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Zwangsgedanken

f'rexefalxl1


*Den Faden zum Leben erweck*

Mich würde mal interessieren, ob hier wer ist, der seine Zwangsgedanken ohne Psychopharmaka in den Griff bekommen hat?

Ich habe schon sehr lange Ängste und Zwänge (seit ich 11 bin, bin jz 21 - woohoo 10-jähriges Jubiläum *trööööööt*:D)

und da ich voll den Kontrollzwang habe, habe ich sehr oft in Situationen, wo ich verunsichert oder verletzt bin, die Angst, ich könnte verrückt werden und die Kontrolle verlieren usw.

Wenn es mir gut geht, hab ich das nicht.

Nun hat mir meine Ärztin letztens Paroxetin angedreht.

Dazu muss ich sagen: klar habe ich in meiner längeren Therapiezeit schon mal Psychopharmaka versucht. Allerdings hatte JEDES den Effekt, dass ich mich verstärkt selbst verletzte, da meine Depression von der Schilddrüse kommt (und mittlerweile weg ist, ich bin super eingestellt).

Dementsprechend skeptisch bin ich also. Ich hab Paroxetin einmal genommen und 12 Stunden nach der Einnahme war der Ritzdruck riesig (ich hab das jetzt seit vielen Monaten nicht mehr gemacht). Bin standhaft geblieben und hab mir geschworen, nie wieder so Zeug zu mir zu nehmen. Es muss doch auch ohne gehen.

RMeaQl 4EstIate


Hallo freefall! *:)

Ich habe sie in den Griff bekommen ohne was dagegen einzunehmen. Ich glaub die Therapie hat mir viel geholfen.

Ich glaub aber, dass ich jederzeit anfällig dafür bin ..

Hast Du Zwangsgedanken oder Kontrollzwang?!

TXho(mas19x87


Zwangsgedanken, sowie Zwangshandkungen sind keine einfache Sache.

Ich rede da aus Erfahrung.

Ich habe schon 2 mal eine Traumaklinik besucht, wo auch dies behandelt wurde.

Die Therapeuten, sowie die Psychologen waren sich einig, dass diese Zwänge deswegen gekommen sind. Aus Eigenschutz, vor Angst und davor, allen zu entgehen.

Ich habe dies jetzt noch sehr stark.

Es geht los, dass ich das Licht mehrfach an und aus mache, dass ich die Fenster mehrfach auf und zu mache, nachschaue ob die Tür wirklich richtig verschlossen ist usw...

Es war sogar schon so, dass ist vom Auto aus wieder hochgegangen bin um nochmal zu schauen ob wirklich alles zu ist. Okay, dass mag noch gehen, aber wenn man mit dem Auto unterwegs ist und das ganze einem keine Ruhe lässt und man beschließt doch nochmal die 50 bis 60 KM zurück fährt um NOCHMAL zu schauen, dann ist das schon eine sehr hohe Liga!

Viele kennen das Schritte zählen, mal nur die Linken, mal nur die Rechten, mal beide...

Man zählt einfach alles, was man so finden kann und versucht damit eine gewissen Angst zu unterdrücken.

Ich merke selbst das es mir nicht gut geht und sage mir dann innerlich: "Warum machst du das?", aber eine Antwort habe ich nie erhalten, warum ich das eigentlich mache. Was war und ist genau der Auslöser!? keine Ahnung!

Es ist keine innere Stimme, aber es ist wie eine innere Stimme die einen dann sagt, zähle, sonst geht irgendwas schief und du bist schuld daran.

Macht man es nicht und versucht dagegen anzugehen wird man gaaaaaaanz stark nervös und fühlt sich schlecht. Man bekommt eine Art innere Panik und deshalb zählt bzw. kontrolliert man lieber, nur um sich zu beruhigen.

Wie habt ihr denn das ganze im Griff? Wie sieht es da bei euch aus?

RXeal E{state


Macht man es nicht und versucht dagegen anzugehen wird man gaaaaaaanz stark nervös und fühlt sich schlecht. Man bekommt eine Art innere Panik und deshalb zählt bzw. kontrolliert man lieber, nur um sich zu beruhigen.

Genau so erlebe ich das auch. Ich denke dann , dass Angehörigen etwas passiert, weil ich die Dinge dann nicht so ausführe.

Das ist belastend. Ich weiß aber auch nicht warum das so und wo das her kommt.. Ok, wsl Begleiter der Angststörung..

Was tust du denn wenn du das stark hast? Hast du das phasenweise oder ständig?

T}hom=as1n9x87


Ich habe es ständig. Viel machen kann ich nicht, denn wenn ich mich reinsteigere und versuche dagegen anzugehen werde ich nichtehelichen nervös und mir geht es nicht gut dabei. Was ich am besten dagegen tun kann, weiß ich nicht.

Was tust du dagegen?

J'anx74


Genau so erlebe ich das auch. Ich denke dann , dass Angehörigen etwas passiert, weil ich die Dinge dann nicht so ausführe.

So einen Kram wie "wenn ich die Milchtüte nicht im richtigen Winkel in den Kühlschrank stelle, entgleist der Zug, in dem mein Partner gerade sitzt"?

Das kenn ich auch alles. Aber auch ratlos. Verhaltenstherapie ist da mein Weg.

q2uiPcknLickx85


Hallo,

ich habe/hatte auch einen Zwangsgedanken. Und dabei ging es darum ich könnte mir die Pulsadern aufschneiden, habe im Laufe eines Jahres 4 bis 5 mal diesen Gedanken gehabt und schließlich ein ganzes Wochenende richtig stark. Habe am Ende des Wochenendes versucht einen Notdienst oder so zu erreichen. Das gibt es aber bei uns nicht. Man wollte mir dann den Bereitschaftsarzt schicken. Allerdings hat man sich anders entschieden und hat Androhung Suizid alarmiert, weswegen dann Polizei, RTW und Notarzt kamen. Da ich wirklich Hilfe wollte bin ich freiwillig in ein Psychatrie. War 4 Wochen dort und habe gute Fortschritte gemacht, durfte meine Therapie Ambulant machen, bin jetzt fast fertig. Sollte ursprünglich Citalopram nehmen, was aber bei mir den Appetit ruiniert hat. Habe es dann selbst abgesetzt, bei damals 58 kg und 1.80m Größe ist es wichtig gut zu essen. Später habe ich Opipramol probiert habe ich gut vertragen und wirkte bei mir wohl auch Gewichtssteigernd.

Die Gedanken sind ganz gut im Griff, kommen aber trotzdem manchmal gerade wenn ich mich viel damit auseinandersetze. Wie z.B. nach dem Flugzeugabsturz oder jetzt wo ich eine Bescheiningung benötige das ich den LKW-Führerschein machen darf.

R9ealX 7EstRate


Was haben sie mit dir in der Klinik gemacht gegen die Zwangsgedanken?

Ist herrlich wenn man wieder Herr seiner Gedanken ist ne? :-)

q ui;c>knicxk85


Das wichtigste war eigentlich die Aussage: Das es nur ein Gedanke ist und was ich tue und nicht tue entscheide immernoch ich selbst. Ansonten lernt man dort zu entspannen und das es wichtig ist zu entspannen. Und ganz ehrlich das viele Menschen viel schlechter dran sind, was die Gesundheit angeht und ihr Umfeld.

Es war danach noch locker ein halbes Jahr ein richtiger Kampf seit dem. Ist der Gedanke nur in schlechten Zeiten da. Und dann habe ich ihn gut im Griff.

Es ist wichtig die Angst zu verlieren und ruhig zu bleiben.

Am herrlichsten ist es wieder glücklich sein zu können und sein Leben zu genießen.

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