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Bisschen Statusdenken bei der Wohnung

BDra/uneslBeedehrsofxa


Also das, was irgendwie "jeder hat"

Wie langweilig zzz

Du hast ja schon selbst erkannt, dass es gar nicht mal 100% um die Wohnung geht, sondern um den beruflichen Stand und um das, was du bis jetzt erreicht hast.

Von daher hilft vielleicht mal ein neuer Anstrich, neue Vorhänge und zwei oder drei neue Möbel, bevor man sich einen Umzug antut und dann feststellt- der berufliche Stand bleibt wie gehabt und das Geschaffte bis jetzt auch.

Sich beruflich neu umzuschauen und in sich zu gehen, dass man eventuell doch mehr geschafft hat, als gedacht und einfach mal dankbar sein, dass es einem gut geht bzw. weitaus schlechter gehen könnte, wäre der Weg.

szcgh neBcke19x85


OMG, Jan, das kenne ich! :-o {:(

Wo ich herkomme, da ist es sehr ländlich. Meine Geschwister haben alle entweder Besitz oder planen Wohneigentum, in den meisten Fällen ererbt. Ich sitz hier in einer mittelgroßen Stadt und die Mieten sind jenseits von Gut und Böse, Altbau, mit meinem Freund in einem Zimmer, ansonsten WG. Die Wohnung ist für hiesige Verhältnisse echt okay, aber wenn ich meine Schwestern über deren Wohnsituation rumjammern höre, dann kriege ich manchmal echt Depressionen. {:(

Meine Schwester hat z.B. von meinen Eltern ein ganzes Haus überschrieben bekommen und ist nur am rumjammern. Als sie mich besucht hat, gings nur darum, wie beschi**en und dunkel meine Wohnung ist. Ja, irgendwie hab ich das Gefühl, versagt zu haben, auch wenn ich mit meinem Leben im Großen und Ganzen zufrieden bin. Ich glaube, heute ist es Standard, dass die Mittelschicht wegbricht und "normale" Leute in normalen Berufen irgendwo stranden, wo es nicht mehr viel Aussicht auf Veränderung gibt :-( das macht mir Angst :-(

fnrekpretz


...also jan wenn ich beide posts so lese dann ist der grund ja klar.. es ist immer deutlich schwieriger sich zu reduzieren. Wenn man mal etwas hatte, will man es wiederhaben...und in Deinem zweiten post war dann der grund für Nummer 1 klar..es ging schon einmal besser und deshalb kommt es zu diesen Gefühlen. Ich kenne dies denn mein Mann ist selbständig und wir haben extrem schwankende Einkommen und die Tiefphasen sind sehr schwer, nicht weil sie an die Existenz immer gleich gehen, nein allein deshalb weil man mehr gewöhnt war/ist.

Also ich kenne solche Gefühle bei meinem Mann sehr wohl und sie sind verständlich und auch ein Teil "männlich".

J'aRn74


Danke für die Antworten.

@ schnecke1985

Ja, sowas kenne ich auch.. Bekannte in Kleinstädten, wo es deutlich moderater zugeht mit den Immobilienpreisen. Wenn wir im "richtigen" Ort wohnen würden könnten wir uns auch ein Haus kaufen. Hier aber nicht. Wobei ich damit sicher auch nicht glücklicher wäre. Wobei zur Zeit sogar ein Umzug in so eine Kleinstadt sich vage am Horizont abzeichnet. Mal schauen.

Mir ist heute aufgefallen dass es noch um was anderes geht.. es ist gar nicht die Wohnsituation an sich, die mich stört (im Gegenteil – für sich betrachtet gefällts mir ganz gut), sondern eher.. hm, schwer zu beschreiben..

Das Gefühl, "es ist nicht so wie es bei anderen Leuten ist" bzw "es ist nicht so wie es normalerweise wäre", als Indiz dafür, dass etwas schief läuft, gewaltig schief, nur was? Ich kriege es nicht zu fassen. Als wäre ich mir nicht völlig sicher ob ich evtl nicht wach bin sondern träume, aber halt unsicher, ob das so ist. Irgendwie bizarr, unwirklich. "wie kann das sein?" das "es", was so ist wies ist, ist für sich betrachtet nicht schlimm, aber die Frage, "warum ist es so? Es ist doch nicht normal" macht mir Angst. Was läuft schief, läuft überhaupt was schief, und wenn ja, was, und wieso sehe ich es nicht? Sehr merkwürdiges Gefühl.

M!jiXnnxa


nagt es an mir, dass ich nicht so wohne, wie ich denke, das man mit 40 "wohnen sollte", wenn man im Leben "halbwegs was erreicht hat".

Wobei das, was man "haben sollte", gar kein toller Luxus ist, sondern lediglich "Durchschnitt".. also z.B. eine 3 Zimmer Wohnung mit 75 qm, und eine Einbauküche "Standardklasse". Also das, was irgendwie "jeder hat" (denk ich so).

Ich finde dies eine komische Denke ":/ . Es geht doch einzig alleine darum, ob ihr euch wohlfühlt. Und nur großes Haus und Garten bedeutet nicht, dass die Menschen glücklich sind (erst recht nicht, wenn sie sich damit hochkant verschuldet haben ]:D ). Ich glaube, es bringt nichts auf andere zu schauen, dies ist kein Maßstab. Du musst für dich wissen was DICH glücklich macht.

Man kann auch auf engstem Raum sehr glücklich zusammen sein, wenn man den Menschen an seiner Seite liebt und die Liebe erwidert wird. Alles andere ergibt sich irgendwie im Leben.

H altd"ichf$exst


Ich kann die Gedanken schon verstehen. Ich hatte zu Studentenzeiten schon eine 55qm Wohnung mit IKEA Möbeln.

Mit 40 möchte ich schon das Haus abbezahlt haben.

M3oyi


Ich kann dich schon so ein wenig verstehen :)z .

Wir ( also mein Mann, zwei Kinder und Ich) wohnen zwar mittlerweile in einer ganz gut geschnittenen 4 Zimmer Wohnung in guter Lage, haben aber quasi jetzt kein Geld mehr für mehr als Ikea Möbel. Wir wohnen noch realtiv günstig für die Lage, haben aber trotzdem 1500 Euro weg, wenn wir Miete und Strom bezahlt haben.

Ich persönlich mag zwar Ikea sehr sehr gerne, habe aber schon Lust mir mehr zu gönnen. Wir haben auch kein Auto, wobei wir das wirklich langsam mal brauchen.

Aber irgendwie ist es auch Blödsinn, sich nur an Menschen zu orientieren, die ein Haus, ein tolles Auto, dreimal im Jahr Urlaub haben.

JMan7'4


1500 EUR Warmmiete wär mir auch zuviel. Dafür würd ich dann eher schon was kaufen.

Eigentlich seh ichs ja plakativ bei meinen eigenen Eltern – schickes Haus, sehr stilvoll eingerichtet, aber die emotionale Seite.. sagen wir mal, das Glück ist da nicht zuhause. Es ist auch schwer zu übersehen, dass das schicke Haus samt teuren China-Möbeln definitiv zum Aufpolieren des angeknacksten (oder nicht vorhandenen) Egos benutzt wird. Sowas brauch ich wirklich nicht..

B|lairF_W


Ich kann dich sehr gut verstehen. Mein Freund und ich sind über 10 Jahre jünger und leben in 4 Zimmern auf über 100m². Ich habe vorher in WGs gewohnt und war froh, dann nach Studium und mit festen Einkommen mir auch etwas leisten zu können. Ich will gerne nach Hause kommen und wir brauchen beide viel Platz. Für mich gibt es nichts sinnvolleres als in schönes Wohnen zu investieren.

S\unfalo*wer_x73


Ich kann die Gedanken schon verstehen. Ich hatte zu Studentenzeiten schon eine 55qm Wohnung mit IKEA Möbeln.

Mit 40 möchte ich schon das Haus abbezahlt haben.

Ich bin 40, wohne erst seit 4 Jahren in 2 Zimmern auf 48qm. Von Eigentum weit entfernt. Im Studium 26qm (1 ZKB). Ja und? Mehr Platz brauche ich eigentlich und ich kenne niemanden, der im Studium derartig großzügig gewohnt hat.

HValtdi|chfxest


Naja für mich wäre das nichts dauerhaft zur Miete zu wohnen, vorallem im Alter sehe ich da Probleme und viel Platz brauche ich auch. Ist doch schöner, wenn man ein Gäste-WC hat oder ich in einem 20qm Arbeitszimmer schön arbeiten kann und nicht in einer 26qm Wohnung einen Schreibtisch mit 100 Papierstapeln habe und der Rest liegt auf dem Boden rum und ich finde mich nicht zurecht.

B6lairr_xW


Ist doch schöner, wenn man ein Gäste-WC hat oder ich in einem 20qm Arbeitszimmer schön arbeiten kann und nicht in einer 26qm Wohnung einen Schreibtisch mit 100 Papierstapeln habe und der Rest liegt auf dem Boden rum

:)^

s!unshi:ne8x3


Solange man sich wohl fühlt und auch problemlos paar Gäste empfangen kann passt doch alles. Da ist mir egal, was als normal erachtet wird. Gibt immer welche die mehr haben. Ich fühle mich wohl in meiner 1,5 Zimmer-Wohnung. Gut ich reihe mich auch in die Küchen-Jammer-Gruppe ein aber ansonsten ist alles optimal.

D~ie !Sweher.in


Was läuft schief, läuft überhaupt was schief, und wenn ja, was, und wieso sehe ich es nicht? Sehr merkwürdiges Gefühl.

deine wohnsituation scheint für dich ein zeichen deines "scheiterns" zu sein!? wenn man mit der schule fertig wird, ausbildung oder studium beginnt, hat man meist ja irgendwelche ziele vor augen: wenn ich groß bin, dann reise ich nach xyz, kaufe mir auto abc und habe dann eine wunderhübsche 4-zimmer-wohnung in efg!

und dann fängt man in einem job an und merkt, dass das geld irgendwie nicht für alles reicht, oder findet zwar einen job der spaß macht, aber da verdient man wenig, oder findet gar keinen job, oder es läuft in der liebe was schief, oder man wird in eine stadt versetzt, die teurer ist als man dachte...

... und bei dir scheint irgendwie das dubiose gefühl des scheiterns im raum zu stehen!?

ich bin ende 40 und mein jetziger mann ist über 50. wir beide leben in einer kleinen 2-zimmer-wohnung (und nein, wir brauchen keinen rückzugsraum!), obwohl wir beide in diesem alter woanders stehen wollten. aber unsere ersten ehen sind schiefgegangen, beruflich lief nicht immer alles gerade, kinder können teuer sein, auch wenn unsere 4 schon quasi erwachsen sind...

... aber unsere wohnung ist unser liebesnest, unser lebensmittelpunkt, unser schutzraum!

1CesIm|eraxlda1


@ Jan74

Lol, genau diese Gedanken haben mich auch letztens gestreift, sich aber nicht zum Problem festgesetzt.

Mein "Statusleben" hatte ich mit ca. 36 Jahren für 11 Jahre lang. So wie ich wohnte, so hatte eine Beamtin zu wohnen...in einem Haus für sich allein, mit Rundbalkon, eigenem Parkplatz und allem Schnickschnack.

Nur Mist, wenn der Wohnstatus nur angemietet ist und es nach 11 Jahren aus ist.

Heute wohne ich auf 26m² Altbau, Uraltbau mit uralten Möbeln, kein Teil mehr heil durch die Umzüge, viel gestapelter Schrott aus den größeren Wohnungen in der kleinen Hucke in die Ecke gestapelt.

Wie schon gesagt wurde...ein Student wohnt so. Ich schlafe auch auf dem Boden, bin Baujahr 1961. ;-D

Da kam mir auch der Gedanke: Wenn ein Student mit einer Matratze auf dem Boden schläft, ist das völlig normal. Wenn ich das mache, ist das assig... ;-D

Was mich zusätzlich stört, dass mein Geist genauso jung ist, als könnte ich wirklich Student sein. Ich müßte mich viel älter fühlen, den ganzen Tag über das Wetter jammern usw...Enkel zu Besuch bekommen usw...aber nichts davon gehört zu meinem Leben.

Wollt ich nur mal sagen. Du bist nicht der Einzige, der nicht "artgerecht" wohnt. ]:D

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