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Bisschen Statusdenken bei der Wohnung

SOunf8lo@wear_x73


Du bist nicht der Einzige, der nicht "artgerecht" wohnt.

Der ist gut! ;-D :)^

Merke, dass mich das Thema beschäftigt. Ich glaube, es ist letztlich nicht mal die Wohnsituation selber. Sondern diese Vorstellungen, die man hat. Wie Die Seherin auch schreibt.

Ich merke es gerade bei mir: Endlich Weiterbildung fertig und okay bezahlter Job. Wieder mal Ausgaben für Zweitwohnung, aber geht. Die Gedanken an Urlaub, Hobbies,... Und nun: OP in der Probezeit, Job weg, ALG reicht nicht mal für beide Mieten. Da zerplatzen die ganzen Pläne, was man gerne mit seinem Leben machen würde.

Wenn man dann schon mal MEHR hatte so wie Du: Klar, dass das an einem nagt.

Da bleibt dann wohl nur: Bewusste Änderungen (inkl. der Investitionsbereitschaft). Oder einfach schauen, ob das JETZT nicht doch okay ist. Ob man nicht doch mit kleinen Änderungen viel erreicht und sich dann wohl(er) fühlt.

Ist halt auch wieder so ein Fall von Normendenken... "Man" sollte... Nur: Wer ist "man"?

Wenn ich mir einen Bekannten angucke: Promoviert, hoher Posten im öffentlichen Dienst, vebeamtet auf Lebenszeit, hat regelmäßig mit Bundesministern zu tun. aber wohnt auf 23qm mit Mitte 30, Zimmerchen mit Küchenecke, nicht mal die ist separat. Aber er ist viel unterwegs und spart halt auf Eigentum, was hier in der Stadt mehr kostet als das großzügige und recht neue Haus seiner Eltern in unserer Heimatstadt. Nennt seine Wohnung liebevoll "Hundehütte".

Ivn-tKog Nxito


sunflower....

dein job ist weg wegen der op?

das tut mir leid!

wie geht das denn?

du hattest ja noch ewig überlegt, ob du ihn annimmst....

SMunfxlowe9r_x73


@ In-Kog Nito

Kann Dir leider keine PN schreiben... Hatte Anfang Juli dann doch die Klinikstelle angefangen. Also noch Probezeit. Hatte schon Fehltage: 1x Erkältung, 2x Migräne bzw. die akuten Gyn-Probleme. Das vor dem hintergrund der bestehenden Scherbehinderung wg. Knie. Als ich jetzt den OP-Termin nach Rücksprache mit Chef festmachen wollte, gab's die Kündigung. Ohne Vorwarnung, ohne alles. War das erste Gespräch mit dem Chefarzt überhaupt. Allerdings will man mich gerne neu einstellen: Befristeter Vertrag statt unbefristet, komplett neue Probezeit. Zum Kotzen, irgendwie. Alle meine Kollegen stehen komplett hinter mir, nur der eine Chefarzt tickt nicht mehr frisch. Der andere hat mich operiert und sieht überhaupt kein Problem.

Ign-Kogx Nito


casaanimalis@gmail.com

E%he!malig<er NuWtzer; (#25950x6)


Mit (vermeintlichen) Ansprüchen von anderen Leuten hat das aber gar nix zu tun.

Sicher :=o ? Ich bin ja der Meinung, dass solche Statussymbole immer was mit den anderen Leuten zu tun haben. Man kann was herzeigen, angeben, sich dabei gut fühlen, bewundert zu werden. Nur hat das viel mit der inneren Einstellung zu tun. Mir ist es z.B. total schnuppe, was andere denken oder nicht denken und meinen wahren Freunden ist es herzlich egal, ob ich in meiner 1-Zimmer-Wohnung lebe oder ein Luxus-Appartement hätte. Denn die sind an mir und nicht an meiner Wohnung interessiert. Mich persönlich juckt es nicht die Bohne, eine kleine Wohnung zu haben. Ich bin da nicht besonders anspruchsvoll. Es liegt ja auch daran, wie man seine Prioritäten setzt. Mir sind andere Dinge, wie z.B. zu verreisen etc. einfach wichtiger. Klar, gibt es auch Leute, die sich alles aufeinmal leisten können, Haus mit Garten, 4x im Jahr verreisen, Markenklamotten etc., aber da hilft auch nichts Jammern, denn dann hat man einfach den falschen Job, kein Glück im Lotto, nicht geerbt oder den falschen Partner. ;-D

Aber ich versteh grundsätzlich schon, wie es gemeint war, dieses "dass man ab einem bestimmten Alter anders wohnen "sollte" und sich wie ein Langzeitstudent in der kleinen Wohnung fühlt". Aber lieber hab ich meine kleine Wohnung, die ich ohne Probleme bezahlen kann, als ein Haus mit Schulden.

Naja und wenn man schon mal was Luxuriöseres gewöhnt war, klar, dann fällt es schwer(er), sich wieder auf was Kleineres einzustellen. Wobei ich auch anders aufgewachsen bin als ich jetzt lebe, aber es ist mir irgendwie nicht wichtig, vielleicht weil ich ein paar Sachen hinter mir hab, die wesentlich schlimmer sind als eine kleine Wohnung.

Hinzu kommt noch, dass ich Leute, die extrem in diese Richtung gehen, mit solchen Dingen angeben zu müssen, wahnsinnig lächerlich finde. Eine Bekannte von mir (alleinstehend) hat z.B. eine riesige 90m² Bude, obwohl sie fast nur bei ihrem Lebensgefährten hockt. Ein Zimmer als "Gästezimmer", fragt sich nur, wo die Gäste sind :=o ;-D. Eine Luxus-Küche in rot-schwarz mit allem drum und dran musste auch rein, obwohl sie nie!!!! kocht (heul). Aber Hauptsache was vorzeigen können :=o. Dass die restlichen Zimmer auch entsprechend eingerichtet sind, brauch ich wohl nicht zu erwähnen. Dann eine riesige teure Karre von Auto mit Wahnsinns-PS (da sie ja gern schnell fährt – aaaah ja!), dafür aber dreckig (innen und außen), als hätte sie noch nie eine Waschanlage und Staubsauger gesehen. Dann brauchte Madame dringend eine Freisprechanlage fürs Auto, da sie gaaaanz wichtige Telefonate (aber nicht berufllich!) im Auto führen muss. Schwiegereltern in spe schenkten ihr eine zu Weihnachten, aber die war nicht gut genug, also selbst noch eine gekauft. Sorry, aber da frag ich mich: geht's noch?! Ich könnt mich jedes Mal kaputt lachen und bin auf ihren Lebensstil kein bisschen neidisch. Das wäre mir alles viel zu anstrengend, dieses "was denken andere über mich und damit könnte ich vielleicht wieder angeben"! Im Übrigen sollte ich noch erwähnen, dass besagte Bekannte keine Top-Managerin o.Ä. ist und auch nicht studiert hat, aber für diesen ganzen Kram haut sie einfach gerne Geld raus, um anzugeben. Nur was hat das für einen (tieferen) Sinn? ":/

Und Vorteile hat eine kleine Wohnung defintiv auch: Weniger Heizkosten, weniger zu putzen, vielleicht auch gemütlicher und man kann nicht so viele Dinge anhorten! :)^ ;-D

JLan74


Hm ja, es hat wirklich nix mit Statusdenken zu tun. Eigentlich gehts wirklich fast nur um das "es könnte ein Indiz dafür sein, dass was falsch läuft".

Ich hatte ja meine präferierte Wohnung schon beschrieben und mit 3 Zi, 75 qm, denke ich nicht, dass das viel mit "Statussymbol" zu tun hat. Aber halt irgendwie, ja, "artgerecht", nicht "unterprivilegiert". Dieses "unterprivilegiert wohnen und sich ohnmächtig fühlen, daran irgendwas zu änder" (zumal das Ziel ja auch wirklich nur die 75 qm Bude ist), ist einfach bizarr. Wobei es eher um das merkwürdige Ohnmachtsgefühl geht. Meine Wohnung an sich ist ok, ich fühl mich hier wohl. Hatte mich sogar neulich für eine grössere beworben und sie nicht bekommen, und war sogar erleichtert (obwohl sie wirklich schön war). Dachte, nee, es reicht zur Zeit so wies ist hier, und auf die Kosten und den Aufwand beim Umzug hab ich grad gar keine Lust, hab zur Zeit wichtigere Lebensbaustellen.

Mit Angebergehabe etc hab ichs wirklich nicht.. auch kein tolles Auto etc.

@ sunflower

doof, allet jute!

Wieso hast Du denn zwei Wohnungen=

Irn-Kxog 7Nnitxo


ich MAG meine tollen autos.

kein geschaukel und kein geruckel,

wenn es darauf ankommt, ist man schnell und sicher weg...

schon temperiert, auch hinten, massage im kreuz und dvd vorne...

platz .....

Ihn-Kogn Nixto


ich weiß, was du meinst.

wir haben mal irre viel geld bei der börse verloren und wir wohnen nun ganz gut,

aber wenn ich so sehe, was andere befreundete familien nun allmählich so stemmen...

schaffen sich die 2. eigentumswohnung als kapitalanlage an, damit jedes der kinder eine hat später usw.

tja...

man ist wohl nie zufrieden.

I8n3-Kog= NiXtxo


also eigenheim + 2 wohnungen.

EThem;aligerh Nutze2r (#2595m06)


Eigentlich gehts wirklich fast nur um das "es könnte ein Indiz dafür sein, dass was falsch läuft".

Hm, das ist wirklich seltsam, also "seltsam" in Form von interessant ;-), denn solche Gefühle hatte ich noch nie, so ein Denken wäre mir nie in den Sinn gekommen. Wäre wirklich interessant zu wissen, was diese Gefühle für eine Ursache haben. Muss ich mal drüber nachdenken, finde ich ganz spannend, eben weil es nichts damit zu tun, angeben zu wollen oder sich grundsätzlich unwohl zu fühlen. *:)

EXhemaal9iger QNutzMer (#2x59506)


ich MAG meine tollen autos.

Nichts gegen Leute, die sich gern was leisten, was sie schön/toll finden, wenn sie es in erster Linie für sich selbst tun und nicht nur, um damit vor anderen anzugeben. ;-)

I$n-KPog .Nito


kenne ich bezüglich autos echt keinen.... ":/

AxriIelav83


Ich kann den TE verstehen. Bei mir ist es so, dass ich eine grosse Küche habe, diese ist aber schon 30 Jahre alt, die Geräte sind ca. 15 Jahre alt und in Ordnung. Die Küche ist nicht kaputt, nicht abgestossen, es ist eine teure Markenküche gewesen damals und damit vermutlich besser als jene Kaufhausküche No Name oder ne Billig Markenküche.

Dennoch ist das Desgin nicht das Beste, sie ist zwar hell, was einiges ausmacht, trotzdem fühle ich mich damit manchmal auch nicht wohl. Weil ich kaum bzw. keine Leute kenne die so eine alte Küche noch haben. Fliesen sind auch die alten im Flur und Küche, Bad. sauber und geil, aber das Design..zum Glück nur Beige. Rausreissen ist sehr teuer. Neue Küche sowieso. Also freundet man sich irgendwie an, arbeitet mit anderen Dingen die erheblich günstiger sind, wie neue Tapete, Wandfarbe, Gardinen, Deko etc.

S{unflowUer_&73


@ Jan:

Klingt nach Kopf-vs.-Bauch-Dilemma. ;-) Einerseits klare Vorstellungen, andererseits Erleichterung über die nicht bekommene Wohnung. Sagt doch auch was aus... ;-)

Zwei Wohnungen: Neuer Job in 90 km Entfernung, tägl. Pendeln zu teuer, in der Pampa, keine Öffis. Aber eben auch nicht der Traumjob, wegen dem ich hier vor Ort direkt und sofort und vor Ablauf der Probezeit alle Zelte abbrechen wollte. Ist auch nur ein kleines Appartment und die Miete kostet weniger als 2 Wochen Pendeln.

J-an7#4


Mir sagt das vor allem, das ich noch nicht wirklich meinen Weg gefunden habe. Weder das eine (jetzige Wohnung) noch das andere (die Wohnung die ich nicht bekommen habe) ist wirklich "das richtige". Vermutlich kommt das ganze merkwürdige Gefühl daher. Gefangen in einer Lebenssituation, die nicht "das richtige" ist, aber so tief gefangen, übermannt vom Gegrübel, das ich gar nicht mehr klar sehe, was eigentlich das richtige wäre.. so kommts mir oft, oft vor. An der Wohnung manifestiert sich das nur, aber das eigentliche Problem ist ein ganz anderes.. aber welches nur!?

Ich merke auch, dass sich mein Zufriedenheitsgefühl mit der Wohnung bessert, je mehr ich auf anderen Gebieten Fortschritte machen. Als es mir 2010/2011 ganz mies ging, hab ich ganz viel an Schuld daran der Wohnung zugeschrieben. Jetzt, wo es mir viel viel besser geht, bin ich auch auf einmal mit der Wohnung weitgehend versöhnt..

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