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Gesetzliche Krankenkasse lehnt erneute stationäre Therapie ab

Paackly hat die Diskussion gestartet


Hallo,

weiß nicht ob ich hier richtig bin.

Unser Sohn(10) ist psychisch krank. Von 12/12-03/13 war er in stationärer Behandlung.

Über die Krankheit selber möchte ich jetzt hier nicht weiter eingehen, sondern dass seine Erkrankung wieder stärker geworden ist, und ein stationärer Aufenthalt von seiner ambulanten Therapeutin wieder empfohlen wird. In ambulanter Therapie ist er jetzt erst seit 2 Monaten.

Heute hätte er einen Einweisungstermin gehabt, doch die Aufnahme wurde abgelehnt, da die Krankenkasse(BKK vor Ort – gesetzlich) die Behandlung nicht zahlen möchte!!

Eine Behandlung erscheint sinnlos und daraufhin empfehlen die Ärzte in der Kinderpsychiatrie, das Kind in eine Pflegefamilie abzugeben!

Das ist doch Wahnsinn!

Was würdet ihr jetzt tun? Darf die Krankenkasse einfach so ablehnen und uns im Regen stehen lassen?

Antworten
SWunflGoweTr_73


Kurze Verständnisfrage: WER hat den Einweisungsschein ausgestellt?

Auf jeden Fall Widerspruch einlegen und Stellungnahme der ambulanten Therapeutin und des einweisenden Arztes an die KK gehen lassen. Wo deutlich die negativen Konsequenzen auch auf Kostenebene dargestellt werden sollten.

Was mich stutzig macht: Normalerweise erfolgt ja eine stationäre Aufnahme mit Einweisungsschein und nach einigen Aufenthaltstage schreibt dann die KK die Klinik an und erbittet Stellungnahmen/Begründungen, wie lange die Behandlung noch dauern wird und warum und bliblablub. Das ist dann der Startschuss für quasi ständige Anfragen der KK, die die Behandler halt möglichst geschickt beantworten müssen, um 1, 2 oder mehr Wochen auszuhandeln.

D.h. es hängt GANZ WESENTLICH von den Behandlern in der Klinik ab, ob die Kasse noch zahlt.

Aber eine Absage VOR Aufnahme, wenn ein Einweisungsschein vorliegt, ist sehr ungewöhnlich.

Ebenso ungewöhnlich finde ich, dass die Klinikärzte (!) ja wohl selber keinen Sinn in einer Behandlung sehen. Ob das gerechtfertigt ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Zumal best. psychische Probleme ja nun nicht verschwinden, nur weil ein Kind in ein anderes Umfeld kommt.

Kann man letztlich nur nicht beurteilen, weil Informationen fehlen. Aber JA, Krankenkassen können eine Kostenübernahme bis zu einem best. Punkt durchaus verweigern. Versuchen es zumindest gerne. Und wenn dann die behandelnden Ärzte nicht mal einen Sinnn in der Behandlung sehen (DAS is das größere Drama, meiner Meinung nach), wird's schwierig.

Andere Klinik?

Aber wie gesagt: Formelle Widerspruch und idealerweise Begründung der Behandlungsnotwendigkeit, aber eben auch der zu erwartenden Erfolge durch einweisen Arzt und ambulante Behandlerin. Ideal wäre, wenn da noch ein ambulanter Kinderpsychiater mit im Spiel wäre, der die Behandlung auch für notwendig hält.

Widerspruch einlegen und Stellungnahme der ambulanten Behandlerin sowie des Kinderarztes oder ggf.

RKicGha}rd61


Meines Wissens kann die Krankenkasse die Kosten bei der Einweisung durch einen Facharzt nicht ablehnen.

Die Empfehlung eines Therapeuten und ein stationärer Aufnahmetermin reicht dazu nicht aus.

Einfach zum Facharzt (Psychiater, Neurologe) wenn der es genau so sieht, mit der stationären Behandlung macht dieser eine Einweisung , die die Kasse nicht ablehnen kann. Ein Krankenhaus nimmt normalerweise auch niemand stationär auf ohne ärztliche Einweisung mit Befund.

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