» »

Erwerbsunfähig/Arbeitsunfähig mit 19?!

Sj0n-Gx0ku hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute,

ich weiß derzeit einfach nicht mehr weiter.

Ich (19) wurde Fabuar 2013 (damals noch 18) von der Argentur für Arbeit zum Vertragsarzt der Agentur für Arbeit geschickt. Etwa 2 Wochen später wurde ich von einer Mitarbeiterin der Argentur für Arbeit angerufen, die mir kurz und knackig mitteilte, dass ich vom Vertragsarzt der Agentur für Arbeit Erwerbsunfähig/Arbeitsunfähig geschrieben wurde und sie mich daher aus der "Arbeitssuchend-Liste" nehmen wird, bzw. mich als "Nicht Arbeitssuchend" melden würde. Dennoch würden meine Eltern für mich weiterhin das Kindergeld erhalten.

Geistesgegenwärtig habe ich die Mitarbeiterin gefragt, ob sie mir ich das Gutachten zuschicken könnte. Das ist dann auch innerhalb kürzester Zeit passiert und folgendes steht im Gutachten.

Mein Leistungsbild sieht folgendermaßen aus:

– tägl. weniger als 3 Std. (wö. unter 15Std.)

- voraussichtlich länger als 6 Monate, aber nicht auf Dauer

Die sozialmedizinischer Beurteilung ist folgende:

Aus sozialmedizinischer Sicht besteht keine Belastbarkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt für über 6 Monate. Im Vordergrund steht dabei die fortgesetzte seelische Minderbelastbarkeit wegen einer posttraumatischen Belastungsstörung mit Vermeidungsverhalten im Sinne einer Angststörung sowie eine erhebliche Minderbelastbarkeit des rechten Kniegelenkes mit eingeschränktem Geh- und Stehvermögen.

Beantwortung der Zielfragen:

Im Rahmen einer Eingliederungsvererinbarung empfehlen sich entsprechende Maßnahmen der medizinischen Rehabilitation mit Sanierung des rechten Kniegelenkes und zusätzlicher Einleitung einer psychiatrischen bzw. psychsomatischen Behandlung. Eine Nachbegutachtung kann nach Abschluss der medizinischen Rehabilitation erfolgen.

Dazu kommt noch, dass ich seit November 2012 einen Schwerbehindertenausweis ohne Merkzeichen, mit einem Grad der Behinderung von 50 besitze. Diesen habe ich damals bekommen, weil bei mir folgende Beeinträchtigungen vorliegen:

1. Entwicklungsstörung, Angststörung, depressives Syndrom

2. Bluthochdruck

In der Zeit zwischen 2011 und 2012 war ich eine Zeit lang (6 Monate) einmal die Woche in psychiatischer Behandlung (nicht Staionär), wovon ich nicht so überzeugt war, da ich nicht dachte dass es mir irgendwie helfen würde, nach einer Zeit habe ich dann einen guten Willen gezeigt und mitgemacht, letztenendes hat es aber nichts gebracht. Wäre auch ein Wunder, wenn reden jedes Problem lösen würde.

Davon habe ich irgendwo noch ein Gutachten, was mehrere Seiten lang ist. – Finde es momentan aber nicht.

Nun habe ich vor ca. 2 Monaten die Argentur für Arbeit angeschrieben, daraufhin schrieb mich wiederum die Mitarbeiterin der Argentur für Arbeit an (die mich damals angerufen hat), dass wenn ich kein Krankengeld mehr beziehe mich arbeitssuchend melden sollte (By the Way: Ich habe nie Krankengeld bezogen, steht mir lt. Krankenkasse auch nicht zu, da ich noch nie Arbeitstätig war.). Daraufhin bin ich mit meiner Mutter und dem Gutachten vom Vertragsarzt zur Argentur für Arbeit gefahren um mich wieder arbeitssuchend zu melden.

Einige Tage späte kam dann mit der Post ein Antrag für Arbeitslosengeld 2, was mich total verwirrt hat, da ich nicht um einen Antrag gebeten habe, sondern mich einfach nur Arbeitssuchen melden wollte. Nachdem ich den Kundenservice angerufen habe, habe ich dann den Antrag zusammen mit meinem Vater ausgefüllt und bin mit ihm zum Abgabetermin gefahren (Hin & Zurück: ca. 180Kilometer). Dort sagte man uns, was uns sowieso klar war. – Mir steht kein Arbeitslosengeld 2 zu. Dazu gab es dann noch ein Ablehnungsbescheinigung und da dieser Termin quasi keine Bitte war, sind wir letztendlich ca. 180KM umsonst gefahren.

Am nächsten Tag hatte ich dann noch ein Termin bei der Argentur für Arbeit, wo mir gesagt wurde, dass ich demnächst nochmal zum Vertragsarzt der Argentur für Arbeit eingeladen werde. Dort sagte man mir auch, dass ich ja in einer Caritas-Werkstatt arbeiten könnte, was ich dann lieber für den Moment stillschweigend hingenommen habe, da meine Mutter anwesend war.

Mein Problem ist hierbei, dass man mir unter anderem nahe gelegt hat mein Knie sanieren zu lassen und mich psychiatrisch bzw. psychsomatisch behandeln zu lassen. Ich habe die Beschwerden mit dem Knie seitdem ich 14/15 Jahre alt bin, damals musste ich das erste mal (in den Sommerferien) vom Notarzt abgeholt werden, da ich nachdem ich an meinem Roller geschraubt habe und aufstehen wollte extreme Schmerzen im Knie hatte und deswegen nicht mehr laufen und/oder das Bein bewegen konnte. Knapp eine Woche später waren die Schmerzen wieder weg und ich konnte wieder laufen.

Das ist seitdem öfters passiert, im Krankenhaus sagte man beim erstenmal, dass alles in Ordnung sei, dann wollten die Ärzte mich aufeinmal operieren, weil angeblich ein Band im/am Knie zu kurz sei. – Operieren lassen wollte ich mich aber nicht. Ein anderes mal hat man in der Notaufnahme behauptet, dass ich simuliere und nur nicht zur Schule wollte. Daraufhin nahm der Arzt einfach mein Bein und machte damit "Dehnübungen", die Folge daraus kann man sich ja wohl denken.

Seitdem geh ich damit nicht mehr zum Arzt, sondern warte einfach bis es nach knapp einer Woche wieder einigermaßen in Ordnung ist. Ich wegen den Knie zwar nicht lange stehen und auch keine langen Strecken laufen, aber es passt schon. Ich vertraue so schon niemanden außer mir selbst, aber mit der Aktion damals hat der Arzt dafür gesorgt, dass Ärzte es bei mir generell verspielt haben.

Und mich psychiatrisch bzw. psychsomatisch behandeln zu lassen ist für mich auch nicht wirklich eine Lösung. Mir bringt es nunmal nichts mich mit jemanden in einem Raum zu setzen und über meine ganzen Probleme und Gedanken zu reden, zumal ich dieser Person niemals all meine Probleme und Gedanken dalegen würde. Ich würde wenn dann nur über Pillepalle wie, dass ich Nachts kaum schlafen kann und ständig wieder aufwache reden, aber sowas brauch ich eigentlich keinen Menschen erzählen, da man es mir ansieht.

Dazu kommt noch, das mein Bruder (23) auf meine Situation keine Rücksicht nimmt bzw. kein Verständnis zeigt und mir das Leben schwer macht. Er findet das ganze sogar noch lustig und meint das er ja auch gerne wie ich den ganzen Tag zu Hause rumsitzen würde, aber er im Gegensatz zu mir faulen S** hat ja Arbeit. Außerdem will er wissen, wie ich die Ärzte verar***t habe, um Erwerbsunfähig/Arbeitsunfähig geschrieben zu werden. – Auf welchem Planteten lebt der eigentlich?!

Damit zu Hause wieder Frieden herrscht, richtet mein Vater neben der Arbeit eine kleine Eigentumswohnung für mich ein. Meine Schwester und meine Oma wohnen um die Ecke und stehen mir dann zur Seite, wenn ich Hilfe brauche. Meine Eltern lassen mich zwar mietfrei wohnen, das will ich aber auch nicht. – Sie müssen nämlich unter anderem noch diese Wohnung abbezahlen.

Ich bin mir sicher, dass das Amt mir nie die Miete für eine Wohnung zahlt, die meinen Eltern gehört. Mein Bruder könnte zwar die Wohnung bezahlen, wenn er dort einzieht, will aber nicht ausziehen. Das heißt dann wohl, dass ich ausziehen werde, der ständige Streit macht mich nämlich zusätzlich fertig, zumal er auch ständig handgreiflich wird. Ich bin zwar nicht unbedingt stärker als er, aber im Gegensatz zu ihm weiß ich, wo ich hinlangen muss damit es ordentlich weh tut. – Meine Schwester (25, ist schon vor Jahren wegen ihm ausgezogen) meint zwar ständig, dass ich damit er es lässt handgreiflich zu werden diesen Vorteil nutzen soll, aber Gewalt ist für mich einfach keine Lösung und wird auch niemals eine Lösung sein, da Gewalt wiederum nur Gewalt erzeugt.

Nun plagt mich unter anderem die Frage, ob man mich dazu zwingen kann das Knie sanieren und mich behandeln zu lassen? Und was ist, wenn der Vertragsarzt mich wieder Erwerbsunfähig/Arbeitsunfähig schreibt? Das kann doch nicht ewig so weiter gehen, wovon soll ich leben? Diese Ungewissheit wie es weiter gehen soll ist täglich purer Stress..

Gruß

Antworten
C!hizxzo


Hier kann es nur eine Empfehlung geben, wenn du an deiner derzeitigen Situation etwas ändern möchtest:

1. Knie in Ordnung bringen lassen (Such dir einen Arzt, dem du vertraust!)

2. Die Psysche in Ordnung bringen lassen.

Sry... aber wie stellst du dir dein restliches Leben vor? Kein Vertrauen in Ärzte, die psychiatrische Behandlung bringt auch nichts... was willst du bitte machen!? Du wirst dich darauf einlassen müssten wenn du etwas ändern WILLST!!!

Es wird unangenehm, es wird hart, es wird wahrscheinlich sogar schmerzhaft... aber wenn du deinen Eltern nicht für den Rest deines Lebens auf der Tasche liegen möchtest (Oder von 300 Euro Erwerbsminderungsrente oder was auch immer leben möchtest) wirst du das in Kauf nehmen müssen.

Liebe Grüße von einem, der großteils seine Angststörung überwunden hat.

J6ulexy


(Oder von 300 Euro Erwerbsminderungsrente oder was auch immer leben möchtest)

Die würde er meines Wissens nach gar nicht bekommen, weil man dafür in den letzten 5 Jahren mind. 3 Jahre gearbeitet haben muss oder so... (ich beziehe volle Erwerbsminderungsrente seit meinem 25. Lebensjahr, aber deutlich mehr als 300 € ;-) )

A!hozrnnblxatt


Und mich psychiatrisch bzw. psychsomatisch behandeln zu lassen ist für mich auch nicht wirklich eine Lösung. Mir bringt es nunmal nichts mich mit jemanden in einem Raum zu setzen und über meine ganzen Probleme und Gedanken zu reden, zumal ich dieser Person niemals all meine Probleme und Gedanken dalegen würde. Ich würde wenn dann nur über Pillepalle wie, dass ich Nachts kaum schlafen kann und ständig wieder aufwache reden, aber sowas brauch ich eigentlich keinen Menschen erzählen, da man es mir ansieht.

Psychotherapie ist kein PillePallegelaber sondern man muß schon Aufgaben erledigen, das ist der Sinn einer Verhaltenstherapie.

Und wenn das Knie in Ordnung gebracht werden kann, würde ich das tun.

Swunf_lowehr_7x3


Wie sieht denn die Alternative aus? Lebenslang Grundsicherung? Denn Rente dürftest Du kaum bekommen.

Kaputte Knie kann man behandeln. Ich arbeite sogar mit einem kaputten Knie, welches allein mir einen GdB von 40 eingebracht hat und nahezu konstante Schmerzmitteleinnahme erfordert.

Und eine PTSD kann man auch behandeln. Dazu müsstest Du aber die Einstellung, dass Reden nix bringt, ändern. Therapie ist mehr als reden. Wichtig wäre, einenguten Therapeuten und die richtige Therapieform zu finden. Und sich selber über die Krankheit zu informieren und zu erkennen, WO Du ansetzen kannst.

Es gibt sogar Leute, die trotz PTSD und der einen oder anderen Einschränkung arbeiten gehen, studieren,...

B?rcummb+ae0rchxi


Und eine PTSD kann man auch behandeln.

Nicht immer. Mir hat sogar mal eine Kollegin (Psychotherapeutin) erzählt, dass es einige Fälle gibt, in denen es nicht mal sinnvoll ist, es zu behandeln – das würde die Sache nämlich noch verschlimmern, d.h. ohne Behandlung leben sie – zwar nicht gut, aber immerhin. Mit Behandlung "bauscht" sich das ganze auf und sie werden dermaßen instabil, dass sie Suizidversuche unternehmen. Die Kollegin hat 20 Jahre Erfahrung – ich glaube ihr.

Es gibt sogar Leute, die trotz PTSD und der einen oder anderen Einschränkung arbeiten gehen, studieren,...

Klar gibt es die. Es gibt sogar Leute, die trotz PTSD scheinbar OHNE Einschränkungen arbeiten gehen oder studieren.

Also ich find die Antwort nicht sonderlich toll. Ich habe gelesen, dass du aus dem Bereich kommst, aber dann lass doch bitte nicht die Beispiele aus, bei denen es nicht ganz so gut läuft. Für mich klingt das so, als ob der TE nicht ernstgenommen wird.

s0chne7cke10985


Also ich find die Antwort nicht sonderlich toll. Ich habe gelesen, dass du aus dem Bereich kommst, aber dann lass doch bitte nicht die Beispiele aus, bei denen es nicht ganz so gut läuft. Für mich klingt das so, als ob der TE nicht ernstgenommen wird.

Es gibt in einer Psychotherapie nie eine Garantie, dass es einem damit besser geht. NIE. Aber dafür eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich wenigstens einige Punkte zum Guten wenden. So ohne wirkliche Therapieerfahrung ist es schlicht unprofessionell zu sagen, dass es besser wäre, ihn nicht zu behandeln.

Ein Ziel im Leben, ein geregelter Tagesablauf ist wichtig für das Selbstbewusstsein und die Strukturierung der Seele. Von daher kann ein Arbeitsalltag auch sehr hilfreich bei dem Problem sein. Der TE ist 19, je früher behandelt wird, umso besser sind die Chancen auf ein normales Leben.

BOr\ummRbaercxhi


So ohne wirkliche Therapieerfahrung ist es schlicht unprofessionell zu sagen, dass es besser wäre, ihn nicht zu behandeln.

1. Ohne Therapieerfahrung – wo liest du das raus?

2. Ich habe nicht geschrieben, dass es BESSER wäre, ihn nicht zu behandeln, sondern lediglich, dass man nicht in JEDEM Fall sagen kann, dass eine Behandlung notwendig ist.

Allein die Tatsache, dass er 50 Gdb hat für eine seelische Störung und Bluthochdruck, drückt doch eigtl. aus, dass er bereits wg. seelischer Störung in Behandlung war/ist.

Der TE ist 19, je früher behandelt wird, umso besser sind die Chancen auf ein normales Leben.

s.o. den Gdb für eine seelische Erkrankung (Angststörung, depress. Störung, Entwicklungsstörung) bekommt man nicht ohne ärztliche Bescheinigung.

UND: Ich habe nicht gesagt, dass Sunflowers Antworten vollkommen daneben sind, aber eben nicht für jeden zutreffend. Viell. hat der TE gute Gründe, wieso er die Therapie ablehnt?

Burum%mbaHercxhi


Er schreibt ja selbst, dass er 1x wöchentlich psychiatrisch in Behandlung war.... 6 Monate lang.. und da hat er gemerkt, dass es nichts bringt. Ich weiß, dass eine Therapie nicht schnell Erfolge zeigt, aber nach einem halben Jahr mit einem Termin pro Woche sollte es einem zumindest gut tun.

sochn+e$cke1x985


Er schreibt ja selbst, dass er 1x wöchentlich psychiatrisch in Behandlung war.... 6 Monate lang.. und da hat er gemerkt, dass es nichts bringt.

Erstmal ist eine psychiatrische Behandlung keine Verhaltenstherapie. Weiters schreibt er davon, dass er seine wahren Probleme sowieso in Gesprächen nicht zeigen will, dann kann eine Therapie auch gar nicht funktionieren.

Ich sehe halt wenig Eigenintiative beim TE. Die meisten Psycho-Patienten haben mehrere Therapeuten und Therapieformen ausprobiert, oder sogar eine ganze Palette Medis. Angststörungen und Depressionen sind in der Regel gut behandelbar (im Gegensatz z.B. zu Essstörungen oder Persönlichkeitsstörungen).

Ich sehe das Problem auch darin, dass ihn seine Eltern auch keinen "Arschtritt" geben, sein Leben in die Hand zu nehmen. Unterstützung ist gut und hilfreich, sollte allerdings nur dann gewährt werden, wenn sie an gewisse Bedingungen geknüpft ist. Alles andere ist sogar eher schädigend bzw. hilft dem Betroffenen, sich in seinem Nest noch mehr einzurichten und sich vollends zu isolieren.

_~Parva~t ix_


Mit Behandlung "bauscht" sich das ganze auf

Das ist auch Sinn und Zweck der Sache. Hab selbst schon eine Traumatherapie hinter mir.

Ziel einer Traumaverarbeitung ist ja, dass man das Trauma nicht mehr so erlebt, als wäre oder würde es gerade geschehen sondern das Trauma soll als normale Erinnerung im Kopf abgespeichert werden. Das heißt, man muss sich fast jeden Tag mit dem Trauma auseinandersetzen indem man eine Geschichte darüber erzählt, was man erlebt hat – erst grob und dann geht man nach und nach ins Detail. An den Punkten in der Geschichte, wo man unruhig wird und Angst bekommt, verharrt man und versucht den Zustand auszuhalten. Der Körper ist nicht darauf ausgelegt, stundenlang im Zustand großer Angst zu bleiben, da ihm irgendwann schlicht die Energie fehlt. Heißt also, dass die Angst irgendwann nachlässt. Daher: Angst aushalten. Und irgendwann merkt dann auch der Körper, dass er ja eigentlich keine Angst mehr zu haben braucht und ein Gewöhnungseffekt tritt ein. Irgendwann, bei mir hats ca. ein Jahr gedauert, kann man seine Geschichte, die man Tag für Tag durchgekaut hat, erzählen als wäre es ein stinknormale Geschichte aus einem Buch.

werden dermaßen instabil, dass sie Suizidversuche unternehmen

Wenn man sooo instabil wird, wurde irgendwas falsch gemacht. Man muss natürlich langsam an die Sache ran gehen. Wenn reden z.B. zu sehr belastet, dann gibt es noch die Möglichkeit das Trauma aufzuschreiben. Meinereiner hat das so gemacht. Irgendwann konnte ich dann auch darüber reden ohne loszuheulen.

Im Übrigen habe ich auch nur in zwei/drei Sitzungen mit meinen Therapeut über das Trauma geredet, damit er wusste um was es grob geht. Die Tipps, die er mir gegeben hat, habe ich dann einfach nur noch zu Hause umgesetzt und die restliche Therapie drehte sich dann eigentlich nicht mehr wirklich ums Trauma.

Ansonsten: Wenn die Verhaltenstherapie nicht hilft, dann kann man noch EMDR versuchen. Das soll ja angeblich noch besser und schneller helfen. Schlägt wohl aber auch nicht bei jedem an.

Da hat S0n-G0ku in der Hinsicht sicher noch Möglichkeiten. Allerdings muss sich auch seine Einstellung zur Therapie ändern. Sonst wird das nichts.

Was sein Knie betrifft: Theoretisch wäre da ein Sitzjob möglich. Er kann ja nur nicht viel gehen und lange stehen. Aber sitzen wird da sicher gehen. Da kann er sich auch entsprechend beruflich orientieren.

@ S0n-G0ku

Nun plagt mich unter anderem die Frage, ob man mich dazu zwingen kann das Knie sanieren und mich behandeln zu lassen?

Sie können dich höchstens zwingen eine Reha zu machen. Vielleicht ist auch eine OP nicht zwingend notwendig. Vielleicht helfen auch konservative Methoten (Physiotherapie und Muskelaufbautraining). Wurde in der Hinsicht schon mal was unternommen?

Ein anderes mal hat man in der Notaufnahme behauptet, dass ich simuliere und nur nicht zur Schule wollte. Daraufhin nahm der Arzt einfach mein Bein und machte damit "Dehnübungen", die Folge daraus kann man sich ja wohl denken.

Seitdem geh ich damit nicht mehr zum Arzt

Tja, dann wird es aber auch nicht besser. Lass dich nicht zu sehr von Worten mancher Ärzte beeinflussen. Du bist sicher nicht der erste hier, der schon mal als Simulant hingestellt wurde. Aber du kannst mir glauben, es sind nicht alle Ärzte so ;-) Kein Grund also, nicht mehr den Arzt aufzusuchen.

Und mit den "Dehnübungen" wollte der Arzt wahrschlich nur herausfinden, wie beweglich das Kniegelenk und die Muskeln sind. Dass sich dann die Beschwerden erst mal verschlimmern können, kann vorkommen.

BLrumm<ba8exrchi


Erstmal ist eine psychiatrische Behandlung keine Verhaltenstherapie. Weiters schreibt er davon, dass er seine wahren Probleme sowieso in Gesprächen nicht zeigen will, dann kann eine Therapie auch gar nicht funktionieren.

Also meine Klienten sind teilweise auch 1x die Woche in psychiatrischer Behandlung (so nennen wir es). Und die Kliente, die 1x die Woche in psychiatrischer Behandlung sind, gehen nicht nur hin, um ihre aktuelle Medikation zu besprechen. Die Gespräche beinhalten sehrwohl auch verhaltenstherapeutische Aspekte. Dass das nicht so umfangreich ist wie eine reine Verhaltenstherapie ist, bestreitet keiner – aber wenn es einem nicht mal "taugt", 1x die Woche KURZ über seine Problem zu sprechen, frage ich mich: Wie soll eine "richtige" Therapie funktionieren. Und in dem Punkt stimme ich dir auch zu. Aber es gibt auch Gründe, wieso er sie nicht zeigen WILL. Man kann niemanden zwingen, über seine Gefühle reden zu WOLLEN.

Angststörungen und Depressionen sind in der Regel gut behandelbar

Sind sie definitiv :)^ . Aber sunflower hat ja von PTSD geschrieben.. das ist etwas umfangreicher.

Versteh mich nicht falsch: Ich bin auch der Meinung, dass psychische Probleme behandelt werden sollten, wenn es denn möglich ist. Aber bei einigen Erkrankungen ist das in psychotherapeutischer Richtung nicht IMMER sinnvoll, z.B. Psychosche aus dem schizophrenen Formenkreis oder eben PTSD.... Betonung liegt auf "IMMER"

s_chnPecyke1985


Ich glaube, Sunflower hat die PTSD nur exemplarisch herangezogen, oder habe ich im Eingangstext was überlesen? ":/

_VParivatix_


Er hat geschrieben, dass er laut Gutachten eine Posttraumatische Belastungsstörung hat. Also hast du anscheinden was überlesen ^^

tauf&far{mxi


Ein Ziel im Leben, ein geregelter Tagesablauf ist wichtig für das Selbstbewusstsein und die Strukturierung der Seele.

das kann ich aus eigener erfahrung nur bestätigen.

je länger man raus ist, aus einem geregelten alltag, desto schlechter geht es einem am ende – ein teufelskreis.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH