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Citalopram abgesetzt – Absetzungserscheinungen

4RAnxdi4 hat die Diskussion gestartet


Liebe Med1ler, wie Ihr auch in meinen älteren Fäden hier sehen könnt, habe ich von Februar 2012 ab Citalopram genommen. War auf 20 mg sehr gut eingestellt, keine Depression, keine Panikattacken, alles ok. Nur Gewicht zugenommen.

Erster Absetzungsversuch (natürlich wie auch alles folgende immer abgestimmt mit dem behandelnden Psychiater): Im April 2013 gehe ich auf 10 mg runter. Dann gehts mir aber in Folge eines Umzugs und Stresses auf Arbeit so schlecht, dass ich wieder hochgehe auf 20 mg (ab Ende Juni/ anfang Juli).

2. Absetzungsversuch: Im September gehe ich wieder runter auf 10 mg. Und Mitte Oktober nehme ich die 10 mg nur noch jeden 2. Tag. Am 26.10. (vor 10 Tagen) habe ich das letzte mal 10 mg genommen.

Zuerst geht alles gut: Bis vergangenen Donnerstag (die ersten 5 Tage) keine Probleme. Nur ein bisschen müder als sonst. Und eine ... ähhm etwas gesteigerte Libido. |-o

Seit Donnerstag (Tag 6) bis heute andauernd: Zustände von Benommenheit, immer wieder das Gefühl, als schösse mir ein Stromschlag durch den Kopf, ein wiederkehrendes Schwindelgefühl, eine Art (ich weiß, klingt psycho, aber ich kanns nicht besser beschreiben) "Jucken" im Gehirn und immer mal wieder leichter Übelkeit. Schlafen kann ich aber gut und viel, Körper funktioniert gut (Joggen kein Problem).

Meine Fragen:

- kennt das jemand?

- kann das echt noch vom Absetzen des Ciatloprams sein?

- kann ich da was gegen tun?

- wie lange dauert sowas?

- ist das gefährlich / kann man das so lassen ? oder soll ich wieder mein Citaopram nehmen?

Ich fühle mich gar nicht gut und mache mir echt ein bisschen Sorgen...

Danke für Antworten!

Antworten
4cAndix4


Ich schiebe mal... :=o

m5oongi6rly87


ich würde mal mit dem psychater reden... als ich sie von jetzt auf gleich abgesetzt hatte hatte ich keine nebenwirkungen geschweige sonst irgendwas...

REicohardx61


Mein Medikament war Venlafaxin , gehört wie Citalopram in die Gruppe der selektiven Botenstoffwiederaufnahmehemmern.

Citalopram wirkt auf Serotonin Venlafaxin noch zusätzlich auf Noradrenalin.

Die Medikamente bewirken, das diese Botenstoffe wieder einen normalen Pegel in den Hirnsynapsen haben.

Bei einer schweren Depression hat man davon zu wenig. Ausschleichen kann man erfolgreich wenn die Synapsen die Botenstoffproduktion wieder von sich aus vollständig bewerkstelligen können. Falls nicht geht beim Absetzen der Botenstoffspiegel wieder runter und es kommen die alten manchmal noch gravierende Symptome hinzu.

Ich habe während 4 Jahren Einnahme 4-5 mal ohne Erfolg probiert auszuschleichen.

Mein Bekannter noch öfter und bei ihm ist die Diagnose einer lebenslangen Einnahme.

Er sieht es eigentlich locker dahingehend dass es genügend Leute gibt die das gleiche Schicksal haben sei es mit diesen AD , Bluthochdruck, oder Diabetes.

4HAndix4


Danke für die Antworten! Der aspekt von Richard61 ist interessant. ich könnte mir notfalls auch vorstellen, dauerhaft ein Antidepressivum zu nehmen. Aber noch bin ich nicht so weit. Noch will ichs zumindest mal ohne probieren. Und irgendwie glaube ich nicht, dass die Symptome, die ich jetzt habe, neue Depressions-Symptome sind. Sondern ich hoffe / vermute, dass es sich nur um (vorübergehende) Absetzungserschienungen handelt, während der Hirnstoffwechsel sich wieder neu 8und hoffentlich erfolgreich) ohne Citalopram justiert, Den Psychiater hab ich angerufen, er meinte das "könne schonmal vorkommen", dass 2empfindliche Leute" so etwas merken wie ich, das sollte dann aber relativ schnell vorübergehen. Ich soll ein paar tage warten und dann, falls es nicht weg ist, nochmal zu ihm kommen. Hm. Dieses "nochmal zu ihm kommen" dürfte dann eine Wiedereinnahme zur Folge haben...

Keiner da, der Absetzungserscheinungen hatte und mir vielleicht noch was (Positives??) sagen könnte, wie lange man mit sowas rechnen muss?

Rvichaxrd61


Meine Absetzerscheinungen waren rein psychischer Natur. Ich bekam wieder Depressionen insbesondere das schlimme Dauergrübeln über eigentlich lösbare Probleme die unter Einfluss der Depression zum unlösbaren Problem werden.

Physisch habe ich nichts bemerkt. Der Spiegel des Medikaments braucht ca. 14 Tage bis er weg ist, von daher würde ich einfach mal abwarten wenn du keine schlimmen psychischen Probleme kriegst, das ist das richtig gefährliche beim Absetzen eines Botenstoffwiederaufnahmehemmers.

4FAnkdix4


Werde ich so machen, danke Richard! Das mit dem Spiegel ist ein guter Hinweis, ich werde mal die Halbwertszeit checken...

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