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Monatelange Angst schwul zu sein (m/25)

F<romHoexll


Hallo @ Gurkennase

Was ich einfach immer weniger checke ist, wieso mich Vorstellungen immer mehr zu erregen scheinen, z. B. mit einem Mann Analsex zu haben.

Je länger ich an dieser unsäglichen Grübelei leide, desto mehr Verworrenes und Komisches passiert. Ich bin mittlerweile wirklich in eine tiefe Depression gefallen. Mein Gehirn kommentiert das wieder "du bist nur so depressiv und unglücklich, weil du dein inneres Coming-out noch nicht zugelassen hast"... :°(

GeurkeXnnxase


Ein homosexueller Gedanke macht noch keinen Schwulen.

Du wünscht dir vielleicht meinen inneren Frieden, mich nicht um meine sexuelle Ausrichtung scheren zu müssen.

a)treejux21


@ fromHell

Ich muss dann immer masturbieren um zu testen und mit jedem Orgasmus bin ich weiter in der Spirale drin. Ich bin jetzt bald drei Monate im Hamsterrad und möchte nach wie vor keine schwule Beziehung und habe auch kein Verlangen nach schwulem Sex. Die Fantasie jedoch scheint mich immer mehr zu erregen und das raubt mir den letzten Funken Realität. Sind das jetzt die Ängste oder mein wahres Ich das rauskommt? Ich habe keine Ahnung mehr... :°( Seit ich meine tote Oma gesehen habe denke ich immer öfters, dass ich nur noch sterben möchte. Ich kann nicht mehr. :°(

hör mal bitte auf Dich zu "testen". Die Antwort hängt auch immer von der Art der Fragestellung ab. Das Hamsterrad bzw. die Spirale wie Du es nennst kennt doch nur eine zulässige Antwort. Da musst Du raus. Um es rauszufinden ist das "testen" mit jedem Mann der Dir begegnet eindeutig das falsche Studiendesign. Weil die Antwort dadurch schon vorweggenommen wird. Da musst Du Dir etwas anderes überlegen, auf diese Art kommt die richtige Antwort nie.

Unsere Phantasie ist übrigens frei, wie die Gedanken auch. Was wir davon umsetzen, ist durchaus auch Willenssache und unserer Entscheidung unterworfen. Auch die ist frei. Du hast also jede Menge Freiheitsgrade. Verbau Dir das nicht Durch die "Spirale". Im übrigen finde ich dass es schade wäre um Dich, Du bist ein netter. Auch die Heterowelt kann solche Typen wie Dich gut gebrauchen.

F`r]omHexll


@ Gurkennase:

Kurzes Update zu meiner Situation. Es hat sich leider nicht viel geändert. Meine Beziehung ist vorgestern zerbrochen und ich habe es satt bis oben hin mir ständig diese Gedanken machen zu müssen. Ich bin kein Schritt weitergekommen. Im Gegenteil. Ich habe die Realität verloren.

Bin seit Dienstag auf Venlafaxin (EfexorR). Heute erste Dosis mit 75 mg. Haut gut rein, vor allem in Sache Nebenwirkungen.

AipfelUkuchxen007


Ach Mensch. Was sagt denn dein Therapeut dazu?? Kannst du dich nicht annehmen wie du bist? Also, auch wenn du schwul, bi oder im Extremfall transsexuell oder sonst was wärst, ändert das doch nichts an dir und deiner Persönlichkeit, deinem Wert als Mensch. Du bist du und fertig. Ist doch egal wie du gepolt bist. Arbeitest du und kannst dich wenigstens etwas ablenken? Oder sitzt du nur rum und grübelst?? Das mit der Beziehung ist echt schwer, ist aber eine eine große Belastungsprobe sowas auszuhalten und ihr seid ja noch jung oder viell.klappte es vorher bereits nicht so gut. Aber sieh es positiv, es war nicht deine letzte beziehung :)^ . Wenn sonst nichts mehr hilft, dann musst du in eine stationäre Behandlung und in die Klinik.

AbllaJrdi!ce


Wenn sonst nichts mehr hilft, dann musst du in eine stationäre Behandlung und in die Klinik.

Wieso das denn?

I2ceKEofxi


Ne Trans ist doch ein Mann in aller Regel...?

Eine Trans ist zumindest geistig und obenrum eine Frau.

Ich halte dich übrigens auch für bisexuell. Akzeptiere es doch einfach.

Gcegen_Edifen_Zeit


@ FromHell

Hey Hallo...

Waren denn deine Zwangsgedanken der Auslöser für das Scheitern deiner Beziehung?

Bei mir auch alles unverändert, leide jetzt seit über 12 Monaten unter diesem Problem

Gruss

F|ro5mHexll


@ Apfelkuchen007 u. Gegen_die_Zeit:

Nein, ich sitze nicht die ganze Zeit zu Hause rum und heul mir die Tasche voll oder grübel rum. Ich arbeite ganz normal, als wäre nichts. Es gibt mir eine gewisse Sicherheit, eine gesunde Routine, Ablenkung. Die Trennung war aber gut für beide, denn es ist einfach nicht mehr gegangen.

Die Zwangsgedanken/Zweifel (angebrachte Zweifel ???) haben eine major depression ausgelöst und das wiederum hat mich total gelähmt, mental wie körperlich, und daher ist es nicht mehr gegangen.

@ IceKofi:

Wen meinst du genau? Ich habe nichts von einer Trans geschrieben, das war ein Günther.

mQondT+stxerne


Meine Beziehung ist vorgestern zerbrochen und ich habe es satt bis oben hin mir ständig diese Gedanken machen zu müssen.

:)_

@ Gegen_die_Zeit

:)*

@ Apfelkuchen007

:)^ @:)

Nur eine winzig kleine Kritik:

Ist doch egal wie du gepolt bist.

Vielleicht kommt es Dir nicht besonders wichtig vor. Aber egal ist es nicht. Es gibt da einen kleinen, aber bedeutsamen Unterschied. Ich finde es bedauerlich, dass man darüber nicht mehr unbefangen reden darf.

FromHell ist es nicht egal, wie er gepolt ist. Ich finde, das sollte man respektieren.

@ Allardice

Wieso das denn?

Ich finde, der Satz von Apfelkuchen007 erklärt sich von selbst.

@ IceKofi

Ich halte dich übrigens auch für bisexuell. Akzeptiere es doch einfach.

Du hältst ihn für bisexuell. Andere halten ihn für homosexuell. Wieder andere halten ihn für heterosexuell. Ich halte nichts von diesen Schubladen. Sein Therapeut hat Zwangsgedanken diagnostiziert.

FromHell wünscht sich eine Freundin, mit der er eine Familie gründen kann.

Warum akzeptierst Du weder die Diagnose seines Therapeuten noch seinen persönlichen Wunsch? Oder tust Du es?

AfpfetlkucVhen0x07


Wieso das denn?

Er kann auch weiter zu Hause hocken und sich in den Wahnsinn grübeln, macht bestimmt viel Spaß %-| . Bei so einem extremen Außmaß wird das event. sehr sinnvoll sein. Aber sein Therapeut müsste ihn mal darauf aufmerksam machen, wenn dieser es nicht schon längst getan hat.

Ansonsten weiß ich nicht mehr was man noch machen kann... ??? , wurde ja schon so vieles hier geschrieben. Ich kenne es nur von diesen Zwangsgedanken so, dass Einen etwas SEHR stark belastet und dabei muss es nicht unbedingt dieses bestimmte Thema sein. Diese Gedanken sind nur so eine Art Ventil, um mit einer anderen Sorge umzugehen. Also da muss was Großes dahinterstecken. Oder man ist ist irgendwie sehr stark gestresst, fühlt sich in seinem Leben unwohl oder in der Arbeit usw. es kann sooo viel dahinter stecken. Oder dieses Thema beschäftigt dich tatsächlich ":/ , dann musst du aber aufhören, dauernd davon zu laufen und dich dieser Sorge stellen. Das würde in deinem Fall heißen, dich so anzunehmen wie du nun mal bist mit welchen Konsequenzen auch immer. Aber ein wichtiger Schritt ist doch aufzuhören, sich selbst dauernd so abzuwerten und deinen Wert von irgendwelchen sexuellen Orientierungen abhängig zu machen. Am Selbstbewusstsein/ Selbstertgefühl arbeiten, aufzuhören so sein zu wollen wie es die Anderen "anscheinend wollen/erwarten", sich mit Stärken und Schwächen anzunehmen und sich einfach selbst zu mögen. Wahrscheinlich sind deine Ansprüche an dich selbst extremst überhöht. Was erwartest du denn von dir selbst? Du bit nicht perfekt und nicht alle werden dich mögen. Willkommen auf der Erde! Wir sind nicht mehr im Mittelalter bei dem Schwule oder allgemein Andersgepolte ausgegrenzt wurden. Sonst fällt mir nichts mehr zu diesem "Problem" ein.

G-egenF_d#ie_xZeit


@ Sunflower

"Die klugen Fragen Deines Therapeuten möchte ergänzen: Und wenn Du schwul wärst, was wäre daran so schlimm?"

Das ist eine gute Frage. Als selbst von der Symptomatik Betroffener kann ich dir sagen, was aus meiner Sicht daran schlimm wäre:

- Zunächst einmal der Verzicht auf (leibliche) Kinder. Eine Familie mit Kindern zu gründen ist mein grösster Wunsch im Leben, was im Fall einer tatsächlichen Homosexualität schwierig oder gar nicht möglich wäre.

- Die Angst, die bisherigen Erlebnisse mit Frauen, also Verliebheit, Liebe, Beziehung, auch negative Dinge wie Trennungsschmerz und Liebeskummer, nicht mehr erleben zu können, obwohl ich seit der Jugendzeit immer wieder in Frauen verliebt war und dies heute sehr schöne Erinnerungen sind.

- Die Angst, sich der eigenen Gefühle in Bezug auf andere Menschen nie mehr sicher sein zu können. Beispiel: Ich begegne auf irgendeine Weise im Alltag einem gutaussehenden, attraktiven und freundlichen Mann (z.B. neuer Arbeitskollege, Verkäufer, neuer Bekannter im Freundeskreis). VOR der Angst homosexuell zu sein habe ich mich in solchen Situationen gefreut, einem sympathischen und netten Menschen zu begegnen und sein anziehendes Äusseres bewundert und vielleicht auch etwas beneidet.

JETZT bin ich in einer solchen Situation – die sich oft ereignet, wenn man sich nicht völlig sozial isolieren möchte – total verängstigt und stehe unter angespannter Selbstbeobachtung: Finde ich ihn attraktiv? Könnte ich mich in diesen Mann verlieben? Bemerke ich weiche Knie oder ein flaues Gefühl im Magen? Könnte ich eine Erektion kriegen, wenn ich mir bei der Selbstbefriedigung vorstellen würde, mit diesem Mann Sex zu haben? U.s.w.

Es ist unmöglich, die Zwangsgedanken (oder auch Zwangswahrnehmung) und die entsprechende emotionale Bewertung von anderen Empfindungen und Gefühlen zu unterscheiden, was sehr quälend und oft geradezu psychisch vernichtend ist. Ich gerate immer wieder in Situationen, in denen ich völlig verzweifelt bin.

Es ist auch die Angst, dass dieser Zustand nie mehr verschwinden wird, also eine grosse Ungewissheit.

mloBnd+rsterne


@ Apfelkuchen007

Wir sind nicht mehr im Mittelalter bei dem Schwule oder allgemein Andersgepolte ausgegrenzt wurden.

Ja, aber wo sind wir? Wie gehen "wir" eigentlich mit Menschen wie FromHell um?

@ Gegen_die_Zeit

Was ist eigentlich schlimm an Haarausfall? Kannst Du mir das erklären? An Haarausfall ist gar nichts schlimm. Aber manche finden es halt schlimm.

Was ist eigentlich so schlimm daran, wenn man ein bisschen Speck auf den Hüften hat? Daran ist gar nichts schlimm. Aber viele finden es schlimm.

Was ist eigentlich so schlimm daran, homosexuell zu sein? Manche finden es halt schlimm. Warum ist das so schwer zu akzeptieren?

G/ege:n_Zd/i}e_Z"eit


@ mond+sterne

"Was ist eigentlich so schlimm daran, homosexuell zu sein? Manche finden es halt schlimm. Warum ist das so schwer zu akzeptieren?"

Ich weiss nicht, ob ich es schlimm fände, wenn ich sicher wäre, homosexuell zu sein.

Mit grosser Wahrscheinlichkeit wären mir in diesem Fall homosexuelle Empfindungen – egal ob ich sie aktzeptiere oder nicht – seit der Pubertät vertraut, was aber bei mir nicht oder kaum der Fall ist.

Das Quälende an den Zwangsgedanken ist das permanente Gedankenkarussell "Bin ich wirklich schwul oder nicht?", das ständig die eigene Gedankenwelt und die eigenen Erinnerungen von diesem Aspekt aus betrachtet sowie die endlose Überprüfung der eigenen Wahrnehmung betreffend andere Menschen nach eben diesem Kriterium.

Das lässt sich auch durch eine geistig vorweggenommene Akzeptanz der eigenen sexuellen Orientierung, egal wie sie ausfallen mag, nicht verhindern.

Schlimm ist auch die Unsicherheit, ob man wirklich unter einer Zwangserkrankung leidet oder sich nur im Prozess der Identitätsfindung als homosexueller Mensch befindet.

AhpfNelkucThen007


Ja, aber wo sind wir? Wie gehen "wir" eigentlich mit Menschen wie FromHell um?

Ich weiß, dass in unserer Zeit immer noch sehr viele Menschen psychische Erkrankungen nicht verstehen bzw. nicht ernst nehmen und mit tollen Sätzen ankommen: Du bist faul, stell dich nicht so an,du brauchst einen tritt in den Hintern, du willst nicht arbeiten und was weiß ich. Vorallem hat sich irgendwie die These breitgemacht, dass psychisch Kranke an den Krankheiten festhalten, da sie viele Gewinne daraus ziehen und sich damit ein bequemes Leben machen. Hab das Gefühl, dass das bei den "normalen" LEuten durchgesinkert ist und die dann erst recht auf die Angsterkrankten, Depressiven usw. losgehen. Hab ich zumindest schon paar Mal so erlebt.

Klar gibt es Menschen, die Schwule, Lesben, Transsexuelle, Schwarze usw ablehnen. Vielleicht macht denen irgendwas an den Leuten selbst Angst? Aber nicht alle sind so. Und auch als "normaler/ durchschnittlicher Mensch" wird man wegen irgendwas abgelehnt, den Leuten gefällt dies und das nicht. Es gibt aber auch Menschen, denen ist es ziemlich egal, wen man sexuell anziehend findet.

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