstmal neue Herausforderung genug, hat auf die Dauer aber mein Fernweh nicht geheilt. Mittlerweile habe ich die Sicherheiten, bin aber durch chronische Krankheit so gehandicapped, dass ich an meinen Wuenschen wenig tun kann. Zum Beispiel haette ich gern ein Kind, weiss aber, dass ich vorher gern nochmal eine grosse Reise machen wollen wuerde. Geht aber gerade gesundheitlich nicht – insofern probiere ich, mich mehr auf andere Lebensbereiche zu fokussieren. Ich denke, der Schluessel liegt darin, im Hier und Jetzt zu leben, ohne seine Traeume aufzugeben. Fuer mich sind Traeume dazu da, verwirklicht zu werden – und einige werden mit der Zeit schwaecher, weil man andere Prioritaeten hat.

Warum nicht einfach ein Flugticket buchen? Wenn Du gesund bist und die finanzielle Sicherheit hast, kann ich Dich nur dazu ermuntern! Ich waere gern ein Jahr um die Welt gereist, mir ist dann aber die Krankheit dazwischengekommen. Gereist bin ich vorher trotzdem irre viel – auch alleine. Wurde da wohl von meinem Arbeitskollegen und guten Freund angesteckt, der mir bei jeder Gelegenheit unter die Nase gerieben hat, er sei schon in 50 Ländern gewesen. Das will ich auch noch :-) Es ist mir aber nicht mehr ganz so wichtig wie meine Beziehung und unsere gemeinsamen Zukunftsplaene.

E1hemaZliger Nuntzer (#45;8871x)


Btw, kleine Anekdote am Rande:

Neulich habe ich zu einem Bekannten gesagt, ich wuerde gern nochmal ein Jahr ins Ausland gehen, auch mit Kleinkindern. Er guckte mich nur amuesiert an, bis mir auffiel: Ich BIN ja im Ausland, aber es ist einfach nichts Besonderes mehr, sondern ist zu einer Art Heimat geworden.

A|val?enxa


Snowyog

Ausland ist keine Lösung.

Schade, daß es dir so ergangen ist....und daß viele Menschen Heimweh haben wie du es hast, ist auch klar. Aber verallgemeinern kann man das nicht.

Mir hat weder die Trennung von Deutschland weh getan, noch hatte ich Probleme mit den Menschen im Ausland – obwohl du (richtigerweise) sagst, daß sie ganz anders sind.

Für manche Menschen (wie für mich) ist aber gerade die Andersartigkeit des Auswanderungsziels das Spannende, das Schöne daran.

Eine "Auswanderung" innerhalb Deutschlands hätte ich mir nicht vorstellen können ;-)

Dir noch viel Glück; auch im weiteren Berufsleben :)*

E;lizabehthn Bennext


ch musste aus meinem Land einfach "flüchten" um meinen Träumen zu verwirklichen. Aber jetzt 4 Jahren später ist es immer noch schwer.

Das glaube ich und ich finde es toll, wenn man soviel Mut hat und alles zurück lässt, um seine Träume zu verwirklichen. Ich würde mich sowas alleine niemals trauen. Damals bin ich nur so weit weggezogen, weil ich meinen Freund hatte. Aber der Umzug hat mir damals gutgetan. Heimweh nach meiner Familie habe ich fast nie gehabt. Natürlich ist es im Ausland wieder etwas anderes, wo dann auch andere Sitten herrschen, aber zur Not könnte man ja auch wieder zurückgehen...

Welches Land bzw. welcher Kontinent? Mit Job? Oder reich verheiratet?

Das was Avalena geschrieben hat würde mir auch gut gefallen. Es klingt total schön und aufregend. Leider bin ich nicht so selbstbewusst und aufgeschlossen und fühle mich allein auf mich gestellt schnell ziemlich hilflos. Australien wäre auch toll, am liebsten würde ich viel reisen. Aber ganz ohne Geld geht es wirklich nicht...

Do it or stop complaining

Da ist wohl was dran :-/ Ich kenne einige Leute die mit ihrem Leben unzufrieden sind und gerne neu anfangen würden. Aber letztendlich macht es niemand. Das ist traurig und ich frage mich, wieso es so schwer ist.

AZv4al~enxa


jule

Ich bin dann, als ich eh gerade Single war und mir "die Welt offen stand", ins Ausland gezogen

Alles in Allem hab ich's ja genauso gemacht ;-)

Also siehst du, Elizabeth, es geht ja.

:)^

Swnowyoxg


Internet macht das Heimweh viel weniger, man kann Nachrichten lesen, online Heimfern sehen, mit Bekannten und Verwandten chatten und anrufen. Das stimmt, früher war es komplizierter.

Die Menschen sind anders, aber zum Glück in Deutschland eher mit Vorteilen :)^ Pünktlich, ehrlicher, keine Spieler und viel toleranter.

S|mar`tieex67


@ Elizabeth

Ach traurig... Nix ist traurig. Trauig ist, wenn man einerseits unzufrieden, andererseits aber mutlos ist.

Man könnte ja einfach mal all seine Ängste (aber auch Chancen) visualisieren, dann wüsste man entweder, dass eigentlich gerade alles gut so ist, wie es ist oder man wüsste, dass sie zwar da sind, es einem aber das Risiko wert ist. Man träfe eine Entscheidung. Entweder, mit dem was man hat zufrieden zu sein, oder etwas zu ändern.

Zu viele leben in einem Zustand dazwischen, der buchstäblich ungesund ist.

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