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Von Opipramol 100 auf Citalopram wer hat erfahrung.

O$pip\ram&ol hat die Diskussion gestartet


Hallo Leidensgenossen,ist von euch schon mal jemand von Opipramol auf Citalopram umgestiegen, wirkt das Citalopram denn besser gegen Angst oder Panik.?

Ich nehme Opipramol schon seit Jahren,die wirken nicht mehr so wie ich das möchte,ich soll ab Februar dann Citalopram bekommen.

Würde mich über Erfahrungsberichte freuen.

Antworten
A:ndrLoiidlexr


Opipramol ist ein ziemlich gutes, aber eher schwaches Medikament.

Citalopram wirkt vermutlich besser, die Wirkung kann 1-3 Monate auf sich warten lassen. Eine Garantie gibt es nicht, ausprobieren hilft.

RGichLardx61


Opipramol ist ein ca. 70 Jahre altes tryziklisches Antidepressivum und wirkt stimmungsaufhellend ohne auf die eigentlichen Ursachen im Hirnstoffwechsel einzugehen.

Modernere Antidepressiva sind sogenannte Botenstoffwiederaufnahmehemmer. es gibt SSRI SSNRI NDRI

Man vermutet das bei Depressiven der Botenstoffspiegel in den Hirnsynapsen nicht mehr stimmt. Zu wenig Serotonin , Noradrenalin oder Dopamin.

Diese Botenstoffe steuern die Nervenübertragung im Hirn. Die Hirnsynapsen bilden einen für elektrische Nervenimpulse unüberwindlichen Spalt, diese werden biochemisch über den synaptischen Spalt mittels Botenstoffe weitergeleitet. Das Hirn kann damit in der Flut von elektrischen Nervenimpulsen filtern, verstärken je nach Konzentration der Botenstoffe.

Von Aussen kann man diese Stoffe wegen der Hirn Blutschranke nicht zuführen. Deshalb entwickelte man diese Mittel. Die Synapse bildet Botenstoffe selbst und nimmt sie auch wieder auf. Diese Wiederaufnahme wird durch diese Mittel gehemmt, dadurch steigt der Spiegel wieder auf ein normales Mass.

Citalopram ist ein SSRI = Selektiver Serotonin Wiederaufnahmehemmer.

Bei sehr vielen ist das ein Treffer ins Schwarze, falls nicht gibt es die 2 anderen GRuppen noch zum durchprobieren. Bei mir half ein SSRI nicht ich brauche einen SSNRI

A^ndro^idlxer


Richard, magst du etwas detaillierter deine Erfahrungen mit den einzelnen Medikamenten darstellen und wie sie gewirkt haben ?

R4ic}ha,rxd61


@ Androidler,

mit meiner Psychiaterin bin ich befreundet, sie war 25 Jahre Oberärztin in einer psychiatrischen Klinik und hat seit ca. 5 Jahren eine Praxis.

Sie hält rein gar nichts von den alten tryziklischen ADs , deshalb habe ich mit diesen keine Erfahrung.

Erfahrungen habe ich mit SSRI SSNRI NDRI atypischen ADs wie Seroquel , Lamotrigin, Mirtazapin und Lithium (Quilonium).

In 7 Monaten in verschiedenen Kliniken und Jahre ambulant habe ich alle durchprobiert.

Mit zig Mitpatienten habe ich deren Medis und die Wirkungsweise bei denen besprochen.

Bei jedem wirkt etwas anderes besser als beim anderen, es gibt daher leider kein Erfolgsrezept. Die Psychiater sind oftmals genauso ratlos wie der Patient und es wird so lange probiert bis es passt. Dies geht in einer Klinik in der ich war sogar bis zum EKT , was das Letzte Mittel darstellt. Unter Vollnarkose wird das Hirn unter Strom gesetzt. Diesem Patienten hat dies tatsächlich geholfen.

Mit meiner ersten schweren Depression hat mein erster Psychiater wie viele seiner Kollegen mit dem Mittel der ersten Wahl Citalopram SSRI probiert. Manche verschreiben auch Cipralex Fluoxetin Paroxetin etc. was alles das Gleiche ist. Bei mir hatte das keinerlei Erfolg es wurde eher schlimmer. Dann wechselte ich zu der Psychiaterin die ich kannte und die frisch ihre Praxis aufmachte. Diese verschrieb mir Venlafaxin ein SSNRI

innerhalb von 3 - 4 Wochen ging es mir Bestens. Das passiert aber auch mit Leuten die ein SSRI nehmen. Es war bei mir wohl der Botenstoff Noradrenalin.

4 Jahre habe ich Venlafaxin genommen und mehrere Ausschleichversuche , den ersten nach 2 Jahren gemacht. Leider fiel ich immer sofort zurück in die Depression und musste sofort wieder aufdosieren.

Dann kam der absolute Wendepunkt in meinem Leben, ich tickte völlig in die andere Richtung aus und wurde manisch, dies so stark, daß ich in eine geschlossene Abteilung mit Fixierung und Zwangsmedikation musste. Die Medikamente die man gegen die Manie bekommt sind so heftig , daß man danach wie ein Stein in die Depression fällt.

Die seitherigen Mittel dagegen halfen nicht, sodaß ich noch Lamotrigin und Mirtazapin zu Venlafaxin bekam dazu noch als Manieschutz Lithium und Seroquel bekam. Im Prinzip war ich nach der Tabletteneinahme satt.

Kurz nach der Entlassung bekam ich wieder eine Manie und Depression und wieder Manie mit einer Depression kam ich dann in die Klinik der Uni Freiburg. Die hatten die Idee der neuesten Forschungsergebnisse der führenden Uni in Kanada (Ontario) das Venlafaxin Manien auslösen kann. Sie stellten mich daher auf das neueste Medikament , das keine Manien auslösen soll und auch fast keine Nebenwirkungen hat NDRI Elontril (Bupoprion) um. Dieses Medikament war der blanke Horror für mich ich habe nie gekannte Angststörungen davon bekommen , zur Eingeöhnung gaben sie mir TRanquilizer die mich mehr oder weniger ohnmächtig machten. Nach der Eingewöhnungszeit wurde meine Depression nicht besser und ich landete wieder bei Venlafaxin und Mirtazapin die mir in der Depression sehr starke Linderung verschaffen, zusammen mit den Mitteln gegen meine Manie Seroquel , Lithium kann ich leben aber sehr eingeschränkt, ich funktioniere kann vieles machen empfinde auch wieder aber es ist alles etwas wie unter einem dichten Schleier.

Was ich daraus gelernt habe und was ich anderen damit weitergebe , es ist nicht zu spassen mit einer psychischen Erkrankung man sollte rechtzeitig fachliche Hilfe in Anspruch nehmen, wenn ich bei den ersten Anzeichen zum Psychiater gegangen wäre, dann wäre mein Leben anders verlaufen. So nach dem Motto mach ein bisschen Yoga und reiss dich zusammen mach etwas Jogging dann wird das wieder führt oft in einen Krankheitsverlauf der irgend wann nicht mehr zu kontrollieren ist.

Awndrboidlexr


Und auf die neuroleptika kannst du nicht verzichten? Schon mal opipramol probiert in höherer DDosis

Antidepressiva find' ich klasse, neuroleptika allerdings überhaupt nicht. ":/

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