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Depressionen: Erfahrung mit Medis, Heilung?

z#ip5fexl


Nur dumm, dass Depressionen mit Motivationsstörungen einhergehen.

T1i anax17


Ja das ist es ja....diese Unlust und die fehlende Motivation, diese Müdigkeit...das ist schrecklich.

Hab schon öfter gehört und gelesen, das Sport da ja gut sein soll, hab es auch versucht mit Radfahren aber nach 2 Wochen war es nur noch eine Qual. Zur zeit würd ich am liebsten nur auf der Couch liegen und schlafen..schlafen...schlafen..

ablon9e=athoxme


Die Gedanken zu einer Sache sind eigentlich schon die halbe Miete. Wenn man aus einem "Zwang" heraus Sport macht und innerlich eine ablehnende Haltung dazu erzeugt wird das Thema natürlich schwierig.

Die Motivationslosigkeit, Müdigkeit usw. kommt vom Unterbewusstsein bzw. emotionalen Gedächtnis da diese Bereiche trainiert und konditioniert wurde so zu funktionieren. Die Aufgabe ist es dieses "Programm" zu durchbrechen und das Unterbewusstsein neu zu trainieren bzw. zu konditionieren.

l+aublSaux 23


ohne die modernen AD kann man sich eine Behandlung bei Depression gar nicht mehr vorstellen...auch ich nehme niedrig dosiert cipralex und mirtazapin..nicht gern ,aber ohne geht es leider nicht..eine wirkliche Heilung wie zb bei einer Infektionskrankheit gibt es bei einer Depression leider nicht..man kann Strategien im umgang damit entwickeln und muss medikamentös eingestellt sein..so wenig wie möglich,aber soviel wie nötig..die Rückfallgefahr beim absetzen ist aber immer da..aber die modernen Medis haben schon viele Suizide verhindert ,früher war die Suizidrate bei Depressionen viel höher..

zXipfexl


Ich verstehe die ablehnende Haltung gegen SSRI auch nicht.

a]loneaBthomxe


Nun das Problem ist das Psychopharmaka nur einen Zustand vortäuschen. Der Zustand wird am Ende nicht Mental produziert sondern künstlich durch ein Mittel von auserhalb. Wenn dann das Medikament abgesetzt wird und der Scheinzustand fällt bekommen manche Leute wieder Probleme.

Die Verbesserung kann auch nicht immer zu 100% auf das Medikament zurückgeführt werden. Wenn ein Patient ein Medikament bekommt und glaubt dass dadurch alles besser wird kann dieser Wechsel zum positiven Denken schon zu einer Änderung des Zustandes führen obwohl das Medikament noch nichts gemacht hat. Die Frage was der Patient selbst Mental beiträgt und welchen Anteil das Medikament hat bleibt immer offen.

TAiasna1x7


Das stimmt aloneathome... Mir ist es auch schon aufgefallen, wenn ich diesen inneren schweinehund an Müdigkeit überwunden habe, dann läuft es ganz gut. Also wenn ich einmal in Gang bin, dann ist es in Ordnung aber erstmal dahin zu kommen, das ist schwer... Heute morgen hab ich mit dem Haushalt angefangen und es ging ganz easy, dann kam der Fehler und ich hab mich kurz auf der Couch ausgeruht...das war fatal, selbst der Gang zum Klo wird zur Qual (ich übertreib ein wenig)...aber es ist dann wirklich alles plötzlich zu viel. Ich hätte normale gedacht, das Müdigkeit und Lustlosigkeit so "schmerzhaft und anstrengend" sein kann...wo ist meine Energieträger, mein Antrieb? 10 mg citalopram nehme ich und es hilft mir gegen die Traurigkeit und den Schwindel, gegen das emotionslose... Aber Antrieb gibt es mir gar nicht...da muss ich wohl selber aktiv werden..jeden Tag aufs neue.

zQip_fexl


Citalopram macht eher müde. Da ist eher Venlafaxin oder fluoxetin antriebssteigernd

Rzi*char]d61


Nun das Problem ist das Psychopharmaka nur einen Zustand vortäuschen. Der Zustand wird am Ende nicht Mental produziert sondern künstlich durch ein Mittel von auserhalb.

Selektive Botenstoffwiederaufnahmehemmer wie diese Psychopharmaka heissen, sind wie der Name schon sagt eben kein psychogenes Mittel, daß von außerhalb zugeführt wird.

Diese Mittel verhindern, daß die Synapsen bestimmte Botenstoffe wiederaufnehmen.

Dadurch steigt der natürliche Botenstoffspiegel im Synapsenspalt wieder auf ein normales Mass, je nach dem ob es ein SSRI, SNRI oder DNRI kann man die Botenstoffe Serotonin, Noradrenalin oder Dopamin erhöhen.

Synapsen sind ein sehr komplexes Gebilde welches die elektrisch ins Hirn geleiteten Nervenimpulse im Synapsenspalt unterbrechen und biochemisch über Botenstoffe darüber auf die andere Seite leiten wo er dann elektrisch weiter in die Hirnareale wandert. Die Synapse bildet die Botenstoffe selbst und nimmt sie auch wieder auf.

So wird z.B. kurz vor dem Schlaf Serotonin aufgenommen und keines mehr produziert und die Synapse bildet Melatonin, welches der Botenstoff für den Schlaf ist.

Die Synapsen können so das Hirn zu dem sie auch gehören auf die jeweilige Situation einstellen.

An Obduktionen von Selbstmördern hat man festgestellt, dass insbesondere die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin in wesentlich geringeren Dosen vorhanden war als an gesund gestorbenen Probanden.

Da man durch die Hirn Blutschranke diese Botenstoffe nicht zuführen kann entwickelte man eben diese Botenstoffwiederaufnahmehemmer.

Es ist daher kein psychogener Stoff der von Aussen zugeführt wird. Er macht deshalb auch nicht abhängig. Gängige Gesundheitsempfehlung ist ab einer mittelschweren bis schweren Depression diese Mittel einzusetzen, die besten Ergebnisse werden in Kombination mit einer Psychotherapie erzielt.

Ratschläge wie Sport etc. sind gut gemeint, bringen bei einem Depressiven wenig, weil er dazu schlicht nicht in der Lage ist.

TUiansax17


Der März war echt ein toller Monat...und auch im Februar ging es mir schon besser.

Seit gestern merke ich wieder eine leichte Veränderung...viele Gedanken..verwirrt, innere Unruhe..übelkeit...leichter Schwindel... Ich hoffe es ist nur eine kurze Phase...ich versuche mich abzulenken...bei dem Wetter kann man ja zum Glück auch mehr rausgehen und die Sonne geniessen aber wie Richard schon sagte, man ist oft einfach nicht in der Lage, gewisse Dinge und Tätigkeiten auszüben....man möchte und möchte und man fleht sich selber an aber die Kraft ist einfach nicht vorhanden. Schwer zu erklären...

Liebe Grüße...

T5iIana1x7


Die ersten Tage im April waren nicht so gut aber es verging schnell und ich war wieder ganz gut dabei aber seit dem Wochenende ist es wieder so komisch...der kopf so wirr und Benommenheit und leichter Schwindel und immer dieses grübeln,.. Hoffentlich vergeht es wieder so schnell, morgen verreisen wir...

Citalopram nehme ich immer noch, 10 mg aber werde beim nächsten Neurologen Termin fragen, ob ich erhöhen soll...weil optimal ist es ja immer noch nicht.. Therapie Platz habe ich evtl ab Mai, das erfahre ich nächste Woche,..ich frage mich nur, wie eine Therapie bei Schwindel und Benommenheit und derealisation helfen soll...aber ich versuche es..

Liebe Grüße an euch..

TLi.ana1g7


So...melde ich mich mal wieder...

Ende April hatte ich ja paar Tage, die nicht so gut waren...jetzt Im Mai ist es wieder besser...zum Glück...die letzten 3 Wochen waren ziemlich okay und ich habe nun endlich einen Therapieplatz. Bin gespannt, die erste Sitzung war schon mal interessant, ich musste ja viel erzählen bzw wurde viel gefragt...und die Therapeutin meinte, das klinge auch etwas nach Angststörrung..hm, das nächste mal woran wir darüber weiter reden...

TEixanam17


Mensch...jetzt hab ich wieder ein Tief...kann doch nicht wahr sein.So schlimm wie jetzt, war es das letzte mal im Januar...am heulen, innere Unruhe, appetitlos, übelkeit, freudlos, müde, mir ist wirklich ALLES egal, ich hab zu nichts lust..keine kraft/energie..benommenheit...blöde gedanken im Kopf...und das alles von einem Tag auf den anderen...wo kommt das denn nur her? Ich verstehe das nicht....plötzlich bin ich wieder wie Tod..gehört das alles zu einer Depression?

Mittwoch gehe ich zu meiner neurologin und werde fragen, ob ich von 10mg citalopram auf 20mg erhöhren soll...auch wenn ich davor angst habe. Aber so kann es nicht wetergehen.Freitag hab ich wieder therapie...die vielen fragen...

h,amfrOixe


Hallo Tiana,

habe mit Interesse deinen Beitrag gelesen.

War wegen Entgiftung (Alkohol) freiwillig in der Psychiatrie,

(vom 23.01. bis 28.02) nach ca. 5 Tagen kamen dann die (für)

mich schlimmsten Depression, die ich jeh durchgemacht habe,

mußte regelrecht um ein Antidepressiva kämpfen, die wollten aber nur mit Beschäftigungstherapien usw.

mich therapieren, nach drei Wochen bekam ich Citolapram 10mg später 30mg , war fast 6 Wochen in der

Pschiatrie, als ich entlassen wurde, ging es mir immer noch ziemlich schlecht,

erst Ende März geht's mir endlich wie relativ gut.

Das Medikament hat endlich seine volle Wirkung entfaltet.

Nun habe ich ein neues Problem, bin tagsüber müde und kann erst morgens nach 3 Uhr einschlafen, muß aber um 6 Uhr aufstehen, meine Hausärztin hat mich an meine Neurologin überwiesen mit der Diagnose Narkolepsie (Schlafkrankheit) und meine Werte (Diabetis Typ 2) sind wieder schlechter geworden, Bluthochdruck und Vorhofflimmern und Herzrhythmusstörungen...

Gruß Jürgen. :°_

TOia<na1x7


Hallo Jürgen

DA hast du ja auch schon einiges durchgemacht.

Ich bin zu Beginn auch gut mit citalopram 10mg klar gekommen aber die Wirkung hat jetzt leider nachgelassen . Morgen hab ich einen Termin bei meiner Neurologin und werde mit ihr besprechen ob ich erhöhe. Ist ja schon mal positiv, das dir 30mg helfen. Das mit der Müdigkeit kenne ich auch nur zu gut, vormittags ist es schrecklich aber ab Nachmittag geht es dann und ich werde munter und kann dann aber trotzdem nachts gut schlafen. Meld dich doch mal wieder, was bei dir die Ärzte noch gesagt haben.

Gruß tiana

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