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Panik/ Angst vor Tod

mIaki'tixa hat die Diskussion gestartet


Hallo

Ich hatte schon immer ein panisches Gefühl wenn ich an den Tod gedacht habe.Ich habe keine Angst vor Schmerzen aber das gefühl*einfach weg zu sein * nie wieder zu kommen löste Herzklopfen und Panik aus

Nun geht dieses Gefühl und diese gedanken seit etlichen tagen nicht mehr weg.Dauernd denke ich dass man einfach weg ist ...also man schläft ein ( wenns gut läuft ) und wacht nie, nei wieder auf.In einem Thread in einem anderen Forum habe ich eine gute Umschreibung gefunden*Eiskalte Endlichkeit*

auch wenn ich diese zeilen jetzt schreibe habe ich panik.

Da der tod ja jeden betrifft schreibe ich hier .Vieleicht können ja andere welche ähnliche Gedanken haben mir helfen.

Ich bin 41, meine Oma ist vor 3 Monaten verstoren.mein Vater ist mit 44 gestorben , wo leider niemand weiß an was genau.

Antworten
Rmic]ha(rdx61


Es gibt mehrere Möglichkeiten sich nicht mehr vor dem Tod fürchten zu müssen.

Z.B. du verschreibst dich einer Religion die Versprechen oft die tollsten Dinge nach dem Tod , da möchte man gar nicht schnell genug hinkommen: Jungfrauen Manna ewiges Leben etc..

Du lässt dich nach dem Tod einfrieren, dann brauchst du während des Lebens nicht zu fürchten für immer Tod zu sein, in tausend jahren tauen sie dich dann auf und erwecken dich mit neuesten Forschungen zum Leben.

Oder du befasst dich ethisch und wissenschaftlich mit dem Tod. Du musst über den Tod soviel wissen , bis du die Furcht vor Ihm verlierst. Als schwer Depressiver war ich an einem Punkt an dem der Tod für mich der beste Freund war, weil nur er mir Erlösung versprach. Dasselbe fühlte mein Vater auf dem Sterbebett des Lebens müde sah er dem Tod gerne entgegen.

In der Depression habe ich den Tod als etwas wärmendes Endloses Friedfertiges kennengelernt.

Ich denke diese Grenzerfahrung hat vermutlich jeder Sterbende.

Es gibt ein sehr schönes Buch von Tiziano Terzani "Das Ende ist mein Anfang" gibt es auch als DVD Film.

Er ist mit 60 unheilbar an Krebs erkrankt und ist daraufhin in ein tibetanisches Kloster um von den Mönchen dort das Sterben zu lernen.

Was ist der Tod in den Milliarden der Erdgeschichte wo sich alles in einem Kreislauf wieder vereinigt und neu entsteht. Der Tod ist der Beginn von etwas Neuem.

Sowie wir das Leben erlangt haben als mikroskopisch befruchtete Eizelle, so kann es in einer Million Jahre wieder passieren, vielleicht mehrmals vielleicht werden wir auch Teil eines Meeres , Felsen etc. Die Erde ist ein immer wiederkehrender Kreislauf der Elemente und somit auch von uns.

m"akeitia


also das macht mir noch mehr Panik.Ich will doch kein felsen sein ohne was zu spüren.Diese Angst einfach weg zu sein für IMMER macht mich fix und fertig.Ich wache schon mit diesem gedanken auf....habe heute nacht nicht dauernd geträumt vor allem in den ersten zwei stunden nicht weil ich danach aufgewacht bin...und so muss der Tod sein..einfach schwarz, weg für IMMER!!!

Das ist doch ein schreckliche Vorstellung dass man nie wieder kommt.Eiskalte Ewigkeit...

R&ichardx61


@ Makitia,

du kannst von wissenschaftlicher Sicht an den Tod herangehen.

Man weiß , dass das Gehirn vor dem Tod Endorphine freisetzt und man spürt keinen Schmerz von Scheintoten weiss man von Grenzerfahrungen des Todes die keine Finsternis erlebt haben sondern ein helles Licht. Die Evolution hat es schon so eingerichtet, dass der Übergang ein schöner ist.

Was dann nach dem Tod kommt weiss keiner, Religionen glauben an Auferstehung. Atheisten an gar nichts. In beiden Fällen ist es wohl so, dass man im Tod nichts fühlt oder denkt, man ist nicht in der Lage sich etwas schwarzes oder eine eiskalte Ewigkeit zu denken. Dazu bedarf es der Funktion des Gehirns und das funktioniert nach dem Tod nicht mehr. Der Tod ist wie der Tiefschlaf es ist einfach nichts da , weil das Gehirn abschaltet. Erst gegen Ende des Schlafs in der REM Phase fängt das Hirn wieder zu arbeiten und arbeitet die Wachphase in Träumen auf. Oder die Narkose, man empfindet weder Gutes noch Schlechtes man ist einfach weg, weil das Gehirn nicht arbeitet. Unser Geist unser Empfinden ist unser Gehirn, wenn das Gehirn tot, betäubt oder im Tiefschlaf ist dann sind alle Gedanken und Empfindungen auch weg.

In den Religionen wird kolportiert , daß unser Geist weiterlebt, diesem Glauben kann man anhängen, wenn man glaubt so einzigartig zu sein, daß es nicht möglich ist daß der eigen Geist stirbt. Das bringt den Gläubigen dann den Trost der dir vielleicht helfen könnte. Manchmal braucht man eine Krücke um seine Ängste überwinden zu können.

Ich für meinen Teil glaube folgendes und ich bin da in der Gesellschaft von Goethe , Kant, Einstein etc.

Es gibt zwei verschiedene Arten von Gottesvorstellungen:

Man kann sich Gott als eine sich wissende Person vorstellen. Ein 'Ich', wie der Mensch eines ist. Bloß viel mächtiger, umfangreicher etc. Welt und Menschen sind Geschöpfe dieses Gottes, und für alle Zeiten von ihrem Schöpfer getrennt. Die Menschen bzw. ihre Seelen werden nie eins mit dem Schöpfer, auch die nicht, die später die ewige Glückseligkeit oder ähnliches erreichen.

Man kann sich aber auch eine unpersönliche geistige Kraft vorstellen, die mit dem Weltganzen letztendlich identisch ist. Einen geistigen Kern der Welt, der aber kein sich wissendes 'Ich' ist. Diese zweite Vorstellung ist der Kern dessen, was man unter Pantheismus versteht.

Gott existiert nicht als Person:

Die Lehre des Pantheismus geht davon aus, dass Gott überall ist und alles mit einschließt: Gut und Böse, den Kosmos, die Natur, alle Lebewesen und jeden Menschen. Im Pantheismus ist die Welt eine Ausdehnung Gottes selbst, was soviel bedeutet: Gott ist nicht personal bzw. Gott geht völlig in der Natur auf und ist somit ein unpersönliches "ewiges Gesetz" oder eine unbestimmte "kosmische Kraft". Oder anders gesagt: Gott ist überall und in allem, was vorhanden ist.

Was konkret ist Pantheismus?

Pantheismus ist kein konkreter Glaube, der wie Religionsgemeinschaften oder Sekten klare Regeln und Glaubensvorschriften vorsieht. Das liegt vor allem daran, dass dem Pantheismus kein allgemeingültiges Glaubensbuch zu Grunde liegt, wie es bspw. bei den Christen und Juden mit der Bibel oder dem Islam mit dem Koran der Fall ist. Der Pantheismus ist ein eher philosophischer Glaube. Viele Menschen haben sich ihre Gedanken über ihn gemacht bzw. sind durch Reflexion zu diesem Glauben gelangt und haben seine Prinzipien und verschiedenen Aspekte niedergeschrieben. Der Pantheismus ist ein abstrakter Glaube, der nur grob die Glaubensrichtungen zusammenfasst, die sich mit der Gleichsetzung von Natur und "Gott" befassen.

Das Prinzip des Pantheismus kann man am besten durch metaphorische Beispiele erläutern. So ist der Vergleich des Pantheismus mit dem menschlichen Gehirn sehr geeignet. Hierbei stellt jedes Leben im gesamten Universum eine Gehirnzelle da, die zwar ein gewisses Eigenleben und eine sinnvolle Aufgabe hat, aber makroskopisch betrachtet nur ein winziger Teil des Ganzen ist. Leben kommunizieren miteinander – so wie wir Menschen beispielsweise miteinander. Alles Leben zusammengenommen im gesamten Universum (hier im Beispiel also alle Gehirnzellen) stellt "Gott" (das Gehirn) da. Dieser Gott ist das vollendete Leben überhaupt – die Summe aller Dinge, aller Massen, Energien, Gedanken. Diese Gesamtheit bildet so etwas wie ein Bewusstsein – ein allumfassendes. Sie ist für den Menschen unbegreifbar, da die intellektuellen Fähigkeiten des Menschen nur sehr begrenzt sind – eine Anmaßung, zu glauben, der Mensch sei so hoch entwickelt, dass er sich ein genaues Bild von "Gott" machen könnte, was auch ein weiterer Grund für die Abstraktheit des Pantheismus ist. Wichtig ist, dass jedes Leben im Universum trotz seines kleinen Anteils an dem Ganzen von großer Bedeutung ist. Es ist ein Teil "Gottes" und ohne es wäre "Gott" unvollständig. Das Gehirn könnte zwar auf eine einzige Gehirnzelle verzichten, aber dennoch trägt jedes Leben zur Existenz des Ganzen bei.

Auch beim Pantheismus gibt es etwas, was man als Beten bezeichnen könnte. Indem man in meditativer Art und Weise versucht seinen Geist auf andere Teile des Ganzen, auf "Gott" zu lenken und zu spüren, wie man ein Teil von etwas unbegreifbar Großem ist. Man kann bspw. ähnlich wie bei den meisten Religionen seine Gedanken, Wünsche und Ängste "Gott" mitteilen, sie geistig in das Bewusstsein des Ganzen zu tragen – so wie in dem genannten Vergleich vielleicht eine Gehirnzelle an das Bewusstsein (also der Gesamtheit der Gehirnzellen) mitteilt, dass man Hunger hat.

mVak=i=tia


Mir ist klar dss man nach dem Tod nicht mehr fühlt , so wie Du es beschreibst halt wie im Tiefschlaf oder Narkose.Und genau da ist der Punkt.Nach dem Tiefschlaf wacht man auf,nach der nakose wacht man auf,nach dem Tod ist man für IMMER , für IMMER weg...kommt niemal wieder , ist ich Milliarden Jahren imer noch weg.Während ich das schreibe zieht sich mein Bauch zusammen , ich habe Panik, Scheiß ...ich bin fix und fertig....

R)icharxd61


Man ist nicht weg.

Man lebt fort in seinen Werken und in den Gedanken von anderen Menschen die einen mochten.

Es gibt Leute wie Mozart Kant Goethe , deren Gedanken und Werke sind unsterblich. In kleinem können auch wir etwas hinterlassen und sind so unsterblich.

Im Übrigen ist der Tiefschlaf das für den Menschen entspannendste und im Tiefschlaf habe ich nicht diese Gedanken für immer weg zu sein , weil man gar nichts denkt.

Daher ist der Gedanke im Tod würde man deine Empfindungen haben absurd.

Deine Angst vor dem Tod im Leben, erscheint mir bei dir doch sehr ausgeprägt und panisch zu sein, da würde ich dir raten zu einem Psychiater zu gehen.

Es sind Angststörungen und Panikattacken die du mit psychiatrischer Hilfe überwinden kannst.

Im jetzigen Stadium glaube ich nicht, daß du in der Lage bist diese Ängste eigenständig überwinden zu können.

m'ak~it/ixa


Ich glaube Du verstehst mich nicht ganz.Mir ist klar das wen man Tod ist , man nichts mehr fühlt.gehrirn aus, alles aus.Aber genau das macht mir jetzt Angst dass ich dann einfach wie jeder anere Mensch weg bin und NIE wieder kommen werden.....Ich gehe aber natürlich zu einem Psychater weil ich vor 5 Jahren schon einmal eine Depression ( aber eine ganz andere hatte ) und nicht wieder in eine Nerven heilanstalt möchte

Ich schwanke nur ob ich eher zum Neurologen oder zum Psychater soll

RNichward6|1


Bei Ängsten und Panik würde ich zum Psychiater gehen.

Eine gewisse Todesangst ist gesund , da man sonst zu große Risiken eingehen würde.

Schiere Angst oder Panik vor dem Tod ohne Grund ist schon ein psychisches Problem.

maaki{tixa


denke ich auch.dieses *weg sein* nie wieder zu kommen...ich hoffe dass ich bald einen Termin bekomme

FZlamexchen


Als Kind hatte ich auch oft Angst vor dem "totsein"...so schlimm, dass ich abends nicht einschlafen konnte.

Heute ist es so, dass ich mir dann sage: es ist ja eigentlich nur so, wie es war, als ich noch nicht geboren wurde. Das tat nicht weh, ich fühlte nix...

Vielleicht solltest du dir besser vor Augen führen, dass es noch lange hin ist bis zu deinem Tod und du bis dahin dein Leben leben und genießen solltest.

Ich bin überzeugt davon, dass man im Alter anders mit dem Tod umgeht. Meine Oma ist mit 90 in diesem Jahr gestorben und sie hat die letzten Jahre schon immer gesagt,dass sie keine Angst mehr vorm sterben hat.

LVilja,4ev_er


Die Evolution hat es schon so eingerichtet, dass der Übergang ein schöner ist.

wieso? Evolution richtet nichts ein. Evolution sind Mutationen. Was hätte die Evolution davon, dass ein Mensch schön stirbt?

Hast du dich schonmal mit der Evolutionstheorie beschäftigt?

mxak7itia


gerade dieses*weg sein, nichts fühlen für immer und ewig* hilft mir persönlich gar nicht.Ich bekomme Magenkrämpfe und Panik wenn ich so denke....und wer weiß wie alt man wird..vieleicht gehts ja nur noch 3 Jahre??

Mein Vater ist mit 44 gestorben, ich bin 41

m2akLitqia


und dann kommt das Gefühl derrasenden Zeit dazu.Wenn ich daran denke dass ich vor 3 Jahren ein Auto gekauft habe und mir das vorkommt wie 3 Monate.....schrecklich

Icn-KoPg Nitxo


christlicher glaube?

bist du getauft?

dann weißt du,

dass die christen glauben, dass der tod eben nicht endgültig ist...

vielleicht wäre das eine möglichkeit für dich,t

dich an eine dir symphatische gemeinde zu wenden und sich dort mit den leuten zu unterhalten?

Izn-K3ogx Nito


mein vater ist gestorben,

da war ich 9.

er war 39, nun bin ich anfang 40.

meine kinder sind jünger und älter als 9 und klar überlege ich oft:

in dem alter war ich schon so und so lange halbwaise etc...

oder:

noch soundsoviele jahre, dann...

aber es gibt immer irgendwelche bezugspunkte. man darf sich davon nicht ständig in s leben pfuschen lassen.

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