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Ist es eine schizoide Persönlichkeitsstörung?

Z0w;atzxel hat die Diskussion gestartet


Ich möchte meine Geschichte in 3 Beiträgen mitteilen, da es sonst zu viele Zeichen sind :)z

Ich bin 25 Jahre alt und wusste schon immer das ich anders bin als andere. Anders denke, anders fühle (wenn ich überhaupt was fühle). Oder auch für "Normalos" meine in Ihren Augen teilweise sonderbaren Verhaltensweisen, Problemlösungen, was eher ein Probleme ignorieren, totschweigen oder auch "vormirherschieben" ist und Gedankengänge (die wohl nicht der allgemeinen Norm entsprechen) nicht oder nur schwer nachvollziehen können. Da ich oft auch gleiche Fehler mache, oder sich mehrer Verhaltensweisen widerholen, und ich meine Fehler schlecht abstellen kann, also mich nicht richtig Entwickeln kann oder an mir arbeiten kann (selbst wenn ich es will), führt dies auch oft zu Konfliken mit "Normalos" oder falschen Interpretationen, so dass ich von denen in einem falschen Licht (Arrogant, Selbtsgefällig, Kühl, Distanziert, Gefühlskalt) oder wegen dem "nicht können" meiner Fehler abzustellen dann für Dumm, Komisch, Verrückt(?), Sonderbar oder auch als Weichei (da mir auch oft nichts schlagfertiges einfällt wo ich mich wehren kann und die meisten Angriffe herunterschlucke bis die Angreifer von selber aufhören). Nach dem unbewussten nicht eingehen auf Kontaktangebote (wieder falsche Interpretation, da ich nett gemeinte Frotzeleien nicht so verstehe wie "Normalos", oder dem fehlen von Strategien wie man auf andere Menschen zugeht oder ein Gespräch anfängt, oder mit Körpersprache, Mimik Interesse/Sympathie zeigt) vieler anderer Personen bin ich für sie sogar Luft und werde ignoriert. Meist läuft dies dann so ab, dass die ersten 6 Monate potentielle neue Kontakte (egal ob ich die jetzt in der Schule, auf der Arbeit, im Verein oder sonst wo kennenlerne) sind diese nett und kommen öfters auf mich zu. Da ich dies nicht in deren maße intensivieren kann, wirds dann distanzierter und starten noch vereinzelte Vertrauensangebote bis sie dann ganz ablassen und nicht mal mehr Hallo sagen oder mich anschauen oder wenn, ohne eine Regung im Gesicht zu verziehen. Ich habe folglich auch keine Freunde, sondern nur oberflächliche Bekannte oder Sehbekanntschaften zu denen man mal Hallo sagt, oder auch nicht. Auch da habe ich mir nie was dabei gedacht, oder mich einsam gefühlt. Das Gefühl der Einsamkeit oder der Leidensdruck etwas daran zu ändern, was noch nicht funktioniert kommt jedoch immer öfters auf, obwohl es auch Tage gibt, in denen ich finde es ist besser alles so zu lassen wie es ist, und meine Stimmung ist dann dementsprechend unten und ich bin gereizt.

Bis vor 2 Jahren war mir das aber irgendwie egal und habe mir nicht groß Gedanken drüber gemacht, und dachte Ich bin Ich und bin eben so. Wärend meiner Ausbildung (in einem zugebenermaßen Scheiß Betrieb, den ich auch bei der IHK gemeldet habe), in der ich von meinen selbstgefälligen, extrovertierten Chefehepaar gemobbt wurde, da immer wieder die gleichen Fehler passiert sind und sie mich unbedingt ändern wollten, was aber nicht gelang, wurde ich immer schlecht gemacht und mein ohnehin nicht groß vorhandenes Selbstvertrauen wurde immer weniger, sodass ich mich z.B. noch weniger traue mit anderen Menschen Blickkontakt zu halten oder aufzunehmen. Ich wurde zum Nachdenken angeregt und wollte wissen was an mir "falsch" ist. Seit diesen Tagen im Jahre 2011 verlor ich immer mehr meine Unbeschwertheit und Lebensfreude und fühle mich teilweise wie in einer gefühllosen Hülle eingesperrt mit depressiven Verstimmungen. Ich hoffe es wird nicht noch eine richtige Depression werden, in der ich meine Gedanken nicht mehr kontrollieren kann und dies so endet wie beim früheren Fussballnationaltorwart Robert Enke im Jahre 2009. Das führte dann auch immer mehr und mehr zu Konflikten mit meinen Eltern (haben auch Kontaktschwierigkeiten, keine Freunde oder gehen selten auf andere Menschen zu, brachten mir auch nie bei was Freundschaft usw. bedeutet, also "falsche" soziale Verhaltensstrategien da mein Vater cholerisch, rechthaberisch, eingebildet, arrogant, selbstgefällig ist und bei ihm Leistung und Geld verdienen vor allem anderen kommt und ich auch kein gutes Verhältnis zu ihm habe, und meine Mutter, zu der ich widerrum ein sehr inniges Verhältnis habe wohl auch eine Schizoide Persönlichkeitssörung hat), bei denen ich noch bis zum März lebe, ehe ich dann ein Studium in Hessen anfange, da ich sie unbewusst für ihre Erziehung verantwortlich machte. Meine Ausbilder kritisierten meine Eltern immer aufs schärfste und machten ihre Erziehung schlecht, was sich auf meine Seele leider irgendwie eingebrand hat. Ich begann dann also nachzuforschen warum ich anders bin, und bin dann auf den (Asperger)Autismus gestoßen, da doch einige Symptome zutrafen. Da aber auch viel anderes dabei war, bin ich zum Entschluss gekommen, das ich keinen Autismus habe. Dann bin auf die Soziale Phobie und deren weitere Ausprägung Ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung und auch Hypersensibilität gestoßen, wo auch sehr viele Symptome drauf zu treffen, weil ich sehr viele "normale" soziale Situationen meide oder falsch wahrnehme wo ich mich "blamieren" könnte oder in "Gefahr" begeben könnte und mir was passieren könnte. Soziale Phobie und Ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung habe ich wohl auch, aber wohl eher als Folge der Schizoiden Persönlichkeitsstörung, auf die ich vor kurzem gestoßen bin, viele Symptone zutreffen und mich deshalb hier angemeldet habe um Antworten zu finden, mich mit anderen auszutauschen, begreifen zu können, was bei mir "falsch" läuft und evtl. Hilfe in Anspruch nehmen kann, weil in mir der Wunsch steckt eine normales Leben wie die "Normalos" führen zu können und mich mittlerweile oft aufrege, was ich während meiner Jugend schon alles verpasst habe und bei manchen Dingen der Zug schon abgefahren ist. Hinzu kommt, dass ich wohl genetisch vorbelastet bin, da bei der Schwester meiner Mutter mal diagnostiziert wurde, dass in ihrem Gehirn irgendein Gen anders sei und dies wohl auch bei meiner Mutter oder mir der Fall sein muss, da wir uns ähnlich verhalten und denken. Auch wurde fast jeder in der Familie meiner Mutter depressiv und meine Mutter hatte schon, als sie 23 war versucht sich umzubringen.

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Antworten
ZzwaBtzexl


Nun zu den Symptomen und meiner Einschätzung dazu:

- wenn überhaupt, dann bereiten nur wenige Tätigkeiten Freude;

Trifft zu, da mein Hauptinteressengebiet der Fussball (aus obigen Gründen leider mit 16 aufgehört zu spielen) ist und ansonsten sehr viel Fernsehe, Lese oder vorm PC sitze. Es ist nicht so, dass ich mich nicht für andere Sachen interessiere, nur kann mir diese Dinge nicht so merken wie Sachen über Fussball oder ich traue mich einfach nicht in einen Verein zu gehen, da ich im örtlichen Fussballverein schlechte Erfahrungen gemacht habe oder wenn ich neue Dinge zu lerne anfange, nach ca. 3 Wochen oder so die Motivation oder das Interesse daran verliere.

- zeigt emotionale Kühle, Distanziertheit oder einen abgeflachten Affekt und reduzierte Fähigkeit, warme, zärtliche Gefühle für andere, oder Ärger auszudrücken;

Trifft zu, da ich kaum bin keine Emotionen habe und nach außen hin Teilnahmslos wirke, aber auch selbstbewusst, ruhig und cool. Innendrin schaut es ganz anders aus, bin nervös und unruhig. Ärger und Emtionen schlucke ich herunter, brechen dann aber in selten in Gereiztheit oder auch mal Wutausbrüchen, die mein Vater oft zu spüren kommt, aus. Mit anderen Menschen kann ich keine Vertrauensbasis oder Verbindung herstellen. Gefühle kann ich nicht ausdrücken, weder glaubhaft mit Worten, noch mit Mimik und Gestik oder von anderen Gefühle wahrnehmen, oder überhaupt Gefühle warnehmen und sie bewusst deuten. Klar fühle ich Trauer, Enttäuschung oder Bedrücktheit oder auch mal Vorfreund und Schadenfreude, oder kann meiner Mutter gegenüber Gefühle zeigen und von ihr auch wahrnehmen, aber ansonsten fühle ich mich Gefühlslos und fast schon böse. Böse deshalb, da ich kaum Mitgefühl ausdrücken kann, was ich widerrum als Asozial einstufe und so will ich definitv nicht sein und möchte ich auch nicht sein.

- erscheint gleichgültig gegenüber Lob oder Kritik von anderen;

Trifft zu. Lob nehme ich einfach so hin und Kritik, habe ich den Eindruck geht unbewusst zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus oder fasse es persönlich auf und "hasse" die Person dann irgendwie. Auch verstehe ich sprachliche Bilder nicht oder wenn mir jemand was durch die Blume mit Sprichwörten (egal ob gut oder schlecht) sagen möchte.

- wenig Interesse an sexuellen Erfahrungen mit einem anderen Menschen (unter Berücksichtigung des Alters);

Trifft zu, da ich mit 25 noch keine Erfahrungen mit Frauen habe, obwohl ich oft die Gelegenheit hatte Frauen kennenzulernen, sie auch mir Interesse/Sympathie zeigten. Ich verspüre einfach kein Verlangen, und denke beim Sex meist an etwas ekliges das mir dann bei aufkommender Lust sofort wieder die Lust nimmt. Auf Männer stehe ich definitv auch nicht, da ich mir trotzdem gerne schöne Frauen anschaue. Nur ist mein sexuelles Verlangen oder mein männlicher Jagdinstikt ;-) irgendwie unterdrückt oder gehemmt. Auch weil ich mir immer wieder darüber Gedanken mache, das eine Frau mich sowieso ablehnen würde, egal ob meines Aussehens (anziehend wirke ich auf Frauen, wie ich schon festgestellt habe ;-) ) sofern ich meine anderen Probleme nicht in den Griff bekomme, keine Freunde habe, nicht viel ausgeprägte Interessen oder Talente habe, oder sie erfährt, dass ich in meinem Alter noch keine Erfahrungen habe – nichts! Wollte mich auch schon zwingen deshalb ins Bordell zu gehen, was ich aber immer wieder verworfen habe oder mich dann doch nicht getraut habe, da ich ja immer Rechtfertigungen oder Entschuldigungen finde etwas nicht machen zu müssen, oder Dinge und Menschen schlecht rede und den Wert herunterschraube. Das Verlangen nach einer Freundin ist manchmal da, manchmal nicht. Manchmal sage ich mir auch, dass ich halt nie ne Frau haben werde, obwohl ich es mir unebwusst wohl doch wünsche. Und das erzeugt dann wieder diesen Leidensdruck. Ich dachte auch schon daran Asexuell zu sein. Und ich fühle mich oft auch geschlechtslos und geschlechtsneutral, also weder als Mann (als Frau schon gar nicht) sondern einfach als Mensch und werde nach einiger Zeit von (bekannten) Frauen auch als Geschlechtsneutral wahrgenommen, so mein Eindruck, da ich ja nie Interesse zeige (weil ich nicht weis wie) oder auf ihre Interessensignale eingehe oder keine Körperberürungen suche.

- fast immer Bevorzugung von Aktivitäten, die alleine durchzuführen sind;

Trifft zu, unternehme ungern was in Gruppen. In Gruppen fühle ich mich fehl am Platz, vor allem in Kleingruppen oder in solchen wo ich bekannt bin. Anonyme Menschenansammlungen wie im Fussballstadion machen mir nichts aus.

- übermäßige Inanspruchnahme durch Phantasien und Introvertiertheit;

Trifft zu. Habe viele Phantasien oder Tagträume oder bin nie richtig bei der Sache, weil immer irgenwie andere Gedanken in meinem Kopf sind.

- hat keine oder wünscht keine engen Freunde oder vertrauensvollen Beziehungen (oder höchstens eine);

Trifft zu (siehe oben)

- deutlich mangelndes Gespür für geltende soziale Normen und Konventionen. Wenn sie nicht befolgt werden, geschieht das unabsichtlich.

Trifft zu, obwohl andere meine Eltern schon für ihre Erziehung gelobt haben (ich sei sehr höflich usw.) – bis auf meine Ausbilder. Finde jedoch meist nicht die richtigen Worte, oder kann auch nicht die richtigen Gefühle ausdrücken (siehe oben). Kann Menschen aber aus Gehemmtheit nicht freundlich begrüßen und sage meist ausdruckslos Hallo, was viele als unhöflich deuten, obwohl ich mir immer Mühe gebe freundliche zu grüßen, es aber meist anders aufgefasst wird.

- hat weder den Wunsch nach engen Beziehungen, noch Freude daran, einschließlich der Tatsache, Teil einer Familie zu sein,

Trifft zu. In meinem Inneren hege ich schon den Wunsch, nur weis ich nicht wie ich es ändern soll ohne mich zu blamieren oder mich zum Affen zu machen. Von daher entsteht hier auch oft ein Leidensdruck.

Probleme mit anderen Menschen bestehen auch darin, dass ich ein ausduckloses Gesicht habe, also keine Mimik zeigen kann und mein Lächeln nicht echt wirkt (eher verkrampft, oder dann so doll, dass es aufgesetzt wirkt), was andere dann auch falsch deuten. Mit den Augen kann ich nicht lächeln. Blickkontakt zu halten fällt mir sehr schwer, vor allem im Gespräch. Wenn ich andere Menschen aunschauen, dann das ganze Gesicht, aber die Augen treffe ich dann nur sehr selten. Und wenn mal jemand anderes meinen Blick fängt (oder mich anlächelt) schaue ich in der nächsten Sekunde unbewusst immer weg. Obwohl ich mir vornehme standhaft zu bleiben. Aber es klappt nie.

Auch laufe ich meist mit einem Poker Face rum, kann ein lächeln schwer erwidern oder es bereitet mir überhaupt sehr Schwierigkeiten andere Menschen anzulächeln. Vor allem in Gesprächen und wenn ich alleine unterwegs bin wirkt mein Gesicht angespannt und meine Sprache ist irgendwie nicht freundlich sondern neutral. Alles ist eigentlich neu Neutral, also nicht auf Zuneigung noch auf Abneigung. Ich habe wohl auch oft einen so stechenden Blick (unbewusstes Starren?), dass andere wohl denken ich schaue durch sie durch.

Weiter im nächsten Beitrag (siehe unten)

Z=watrzel


Viele Verhaltensweisen sind auch komisch, so habe ich viele Kompensationsstrategien, dass ich ja nicht angesprochen werde, wie Musik hören oder ein Buch/eine Zeitung zu lesen und mit angespanntem Gesicht traut sich halt auch keiner auf mich zu, und ich schon gar nich auf andere. Oder in der Schule bin ich den Pausen meist aufs Klos gegangen, so dass sich keiner mit mir beschäftigen musste. Telefonate führe ich ungern, bin icht schlagfertig und rede meist nur wenn ich angesprochen werde oder jemand anderes das Gespräche anfängt und gebe (leider) dann kurze knappe Antworten, in denen aber die wesentlichen Infos enthalten sind. Auch bin ich bei vielen Dingen, die mit 25 schon normal sein müssten noch unsicher oder unreif (vielleicht will ich auch nicht erwachsen werden?) und jüngere führen mich dann schon unbewusst und verhalten sich so wie wenn sie älter sind wie ich. Gut ich bin ja auch noch in vielen Dingen unerfahren und sehe auch erheblich jünger aus als 25. Aber die Zahl des Alters ist ja trotzdem Fakt also muss ich mich auch mit anderen in meinem Alter vergleichen. Leider fällt das meist negativ aus. Ich mache mich auch immer kleiner als ich bin oder stehe überhaupt nicht gerne im Mittelpunkt.

Als Kind, bis ich 15 war, war ich nicht so, sondern bis dahin war eigentlich fast alles normal. Erst danach, nachdem meine letzte richtige Freundschaft in die Brüche ging, im Fussballverein und im Konfirmandenunterricht gemobbt wurde. Hatte früher auch viele Freunde und unbeweschwerte Kontakte und keine Berührungsängste. Aber irgendwann, wohl in der wichtigsten Zeit der Entwicklung, der Pubertät, kapselte ich mich ab. Und 10 Jahre später bin ich nun aufgewacht, weis aber nicht wie ich aus dem Teufelskreis rauskomme. Mein Ziel ist es ein normales unbeschwertes Leben mit allem Drum und dran (Familie, Kinder, mind. einen Freund (männlich und/oder weiblich), viele Interessen und Hobbys) zu haben. Oft denke ich auch es ist besser, dass mir die Schuppen mit 25 von den Augen fallen, da ich ja trotzdem noch jung bin, wie wenn ich das erst mit 45 merke.

Ich bin auch sehr sensibel für einen Mann und nehme mir viel zu Herzen oder vieles persönlich. Auch wenn dies schon besser geworden ist und ich mir ein dickeres Fell zugelegt habe. Weinen kann ich jedenfalls nicht und konnte ich auch nie seit ich erwachsen bin. Auch sagte meine Mutter vor kurzem, dass ich eine vorsichtige Sprache benutze. Schreibend kann ich mich auch viel besser ausdrücken als mündlich. Um so reden zu können, wie ich schreibe muss schon die Chemie richtig stimmen mit dem gegenüber sonst ziehe ich mich unbewusst sofort wieder zurück. Menschen beobachten tu ich gerne, nur der Drang mit ihnen in Kontakt zu kommen, der fehlt irgendwie, was noch ein Symptom der Schizoiden Persönlichkeitsstörung sein dürfte. Auch verspührte ich bislang keinen Drang irgendwie Auszugehen oder neue Dinge auszuprobieren. Klar gehe ich gerne ins Fussballstadion, aber in einer Disco war ich 1-mal mit 19 als wir auf Klassenfahrt waren und ansonsten sehr selten abends weg. Auch dazu möchte ich mich jetzt zwingen und mich meiner Angst vor anderen Menschen stellen. Rauchen wollte ich nie, was letztendlich gut ist und Alkohol schmeckt mir nicht. Irgendwie habe ich einen eingebauten Schutzmechanismus, der mich vor schädlichen Dingen und Gefahr schützt. Suchtgefährdet bin ich also nicht, auch nicht PC- oder Internetsuchtgefährdet, da ich nie die Kontrolle über die Zeit verliere, ansonsten werde ich unruhig und hibbelig.

Desweiteren kommen bei mir noch körperliche Symotome dazu, wie ab und zu Herzrasen, Nacken- und Rückenschmerzen und der Verspannungen geschuldet Kopfschmerzen. Stress mag ich überhaupt nicht. Unter Druck oder wenn ich beobachtet werde, läuft gar nichts mehr. Da bin ich dann irgendwie blockiert und die genannten körperlichen Symtome – hinzu kommen dann noch schwitzen oder nervöse Gesten – treten dann auf.

Auch messe ich Internetkontakten eine große Bedeutung zu und mir kommen die teilweise real vor, obwohl ich ja eigentlich nur den Nutzernamen kenne und sonst nichts.

Was haltet ihr davon? Ist es eine Schizoide Persönlichkeitsstörung und was kann ich dagegen machen?

Sorry für den langen Text und das alles vielleicht etwas verwirrend oder unverständlich und durcheinander geschrieben ist und danke schon mal fürs Lesen. Auch für Rechtschreib- und Grammatikfehler möchte ich mich schon mal entschuldigen, ich habe einfach so drauf los geschrieben. :-)

ZCw[a{tzBexl


Ich kann mir ja denken, dass dieser lange Text abschreckt zu lesen (ginge mir genauso ;-) ), aber über Meinungen wäre ich schon dankbar.

LDimesH69


Mich hat der lange Text absolut nicht abgeschreckt.

Leider kann ich dir keinen Rat geben, da ich mich auf diesem Gebiet nicht auskenne. Mit diesem Beitrag wollte ich dir nur vermitteln, dass es schon Menschen gibt, die deinen Beitrag gelesen haben. Ich hoffe, dass sich noch jemand meldet, der Erfahrung hat und dir helfen kann.

Eine Meinung habe ich schon, die möchte ich dir nicht vorenthalten. Ich finde es gut und mutig von dir, dass du alles so offen geschildert hast und denke mir, dass bereits das ein erster Schritt in die richtige Richtung ist!

Alles Gute und liebe Grüße

n6evertsheless


Hallo,

ich habe das auch gelesen @:)

Dass es eine PKS ist und depressive Züge vorhanden sind, würde ich schon vermuten. Das Einordnen, welche Art von PKS ist für einen Laien allerdings ohnehin nicht einfach.

Darum würde ich dir einfach raten:

Wenn dich dein Leben sehr beeinträchtigt und du so nicht glücklich werden kannst, dann wende dich an deinen Hausarzt zur Vermittlung an einen Psychologen oder wende dich direkt selbst an einen (letzteres ist aber oft verbunden mit langen Wartezeiten und das Einordnen, welcher nun passt mit der Therapieweise etc. ist auch nicht einfach).

Alles Gute,

nevertheless :)*

L?imexs69


Gibt es wirklich niemanden, der dem jungen Mann raten oder helfen kann?

Vielleicht kann ich dir ein bisschen helfen, wenn ich deinen Faden wieder mal in "Rampenlicht" stelle. ;-)

LG

Z waHtzexl


Danke @Limes69 :)^

Ist wohl ein komplexes Thema. Ich warte noch ein paar Tage ab, ob noch Antworten kommen und dann sehe ich mal weiter. ;-)

Mit einer Userin/einem User die/der wohl ähnliche Probleme hat, gab es schon einen PN-Austausch.

Greerdexter


Ist es eine schizoide Persönlichkeitsstörung?

Tja, keine Ahnung. Das müsstest du einen Psychiater fragen.

Ich hab bei dir Ähnlichkeiten zu mir gefunden, und habe die Diagnose:

kombinierte PKS (ängst. vermeid., narzisstisch und paranoid), begleitet von Ängsten und Depressionen.

SXoe-Exlisha


Du beschreibst 1:1 eine Person, die mir nahe steht, habe daher Dein Statement sehr aufmerksam gelesen.

Psychische Auffälligkeiten sind schwierig zu beurteilen, ja selbst Fachleute handhaben Psychosen sensibel und zurückhaltend, haben Kategorien, Studien u. Beobachtungen im Hinterkopf, wissend dass Mischformen fast die Regel sind und eine Diagnose wie eine schizoide Persönlichkeitsstörung nicht mal eben locker ausgesprochen werden kann.

Ich will Dich nicht beunruhigen, schließe mich aber meinen Vorrednern an, die raten, mal einen Psychologen aufzusuchen.

Auffallend ( und gut) ist die Distanz und Ehrlichkeit, die Du Dir selbst gegenüber hast.

Vlt. schreib ich Dir mal eine PN.

muond+sMtDerne


Eine Diagnose ist ein Stempel, der Dir auch nicht weiter hilft. Das ist zumindest meine Erfahrung.

Was erhoffst Du Dir von einer Diagnose?

Gfeer/deOtexr


Obwohl, was du da so schreibst, über deine Eigenschaften und so, das geht vielleicht sogar wirklich bissl in diese Richtung. wär ja auch nicht so schlimm.

Ich geh mal wieder von mir aus: ich hab so eine kombinierte PKS. Und wenn die jetzt derzeit vielleicht zu 30% aus sowas bestehen würde, wäre das auch nicht so dramatisch.

Auch wenn einem die Diagnose an sich ja noch keine Erleichterung bringt.

Ich find mich wieder in deinen Äußerungen, dass du oftmals mit so ausdruckslosem Gesicht unter Leuten bist, und die dann nicht so richtig wissen, wie sie mit dir umgehen sollen. Das quält mich auch manchmal, seit der Jugend. Man will immer dran teilhaben, an den Gesprächen, und dem Spaß, den die haben, und man ist iwie ... blockiert. Man wills dann erzwingen, und das geht auch nicht. Ich hätte das bisher unter ängstlich – vermeidend eingeordnet. Aber, man vermeidet ja in dem Sinne gar nichts, man ist einfach nur innerlich gebremst.

Ich kenn mich halt auch anders, aus der Vergangenheit, wo das manchmal dann doch geklappt hat, wo ich sozusagen "mit dabei war". Halt in Situationen, wo ich mich wohlfühlte, und angenommen. Von daher weiß ich, dass man sowas eig. auch überwinden kann. Das ist nichts Fixes. Aber, natürlich auch nicht so leicht. Und man muss sicher auch immer wieder rein, in solchen Situationen. Da hilft alles nix. Um das zu lernen.

Und das fällt mir persönlich zur Zeit schwer. Mist. Aber, da musste durch, das hilft alles nix. Wo immer es gerade so geht. Da hilft alles theoretische Reden über solche Dinge nichts. Das ist nur die Vorübung. ;-)

G]eerdetxer


Obwohl, ich weiß nicht so recht.

Bei dem, was du so schreibst:

vielleicht hat dein starrer, unbeweglicher Gesichtsausdruck, den du unter Menschen annimmst, auch ganz andere Gründe!?

Ich mach mir da zur Zeit so Gedanken. Und komme zu ganz ungeahnten Schlüssen... ":/

Z*watjzel


@ Geerdeter:

Danke erstmal. Aber was meinst Du mit ungeahnten Schlüssen?

GKeefrdetxer


mmh, nix mehr, inzwischen.

D.h., dasselbe wie in meiner letzten PN. Das hat sich, wie gesagt, inzwischen wieder erledigt.

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