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Ständiger Schwindel

V2ivi>ane hat die Diskussion gestartet


Seit meinem 15. Lebensjahr habe ich diesen Schwindel in meinem Kopf. Heute bin ich mittlerweile 30 und der Schwindel hat mich bis heute noch nicht im Stich gelassen. Zusätzlich bekam ich ab dem 21. Lebensjahr Panikattacken, mit denen ich auch heute noch lebe und eigentlich schon sehr gut umgehen kann. Lange Therapien (Psychoanalyse, Verhaltenstherapie) habe ich ebenfalls hinter mich gebracht. Trotzdem,- ich bin immer stark geblieben und seit Jahren kämpfe ich, meinen Alltag mit diesen Symtomen zu gehen. Ich hatte mit Beginn der Panikattacken ein Jahr lang einen Krankenschein, konnte das Haus nicht verlassen und machte ein halbes Jahr eine stationäre Psychotherapie. Dann ging ich wieder arbeiten (mit Angst und mit Schwindel). 5 Jahre lang habe ich als Erzieherin gearbeitet bis ich an dem Punkt gekommen bin, dass ich diesen Beruf mit dieser Angst und mit diesem Schwindel nicht mehr ausüben kann. Deshalb befinde ich mich jetzt in einer Umschulungsmaßnahme zur Verwaltungsfachangestellten und bereue es auf keinen Fall, dass ich meinen Beruf aufgegeben habe. Ich bin zwar sehr gut in der Schule, aber jetzt geht es mir ziemlich schlecht, denn in 5 Wochen beginnen die Prüfungen. Ich habe jetzt wieder starken Schwindel, der mir alles (z. B. das Klausurenschreiben u. das Lernen) ziemlich erschwert. Heute konnte ich deshalb nicht zur Schule gehen. Ich weiß schon selber nicht mehr was ich noch machen könnte, außer mich selbst zu beruhigen.

An diesen Tagen wie heute verliere ich den Mut. Wer kennt das und wer leidet ebenfalls unter pychogenen kronischen Schwindel?

Antworten
c@ar?l$a10x00


Hallo Viviane,

das tut mir sehr leid, was du da gerade durchmachst. Du darfst dich aber nicht einfach mit dem Schwindel abfinden, vielleicht ist der psychologische Weg auch der falsche Weg. Habe auch seit einiger Zeit diesen Schwindel im Kopf, mich somit damit beschäftigt und herausgefunden, dass er aufgrund meinem stundenlangen Sitzen beim Lernen durch eine Blockade in der Halswirbelsäule entstanden ist. Es könnte durchaus möglich sein, dass dein Schwindel daher rührt, da du ja auch sagst dass es beim Sitzen immer schlimmer wird. Der Stress verstärkt natürlich deinen Schwindel. Hoffe, dass es dir bald besser geht!

Cllau9di(a_21


mir geht´s auch nicht besser als dir!

Hallo,

ich kann dir komplett nachfühlen, ich habe genau seit 2 Jahren Dauerschwindel. Und ich sage dir wenn ich nicht soviel angst vorm sterben hätte dann hätte ich mir schon den strcik genommen.

Alles hat 2001 angefanken, ich bekam mit dem Magen, konnte kaum was essen, immer ein kloßgefühlt im hals und jede nacht das gefühl zu ersticken. wie auch immer, ich bin von arzt zu arzt gelaufen, alles ok. ich habe mich dann etwas erholt, dann kam eine beziehungsgeschichte und ein umzug und seitdem geht garnichts mehr.

- Schwankschwindel

- Herzklopfen, rasen, stolpern

- verstopfung, durchfälle

- sehstörungen

- missempfindungen in der rechten seite

- klossgefühl im hals....und tausend sachen mehr.....

ich habe keine ahnung mehr was ich tun soll. arbeiten geht nicht wegen wahnsinniger panikanfälle.

du siehst du bist nicht allein, was uns am ende aber auch nicht hilft. -)

Claudia

D2irkl 30


Willkommen im Club

mir geht es genauso wie dir, nur das ich mittlerweile seit 2 jahren nicht mehr in der lage bin zu arbeiten. habe auch über viele jahre einfach weitergemacht, aber irgendwann war meine kraft zu ende. musste jetzt rente beantragen und kämpfe jetzt mit den gerichten um anerkennung meiner krankheit. bei solchen symptomen ist es sehr schwer recht zu bekommen. symptome: schwindel, extreme müdigkeit, muskelverspannung und vieles mehr. bisher hat keine therapie angeschlagen. kämpfe aber weiter.

gruss

dirk

Lmupro7@49


Ständiger Schwindel / Heillungschancen

Das sind wieder mal diese typischen - verdammten - Schwindel-Geschichten und immer wieder "dreht" es sich um ein zentrales Thema - Angst.

Glaubt mir, ich war ein ziemlich harter Knochen und konnte sehr lange nicht an eine psychische Ursache glauben, zumal ich bis dahin noch nie mit sowas zu tun hatte. Aber schaut Euch die Geschichten an. Mit ein paar Variablen praktisch immer das gleiche Muster. Leider ist es ein schwacher Trost, daß es scheinbar vielen so geht. Und leider ist so eine chronische Schwindelerkrankung nicht einfach zu heilen - und vor allem nicht schnell. Je länger sich der Schwindel "manifistiert", desto geringer die Chance auf eine "Spontanheilung" (z.B. beim Orthopäden).

Aber - und damit zur hoffnungsvollen Seite - es gibt Chancen auf Heilung. Man muss versuchen, den Hebel irgendwann umzulegen und dann gibt es die Chance, Schritt für Schritt den umgekehrten Weg zu gehen, also weniger Angst, weniger Schwindel, weniger Spannung, weniger psychosomatische Begleiterscheinungen...usw.

Es gibt kein Patentrezept, dazu sind die Ursachen und Verläufe einfach zu individuell, ich kann hier nur schildern, was mir geholfen hat.

- Auschluss mögl. körperlicher Ursachen

...damit Angstreduzierung und eigene Akzeptanz der psychischen Ursache

- Medikation / Antidperessiva (SSRI) -

Vorsicht - Bitte nur, wenn man keine andere Möglichkeit mehr sieht. (kann zu erheblichen Problemen - vor allem beim Absetzen - führen). Sollte meiner Ansicht nur eingenommen werden, wenn Angst und Panik so groß sind, daß man für weitere Therapieansätze gar nicht mehr zugänglich ist.

Nach Einsetzung der Wirkung sofortige Besserung der Symptome - inkl. Schwindel !

- Psychotherapie (seit fast 2 Jahren)

...Verhaltenstherapie d.h. Umgang mit Angst, körp. Symptomen, alltäglichen Situationen

- Entspannung

z. B. progressive Muskelentspannung, autogenes Training

...Schwindel erzeugt erhöhte Muskelspannung, diese wiederum verstärkt Schwindel

- Sport

z. B. Joggen, Radfahren, Gymnastik

..erhöht Zutrauen in die eigene körp. Leistungsfähigkeit, verbessert Durchblutung, Kreislauf, Blutdruck - alles "schwindelrelevante" Parameter.

Also, das alles hat MIR geholfen, die Angst, den Schwindel und alle Begleitsymptome in langsamen, kleinen Schritten (...über mittlerweile 2 Jahre) zu reduzieren und wieder ins "Leben" zurückzufinden.

Wie gesagt, kein Patentrezept, vor allem die Angst ist ja bei jedem anders gelagert (bei mir war es halt Krankheitsangst), aber wichtig ist, daß man irgendwann anfängt, diesen Weg zu gehen. Das Leben kann sich dadurch ändern und es erfordert Disziplin, aber es rentiert sich !

Alles Gute für Euch !

Lupo

LZupo7:49


Das sind wieder mal diese typischen - verdammten - Schwindel-Geschichten und immer wieder "dreht" es sich um ein zentrales Thema - Angst.

Glaubt mir, ich war ein ziemlich harter Knochen und konnte sehr lange nicht an eine psychische Ursache glauben, zumal ich bis dahin noch nie mit sowas zu tun hatte. Aber schaut Euch die Geschichten an. Mit ein paar Variablen praktisch immer das gleiche Muster. Leider ist es ein schwacher Trost, daß es scheinbar vielen so geht. Und leider ist so eine chronische Schwindelerkrankung nicht einfach zu heilen - und vor allem nicht schnell. Je länger sich der Schwindel "manifistiert", desto geringer die Chance auf eine "Spontanheilung" (z.B. beim Orthopäden).

Aber - und damit zur hoffnungsvollen Seite - es gibt Chancen auf Heilung. Man muss versuchen, den Hebel irgendwann umzulegen und dann gibt es die Chance, Schritt für Schritt den umgekehrten Weg zu gehen, also weniger Angst, weniger Schwindel, weniger Spannung, weniger psychosomatische Begleiterscheinungen...usw.

Es gibt kein Patentrezept, dazu sind die Ursachen und Verläufe einfach zu individuell, ich kann hier nur schildern, was mir geholfen hat.

- Auschluss mögl. körperlicher Ursachen

...damit Angstreduzierung und eigene Akzeptanz der psychischen Ursache

- Medikation / Antidperessiva (SSRI) -

Vorsicht - Bitte nur, wenn man keine andere Möglichkeit mehr sieht. (kann zu erheblichen Problemen - vor allem beim Absetzen - führen). Sollte meiner Ansicht nur eingenommen werden, wenn Angst und Panik so groß sind, daß man für weitere Therapieansätze gar nicht mehr zugänglich ist.

Nach Einsetzung der Wirkung sofortige Besserung der Symptome - inkl. Schwindel !

- Psychotherapie (seit fast 2 Jahren)

...Verhaltenstherapie d.h. Umgang mit Angst, körp. Symptomen, alltäglichen Situationen

- Entspannung

z. B. progressive Muskelentspannung, autogenes Training

...Schwindel erzeugt erhöhte Muskelspannung, diese wiederum verstärkt Schwindel

- Sport

z. B. Joggen, Radfahren, Gymnastik

..erhöht Zutrauen in die eigene körp. Leistungsfähigkeit, verbessert Durchblutung, Kreislauf, Blutdruck - alles "schwindelrelevante" Parameter.

Also, das alles hat MIR geholfen, die Angst, den Schwindel und alle Begleitsymptome in langsamen, kleinen Schritten (...über mittlerweile 2 Jahre) zu reduzieren und wieder ins "Leben" zurückzufinden.

Wie gesagt, kein Patentrezept, vor allem die Angst ist ja bei jedem anders gelagert (bei mir war es halt Krankheitsangst), aber wichtig ist, daß man irgendwann anfängt, diesen Weg zu gehen. Das Leben kann sich dadurch ändern und es erfordert Disziplin, aber es rentiert sich.

Alles Gute für Euch !

Lupo

wfaltexr195x6


HWS abhängiger Schwindel

Die Ausführung von Lupo finde ich super!!!

Die Anfänge bei mir waren extreme HWS Probleme und Stress.

Könnte der Schwindel bei euch nicht HWS abhängig sein?

Wenn die Wirbelsäule langjährig nicht ok ist, dann entsteht irgendwann HWS-Schwindel. Dies fängt an mit eventuellem Beckenschiefstand, Blockierungen von Wirbeln, Atlas- Axis-Fehlstellungen, Kiefer/Zahnproblemen, Unfälle, Stürze, (sogar Geburtsprobleme), langes falsches Sitzen vor dem PC !!!

walter1956

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