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Warum haben Depressive oft den Wunsch, zu sterben?

RMotvfee


Hallo,

danke für die Aufklärung.

P.S. Wenn man sich hier verschrieben hat, gibt es eigentlich keinen Bearbeitungsbutton dafür?

tGuffaxrmi


P.S. Wenn man sich hier verschrieben hat, gibt es eigentlich keinen Bearbeitungsbutton dafür?

leider nicht. ich vertippe mich heute total oft, peinlich aber was soll's! ;-) ;-D

g:al<axyxs


Stimmungsschwankungen, schlechte Laune, tiefe Trauer nach Verlusten oder Unsicherheit nach größeren Einschnitten im Leben sind niemals so schlimm wie eine Depression und sie gehen vorbei. Stimmungsschwankungen und schlechte Laune dauern wenige Stunden bis wenige Tage. Wenn etwas vorgefallen ist oder man einfach viel Stress hat und darauf reagiert, dann kennt man den Auslöser dafür normalerweise und wenn man sich damit arangiert, dann geht es normalerweise auch wieder. Manche Leute reagieren ja im Winter sehr stark auf die verminderten Lichtstunden (dafür habe ich leider auch noch zusätzlich die Veranlagung). Aber dieser "Winterblues" geht auch weg und ist niemals so heftig. Ich habe meine Depression auch zuerst nicht erkannt, habs auf den Stress und den Winter geschoben, dass ich so müde und traurig bin, aber dann ist es immer schlimmer geworden. Für viele trifft vermutlich zu, dass Depressionen keinen Grund haben...also du fühlst dich mies und heulst und bist kraftlos, aber weißt nicht wieso. So ist es zumindest bei mir. Und ein außenstehender Laie kann das vermutlich nicht sehr gut unterscheiden. Du müsstest da schon sehr darauf achten, wie häufig welche Symptome auftreten usw. Und wenn man in medikamentöser Therapie ist, schaut wieder alles ganz anders aus. Ich persönlich finds schwierig für jemanden der damit keine Erfahrung hat, das auseinander zu halten.

R4oTtfehe


Hallo,

o.k., danke.

RGicghafrd6x1


du scheinst ja Elle schrecklichen Phasen durchlaufen zu haben, du Armer, hoffentlich hast du das jetzt alles im griff.

Aber woher weiß man dann als Laie, ob es eine Depression ist oder einfach nur Stimmungsschwankungen, bedingt durch Wetter etc?

Alles was es im Manisch Depressiven gibt habe ich durch mit der unheilbaren Diagnose Bipolar I.

Insbesondere wenn man die genetische Veranlagung hat , daß man Bipolar werden kann ist ein rechtzeitiges Eingreifen bei einer beginnenden Depression äußerst wichtig.

Die Krankheit schlummert in einem und bricht meist erst durch eine schwere Depression aus. Sie ist dann nicht mehr heilbar und das Krankheitsbild ist dann ein Wechsel zwischen Manie und Depression mit guten Phasen dazwischen.

Ohne Medikamente ist die Krankheit nicht beherrschbar.

Ob man depressiv ist und wenn wie stark kann man durch den sogenannten

Goldbergtest

[[http://www.hilfe-gegen-depressionen.de/depressionstest-goldberg-test-auf-depressionen-bin-ich-depressiv.php]] als ersten Anhaltspunkt herausfinden.

Dem Ergebnis sollte man Bedeutung zumessen und dann ggf. fachliche Hilfe in Form eines Psychiaters oder Neurologen in Anspruch nehmen.

R*otyfexe


Hallo,

ja, von bipolaren Störungen habe ich schon gelesen, eine schlimme Diagnose, alles Gute dafür!

Habe mal eine Bericht von einem Schweizer, der selber Mediziner war, darüber im TV gesehen, das war sehr erschütternd.

m6o6nd+Astexrne


Wenn Menschen mit sich und der Welt überfordert sind, verfallen sie bisweilen in Depression.

Ich denke mal, in meiner Beschreibung von Depression steckt auch schon die Antwort auf Deine Frage. Ein Depressiver hat tendenziell zwei Möglichkeiten. Entweder er ändert etwas, damit er nicht mehr überfordert ist. Oder er geht.

Reicht Dir das als Antwort?

Hast Du es aus Adlerperspektive verstanden?

Brauchst Du mehr?

M>oll#ienGchexn


@ mond+sterne

Entweder er ändert etwas, damit er nicht mehr überfordert ist. Oder er geht.

Das Problem ist, dass jemand, der wirklich depressiv ist, oft gar nicht in der Lage ist, etwas zu ändern – weil er depressiv ist. Nicht jeder bringt sich deswegen um, aber "mal kurz was ändern" ist leicht daher gesagt.

Warst Du je depressiv?

t+uffa2rmi


Wenn Menschen mit sich und der Welt überfordert sind, verfallen sie bisweilen in Depression.

Ich denke mal, in meiner Beschreibung von Depression steckt auch schon die Antwort auf Deine Frage. Ein Depressiver hat tendenziell zwei Möglichkeiten. Entweder er ändert etwas, damit er nicht mehr überfordert ist. Oder er geht.

ich finde nicht, dass du viel von depressionen verstehst.

M(itterZnacht+stänzerixn


Depressionen kann man sehr gut mit einem imaginären Monster vergleichen.

Stell dir vor, du gehst durch dein Leben, aber bei jedem Schritt, jeder Handlung die du machst, hängt sich an deinen Fuß ein schwarzes Monster.

Ein Monster das dir jegliche Lebensfreude, Motivation und den Wille nach mehr nimmt.

Egal was du machst, dieses Monster ist immer da.

Manchmal ist es stärker, zwängt dich zurück in dein Bett und verbietet dir damit Sachen zu machen, auf die du früher Lust hattest und manchmal ist es etwas schwächer – du kannst dich durchringen endlich mal wieder was zu unternehmen, aber du bist nie zu hunderprotzent glücklich dabei.

Du hast immer im Hinterkopf diese Gedanken, die einfach nicht verschwinden wollen.

Das Monster will dich immer in dein Zimmer treiben, weg von anderen Menschen. Es saugt dir die Kraft aus dem Körper, desswegen bist du immer müde, obwohl du oft über 10 Stunden schläfst.

Du bist ausgelaugt, hast keine Lust und Kraft für irgendwas – aber so bald du im Bett liegst, kannst du nicht einschlafen.

Musst dir stundenlang deine wirren Gedanken anhören, dich hin und herwelzen und verzweifelt feststellen dass du auch im Bett nicht vor dem Monster sicher bist.

Du bist nicht mehr du. Sondern du bist du mit dem Monster im Schlepptau. Und es geht einfach nicht mehr weg.

SVandra@200x6


Genau das was Mitternachtstänzerin so gut beschrieben hat, bringen die Comics, die ich vorher mal verlinkt hatte, optisch auf den Punkt. Schade, dass sie keinen Anklang fanden.

MyolliVenchxen


@ Sandra2006

Ich hab mir die Comics angeguckt. (Nicht erst jetzt.) Und fand sie sehr treffend!

S=iwlber&mondxauge


Entweder er ändert etwas, damit er nicht mehr überfordert ist. Oder er geht.

Wenn mit "ändert etwas" gemeint ist dass man zu einem Arzt und / oder Psychologen geht, dann ist diese Aussage ok. Nicht aber wenn damit gemeint ist "reiß dich zusammen..."

Und: Nicht jeder Depressive Mensch ist überfordert, man kann auch aus Trauer depressiv werden oder weil man lange krank oder arbeitslos ist...oder sogar "einfach so"

m{ond+IstBernxe


Da Du etwas von einem "Wunsch zu sterben" schreibst, möchte ich da doch noch etwas zu schreiben. Viele Kranke wie zum Beispiel Schmerzpatienten, Todkranke oder eben Depressive haben den "Wunsch" zu sterben. Aber man muss dabei immer sehen, dass es ein "Wunsch" vor dem Hintergrund von menschlichem Leid ist.

@ Mollienchen

Mein Beitrag war, wie gesagt, aus der Adlerperspektive geschrieben. Mir ging es nur darum, der TE als Nichtbetroffene ihre Frage zu beantworten. Ich kann schon verstehen, dass es aus Betroffenensicht sehr hart ist. Aber meiner Meinung nach ist es gar nicht gut, wenn sie allzuviel über Depressionen weiß. Deshalb habe ich in großer Allgemeinheit und aus großer Distanz geschrieben.

Wenn jemand sich das Leben nimmt, weil es ihm nicht gelingt, etwas zu ändern, dann ist doch eigentlich ziemlich klar, dass es sich nicht um eine Kleinigkeit der Sorte "mal kurz was ändern" handelt. Es wundert mich etwas, warum Du mich da so missverstanden hast.

@ Silbermondauge

Entweder er ändert etwas, damit er nicht mehr überfordert ist. Oder er geht.

Wenn mit "ändert etwas" gemeint ist dass man zu einem Arzt und / oder Psychologen geht, dann ist diese Aussage ok. Nicht aber wenn damit gemeint ist "reiß dich zusammen..."

Mit "ändert etwas" meine ich nichts Konkretes, weil es für die Beantwortung der Titelfrage keine Rolle spielt.

Und: Nicht jeder Depressive Mensch ist überfordert, man kann auch aus Trauer depressiv werden oder weil man lange krank oder arbeitslos ist...oder sogar "einfach so"

Ich meinte das mit dem "überfordert" in einem ganz allgemeinen Sinne. Wenn trauernde depressiv werden, dann sind sie überfordert damit, mit dem Verlust eines nahestehenden Menschen fertig zu werden. Wenn jemand "einfach so" in ein tiefes Loch fällt, ist er damit überfordert, wieder da raus zu kommen. usw.

g1alSaxyxs


Aber wenn jemand um einen Menschen trauert, dann ist es etwas vollkommen anderes als grundlos Depressionen zu haben. Beides erlebt, kein Vergleich.

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