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Will nicht erwachsen werden

Tphe besjt revxenge hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich befinde mich in einer recht unangenehmen Situation. Ich bin 24 (werde bald 25) und habe einfach nicht das Bedürfniss erwachsen zu werden. Damit meine ich im weitesten Sinne Verantwortung für mich und andere zu übernehmen. Leider habe ich 2 Studienabbrüche hinter mir und momentan suche ich nach irgendeiner Richtung die mich interessieren könnte und schwebe mehr oder weniger im luftleeren Raum. Die Gründe für den Abbruch lagen an meiner Unstrukturiertheit, Schludrigkeit und vielleicht auch am falschen Fach (Chemie). Vorallem war ich aber die ganze zeit unglücklich weil mir mein Umfeld nicht gefallen hat, sprich meine Kommillitonen.

Ich glaube ich "leide" am Peter-Pan-Syndrom.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Peter-Pan-Syndrom]]

Tatsächlich stimmen fast alle Punkte überein insbesondere Punkt 3. Ich verspüre ein tiefes Bedürfnis nach Männerfreundschaften, Kumpels eben aber habe leider keine richtigen. Am liebsten würde ich mit dem Fahrrad um die Welt tingeln, Land und Leute kennenlernen und mich von der Schönheit der Welt ergreifen lassen. Vermutlich tragen viele Menschen diesen Wunsch in sich aber trauen sich nicht ihn zu leben.

Naja worauf ich hinaus will ist folgende Frage: Woher kommt eurer Meinung nach so eine Haltung? Ist es die Angst davor Verantwortung zu überhnehmen? Soll man nach seinen Bedürfnissen oder gesellschaftlicher Norm handeln?

Antworten
Mcilk_y_Hex77


Also ich kann es gut verstehen dass man kein "langweiliger alter Spießer" (überspitzt ausgedrückt ;-) werden will.

Es ist schön sich die kindliche Freude zu erhalten, Spaß am Leben zu haben.

Aber Verantwortung für sich selbst sollte man trotzdem auf jeden Fall übernehmen.

Für andere musst du ja (noch) keine Verantwortung übernehmen, wenn du keine Partnerschaft eingehst oder keine Kinder bekommst.

Aber natürlich soll man insoweit Verantwortung übernehmen, dass man sich und seiner Umwelt und den Mitmenschen nicht schadet.

NUR Spaß haben geht halt leider auch nicht.

Lebst du noch bei den Eltern bzw. wirst du von ihnen finanziert oder verdienst du selbst schon Geld?

Mit dem Fahrrad die Welt bereisen klingt für viele sicher schön, aber auch das muss finanziert werden, du brauchst ja trotzdem Essen, Kleidung, ev. Übernachtungsmöglichkeiten.

Das erfordert entweder gute Planung (vorher Geld sparen), oder unterwegs arbeiten (sicher nicht einfach, da müsstest du immer wochen- oder monatelang an einem Ort bleiben) oder die Eltern finanzieren es.

Ich denke man sollte im Leben die bestmögliche Mischung zwischen seinen Bedürfnissen und gesellschaftlicher Norm finden.

Denn man lebt nunmal in der Gesellschaft. Außer du möchtest wirklich zum Selbstversorger werden.

CVoqrne\liJa59


Es gibt Leute, die tun das, was du gerne möchtest. Man nennt sie Aussteiger. Es hat glaube ich jeder schon mal solche Lebenskünstler kennengelernt, die von der Hand in den Mund leben, sich mit Gelegenheitsjobs durchschlagen und tatsächlich mit dem Fahrrad oder ähnlichem um die Welt tingeln.

Wäre es denn eine Möglichkeit für dich, sagen wir mal, ein halbes Jahr durchzuarbeiten und dann ein halbes Jahr das zu machen, was dir vorschwebt? Oder willst du ganz radikal aussteigen? Viele finden das auch nicht mehr so toll, wenn sie mal richtig abrutschen, also keine eigene Wohnung mehr haben und nirgends unterschlüpfen können. Häufig endet so was in der Obdachlosigkeit, wenn die Sicherheitsnetze reißen. Nix mehr mit Peter Pan.

Viele setzen ihre Träume im Urlaub um, und den Rest des Jahres ist dann eben Malochen für den Traum angesagt.

RwicVhard6x1


Vielleicht leidest du an ADHS oder nur ADS Google mal diese Symptome.

Falls du Auffälligkeiten hast dahingehend würde ich mal zum Psychiater.

ADHS lässt sich relativ einfach mit Medikinet behandeln.

Wurde bei mir festgestellt und als ich das erste mal medikinet nahm tat sich eine andere Welt auf. Man kann sich konzentrieren kann bei einem Gedanken bleiben ist nicht mehr wankelmutig.

Viele Erwachsene haben dies und ich habe in meiner Klinik Leute kennengelernt die dies als Diagnose hatten und beim ersten Einnehmen von Medikinet vor Glück geheult haben.

Medikinet wirkt bei niederer Dosierung nur bei ADS lern, einer der es nicht hat spürt gar nichts.

T|he beskt revexnge


Danke für eure Antworten

Aber natürlich soll man insoweit Verantwortung übernehmen, dass man sich und seiner Umwelt und den Mitmenschen nicht schadet.

Das ist doch ein interessanter Satz. – Vorneweg ich bin in einem recht gutbürgerlichen wohlbehüteten Zuhause aufgewachsen, als jüngster von 3 Söhnen. Meine Unselbständigkeit rührt denke ich in erster Linie daher dass mir eben während meiner Kindheit viel abgenommen wurde und ich mir finanziell keine großen Sorgen machen muss. Im Moment finanziere ich mir das Studium zur Hälfte selbst und zur Hälfte von den Eltern. Vermutlich erkenne ich die Dringlichkeit einer soliden Ausbildung nicht bzw. den Wert von Arbeit. -

Nungut was heißt nun verantwortlich handeln? Wenn ich plakativ gesagt als Börsenmakler mit Nahrungsmitteln spekuliere handele ich höchst unmoralisch und schade vielen Menschen in Afrika aber verdiene eben mein Geld und kann davon gut leben. Gut Banker haben heutzutage nicht den besten Ruf dennoch ist die Arbeit gesellschaftlich anerkannt. Lebe ich dagegen ein Leben im Sattel lebe ich garantiert nachhaltiger in Bezug Umwelt, gesünder usw. Was kommt einem automatisch in den Sinn wenn man über Austeiger nachdenkt? Verantwortlungslos, faul, feige, ewiger Eskapist mit der Begründung erst das moderne Leben ermöglicht den Austieg. Zugegeben das ist nicht ganz von der Hand zu weisen wie ich finde. Ich verstehe beide Seiten und um ehrlich zu sein weiß ich nicht ob Aussteiger wirklich glücklicher Leben. Ich glaub ich könnte es nicht wohlwissend das 98% unserer Errungenschaften in der Moderne überflüssig sind. Aber mein Zugehörigkeitsgefühl überwiegt.

Mit dem Fahrrad die Welt bereisen klingt für viele sicher schön, aber auch das muss finanziert werden, du brauchst ja trotzdem Essen, Kleidung, ev. Übernachtungsmöglichkeiten.

Das erfordert entweder gute Planung (vorher Geld sparen), oder unterwegs arbeiten (sicher nicht einfach, da müsstest du immer wochen- oder monatelang an einem Ort bleiben) oder die Eltern finanzieren es.

Ich denke man sollte im Leben die bestmögliche Mischung zwischen seinen Bedürfnissen und gesellschaftlicher Norm finden.

Ach finanziell wäre das schon machbar. Ich könnte ein paar Jahre arbeiten und dann losziehen. Schlafen kann man ja im Zelt. Habe auch schon paar Radreisen hinter mir und es war immer toll außer bei Schnee ;-). Man ist so unabhängig und frei. Und wenn man dann einen Pass nach all den Mühen erklommen hat und die Täler dir zu Füßen liegen kann nichts diesen Moment trüben.

Ja gesellschaftliche Norm heißt: lückenloser Lebenslauf. Arbeitsmoral, sich ausbeuten lassen usw. Wie ich das mit meinen Bedürfnissen in Einklang bringen will weiß ich nicht.

Oder willst du ganz radikal aussteigen?

Dass will ich eben auch nicht. Vielleicht temporär ;-). Nur wer einmal aus dem Hamsterrad aussteigt der kann nicht so leicht wieder einsteigen. Vermutlich hat man halt keine Wahl.

Vielleicht leidest du an ADHS oder nur ADS Google mal diese Symptome.

Ja ich hab das vermutlich, das hat mir mein Therapeut attestiert. Habe diverse Tests ausgefüllt. In der Schule nannten mich meine Mitschüler liebevoll den Schläfer da ich ziemlich oft zu spät kam. Ich verliere mich häufig in Tagträumen und auch sie sonstigen Symptome treffen zu. Bin aber kein Zappelphillip sondern innerlich unruhig. Die Frage ist nur was die Diagnose bringt, ich bin skeptisch ob die Medikamente da das richtige sind. Wie war das denn bei dir was hattest du für Symptome??

salve

GfurkWennaxse


Ich selber erkenne mich auch in einigen deiner Punkte wieder. Ob es deswegen ADHS ist?

Als Kind sprühte ich nur so vor Energie. Ausserdem war ich auch immer ein Phantast.

Im Laufe der Jahre hat sich meine Energie leider gegen mich selber gewendet, was wohl auch meine Infektanfälligkeit erklärt.

Irgendwann konnte ich die Energie nicht mehr kanalisieren und fing ebenfalls an, an innerer Unruhe zu leiden. Manchmal ist das ein Gefühl, als ob mein Motor auf höchsten Touren läuft, sich gleichzeitig aber im Leerlauf befindet – oder wie ein Fahren mit angezogener Handbremse und Vollgas.

Vor Jahren wollten mir Ärzte immer eine Angststörung diagnostizieren, an welche ich aber nicht glaubte.

Mittlerweile weiß ich, dass ich sie habe. Gewisse Ängste haben sich mit der Zeit einfach herauskristallisiert, weil ich meine Verdrängungskünste einfach übermäßig in Anspruch genommen habe. Auch bei mir gab und gibt es Schludrigkeit, Perfektionismus, aber auch – und schon immer – ein chronisches Gefühl von Überforderung. Nicht selten bereits vor dem ersten Handschlag.

So war es keine Seltenheit, zu Schulzeiten wichtige Langzeithausaufgaben ewig hinauszutrödeln und zu verdrängen. Nicht selten habe ich sie dann aber am Abend vor dem Abgabetermin fertiggestellt und dies sogar mit äußerst gutem Ergebnis.

Bis dahin pendelte ich zwischen purer Verdrängung, dem Genuss eigentlich nicht vorhandener Freizeit, einem schlechten Gewissen und einem Gefühl von Überforderung hin und her...

Aber da wir bereits 4:30 Uhr haben, ich aber gegen 9:00 Uhr aufstehen muss, war es das jetzt erstmal.

LG

Gurkennase

mUonId+sst$erne


Du hast kein Peter-Pan-Syndrom. Denn dann hättest Du diesen Faden nicht angelegt. Ich habe eher den Eindruck, Du bist etwas unentschlossen zwischen Deinen kindlichen Wünschen auf der einen Seite und der Verpflichtung, erwachsen zu werden auf der anderen Seite.

In Deinem Alter leben viele noch ihre verlängerte Kindheit aus, auch wenn sie es vielleicht nicht so sehr kritisch reflektieren, wie Du es tust. Erwachsen wird man inzwischen mit 30.

Am liebsten würde ich mit dem Fahrrad um die Welt tingeln, Land und Leute kennenlernen und mich von der Schönheit der Welt ergreifen lassen.

Warum machst Du das nicht?

Also mach Dir mal nicht so einen Kopf um irgendwelche ominösen psychiatrischen Diagnosen. Lebe lieber Dein Leben, und pass gut auf Dich auf. @:)

Tahe bes}t rev&engWe


Du hast kein Peter-Pan-Syndrom. Denn dann hättest Du diesen Faden nicht angelegt. Ich habe eher den Eindruck, Du bist etwas unentschlossen zwischen Deinen kindlichen Wünschen auf der einen Seite und der Verpflichtung, erwachsen zu werden auf der anderen Seite.

Ja du bringst es auf den Punkt. Peter Pan hin oder her. Meine kindlichen Wünsche dominieren und leider werde ich ja dazu gezwungen diese abzulegen. Ich als jüngster von 3 Brüdern habe nämlich gelernt der Welt mit Charme und Humor zu begegnen. Auf Persönlichkeitsblog.de heißt es dazu :

//Jüngste Brüder

Sie kennen von klein auf das Gute aus unterschiedlichen Rollen. Sie können also einerseits sich gut führen lassen, gehen aber gern auch in Opposition oder lieben das wetteifernde Gerangel. Da man von ihnen keine grosse Verantwortung verlangte, können sie als Erwachsene oft unbekümmert ihren eigenen Wünschen und Interessen nachgehen. Dabei lassen sie sich gern (z. B. von ältesten Schwestern) verwöhnen und bemuttern.

Sie sind kontaktfreudig, aber auch zuweilen mutig oder frech. Ein langfristiger Erwerb von Besitz und Eigentum lockt sie nicht. Vielmehr sind sie am Geniessen des Augenblicks und den Freuden des Lebens interessiert. Wenn das mit finanziellen Schulden einhergeht, sehen sie das locker. Ständig neue Ideen, aber oft wenig Ausdauer, diese auch erfolgreich durchzuführen, kennzeichnet sie. Die grosse Linie fasziniert sie, von Details und Kleinigkeiten sind sie schnell gelangweilt. Pingelige Vorschriften und ständige Hektik sind ihnen ein Graus.//

Das mag vielleicht ein wenig wie Küchenpsychologie klingen aber ich denke das ist durchaus was dran. Ich finde mich darin aufjedenfall wieder. An anderer Stelle heißt es dazu: //...Nesthäkchen...sind die geborenen Clowns und Unterhalter // . Nicht dass ich mich jetzt megawitzig fände aber ein gewisses Talent diesbezüglich besitze ich denke ich schon. Ich habe mal für die Deutsche Bahn als Interviewer gearbeitet und fand das interessant und witzig zugleich weil man die "Welt" (Baden-Württemberg ;-) ) und Leute kennengelernt hat.

m!oundL+s'tperne


Mir fällt Dein Wunsch auf, in eine Schublade zu passen. Erst Peter Pan, dann jüngster Bruder. Ein bisschen passt es, so ganz auch wieder nicht.

Und nun?

TAhe 8best <rexvenge


Mir fällt Dein Wunsch auf, in eine Schublade zu passen. Erst Peter Pan, dann jüngster Bruder. Ein bisschen passt es, so ganz auch wieder nicht.

Und nun?

Naja ich versuche halt herauszufinden wo mein Platz ist auf dieser Welt bzw wo ich hingehöre, bzw. was am besten zu mir passen könnte. Angefangen hat das alles letztes Jahr als ich einen Berufswahltest gemacht habe der darauf basiert dass bestimmte Persönlichkeitstypen gehäuft in bestimmten Berufsgruppen anzutreffen sind. Anhand von Fragebögen werden 6 verschiedene Profile ermittelt der Ausprägung je nach deinem Ankreuzverhalten variieren. Die 3 ausgeprägtesten Profile ergeben dann einen Code. Zu diesem Code werden dann bestimmte Berufe vorgeschlagen. Also die verschiedenen Profile sind:

R – handwerklich/technisches Geschick bzw Verständnis

E – unternehmerisch Denkend

C – konventionell, ordnend

I – intellektuell, forschend

A – künstlerisch begabt zb.: Schauspieler, Musiker

S – sozial orientiert

Der Buchstabe der also zuerst angegben wird hat im Fragebogen die höchste Punktzahl, der zweite die zweithöchste usw.

Nehmen wir das Beispiel eines Chemikers. Also als Chemiker ist natürlich die wissenschaftliche Neugier unabdingbar, der erste Buchstabe ist also I. Handwerkliches Geschick und teschnisches Verständnis braucht man um beispielsweise Apparaturen aufzubauen oder Großanlagen zu betreiben. Naja und unternehmerisch sollte man auch noch denken um seine Produkte an den Mann zu bringen.

Der vorgeschlagene Code -laut Arbeitsamt- lautet also IRE. Die Auswertung meines Fragebogens ergab IAS. Mein Berufsberater schlug mir dann vor ein sozialer Beruf wie Sozialarbeiter würde passen. Das passt halt gar nicht zu meinem ursprünglichen Ziel. Und ich bin durchaus sozial eingestellt aber ich kann mir nicht vorstellen Obdachlose von der Straße zu holen. Seitdem bin ich halt ziemlich verunsichert. Klar kann man sagen das ist nur ein ganz einfacher Test der versucht die Komplexität der Wirklichkeit auf 6 Profile zu reduzieren. Auf der anderen Seite ist das ein von Psychologen entwickelter Test vom Arbeitsamt der auf Zahlen und Statistiken basiert. Außerdem stimmt es dass ich handwerklich nicht gerade begabt bin, ökonomisch denke ich wirklich nicht und alles was mit Ordnung oder oragnisieren zu tun hat fällt mir schwer bzw ist mir unwichtig. Meine Stärken sehe ich halt tatsächlich im Umgang mit Menschen wie ich das oben schon beschrieben habe.....

meond+st'ernxe


Einerseits bist Du ein bisschen wie Peter Pan.

Andererseits bist Du aber auch ein sehr verantwortungsbewusster Erwachsener, wie ich Deinem letzten Beitrag entnehme. Denn Du machst Dir viele Gedanken über Deine berufliche Zukunft.

Es hat übrigens keinen Sinn, hier theoretisch zu erörtern, welcher Beruf für Dich der Richtige ist. Da halte ich es für besser, wenn Du mal konkret etwas ausprobierst.

RRand~omdawg


Hey,

ich befind mich selber gerade in so einer situation. ich bin 21 jahre alt und studiere bereits seit einem semester. ich muss aber auch sagen, dass ich das jahr direkt nach dem abitur mehr oder weniger nix gemacht habe.. ich hab zuhause mehr oder weniger rumgelungert und einfach mal abgeschaltet.. das bisschen arbeiten zählt nicht. wenn ich jetzt so drüber nachdenk, war das nicht gut.. und es tut zwar gut endlich wieder alltäglich irgendwas zu tun, allerdings habe ich selber kein bedürfnis überhaupt älter zu werden. die plötzliche verantwortung tut mir überhaupt nicht gut.. aber klar, sie muss sein.

jedenfalls.. ich kann dir selber nicht helfen, da ich selber damit zu kämpfen habe.. aber vielleicht kann ich der sache ja auf den grund gehen. ich hab zumindest das gefühl dass ich noch nicht alles erlebt habe was ein durchschnittlicher jugendlicher so gemacht hat. das liegt hauptsächlich daran dass mir die schulzeit ziemlich schwer fiel und ich im grunde nur noch an mir selber (an meinem körper, talent usw.) arbeitete, ohne spaß zu haben. ich hab angst, dass ich wenn ich erwachsen werde vielleicht nie wieder groß spaß haben werde.. ohne irgend sorgen zu haben eben. vielleicht geht es dir ja genauso?

IFceKnofxi


Am liebsten würde ich mit dem Fahrrad um die Welt tingeln, Land und Leute kennenlernen und mich von der Schönheit der Welt ergreifen lassen.

Tu es!

TJhis] TcwiliKght G!arden


Naja worauf ich hinaus will ist folgende Frage: Woher kommt eurer Meinung nach so eine Haltung? Ist es die Angst davor Verantwortung zu überhnehmen? Soll man nach seinen Bedürfnissen oder gesellschaftlicher Norm handeln?

naja, früher (70er jahre und davor) war man ja quasi mit 20 jahren schon erwachsen... man war mit der schule fertig,

hat gearbeitet

und mit mitte 20 kamen dann die kinder.

bei vielen ist es ja heute noch so (früherer schulabschluß, von 16-19 jahre in die lehre, danach arbeiten).

aber die akademiker haben nunmal diese lange laufzeit und warteschleife (abitur, studieren etc.). da ist man mit 30 manchmal noch nicht so weit, wie andere mit 19 und abgeschlossener lehre. stichwort: generation praktikum etc.

und je älter man wird und noch nicht in der arbeitswelt fuß gefasst hat, desto bewußter wird man sich der verantwortung. die einen (die mit 16 ihre lehre anfangen) wachsen da früh hinein und machen sich gar nicht diese gedanken, weilsie schlicht keine zeit dafür haben und stehen dann mit mitte 20 eben schon erwachsener da, als die studenten...

ich habe genau aus diesen gründen auch erst 10 jahre später mit dem "erwachsen werden" angefangen. mit 30 war ich zwar mit meinem studium fertig, aber da war feiern und jobben mein leben.

erst mit mitte 30 fing meine verantwortung an (erstes kind). und dann wächst man da so langsam rein...

Ipsabexll


Also ich würde an Deiner Stelle erst mal von den Gedanken an eine "psychische Störung/Syndrom" oder was auch immer, weggehen.

Du hast zwei Studiengänge hinter Dir, bzw. abgebrochen weil sie nichts für Dich waren, Du gemerkt hast "Hey, geht ja doch nicht so easy-peasy wie ich gedacht habe!"....eine solche Erkenntnis gehört zum "erwachsen Werden" dazu, wir haben sie alle in dem einen oder anderen Bereich(en) machen müssen. Ist doch auch ganz normal, dass Du jetzt in einer unsicheren und vielleicht sogar verzweifelten Situation bist mit der Grundfrage: "Was mache ich jetzt bloß?"

Apropos "erwachsen": Komme hier mal von (D)einem Schubladendenken weg. Ein erfolgreicher Börsenmakler kann dennoch genauso verantwortungslos sein, wie ein "Aussteiger/Lebenskünstler" verantwortungsbewußt sein kann.

"Erwachsensein/werden" heißt doch letztendlich unterm Strich nichts Anderes, als dass man sich seiner Handlungen bewußt ist, zu ihnen steht, ihre Konsequenzen absehen kann und dementsprechend weiter agiert. Oder mit einem meiner Lieblingssprüche ausgedrückt: Man denkt weiter als von hier bis zur Tischkante. ;-) Und Letzteres tust Du ja auf jeden Fall, vielleicht sogar viel ZU weit ;-).

Du schreibst, "Ich will nicht erwachsen werden...." – ich habe eher das Gefühl, Du willst einfach nur nicht so werden wie Du es Dir vorstellst (oder es Dir beigebracht wurde), was denn ein "Erwachsener" nun so tun muß.

Du erzählst von Radtouren die Du bisher schon unternommen hast – wenn sowas keine Verantwortungsfähigkeit bzgl. sich selber ist, was denn dann? Oder kam "Mutti" jeden Tag mit dem Auto hinterhergefahren, hat Dir eine warme Mahlzeit und frische Klamotten gebracht und "Papi" hat das Zelt für Dich auf-/abgebaut? ;-)

Auch aufgefallen ist mir der Punkt an dem Du sagst, Du würdest gerne durch die Weltgeschichte tingeln für längere Zeit. Da schreibst Du nicht "Wie leier ich das Geld dafür meinen Eltern aus den Rippen?", sondern es ist für Dich ganz selbstverständlich, dass Du dieses dann auch selbst verdienst ("Ich könnte ein paar Jahre arbeiten und dann losziehen").

Erwachsen sein bedeutet (für mich) nicht, dass man unbedingt ein klares Ziel vor Augen haben muß.

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