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Was tun wenn jemand wohl Schizophrenie hat aber keine Hilfe will

manexf


Es wird eskalieren.... Dein Bruder ist krank und rutscht wohl gerade in eine paranoide Schizophrenie.

Der sozialpsychiatrische Dienst sollte dringend eingeschaltet werden.

Eine Zwangseinweisung wird über kurz oder lang erfolgen

Ja, es klingt skuril. Das ist aber erstmal auch schon alles.

Kann man sich da mit seinem ersten Einsruck so sicher sein? Wäre bspw. der Bruder des TEs einfach ein sehr unangenehmer Mensch der gerne unfreundlich und provokant durchs Leben geht, wäre es gar nicht so unwahrscheinlich, dass er täglich nicht so schöne Reaktionen seiner Mitmenschen erlebt. Wäre er dann auch noch eine überempfindliche Dramaqueen könnte das für ihn auch direkt "Mobbing!" sein. Genauso wie einige User hier sich direkt von allem und jedem gestalked fühlen, der mal eine Nachricht zu viel schrieb.

- Das ist EIN Beispiel. Es gibt unendlich viele weitere. Nicht zuletzt schreibt der TE subjektiv. Theoretisch könnte auch sein Bruder ein ganz harmloser sein und er der, der da völlig übertreibt.

S!oeD-;Eliqshxa


Ich glaube den Beginn einer Psychose kann nur jemand einschätzen, der dasselbe 1:1 haarklein Punkt für Punkt selbst miterlebt hat. Der Wahn verfolgt zu werden, falsche Wahrnehmung, ewiger Streit mit irgendwelchen Nachbarn, Wohnungswechsel, wieder Streit, die ständige Bitte, doch mal einen Arzt aufzusuchen sowie fehlende Krankheitseinsicht und und und... ich weiß wovon ich rede!

Ich war froh, als es endlich eskalierte! Denn vorher konnte man in keinster Weise helfen.

Man kann nicht einfach als Angehöriger zu einem Psychiater gehen und den Fall schildern. Der will den Patienten selbst sehen und dann hat er schließlich Schweigepflicht.

Man steht als Angehöriger mit dem Rücken zur Wand, muss warten bis etwas passiert um endlich eine Zwangseinweisung für den Kranken in die Wege leiten zu können.

Ein sehr problematischer steiniger Weg, gerade weil die Krankheitseinsicht total fehlt- denn Schuld sind immer die Anderen, die Nachbarn, die Fremden auf der Straße usw. Je früher aber therapiert werden kann, umso besser.

Ein gewisses Misstrauen, das Gefühl gemobbt zu werden, ein kleiner Streit hier oder da ist da (leider) meilenweit was anderes. Nur wer so etwas selbst erlebt hat, kann da wohl mitreden.

mdnef


Ich glaube den Beginn einer Psychose kann nur jemand einschätzen, der dasselbe 1:1 haarklein Punkt für Punkt selbst miterlebt hat.

Nur wer so etwas selbst erlebt hat, kann da wohl mitreden.

Ich glaube das sollten wir einem Psychologen überlassen. Es hat keinen Zweck dass künftig User meinen Diagnosen zu stellen, weil sie sie selbst schon einmal erlebt haben. Und ich werde mich auch weder hier noch sonstwo darauf einlassen, mich mit anderen Usern in unseren Krankheitsdiagnosen "übertrumpfen" zu wollen, um demjenigen Mitspracherecht in einem Faden zu- oder abzusprechen.

Ein gewisses Misstrauen, das Gefühl gemobbt zu werden, ein kleiner Streit hier oder da ist da (leider) meilenweit was anderes.

Natürlich ist es das. Darum geht es ja. Hier steht ein einziger subjektiver Beitrag im Raum. Der reicht nicht aus, um einschätzen zu können, wie ausgeprägt das alles wirklich ist.

Bbeet8-Sckhwexster


Ja, es klingt skuril. Das ist aber erstmal auch schon alles.

:)^ :)^

Leider ist es auch so dass solche einschneidenden Diagnosen ohne passende Symptome des Betroffenen durchaus durch Psychologen gestellt werden. Z.B. wird demjenigen eine Schizophrenie angedichtet obwohl er nie Wahnvorstellungen, Verfolgung, dergleichen hatte. Dies gleicht einer Freiheitsberaubung, nicht einem fachlichen Herangehen an eine angeblich kranke Person. Zurzeit ist die Psychologie massiv in Mode, was leicht zu Fehldiagnosen führen kann. Psychologen sind schließlich auch nur Menschen, die ihr Leben bestreiten müssen. Da kann es vorkommen dass der PSDI mit seinen Fans und Unterstützern zum Mobber mutiert. Da wird in der Gruppe auf eine Person eingehämmert und die Polizei oder die Anstalt gerufen wenn diese sich unter dem perversen Druck wehrt. Soetwas hat nichts mit Medizin zu tun!

Einem erwachsenen und reifen Menschen sollte niemand sagen wen er zu seinen Freunden zählt oder welche er dafür hält.

Das Freudsche Sofa, ist es ein Teil der Ausbildung dieser "Seelenspezialisten"?

Sl. wal"lissxii


stellt euch vor jemand veranlasst sowas bei eucht – ihr wärt mächtig sauer...

allerdings, extrem sogar. Einem gesunden Menschen dürfte aber nicht schwer fallen Fachleute von der geistigen Klarheit zu überzeugen.

Und der sozialpsychiatrische Dienst ist da halt nun mal der erste Ansprechpartner.

Klar, als der der ihn geholt hat ist man vllt erstmal oder für immer untendurch, egal ob Psychose oder nicht – ob man jemand einen Gefallen tut im Wahn zu verbleiben.. keine Ahnung, ich würde (vielleicht) sogar sagen ja, wenn der Betroffene ganz alleine auf der Welt leben könnte und kaum Reibungspunkte hätte, so ist's nur halt nicht. So wie ich das beobachtet habe ist ne Psychose ein absoluter und dauerhafter Stresszustand.

Und ich find auch dass (schon) das (wenig geschilderte) besorgniserregend klingt.

@ KaterHH

Ignorieren.. weiter auf ihn einreden.. oder gar nichts machen??

Also überzeugen zu wollen funktioniert wohl leider eher nicht, machst dich damit nur selbst zum Feind, sozusagen.

Du kannst ja mal einfach zum sozialpsychiatrischen Dienst gehen und dich einfach nur beraten lassen.

Immer anhören kann man das auch nicht auf dauer, das belastet einen natürlich auch dann.

Ja das stimmt, v.a. wenn eh nichts gemacht werden kann weil's bei ihm nicht schlimm genug ist ist es nicht verwerflich wenn du dich ausreichend selbst schützt.

manxef


Einem gesunden Menschen dürfte aber nicht schwer fallen Fachleute von der geistigen Klarheit zu überzeugen.

Das ist so eine Sache. Kann auch vorkommen dass man so in Rage gerät, dass man dann wirklich nicht mehr ganz sauber wirkt.

rcittexn


Vielleicht hat Dein Bruder ein anderes Problem, welches sich auf seine Psyche auswirkt.

B[eet<-Schxw6ester


allerdings, extrem sogar. Einem gesunden Menschen dürfte aber nicht schwer fallen Fachleute von der geistigen Klarheit zu überzeugen.

:(v :|N ":/

Jeder Psychologe hat eine subjektive Meinung (wie jeder). Die Meinung einiger ist eingefahren und mit Vorurteilen belegt. Eins ist sicher: PSDI in voller Dosis führt zu extremen Angststörungen und Panikattacken. Da wird doch ordentlich Druck ausgeübt von dem man ohne große Umwege psychisch krank wird.

Klar, als der der ihn geholt hat ist man vllt erstmal oder für immer untendurch, egal ob Psychose oder nicht

Ist doch ein Arzt der den holt?

Se. w1allisxii


der PSDI mit seinen Fans und Unterstützern

was heißt Fans, die ganze Prozedur ist in Tat verdammt häßlich. Ändert nur nichts, ihr Unvoreingenommen und Hoffungsvollen argumentiert hier schon irgendwie paradox, das Ganze ist nämlich so ein großes Theater um eben nicht einfach die gesündesten Menschen zwangsbehandeln zu können weil sie Angehörigen lästig sind oder sowas. (Und es ist ja nur wünschenswert dass niemand fälschlicherweise "eingelocht" wird, das machts aber auch schwierig für akute aber noch nicht total durchdrehige Fälle).

Und das

Z.B. wird demjenigen eine Schizophrenie angedichtet obwohl er nie Wahnvorstellungen, Verfolgung, dergleichen hatte.

kommt, z.B. im Falle vorrübergehender Psychosen vllt schon vor dass Schizophrenie fälschlichweise diagnostiziert wird, kann ich mir zumindest gut vorstellen, aber ohne Wahn und Paranoia? Das klingt eher nach zuviel Fernsehglotzen als der Realität. Um mal ebenso reißerrisch zu schreiben^^

Ist doch ein Arzt der den holt?

ne, umgekehrt wenn ich mich richtig erinnere, der macht ne erste Einschätzung und holt dann einen Arzt, der bestätigt das evtl und dann kommt noch ein Richter und dann erst kommt's zu ner Zwangseinweisung (und die ist übrigens auch nicht auf ewig sofern es nicht so schlimm (offensichtlich Fremd- oder Selbstgefährdend) ist. Ohne Gewähr, ist jedenfalls ein umfangreicher und nicht "hey ihr, der ist krank, sperrt mal weg" und ab damit.


Das ist so eine Sache. Kann auch vorkommen dass man so in Rage gerät, dass man dann wirklich nicht mehr ganz sauber wirkt.

glaub ich eher nicht, eine Psychose, welcher Art auch immer, ist schon ne ziemlich typische Sache. Ihr könnt euch ja einfach mal die Ganzen Fäden zum Thema reinziehen, immer sind's verdammt ähnliche Geschichten und so oft haben die Verwandten den gleichen Stress – oft will man's ja auch selber nicht wahrhaben und da helfen solche Postings wie hier zum Teil wirklich nicht im geringsten. Und wenn man dann mal ausführlicher erzählt was da alles abgeht käm auch kein Leser mehr auf die Idee das wär nur irgendein Spleen oder so.

Ich glaube das sollten wir einem Psychologen überlassen.

wie soll das denn gehen wenn der Betroffene die ganze Welt für krank hält nur sich selbst nicht? Derjenige geht doch nicht zum Arzt wenn man ihn nett bittet.

BFeet-Scchwestexr


Der Psychologe ist doch selbst ein Arzt.

mFnexf


Das klingt eher nach zuviel Fernsehglotzen als der Realität.

Och komm, bitte keine "Wenn du das denkst bist du doof" Argumente. Genauso gut könnte ich sagen, gerade ein gewisses Maß an Systemgläubigkeit zeuge von Realitätsverlust. Das führt beides zu nix, ausser dass man sich annervt ;-D Wenn man man eine handvoll solcher Gerichtsverfahren, die Aufmachung solcher Gutachten und die Arbeit des BPEs mitverfolgt könnte man aber schon eher zu diesem Schluss kommen. Möchte hier keine pro-contra psychiatrische Begutachtung bzw. deren Qualität lostreten. Das würde zu nix führen. Rosig mag da einiges laufen, aber mitnichten alles.

wie soll das denn gehen wenn der Betroffene die ganze Welt für krank hält nur sich selbst nicht?

Wegen sowas meinte ich, dass der TE für eine halbwegs ordentliche Einschätzung einfach mehr schreiben muss. Es ist doch gar nicht klar, in welchem Zusammenhang dieser Satz fiel bzw. wie er überhaupt fiel.

mCn`exf


Achso, noch dazu:

wie soll das denn gehen wenn der Betroffene die ganze Welt für krank hält nur sich selbst nicht?

Na gar nicht. Unter Selbst- und Fremdgefährdung wird man ihn zwingen (können). Sonst nicht. Es ist dann sein gutes Recht, sich von niemandem beurteilen zu lassen.

KhatDerHH


Danke für die vielen Antworten und Meinungen.

Wir lassen uns mal vom sozialpsychiatrischen Dienst beraten und schauen dann weiter. Die haben ja Erfahrung in so was.

Habe mir dazu mal eine Broschüre der Firma Lilly bestellt. Werde die wohl meinen Bruder mal geben. Wenn ich dann der Feind bin ist mir dann auch egal.

B8arcelxoneta


Der Psychologe ist doch selbst ein Arzt.

Möp! Falsch. Ein Psychologe hat Psychologie studiert und ist nur dann Arzt, wenn er zufällig gleichzeitig noch Medizin studiert hat. Wird aber selten sein, meistens hat man dafür den Psychiater, der wiederrum eine Psychotherapeutenausbildung gemacht haben kann. Dann ist er aber immer noch kein Psychologe, sondern Psychotherapeut.

Es ist dann sein gutes Recht, sich von niemandem beurteilen zu lassen.

Und das ist halt das Problem. Es ist in dem Moment nicht "sein" gutes Recht, sondern das Recht des Wesens, das da in ihm "wohnt" (bildich gesprochen). Er ist in dem Moment nicht er selbst. Nicht falsch verstehen, ich finde es extrem wichtig, hohe Hürden gegen den Missbrauch von psychiatrischen Maßnahmen zu haben, aber es ist trotzdem schlimm, jemandem zuzuchauen, wie er nicht behandelt werden kann und gleichzeitig zu wissen, dass er die Behandlung auch wollen würde – wenn er in dem Moment noch vorhanden wäre. Diejenigen, die ich kenne, die sich haben behandeln lassen, hatten Glück und kurze klare Momente. In diesen Momenten kam dann eine Einsicht, dass sie krank sind. In den anderen Momenten dachte einer davon, dass seine Eltern ihn sexuell missbrauchen würden und er mit Gedanken das Wetter draußen steuern würde. Nach wenigen Tagen Behandlung in Folge des klaren Moments war dann wieder er selbst im eigenen Körper. Glück gehabt, haben viele aber nicht.

GWedanfkengefBlechte


Ich hasse es grundsätzlich, wenn jemand versucht reinzuquatschen. Man kann es einmal versuchen und Hilfe anbieten, ansonsten ist Zurückhaltung angesagt-meine Meinung.

Ist ja Schwachsinn, wenn die Person krank ist und aufgrund der Erkrankung nicht merkt, dass er es ist.

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