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Meine Frau kann einen Zorn nicht beherrschen

C$ornZelia59


Aber, falls ich etwas anderes vorschlage, wird sie still und stimmt allem zu. Sie kann nicht ihre Position oder ihren Willen verteidigen, sie gibt sofort nach.

Das hat sie mit ziemlicher Sicherheit aus ihrer Kindheit, von dem Vater, dem keiner widersprechen durfte. Und dann staut der Ärger sich bei ihr an, und irgendwann bricht der Vulkan aus. Jetzt sind deine Erklärungen deutlich klarer.

Wie wäre es, wenn du deine Vorschläge auf etwas, das sie sagt, künftig erstmal als ergebnisoffene Fragen formulierst? Zum Beispiel: "Was würdest du davon halten, wenn wir das so und so machen?" oder auch nochmal nachhaken "Ist das so OK für dich, oder ist es dir wichtig, daß es so läuft, wie du vorgeschlagen hast?"

Meiner Erfahrung nach ist es ohnehin so, daß die meisten Männer mehr als einen dezenten Hinweis brauchen, bis sie begriffen haben, daß die Frau da gerade etwas will. Da braucht es schon mehr den Holzhammer, die direkte Äußerung von Wünschen. Kann sein, daß ihre erste Therapie gescheitert ist (vielleicht wäre eine Therapeutin besser für sie als ein Therapeut?), aber ich denke, ein zweiter Versuch kann nicht schaden.

W5aterlxi2


Völlig egal, was deine Frau hat, liegt hier eine Form von häuslicher Gewalt vor. Eben mal andersherum (sagt ja auch keiner, dass es das nicht gäbe...).

Da gibts auch für Männer die entsprechende Hilfe.

Wenn die so austickt, kann SIE des Hauses verwiesen werden, da musst nicht du gehen... wie OhneEis schon sagt, die Polizei rufen beim nächsten Ausraster mit fliegendem Zeug wäre das richtige. DIE beruhigen sie dann oder schmeißen sie ein paar Tage raus. Kann ja nicht sein, dass du immer flüchten musst. :°_

L;ekncz11


ich sehe es so, dass bruce lee sich die ausbrüche seiner frau schön reden will, eine entschuldigung, oder erklärung sucht. alleine wie sie ihn nach den ausbrüchen behandelt. kriecht er nicht tagelange zu kreuze, schmollt sie und bestraft ihn mit liebes/schlafzimmerentzug. er macht und tut danach und sie lässt ihn schmoren, um dann nach 3 tagen wieder die gute ehefrau zu sein.

ich wäre schon krank geworden, dass hält doch keiner lange aus.

ich würde ihr knallhart sagen, therapie ( paartherapie ), oder trennung. was würde denn passieren, wenn du mal einfach verschwindest für ein paar tage? würde sie das wachrütteln? ich denke aber eher nicht. ohne hilfe wird es wohl nichts werden. du gehst zugrunde daran und wie andere schon schrieben – mein kind hätte oberste priorität. wie kann man sich gegenseitig anbrüllen, wenn ein säugling im haus ist? spätestens da wäre ich aktiv.

mir tut es leid, wie es bruce lee ergeht, aber NUR ER kann was ändern, ob mit ihr zusammen, oder ohne sie. wenn sie aber nicht will, dann muss er einen schlußstrich ziehen. wie gesagt, einer alleine kann keine beziehung retten, so sehr er sich auch anstrengt.

:)*

Bmambiexne


Ich denke mal jeder bekommt die Frau die er verdient. Trenne dich, bevor sie es tut.

Geht´s noch?! Bruce hat mit dieser Frau- die er übrigens von Herzen liebt, gerade ein Baby bekommen.

Mir scheint ihr habt hauptsächlich ein Kommunikationsproblem.

Wenn deine Frau sich unverstanden und überfordert fühlt rastet sie aus oder läuft weg. Mir scheint auch, dass sie es selber ganz schlimm findet, wenn du laut wirst und schreist. Sich selber hört sie ja leider nicht!

Dass du, lieber Bruce gewisse Sache die ihr wichtig sind, nicht wahrnimmst, scheint mir der Knackpunkt zu sein. Wäre wirklich hilfreich, wenn sie solche Sachen deutlicher und wiederholt kommunizieren würde, so dass es bei dir auch "ankommt".

Niemad hat behauptet, dass es einfach ist eine Beziehung zu führen. Alles Gute für euch und vor allem gute Nerven

:)* :)* :)*

aZmazHonxe67


Hallo Bruce,

in Deinem Fall erkenne ich mich ein wenig wieder. Mir tust Du und Deine Frau leid. (Mein Freund tut mir auch leid – aber er ist auch oft selber schuld..dazu später mehr.)

Ich führe seit 6 Jahren eine Beziehung, in der ich zutiefst oft enttäuscht wurde usw. Dadurch hat sich bei mir viel Wut angestaut. Mein Freund denkt, er wäre total unschuldig und versteckt sich hinter seiner vermeintlichen Unschuld. Er zieht alles negative auf mich. Er übernimmt keine Verantwortung für SEIN Verhalten und ich wurde immer schneller böse. Tja, wie soll ich das erklären: Bei Streitigkeiten (ich habe 2 Jahre Therapie gemacht, um mit meiner Wut umzugehen. Gelingt auch oft und öfter...)ist mein Freund derjenige, der mich (unbewußt) durch sein devotes und sorry – dummes und dreistes Verhalten oft die Soße zum Überkochen bringt. Ich versuche geduldig damit umzugehen, aber es gelingt mir nicht immer. Durch die angestaute Wut (die ich auch von Papa geerbt habe) bin ich viel zu schnell oben und dann kann ich nicht mehr aufhören. Es tut mri auch hinterher leid.

Soviel zu mir: ER ist so, dass er mich in Gesprächen provoziert, so hintenrum, wahrscheinlich merkt er das gar nicht... Ich hab es ihm aber nun oft genug gesagt, er achtet da gar nicht drauf... So greifen wir irgendwie ineinander. Vielleicht ist das bei Dir ja auch so ähnlich. Mittlerweile glaube ich, er braucht das auch irgendwie sonst würde er ja genauso wie ich, ganz deutlich versuchen, an der Situation dauerhaft was zu ändern...

Ich frage mich immer noch, warum der Therapeut bei euch die Therapie "falsch" gemacht hat. Kannst Du da was zu schreiben?

Bei mir ist so weit, dass ich denke, wir passen in vielen Verhaltensweisen nicht zueinander und werden es entweder sehr schwer und turbulent haben oder usn trennen müssen...Dabei waren wir sehr, sehr verliebt.. Das hat also wenig zu sagen.

Ich hoffe, ich konnte Dir helfen..

*:)

T1his Twkilight uGardxen


Die Frage ist jetzt, ob ich damit leben kann, falls es ir gelingt sie zu beruhigen, aber mit der ständigen Drohung, dass es irgendwann für sie wirklich der Weltuntergang ist

wenn du deinen lebenssinn,- und zweck darin siehst um diese frau mit samthandschuhen herumzuschleichen, ihr immer alles recht zu machen, ihre wut zu ertragen, dich beschimpfen zu lassen um ihr danach lächelnd essen zu bringen, dann weiter so :)^

vielleicht brauchst du das ja und bist eben devot.dann passt ihr doch zusammen.

jeder mensch mit einem gewissen selbstwert würde sich diesen menschen nicht antun, mag sie ansonsten auch noch so toll aussehen und lieb sein können.

mit einer tickenen zeitbombe kann man nicht entspannt zusammen sein leben verbringen, ausser, man steht drauf ;-)

T^his= Twiliwg=ht Ga+rden


Ich frage mich immer noch, warum der Therapeut bei euch die Therapie "falsch" gemacht hat.

vlt hat er sich kritisch zu dem verhalten der frau gegenüber geäußert...? hui...

KVlett5erpflyanzxe80


Da habe ich eine komplett andere Erfahrung gemacht, und auch Experten behaupten oft das Gegenteil. In einer Beziehung sollte ich mehr auf die Bedürfnisse und Wünsche des Partners achten als meine. Wenn der Partner genau dasselbe macht, so entsteht die Harmonie und Glücklichkeit.

Natürlich und es gäbe weltfrieden, wenn jeder Mensch kosnequent Nächstenliebe praktizieren würde, das wäre natürlich super, ist aber nicht die Realität. Es mag auch paare geben wo beide mehr auf die Bedürfnisse des anderen achten als auf die eigenen, dass klappt dann auch aber mit verlaub dafür hast du die falsche Frau, sie war nie so (was deine erzählugnen betrifft), sie ist nicht so und sie wird wohl auch nie so werden. Wobei eh die frage ist ob sowas gut ist, ich finde man sollte auch in einer Beziehung nie sich selber verlieren und abwägen und nicht generell nachgeben denn so klingt da sbei dir mit dem wohl des anderen, dass es darauf hinausläuft, dass du dadurch eine Legitimation hast unterwürfig zu sein. Und das mit dem gegenseitigen klappt spätestens dann nicht mehr wenn es streit gibt und streit gehört auch zu beziehungen dazu und wenn man sich dann aufregt werden die wenigsten dann noch das wohl des anderen höher einschätzen.

Du gehst hier insgesamt von bedingungen aus, die du gerne hättest die nicht gegeben sind, dafür hast du dir wie gesagt ziemlich bewußt die falsche Frau ausgesucht. Sie scheint ja nichtmal Selbsteinsicht zu zeigen bzw. habt ihr überhaupt jemals drüber gesprochen hinterher in ruhigen Momenten wie sie ihr verhalten einschätzt? und sicher das es die Schuld des Therapeuten war?

Dein problem ist, dass das ganze für dich kein ergebnissoffener Prozess ist, das passiert ziemlich vielen. Das heißt du wilslt auf jedenfall an der Beziehung festhalten bzw. hast Panik davor, dass sie sich verlässt und eure Tochter mitnimmt. Das lähmt dich extrem und macht dich handlungsunfhig außerhalb deines bisherigen handlungsspielraumes, der bisher ja auch nichts gebracht hat zumindest nur kurzfristig und nicht langfristig. ich gebe zu aus der Distanz ist das einfach zu sagen aber ich glaube langfristig hat das Ganze nur ne chance, wenn du was riskierst bzw. dein verhalten änderst und riskierst, dass sie dich dann verlässt, denn wenn du so weitermachst verlässt sie dich eh irgendwann oder du bist völlig kaputt bzw. sie verlässt dich dann wenn du nicht mehr kannst.

L4enQz1x1


bei jedem schritt angst zu haben, rastet sie wieder aus. jedes wort umzudrehen, jeden morgen aufwachen mit der angst, wie wird sie heute sein – oh, gott ich stelle mir das grausam vor.

lieber ein ende mit schrecken, als ein schrecken ohne ende, wenn sich nicht grundlegend was ändert – egal auf welche weise. @:)

Itndimvidualxist


"Individualist" könntest Du erklären, wo genau die Arroganz ist, wenn ich sie ändern will??

In einer Partnerschaft, die von Respekt und Solidarität gekennzeichnet ist, gehört es sich nicht, den jeweils anderen mehr oder weniger allein für die Probleme verantwortlich zu machen. Genau das schwingt aber immer mit bei dem, was du schreibst, besonders am Anfang. Du bist bereit, dich in jeder erdenklichen Weise auf deine Frau einzustellen und auf ihre Animositäten Rücksicht zu nehmen. Das klingt einerseits nach selbstlosem Gentleman, indirekt aber degradiert es deine Frau auch zu einer Art "Pflegefall", der einer Sonderbehandlung bedarf. (Was das für Auswirkungen im Sinne einer selbsterfüllenden Prophezeiung hat, mag sich jeder selbst ausmalen.)

Mag sein, dass deine Frau tatsächlich die "Schwierigere" von euch beiden ist, aber selbst wenn: im Grunde ist eure Beziehung der "kranke Patient", nicht deine Frau. Das wäre eine solidarische und respektvolle partnerschaftliche Betrachtungsweise. Du aber hast im Eingangsbeitrag deine Frau als den änderungsbedürftigen Problemfall hingestellt, und das schwingt immer mit.

Deshalb schrieb ich:

Aber im Grunde zeigst du ständig mit dem Finger auf deine Frau und ihre Probleme, hast eingangs deutlich klargestellt, dass du sie ändern willst

Ich könnte auch dich selbst zitieren:

In der Vergangenheit habe ich ihr psychologische Bücher mitgebracht und sie gebetten sie zu lesen (sie hat nicht eins durchgelesen)

Erkennst du nicht die Überheblichkeit, Selbstgefälligkeit, Arroganz, die darin liegt? Ehrlich gesagt: ich hätte es an ihrer Stelle auch nicht gelesen. Denn das hieße ja, sich den Schuh anziehen. Ich möchte in einer Partnerschaft eine gleichberechtigte Position auf Augenhöhe haben und nicht ständig als änderungsbedürftiger Problemfall oder schonungsbedürftiger Pflegefall angesehen und behandelt werden.

Überspitzt gesagt, ich würde mich dann ähnlich fühlen wie jemand, den man zu Unrecht mit dem Stempel "unzurechnungsfähig" in die geschlossene Psychiatrie-Abteilung gesteckt hat. Was hat jemand in so einer Position noch für Handlungsoptionen? Es ist schwer, dann nicht auszurasten und "fuchsteufelswild" zu werden – und so selber den "Beweis" für die angebliche "Verrücktheit" zu liefern. Selbsterfüllende Prophezeiung eben...

Weiter oben schrieb ich: "Mag sein, dass deine Frau tatsächlich die "Schwierigere" von euch beiden ist...". Ich blieb absichtlich im Konjunktiv, weil ich es nicht weiß, nicht wissen und beurteilen kann und mich diesbezüglich ausdrücklich nicht festlegen will. Und weil es eigentlich auch müßig ist, auf diese Frage viel Energie zu verschwenden, denn, wie gesagt, im Grunde liegt das Problem nicht in einem der Beteiligten, sondern zwischen ihnen. Eure Beziehung ist das Ergebnis einer Wechselwirkung zweier Persönlichkeiten, die beide auf ihre je eigene Art unvollkommen sind. Wenn man als einer der Beteiligten aber nicht die Beziehung, die Wechselwirkung, sondern den Partner ins Zentrum aller Problembetrachtungen stellt, ja, dann ist das im gewissen Sinn arrogant.

Ich möchte abschließend nochmal zum Mittel der provokanten Übertreibung greifen, um noch einen Aspekt herauszuarbeiten. Wenn ich in einer Beziehung versuche, dem anderen alles recht zu machen, dann bin ich keine "Konstante" mehr, sondern eine abhängige Variable, ich habe sozusagen meine eigene Persönlichkeit verscherbelt. Einerseits. Aber andererseits bekomme ich ja auch was dafür: das Gefühl der Unfehlbarkeit und moralischen Überlegenheit nämlich. Die Strategie, meiner Frau immer alles recht und "noch rechter" zu machen, ist zugleich auch mein perfider Trick, unangreifbar zu werden und ihr die Rolle der "Schwierigen" zuzuweisen. Egal, wie schwierig sie "wirklich" ist, solange beide mitspielen, steht sie ohnmächtig wie im besagten Psychiatrie-Beispiel als das personifizierte Problem da, während ich mich selbst in der Rolle des unschuldigen Opfers und gönnerhaften, aufopferungsvollen Gentlemans sonnen kann.

Wie gesagt, das ist absichtlich übertrieben. Ich will damit auch nicht kleinreden, dass deine Frau wahrscheinlich tatsächlich heftige Probleme aus ihrer Kindheit mitbringt. Aber wie diese sich in eurer Partnerschaft auswirken, hängt auch von dir ab. Deine Frau ist nicht – oder nicht nur – "von Haus aus" schwierig, sondern auch, weil sie in eurer Konstellation aufgrund deines Verhaltens kaum eine andere Möglichkeit hat. Ihr scheint das auch gar nicht unrecht zu sein, denn auch sie hat ja einen seelischen Gewinn davon: eine äußerst komfortable Pascha-Position mit nahezu unumschränkter Macht über dich.

Darum sind "kranke" Beziehungen oft so stabil: jeder leidet auf seine Art, aber jeder zieht auch seinen "Krankheitsgewinn" da raus, der es so schwer macht, aus dem Muster auszusteigen.

Deshalb: wer das problematische Verhalten deiner Frau für bare Münze im Sinne einer objektiven Unabänderlichkeit nimmt, sie gar zum gefährlichen Monster hochstilisiert, geht dir gehörig auf den Leim. Ich finde es übrigens auch nach wie vor abstrus, hier von häuslicher Gewalt zu reden und die Polizei ins Spiel zu bringen. Tagelang schmollen, schreien, schimpfen, ausrasten, mit Gegenständen werfen, solange keine Personen tätlich angegriffen werden, ist für mich übelster Psychoterror, ja. Das ist schlimm genug, zumal vor einem Kind, aber es ist weder das, was man üblicherweise unter häuslicher Gewalt versteht, noch scheint mir ein Polizeieinsatz das adäquate Mittel der Wahl. Denn wir konnten andererseits lesen, dass sie äußerst liebevoll mit dem Baby umgeht, und lediglich mit dir so umspringt. Psychodynamisch gesehen gar kein Wunder: man könnte sagen, sie entspricht damit "nur" der ihr zugewiesenen Rolle und erfüllt damit ihren Part eures unbewussten Deals.

Einmal mehr hoffe ich, deutlich gemacht zu haben, dass euer Problem nicht (allein) in deiner Frau liegt, sondern als das als Ergebnis der Wechselwirkung zweier Persönlichkeiten begriffen werden muss und nur so verstanden werden kann. Mithin trägst du eine Mitverantwortung daran! Ich würde darauf nicht so herumreiten, wenn nicht genau darin auch deine Chance läge, etwas zu verändern: du kannst den unbewussten Deal "aufkündigen". Aber das sagt sich so einfach und wäre doch ein längerer und nicht unbedingt einfacher Prozess. Es würde letztlich darauf hinauslaufen, dass du nicht länger deine Frau, sondern dich selbst zum Gegenstand deiner Änderungsbemühungen machst. Und das wird, wie gesagt, kaum ohne fachkundige therapeutische Hilfe gehen. Es könnte auch die Beziehung gefährden, da will ich gar nicht drumherum reden. Aber die ist ja sowieso gefährdet. Wenn sowieso ständig das Damokles-Schwert ihrer jederzeitigen fliuchtartigen Trennung über dir hängt, was hast du zu verlieren? Vermutlich weniger als du andererseits gewinnen könntest.

I:n-Kogk Ni]txo


ich denke ich habe nun alles durchgelesen und meine Meinung ist,

dass deine frau erkrankt ist.

die muster sind wiederkehrende aus vielen vielen fallbeispielen aus Literatur und Praxis.

ein normaler umgang ist nicht möglich und wenn du mutter Theresa bist.

eine gedankliche/emotionale Strategie für dich wäre, dass du es einfach nicht mehr ernst nimmst um dich zu schützen.

ich weiß, auch psychich kranke wollen ernst genommen werden (siehe Mond+sterne), aber sie verstehen immer nicht,

dass es auch für die anderen mal ein zuviel gibt und man sich schützen muß.

sie möchten als erwachsene behandelt werden, aber eigentlic müßte man sie in akuten krankheitsphasen umsorgen wie kinder, was man als Ehepartner aber nicht macht.

und so dreht sich die spirale;

das verhalten des erkrankten wird aufgefangen, akzeptiert, der dann immer noch mehr aufdreht, das wird wieder entschuldigt usw.

und das schlimmst daran:

die Krankheit bleibt unbehandelt.

geh zum einem Psychologen, besser Psychiater (ohne es ihr zu sagen), schildere das verhalten und dann mach was draus.

ZdyaYnk~ali


Ich habe mir alle Beiträge durchgelesen, viele finde ich sehr gut, bei einigen fehlt mir etwas das Verständnis. Ich kann nicht nachvollziehen, wie jemand dem TE ernsthaft raten/sagen kann, dass immer zwei Schuld sind, dass er nur seiner "armen" Frau ein bisschen zuhören muss und auf sie eingehen muss.

Ganz ehrlich, Deine Frau verhält sich alles andere als normal und liebenswert. Vielleicht kann sie da nichts dafür, aber auch Borderline oder sonstwas ist keine Entschuldigung dafür, den Partner fertig zu machen. Als Jugendliche war ich sehr aggressiv, ich war damals schon mit meinem heutigen Partner zusammen, wir hatten filmreife Streits, Jagd mit dem Küchenmesser, Kreischerei bis die Nachbarn da waren, bis die Polizei kam und alles ging von mir aus. Mein Partner hat sich wie Du nie gewehrt. Ich war damals 15, 16 – kurz nach einer Vergewaltigung, ich war psychisch kaputt, habe meinen Hass an der Welt rausgelassen.

Irgendwann einmal ist meinem Partner der Kragen geplatzt, er ist gegangen! Das war das beste was er machen konnte, denn mir ist klar geworden, wie sehr ich ihn liebe und wie sehr ich mich falsch verhalten habe. Heute streiten wir vielleicht einmal im Monat, auf Zimmerlautstärke und mit total normalem Niveau. Kein Geschrei mehr, kein Getobe mehr, nichts.

Mein Rat an Dich: Geh!!!! Du musst ja nicht für immer gehen, wenn Du das nicht willst, aber beim nächsten Streit den SIE! vom Zaun bricht, packe Deine Sachen und geh, lass sie alleine stehen und sag ihr, dass Du endlich genug davon hast, dass sie Dich als Fußabtreter benutzt. Es gibt dann zwei Möglichkeiten, entweder sie meldet sich überhaupt nicht bei ihr, dann solltest Du ein Gericht mit der Klärung des Sorgerechts beauftragen und nicht zu ihr zurückkehren oder aber (was ich vermute) sie wird angekrochen kommen und DANN kannst Du ihr die Pistole auf die Brust setzen. Entweder sie ändert IHR Verhalten grundlegend, was m. E. nach schon einer Therapie bedarf oder aber sie verliert Dich.

Lass Dich bloß nicht mit Deiner Tochter fesseln, es tut weh ein Kind zu verlieren, aber Du solltest Dein Kind nicht über Dich selbst stellen. Vor allem bezweifle ich, dass irgendein Gericht einer solchen Frau ein Kind freiwillig überlässt. Wie ist das in Kalifornieren, sind Videobeweise vor Gericht zugelassen? Dann solltest Du einen ihrer Ausbrüche mal heimlich filmen, damit hast Du das Sorgerecht für Deine Tochter schon so gut wie sicher.

Alles Gute Dir!

MjilcKhm|a3nLn76


Bruce Lee

Da habe ich eine komplett andere Erfahrung gemacht, und auch Experten behaupten oft das Gegenteil. In einer Beziehung sollte ich mehr auf die Bedürfnisse und Wünsche des Partners achten als meine. Wenn der Partner genau dasselbe macht, so entsteht die Harmonie und Glücklichkeit.

Das ist eine mögliche Sichtweise, und wenn sie funktioniert ist es auch gut so. WENN sie funktioniert. Das funktioniert genau dann, wenn eine Beziehung keine Probleme hat, UND zwei Menschen aufeinandertreffen die beide auch entsprechend "Du bist wichtiger als ich"-veranlagt sind. Das klappt also genau wann? Im Idealfall.

Lebt ihr den Idealfall? Opfert sich deine Frau im gleichen Maße für dich auf wie du für sie? Und was genau bedeutet überhaupt diese Art von Harmonie? Ich kriege das was mein Partner will, und mein Partner das was ich will? Ist das wirklich DIE Erfüllung? Ich glaube das ist ein ganz schwieriges Modell, mehr auf den Partner zu achten als auf sich selbst. Das klappt wenn Mutter Theresa mit Mutter Theresa eine Beziehung eingeht, ansonsten wird vermutlich Einer auf der Strecke bleiben. Bei euch bist du das. Du reibst dich selbst auf, opferst dich, um alles irgendwie zusammenzuhalten. Das klappt auch! So lange bis du nicht mehr kannst oder nicht mehr willst. Bis das so weit ist kann es Jahre oder gar Jahrzehnte dauern. Jahre, die du geopfert hast. Für deine Frau. Und was gibt's zum "Dank" für dich? Sie verlässt dich nicht, und schreit nicht sooo viel rum.

Wie gesagt, du kannst diesen Weg gehen. Wenn es das ist was du wirklich willst und auch auf Dauer kannst. Wenn du es ok findest, dass du der bist der sich aufopfert, und deine Frau einfach so weitermachen kann, dann tu das. Wenn es für dich der richtige Weg ist spricht nichts dagegen. Aber möchtest du das wirklich auf Dauer so halten? Die nächsten 30, 40, ... Jahre? Oder hoffst du darauf, dass sich deine Frau bald verändert? Vielleicht wird sie das auch irgendwann tun. Andererseits, so wie es jetzt läuft funktioniert es gut für sie. Du bist der der sich aufopfert, auf jedes atmen Rücksicht nimmt, sich selbst aufreibt. Sie muss nichts tun, einfach nur so sein wie sie ist. Du machst es ihr bequem, und aus der Bequemlichkeit heraus habt man wenig Antrieb, sich zu verändern, eine Therapie zu machen usw. Du leidest offenbar unter der Situation, daher glaube ich nicht dass der Weg des einseitigen Aufopferns der Richtige für dich ist. Und das beidseitige aufopfern das du als Ideal siehst, ich glaube nicht dass sich das bei euch entwickeln wird.

IUndaividGualxist


Ich kann nicht nachvollziehen, wie jemand dem TE ernsthaft raten/sagen kann, dass immer zwei Schuld sind,

Von Schuld hat hier zwar niemand gesprochen, aber da springen wohl schnell Schubladen auf... :-/ :=o

"Schuld" ist grundsätzlich keine Dimension, die ich in Partnerschaften besonders hilfreich finde. So wie es auch beispielsweise bei Missverständnissen müßig wäre, einen Schuldigen zu suchen. Sie passieren halt, und damit umgehen zu können ist viel wichtiger und sachgerechter als einen Schuldigen präsentieren zu können.

Das mal ganz allgemein. Und nun speziell: da hier viele die Frau als "krank" diagnostizieren: das kann durchaus stimmen, Borderline scheint mir tatsächlich nicht unplausibel. ABER: ich finde das kriecherische, selbstverleugnende Verhalten von Bruce nicht weniger krank. Nur eben auf eine andere Art, nicht so offenkundig destruktiv, sondern scheinbar "nur" selbstzerstörerisch. Scheinbar. Aber es ist nicht weniger krank, wenn man denn schon in solchen Kategorien denken will. Kein bisschen.

Warum zeigt die Frau heftige Launen und Stimmungsschwankungen und ist mal lieb und gut drauf, während sie im nächsten Moment übelst ausrastet? Okay, ganz offensichtlich ist sie emotional instabil. Aber warum? Weil sie eine schlimme Kindheit hatte, traumatisiert und vielleicht Borderlinerin ist? Oder weil sie es kann, weil ihr niemand Einhalt gebietet, sondern so ein Verhalten von Bruce sogar nach Kräften belohnt wird? Wahrscheimlich beides – aber genau kann man das hier gar nicht sagen. Denn ihre wie auch immer geartete primäre Problematik ist bis zur Unkenntlichkeit von einer Partnerschaftsdynamik überformt, bei der spektakuläre Eskalationen geduldet und indirekt gefördert werden und offenkundig seit Jahren mit zum Programm gehören.

Also hört doch auf, nur auf die Frau und ihre angebliche Krankheit oder gar Bösartigkeit zu starren! Das tut (oder tat) der TE schon zur Genüge, das ist nichts, was den gordischen Knoten zerschlägt und hat nicht mehr als den Wert eines Vorurteils. Wenn bisherige Betrachtungsweisen nicht geholfen haben, müssen neue her.

Und das hier

sind Videobeweise vor Gericht zugelassen? Dann solltest Du einen ihrer Ausbrüche mal heimlich filmen, damit hast Du das Sorgerecht für Deine Tochter schon so gut wie sicher.

...geht erstens ganz offensichtlich völlig am TE vorbei, denn er ist derzeit gar nicht auf Kampf und Auseinandersetzung gepolt, hat nicht im Geringsten die Absicht, irgend was gegen seine Frau zu unternehmen bzw. für sich rauszuholen, sondern fürchtet vielmehr genau das wie die Pest.
Und zweitens sollte man über sowas frühestens nachdenken, wenn man die Faxen dicke hat (hat er aber noch lange nicht), und nachdem man alles andere versucht hat und erkennen muss, dass es keinen Zweck hat. Hier ist aber längst noch nicht alles andere versucht worden, vielmehr ist noch gar nichts versucht worden! – außer dem einen und einzigen stereotypen Rezept: wenn Unterwürfigkeit nicht hilft, versuch ich's mal mit noch mehr Unterwürfigkeit. Bevor man über Kampf und Krieg vor Gericht nachdenkt, sollte man doch erstmal überlegen, wie man aus dieser selbstgemachten Sackgasse rauskommt.

mzoznd+stXernxe


In einer Beziehung sollte ich mehr auf die Bedürfnisse und Wünsche des Partners achten als meine. Wenn der Partner genau dasselbe macht, so entsteht die Harmonie und Glücklichkeit.

Ja, aber in einer Familie sollte man auch auf die Bedürfnisse der Kleinsten und Schwächsten achten. Wer von Euch ist am kleinsten und schwächsten?

Welche Bedürfnisse hat Deine Tochter? Wer kommt zuerst, Deine Frau oder Deine Tochter?

Leider macht Deine Partnerin nicht dasselbe. Du gibst, gibst und gibst. Alles was Du gibst versandet sonstwo. Irgendwann bist Du leer, alle und verbraucht. Du musst auch für Dich sorgen, damit Du für andere sorgen kannst.

Wenn der Partner genau dasselbe macht, so entsteht die Harmonie und Glücklichkeit. Wenn er es nicht macht, entsteht Krankheit.

Mein Rat an Dich: Geh!!!! Du musst ja nicht für immer gehen, wenn Du das nicht willst ...

:)^

Auch wenn ich das jetzt zum zweiten Mal sage, das ist ganz meine Meinung. Anders als Zyankali würde ich nicht den nächsten Streit abwarten, damit bringst Du das Mobile nur unnötig in Schwingung.

Du brauchst eine Auszeit (Dein Bedürfnis!). Jetzt.

Deine Tochter stresst es, wenn ihr Euch in ihrem Beisein anschreit (sie kann sich noch nicht abgrenzen, deshalb empfindet sie das Geschrei auf sich bezogen). Also, Deine Tochter braucht eine Auszeit (ihr Bedürfnis!). Schon länger. Aber dieses Bedürfnis Deiner Tochter hat wohl noch niemand so recht wahrgenommen.

Was ist das Bedürfnis Deiner Frau? Das kannst Du sie fragen. Sie hat, anders als Deine Tochter, einen Mund zum reden. Du bist der Meinung, ihr redet zu wenig miteinander, also rede mit ihr darüber.

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