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Psychisch kaputte Menschen

wZillgesuBndsexin


Achso. Ja, die Freizeit ist ein Luxus, der immer mehr wird, je nachdem, wie man Freizeig definiert. Ich denke, es ist die Zeit, in der man machen kann was man will, ohne nennenswerte zwingende Konsequenzen davon zu tragen.

Warum manche dann eher zu Depressionen neigen und andere die Welt gestalten ist eine gute Frage. Wie gesagt, ich denke, dass das mit Überangebot und Überforderung in Verbindung mit zu wenig Halt und Sinn im Leben zu tun hat. Da kommen natürlich noch viele andere Faktoren hinzu, aber wenn man es aufs einfachste reduzieren will, damit man wenigstens drüber schreiben kann, ist es die Sinnes-Leere. Nicht umsonst ist das gegenteil ein "erfülltes" Leben...

Das Wesen des Menschen ändert sich scheinbar nicht. Vor 4000 Jahren waren die Menschen uns sehr ähnlich. Aber wenn man mal schaut, woder wir kommen haben wir uns schon ein wenig verändert. Irgendwo muss eine Veränderung ja auch anfangen und wenn man schaut, was inzwischen möglich ist, wie unglaublich unnatürlich wir uns verhalten und wie extrem alles wird, habe ich manchmal das Gefühl, dass sich der Mensch eben doch verändern könnte. Das Wesen (die "Erbanlage Mensch") ist zwar noch das gleiche aber das Potential der möglichen Erfahrungen wird immer größer. Das ganze wird auch in meinem Kopf etwas kompliziert... Es gab "überirdisches" schon immer. Schamanen usw., das ist also nichts neues. Aber Dinge wie drahtlose Kommunikation, Digitalisierung, Quantenphysik (oder zumindest das Wissen darüber), Reisen ins Weltall und Klonen sind eben relativ neu (außer man geht davon aus, dass Aliens die Erde alle 10.000 Jahre überfallen, wobei ich auch nicht ausschließen will und kann, dass es nicht noch anderes Leben im Weltall gibt).

Und auch, dass der Mensch theoretisch gar nicht mehr arbeiten müsste, um sich zu ernähren weil er sich Werkzeuge geschaffen hat, die das für ihn machen usw.

Es kann nicht so weitergehen und deswegen dachte ich mir (um auf endlich auf deine Frage einzugehen), dass wir uns für unseren selbsterschaffenen Fortschritt nicht schnell genug entwickeln oder zumindest hinterherhängen...

Das ist jetzt das Ergebnis von wilder Denkerei und ziemlich aus der Lust gegriffen und kann auch als esoterischer Schwachsinn gesehen werden, aber unmöglich ist es nicht und drüber nachdenken schadet zumindest nicht...

So, jetzt könnt ihr wieder on-topic schreiben :D

w{iallgoesun?dseixn


@ S. wallisii und Mond + Sterne

Ja, warum machen manche das, was sie wollen und andere das, was sie denken zu sollen?

In einer sehr dunklen Stunde, kam ich mal zu folgender Erkenntnis:

Ich kann lernen mich selbst zu lieben, indem ich lieb zu mir bin, mich nicht so sehr verurteile, Dinge tue, die ich mag, die mir gut tun und die ich kann, Menschen treffe, die ich mag, die mir gut tun und die mich mögen, mir ab und zu sagen, dass ich ok bin, wie ich bin und es auch von anderen ab und zu hören.

Wenn ich mich selber mehr liebe, habe ich weniger Angst vor Ablehnung und damit auch Menschen, gehe unvoreingenommener in Kontakt mit ihnen, kann der Narzisten runterfahren, bin nicht mehr so sehr von ihrer Zuneigung abhängig, werde authentischer und kann auch andere mehr lieben.

Das hat mir damals sehr geholfen weil ich so viel Wahrheit darin gefühlt habe und auch jetzt wieder fühle. Das war ne lange Zeit lang mein Bildschirmhintergrund, damit ich das nicht immer wieder vergesse. Aber ich frage mich auch jetzt gerade wieder, warum es so schwierig ist, das zu befolgen ???

Vielleicht ist das ein brauchbarer Ansatz:

Erfahrene Liebe gibt Halt und Stärke im Leben und ist eine sehr gute Basis (keine Garantie) für ein glückliches Leben. Lieben können sich aber nur offene, authentische und nicht nur auf sich selber gerichtete Menschen, alles andere ist Neid oder Bewunderung (und kommt durch Vergleichen). Und unsere Gesellschaft ist für diese Werte leider ein sehr guter Nährboden.

In anderen Gesellschaften gibt es wie schon geschrieben weniger Depressionen und Psychische Probleme. Dafür natürlich ganz andere Probleme, aber darum gehts hier ja gerade nicht...

wBillge#sVundsein


Sorry, KEIN guter Nährboden natürlich!

s^ensOib/elm}axn


Mir fällt auf, das immer mehr Menschen psychische Probleme haben, irgendwie total kaputt sind.

Ich glaube nicht, dass die psychischen Probleme zugenommen haben- es wird sich derer nur mehr angenommen und es werden die Probleme anders interpretiert- insbesondere, weil sie mitunter nicht sehr eindeutig nachweisbar sind (viel Geschwafel):

-positiv: es wird versucht, mehr Menschen zu helfen

-negativ: es wird von zahlreichen Menschen als gute Einnahmequelle gesehen (Psychologen, Ärzte, Anwälte, Sozialarbeiter)- nicht immer wird deswegen wirklich effizient und bedingungsgerecht geholfen- ich kann mich mitunter des Eindrucks nicht erwähren, dass es nicht darum geht, Menschen möglichst schnell und gut zu helfen, sondern sie möglichst lange und umfangreich am Tropf der Krankenkassen zu halten ...

A[pf%elkucHhen00x7


Das hat mir damals sehr geholfen weil ich so viel Wahrheit darin gefühlt habe und auch jetzt wieder fühle. .....

Kurz OT: Du kannst ja nicht von heute auf morgen dein gesamtes Verhalten dir gegenüber ändern. Also, wenn du jahrelang sehr streng und negativ dir gegenüber eingestellt warst, kannst du nicht erwarten, dass sich das innerhalb einer Woche ändert. Das ist ein längerer Prozess, der sich immer mehr in deiner Psyche ausbreitet und dann in deinem Leben sichtbar wird. Aber deine eingerahmten, zitierten Zeilen find ich toll! Ein schönes Ziel :-) . Dort steht alles beschrieben, was zu einem glücklicheren Leben führt.

szchnecdke1q98x5


@ willgesundsein

Weiß jemand aus hitorischen Quellen, wie die Suizidrate in den letzten Jahrhunderten war? Letztendlich ist der Tod das einzig endgültige und somit schwarz/weiß gesehen auch das einzig wirklich unbestreitbar aussagekräftige...

Darüber gibt es keine verlässlichen Statistiken, ganz einfach aus dem Grund, weil Suizid religiös und gesellschaftlich enorm geächtet war – im Zweifelsfalle war es halt ein "Unfall" oder es wurde verschwiegen. Selbst heutzutage geht man von einer Dunkelziffer aus, weil die Angehörigen es nicht publik machen wollen, dass ein Suizid erfolgt ist. Suizid ist nun mal immer noch ein stark tabuisiertes Thema :-/

Suizid ist bei jungen Menschen mittlerweile ganz oben auf der Liste der Todesursachen :-/

Die Zahl der Suizide in Deutschland (früheres Bundesgebiet und neue Bundesländer einschließlich Ost-Berlin) folgte von etwa 1980 bis 2007 einem fallenden Trend und steigt seither wieder an. Bei Suiziden ist im Allgemeinen eine hohe Dunkelziffer anzunehmen. Im Jahr 2011 starben in Deutschland 10144 Menschen durch Suizid (12,4 je 100.000 Einwohner),[14] auf dem Tiefststand 2007 waren es 9402 Personen (11,4 je 100.000 Einwohner), während 1980 noch 18.451 Menschen (23,6 je 100.000 Einwohner) durch Suizid verstarben.

Als Gründe für den zwischenzeitlich starken Rückgang werden eine verbesserte fachärztliche Versorgung, die Enttabuisierung psychischer Erkrankungen und Probleme der methodischen Erfassung angesehen. So wurde in der Zwischenzeit die Kategorie der "unklaren Todesursache" eingeführt, und unter den vermeintlichen Drogentoten dürfte es ebenfalls eine hohe Anzahl von Suizidenten geben. Es wird daher vermutet, dass eine realistische Schätzung der tatsächlichen Suizidzahlen bei 25 % über der statistisch erfassten Anzahl anzusiedeln ist. Suizide entsprachen 2007 1,1 % aller Todesfälle und 30,7 % der Todesfälle mit äußerer Ursache (Vergleich: Unfälle 60,4 %, darin Stürze 25,2 %, Verkehr 16,9 %). Der Anstieg der Suizidrate seit 2007 um knapp 9 % korrespondiert mit der zuletzt stark angestiegenen Krankheitslast durch psychische Störungen, speziell Depressionen und betrifft Männer stärker als Frauen.

Zur Altersverteilung:

Die Sterblichkeit durch Suizid ist sehr stark abhängig von Alter und Geschlecht. So waren Kinder im Jahr 2007 mit einer Sterblichkeit von weniger als 0,3 je 100.000 Einwohner praktisch nicht betroffen. In der Gruppe der 15- bis 19-Jährigen betrug die Sterblichkeit 2,1 (weiblich) bzw. 6,2 (männlich) je 100.000 Einwohner und stieg bei den 85-Jährigen und Älteren auf 17,9 bzw. 68,7 je 100.000 Einwohner. Der Anteil von Selbsttötungen an den Todesursachen erreicht dennoch bei jungen Erwachsenen sein Maximum, da deren Sterblichkeit durch Krankheit sehr niedrig ist. In der Altersgruppe der 15- bis 35-Jährigen war Suizid Ursache in einem von sechs Todesfällen (16,5 %). Insgesamt betrug die Suizidsterblichkeit von weiblichen Personen 5,7, von männlichen 17,4 je 100.000 Einwohner. Von den 9402 Suiziden wurden 7009 (74,5 %) von Männern ausgeführt. Wegen der bei Frauen schneller abnehmenden Suizidzahlen hat dieser Anteil steigende Tendenz

Noch was zur Behauptung: "Früher hat es das alles nicht gegeben" – die Zahlen beziehen sich auf Österreich

In der Zwischenkriegszeit von 1919 bis 1939 gab es in Österreich zwischen 30 und 40 Suizide je 100.000 Einwohner. Für die Jahre 1940 bis 1945 liegen keine Daten vor. Im Jahr 1945 wurde wiederum mit 60 Suiziden je 100.000 Einwohner (absolut 4500) eine außergewöhnlich hohe Suizidrate verzeichnet.

Die Suizidraten nach 1945 schwanken zwischen 20 und 30 Suiziden je 100.000 Einwohner, absolut von 1500 bis über 2000 Suiziden pro Jahr. Aufgrund dieser Zahlen gilt Österreich im internationalen Vergleich als ein Land mit mittlerer (10–20) bis hoher (über 20) Suizidrate. Zwischen 1945 und 1986 kam es zu einem deutlichen Anstieg der Rate von 20 auf 28 Suizide je 100.000 Einwohner. Danach war die Zahl rückläufig und fiel 1999 auf rund 19 Suizide je 100.000 Einwohner. Die Suizidraten sind regional höchst unterschiedlich, während sie zum Beispiel in Wien seit 1986 zurückgehen, steigen sie in Tirol und Oberösterreich seit 1991 an.

Quelle: Wikipedia

mXond+Wsterne


@ bellagia

Mir fällt noch eine Bemerkung meines Vaters dazu ein, ich finde das passt hier gut hin:

Ich hab Hunger und Kälte kennen gelernt in meinem Leben, ich habe für ein Butterbrot anderen Kindern die Hausaufgaben gemacht.

Aber zu meiner Zeit ging es bergauf.

Ihr wachst im Wohlstand auf, aber es wird bergab gehen... ich möchte nicht tauschen.

:)=

Der Beifall geht an Deinen Vater! Der Dank für den Beitrag geht an Dich. @:) Ich teile nicht unbedingt seine Meinung. Aber ich finde es toll, dass jemand aus der älteren Generation sich mal auf die Perspektive der Jüngeren einlässt.

Das gibt es sonst nicht.

EJleon/oraJ3


halli hallo

ich bin dann wohl eine dieser jungen leute ;-)

ja das problem wird immer größer weil die heutige jugend einfach ganz klar oberflächlich und scheisse ist :(v

mXondQ+sGt:erne


@ Eleonora3

ja das problem wird immer größer weil die heutige jugend einfach ganz klar oberflächlich und scheisse ist

Früher fanden die jungen Leute ihre Alten Scheiße oder das System oder alles nur nicht sich selbst. Heute ist es umgekehrt. Warum? Wie kommt das?

Warum findest Du nicht Deine Eltern, die Schule oder sonstwas Scheiße?

Warum findest Du ausgerechnet die Jugend Scheiße?

Die Jugend ist toll! Ihr gehört die Zukunft!

E/leownokra3


nein das ist sie nicht. früher war einfach alles anders meine mutter sagt das auch. früher hatte man eine aller beste freundin der man blind vertrauen konnte und heute ? jeder linkt jeden ! es geht um macht sogar schon bei kindern und jugendlichen wie mir. die leute nutzen sich gegenseitig aus. man hat nur freunde weil sie etwas von einem wollen traurig aber wahr! damit meine ich alle von 13-20. es ist unglaublich wirklich. früher ging es nicht um klamotten. heute schon. es geht nur noch darum wie jmd aussieht. ob ein mensch nett ist interessiert einen von 100 leuten.

wUillygesuSndsexin


@ Belaagia,

Mond + Sterne

Ich finde dieser Beitrag hat sowas apokalyptisches... Und ich finde eigentlich nicht, dass der Vater auf die heutige Jungend wirklich eingegangen ist, sondern vielmehr nur die heutigen äußeren Umstände und Perspektiven mit denen von damals vergleicht! Wenn er wirklich mal versuchen würde zu verstehen, wie es ist, heute erwachsen zu werden wäre das was anderes und das gibt es leider wirklich selten!

@ Eleonora3

Das ist aber ein klitze kleines bisschen verpauschallsiert oder?

Was sind denn deine Probleme im Leben oder warum würdest Du dich als kaputt bezeichnen?

Da gibts mit Sicherheit Dinge, die den neuen Umständen geschuldet sind und auch welche, die (junge) Menschen auch schon vor 300 Jahren hatte...

S-unflofwerx_73


Also ich bin 40 – und schon in meiner Teenie-Zeit ging es um Markenklamotten. Und Zickereien gab's auch. Ist also nicht sooo neu. ;-)

wsillgbesu5ndsexin


Wenn du jetzt 40 bist, warst in den 1980gern Teenie, das darf man ja auch schon in die "neuere" Zeit zählen. Und trotzdem gibts schon unterschiede zu "damals" vor 25 Jahren :D

Aber im Ernst. Es hängt ja nicht in erster Linie von den Umständen ab sondern der jeweiligen Veranlagung und wie diese sich entwickelt.

Die Erbanlage zur Depressions-Begünstigung gabs prozentual bestimmt schon immer gleich oder sogar höher, (statistisch gesehen bestimmt niedrigere sexuelle Lust und höhere Suizidrate und dementsprechender Rückgang), aber das Leben heutzutage wird immer unnatürlicher und somit auch "unmenschlicher", das merkt man eben auch indem man nicht mehr klar kommt.

Sounf5loFwer_x73


[[http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/gesundheitsreport-dak-psychische-leiden-erreichen-hoechststand-a-885593.html]]

Mtollie#nchexn


In meiner Teenie-Zeit (die mit einem Jahr Versatz zeitgleich war mit der von Sunflower_73) ging's auch schon um Markenklamotten. Also, in der Tat kein Phänomen der heutigen Jugend.

Übrigens habe ich von Meisen, die ich als Kind/Teenie schon hatte, teilweise heute erst die Bezeichnungen erfahren (und ich glaube das eine oder andere gab es damals als Bezeichnung noch gar nicht); das könnte auch den Eindruck erwecken, dass heute mehr Leute 'ne Meise haben als früher. Weil's vielleicht einfach mehr Begriffe gibt für das eine oder andere Problem, was es früher aber eben trotzdem schon gab.

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