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Zwangsgedanken

Rpeal EAstaote


Ups, versehentlich auch absenden gekommen.

Also weiter..

Die anderen Dinge sind jetzt quasi weg oder sagen wir, fast weg. In ganz seltenen Situationen hab ich noch meine "Luftspacken". Aber so selten, dass ich Dir gar nicht sagen könnte,wann sie das letzte mal da waren.

Was mir Angst macht ist, dass sich meine Angst ständig neue Wege sucht. Das ist ja eig nichts ungewöhnliches. Aber nun diese Gedanken. Da denk ich mir, toll jetzt ist es soweit. Die Angststörung wird so schlimm, dass ich gefährdet bin. :-o :°(

M}ollidenchxen


@ Real Estate

Und hast du eine "Vorgeschichte/Erkrankung"?

Ich war depressiv (allerdings wohl auch das in eher leichter Form, wenn ich hier teilweise die Geschichten anderer so lese, ich war z.B. niemals deswegen arbeitsunfähig). Ansonsten, na ja, psychische Probleme, die aus der Kindheit resultieren. U.a. eine Phobie. Ob meine komischen Gedanken, die in Richtung Zwangsgedanken gehen (ich bin mir nicht sicher, ob ich das wirklich so bezeichnen soll, scheint bei mir ja im Gegensatz zu Dir doch ziemlich harmlos zu sein), damit zusammenhängen, weiß ich nicht.

Meine komischen Gedanken gehen auch weniger in Richtung "ich lass mich jetzt vor die S-Bahn fallen" o.ä., sind mehr so, wie soll ich sagen, von außen kommend, also, nicht ich tue etwas, sondern etwas passiert mit mir, so in der Art "was, wenn jetzt mein Herz stehen bleibt" oder so. Also wohl mit Euren Gedanken nicht so unbedingt zu vergleichen.

RZeal' E+statxe


Ich hab auch noch einige andere Gedanken, die sind wirklich total harmlos.. Ich hab zB vor 1,5 Jahren mit dem Rauchen aufgehört und denke ab und zu "was, wenn du dir jetzt einfach ne Kippe anmachst und das nicht kontrollieren kannst?" Wobei ich das überhaupt nicht will und einfach so froh bin, dass ich nicht mehr rauche!! und zudem noch saumäßig stolz!!

Ich könnte jetzt ne ganze Latte aufzählen, die ähnlicher Art sind.

Einzig und allein diese bestimmten, die ich mir echt schon gar nicht traue auszusprechen, die machen mir Angst.

JGanx74


Naja, es ist schon so, wie Du schreibst, denke ich.. die Angst gibt nicht Ruhe, sucht sich nun neue Wege. Es ist wie ein Dämon in einem, der nicht sterben mag. Wenn man ihn an einer Seite besiegt hat, sucht er sich eine neue. Gerade Zwänge sind da eine "wirkungsvolle Methode". Man spürt so richtig den Kampf, finde ich. Zwangsimpuls vorhanden, Druck, Spannung, "tu es! tu es! tu es!". Der Dämon und ich, wir kämpfen gegeneinander. Und er ernährt sich davon, wenn ich seinen Impulsen nachgebe. Wenn ich nicht "rumzwängele", mich auch meinen Ängsten stelle und nicht kneife, hungere ich ihn auf Dauer dadurch aus.

Aber, wie gesagt – Du bist NICHT gefährdet! Es gibt Geschichten, wo der Therapeut sich mit dem Patienten, der den Zwangsimpuls/-Gedanken hat, den Therapeuten vor die Bahn zu stoßen, mit selbigen einen Bahnsteig aufgesucht hat, sich zwischen den Patienten und die Gleise (mit heranrollendem Zug) gestellt hat, und quasi "das Risiko eingegangen ist", dass der Patient ihn, den Zwangsgedanken folgend, vor die Bahn stößt. Das passiert aber NIE.

Ich kenne auch ausserordentlich brutale Gedanken. Einmal stand meine Freundin auf einer Leiter vor mir, die Deckenlampe anbringend, bat mich umn einen Schraubenzieher, und der Gedanke war, "ich könnte ihr den Schraubenzieher jetzt auch in den Bauch rammen". Wirklich abartig, und das war noch nicht das schlimmste, was ich da bisher so hatte. Aber, wie gesagt, man setzt es generell nie in die Tat um.

R#eaQl Estaxte


Ja genau, dieser Druck! Der macht mir Angst! Ich hatte mir nicht getraut das jemals auszusprechen oder zu sagen.. 'Aber wo Du es jetzt auch geschrieben hast, fällt es mir gar nicht so schwer!

Ist auch eine Art von komischen Gedanken " Wenn ich das und das ausspreche, dann passiert das vielleicht auch"

J:anX74


Klingt wirklich nach normaler Zwangsstörung ;-). Aber, wie gesagt, ausser dass das enorm nervig ist, macht das nix.. also Du bist wirklich deswegen nicht in erhöhter Gefahr, irgendwelches dummes Zeugs zu machen (was ja eine Deiner Hauptsorgen zu sein scheint).

AEndro.idlexr


Es hilft Zwangsgedanken egal wie schlimm sie sind zu denken und ruhig aufzuschreiben, auszusprechen etc. und die verbundene Angst auszuhalten. Es wird nix passieren. :)z

R?eal rEstxate


Seitdem ich das hier angesprochen habe, geht es mir schon besser.

Mal morgen abwarten wie es auf dem Weg zur Arbeit und während der Arbeit ist. Auf Hin- und Rückfahrt hab ich viel Zeit zum nachdenken.

Und sie kommen in Situationen, in denen ich emotional berührt werde/bin |-o Zum Beispiel Musik oder Film...

Warum ist das so?!?

J~an7x4


Also bei mir kommen sie immer so dass sie als "Feind" agieren. Genau das, was mir in einer Situation am meisten Angst macht, und/oder moralisch am unangebrachtesten ist, ist das Thema der Zwangsgedanken und -Handlungen.

Tja, warum ist das so. Neurogolisch gesehen handelt es sich um irgendeinen Fehler im Dopamin- und Serotonin-System (was auch sonst ;-) ).

Was das Psychologische angeht, meinte meine Therapeutin, dass Zwangsstörungen oft bei Leuten vorkommen, die "in zu jungem Alter zu viel an Verantwortung tragen mussten". In der Tat stelle ich bei mir auch so einen Mechanismus fest. Die Zwangsstörung ist quasi eine Fortsetzung des Gefühls, "was ich mache ist nie gut genug, ich bin minderwertig, ich muss immer 110% geben damit alles ok ist". Einfach so mal "entspannt und locker sein und fünfe gerade sein lassen" ist nicht, stattdessen dauernde Anspannung, dauernde Sorge ob auch alles ok ist etc. Entspricht auch ziemlich genau dem, was meine Mutter mir als Weltbild implantiert hat. Stichwort fehlendes Urvertrauen, fehlendes Vertrauen generell. Leitmotiv ist "Kontrolle ausüben wollen". Kontrolle statt Vertrauen, das ist wohl DAS relevante Gegensatzpaar in diesem Kontext.

R5eal} Estfate


Ja, Zwangsgedanken sind ziemlich individuell!!

Also wenn man dem Ansatz folgt, den Du grad beschrieben hast, dann passt es auch.

bei meinem Vater gibt es kein gut oder so. Es ist NIE gut genug gewesen und auch heute nicht. Aber ich kenne es nicht anders, warum kommt so etwas auf einmal mit 30 Jahren..!!? Ok, auf einmal ist eig nicht richtig..

Ich weiß bis heute nicht, wo meine Angststörung her kommt. ob das was mit Familie oder Erziehung oder so zu tun hat....

Welche Therapie macht man bei ZG?

Hab grad was tiefenpsychologisches begonnen, weil mir von mehren Seiten bestätigt wurde, dass ich verhaltenstherapeutisch austherapiert bin.

R\eaJlV Es%tate


Moment, wieso bekomme ich ZG in Situationen, in denen ich emotional berührt werde; irgendwie hört sich das nicht gesund an.

Trauriges (Musik, Film, Serie) zB "ertrage" ich schlecht, heißt das, dass ich Gefühle nicht ertragen kann?

Oha, jetzt bin ich verwirrt.. ":/ :-/

ARndro>idcler


Das klingt eher nach Depression. Zwangsgedanken sind eigentlich fast den ganzen tag da oder man versucht ständig zu kontrollieren etc.

J-an7x4


Hm, also die Aussage, dass Du verhaltenstherapeutisch austherapiert bist, in Kombination mit diesem geradezu naiven, unwissendem Erstaunen in Bezug auf die Zwänge, finde ich etwas bizarr. Das kommt mir keineswegs "austherapiert" vor. Gerade bei Zwängen ist Verhaltenstherapie viel besser geeignet als tiefenpsychologische Sachen, denke ich. Es gibt ja durchaus Strategien dagegen.

Und die Antworten auf all die "warum?"-Fragen wird man so leicht wohl nicht finden. Das, was Du von Deinem Vater beschreibst, passt allerdings durchaus gut ins Muster. Und das mit "auf einmal, mit 30 Jahren".. also meine Erfahrung war es auch, dass die diversen Störungen erst im Alter über 30 sich wirklich zu voller Blüte entfaltet haben. Es muss wohl erst reifen bevor es ausbricht ;-).

Rgea`l E\sta"te


Androidler, :-)

Sie sind auch den ganzen Tag da.. Aber sie werden schlimmer in bestimmten Situationen halt...

Für ne Depression bin ich viel zu "fit". Depressiv fühlt sich anders an.

Ich kann zB bestimmt Musik nicht hören oder ich tu es nicht, weil ich weiß, dass es mir dann schlecht/er geht. Klar, dann hört man die Musik halt nicht, aber ich will mir von meinem Denken nicht "verbieten" lassen meine Lieblingsband zu hören.

Das wundert mich halt, und ich kann es nicht verstehen warum das so ist.

Weckt es so viel Gefühl in mir, dass ich damit nicht umgehen kann? Ich kann das nicht greifen, weißt Du wie ich meine? Und das nervt mich. Ich muss alles wissen und verstehen warum |-o

Jan, :-)

austherapiert im Sinn von Panikattacken, Luftspacken und der Hyopchondrie. Zwänge sind, finde ich, ne ganz andere Nummer. Ich vermute, dass so eine Thera vielleicht anders aussehen würde.

Das tiefenpsychologische hab ich angefangen, da waren die ZG grad mal 3 Tage da, also das hab ich nicht deswegen angefangen. Es hat sich überschnitten.

JHan7x4


Hm.. also ich behaupte, dass man das gar nicht so trennen kann; dass alle Deine erwähnten Probleme, inkl. der ZG, Symptome derselben Problematik sind. Daher wäre mein Rat da, auch versuchen, das mal therapeutisch so anzugehen. Wie gesagt, "Kontrolle" vs. "Vertrauen" ist. m.M. nach das, worum es da im Gesamtkontext geht. Fehlendes Urvertrauen, Unsicherheit etc.

Hast Du wirklich nur diese Gedanken oder auch Zwangshandlungen? Da gibts dann ja auch verhaltenstherapeutische Maßnahmen. Einfach gesagt, durch den Zwang ensteht ein Spannunsgefühl. Wenn man nun "zwängelt" (=Zwangshandlung ausübt), wird man wieder entspannt, allerdings merkt das Gehirn sich "das hat zur Entspannung geführt, war also offenbar das richtige", und die Spannung wird erneut, langfristig und chronisch, dadurch noch größer als vorher: der Druck, zu zwängeln, nimmt umso mehr zu, je mehr man versucht, sich dadurch von den Spannungen zu befreien. Therapie besteht also darin, ganz bewusst die Zwänge nicht auszuüben und die Spannung ertragen, je mehr destso besser.

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