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Am Ende sind das Zwangsgedanken? Was habe ich nur?

S:araLh08x6 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Habe hier schonmal so ein ähnliches Thema eröffnet (siehe mein Beitrag "gespaltene Persönlichkeit")

Nur......es wird immer schlimmer, ich kann einfach nicht mehr!!!

Nochmal zu meinem Problem:

Seit ungefähr 6 Monaten bilde ich mir ein, dass ich schlimme Dinge getan habe, sie aber komischerweise all die Jahre nicht wusste!!

Das hat so angefangen, dass ich zb über ein Thema nachgedacht habe, weil es grrade im tv kam....und plötzlich hatte ich Bilder vor meinem geistigen Auge, dass ich diese Dinge getan habe! Diese Bilder sind für mich wie echte Erinnerungen, ich weiß wer das war, wo, sogar einzelne Gesprächs protokolle!!

Und es ging bis jetzt immer ums fremdgehen!! Und je länger ich nachgedacht habe, umso mehr viel mir ein!! Verschiedene Sachen, immer was neues! Jeden Tag kam wieder was neues dazu!! Ich muss dazu sagen, hab davor auch schon unter Depressionen und Zwangsgedanken gelitten.

Aber nicht sowas!! Ich hab ja genau die bilder vor meinem Auge! So, als wenn das wirklich passiert wäre, ich es aber komischerweise all die Jahre nicht wusste!! Und das versteh ich eben nicht!! Sowas weiß man doch!!??? Außerdem bin ich glücklich in meiner Beziehung und bin gar nicht der Typ zum fremdgehen! !

Aber was sind das dann für Erinnerungen?? Und wie gesagt, es sind jeden tag wieder neue Sachen dazu gekommen! Das hört sich vielleicht schon schlimm wn, aber das ist NICHTS im Vergleich zu dem, was ich jetzt habe!! Das was ich jetzt denke, getan zu haben, ist so schlimm, dass ich es euch nicht sagen kann!!

Ich habe solche Angst und Schuld Gefühle! !! Seit einer Woche gehe ich nicht mehr raus, esse nichts mehr, liege den ganzen Tag im Bett, weine, Nervenzusammenbruch, usw! Ich verwahrlose regelrecht! ! Ich hab kein Leben mehr!! Das ist schon der Tod!! Ich kann echt nicht mehr....was habe ich nur ??? ???

Bekomme auch Medikamente, aber die helfen nicht und mein Arzt weiß anscheinend auch nicht was ich habe!!???

Z.b. habe ich im Moment so ein Gedanke, wo ich den Ort weiß, und paar andere Sachen, aber komischerweise weiß ich nicht, WER das war? Aber die Gedanken drum herum kommen mur real vor! Wieso weiss ich dann nicht, WER DAS WAR ??? ?

Was soll ich tun?? Was habe ich?? Wie soll ich jemals wieder Glück fühlen können und ein Leben haben ???

Sorry für den langen Text @:)

Antworten
A$nneDttxo


Was genau bei Dir Ursache ist, weiß ich wohl auch nicht. Ich nimm mal an, es sind irgendwelche Schuldgefühle, die sich immer auf solche Situationen projezieren, bei denen Du dann denkst, dass Du es warst, obwohl Du es nicht warst. Irgendeine verdrängte Schuld bzw. Schuldgefühl scheint in Dir zu schlummern.

Ich habe auch ein unlösbares psychisches Problem, bei dem mir weder Arzt noch Pillen helfen: bei mir lösen sich ständig vergangene Konflikte, die real da gewesen waren, immer wieder aus. Noch nach Jahrzehnten, und ich werde wieder so wütend wie am ersten Tag. Bei mir klappt das Abhaken irgendwie nicht. Auslöser kommen nonstop den ganzen Tag bei Alltagsgeschehen, Gedanken, Erlebnissen usw...da wird man kirre, und es hilft keiner.

Ich kann also Dein Leid supergut verstehen. @:) :)*

STarRah0x86


Hallo @Annetto !

Danke für deine Antwort, ich wünsche dir auch gute Besserung, vielleicht schaffst du es ja doch irgendwann, die Sache ab zu haken :-) :)*

Wünsche dir, dass du es schaffst @:)

AFnnet%to


Es sind ganz viele Sachen, es kommen immer neue dazu...mittlerweile bin ich dicht damit, weil es immer mehr wird. {:(

Ich wünsche Dir auch, dass Du bald einen Weg aus dieser Sache heraus findest. :)* @:)

AnndroiGdler


Welche Medikamente nehmt ihr denn?

Klingt nach Zwangsgedanken, Sarah. Was sagt denn der Arzt dazu?

SWaXrahV08x6


Hallo @Androidler !

Ich nehme jeden Tag 400mg Quetiapin retard und 40mg Fluoxetin.

Mein Arzt hat kein Plan glaube ich. ...sollte ihn wohl wechseln. ..er verschreibt mir immer neue Tabletten. ...das wars :°(

A_nnettxo


Doxepin

(Früher noch eine ganze Reihe Neuroleptika, die dabei auch nicht halfen.)

Aennettxo


Du, ich habe da so eine Ahnung, was es sein könnte:

Du sagst, es geht immer ums Fremdgehen, obwohl du nie fremdgehen würdest. Ich habe mal eben in einem anderen Faden von dir gelesen, wo steht, dass Dein Mann "nur" normal bestückt ist, Du aber nur richtig guten Sex haben kannst, wenn der Mann gut genug bestückt ist.

Ich glaube, in Wirklichkeit willst Du fremd gehen, mit einem Mann, der besser bestückt ist, wie Dein Ehemann. Aber da Du das niemals machen würdest, Deinen Mann zu betrügen, schummelt sich dieses Verlangen jetzt in diesen Zwangssituationen heraus.

Weißte wie ich meine?

SWaragh08_6


Ja, ich weiß schon was du meinst, aber glaub mir wenn ich dir sage, das hat rein gar nichts damit zu tun! So schlecht wie es mir geht, denke ich schon lange nicht mehr an sowas unwichtiges.....mitlerweile hat es ja auch nicht nur mit fremd gehen zu tun....sind schon andere sachen dazu gekommen. ....wow, esse gerade zum ersten mal seit zwei Tagen was.....ansonsten liege ich ohne Übertreibung 24std im bett...seit einer Woche. ...

Afndro]idxler


Hast du Psychose oder Schizophrenie? 400 mg Quetiapin klingt ziemlich krass. Fühlst du dich damit nicht total leblos? Ich hätte jetzt Citalopram und/oder Opipramol empfohlen, aber nicht gleich so ein Hammer Medikament. Ist es so schlimm? Wahnhaft?

stchn[eckeL198x5


@ Androidler

Bis 400mg wird Quietapin für Depressionen und Angst eingesetzt. Für antipsychotische Wirkung wird auf bis zu 1200mg hochdosiert.

Ich nehme aus dem selben Grund auch 300mg ohne psychotische Indikation.

ASndroxidl*exr


Seltsam. Sämtliche Ärztekommissionen raten dringend vom Einsatz von Neuroleptika bei Ängsten ab, aufgrund der schweren Langzeitschäden. Hier werden eindeutig SSRI und duloxetin etc. empfohlen.

s\chnectke19x85


Seltsam. Sämtliche Ärztekommissionen raten dringend vom Einsatz von Neuroleptika bei Ängsten ab, aufgrund der schweren Langzeitschäden. Hier werden eindeutig SSRI und duloxetin etc. empfohlen.

Naja, grade der off-Label-Use von Neuroleptika nimmt in den letzten Jahren eher zu. Und zwar gerade im Bereich Angst und Depression.

Letztlich ist jede Medikation mit Nebenwirkungen behaftet. Da muss der Patient immer für sich entscheiden, welche Risiken man in Kauf nimmt bzw. wie ausgeprägt die psychosomatischen Symptome sind. In der Zeit der tiefesten Depression war mein Kopf so matsch, dass ich nicht mal mehr die Zeitung lesen konnte, so massiv war meine Konzentration gestört.

LEärbche2


Sarah086

habe in diesem Forum schon sehr viel geschrieben, da ich lange Jahre auch unter schlimmsten Zwangsgedanken litt.

Ich war in dieser Zeit sehr unglücklich und gar nicht mehr richtig in der Gegenwart. Es war eine sehr schlimme Zeit. Als ich es gar nicht mehr aushielt, bin ich endlich in Therapie gegangen. Hatte nicht ganz 3 Jahre Gesprächstherapie. Meine Medikamente wurden immer wieder gewechselt, da sie alle nicht halfen. Bis mein Therapeuth mir was verschrieb, das wenigstens mal anpackte und es einige Zeit etwas besser ging. Aber nach einigen Monaten war es genauso wieder wie vorher. Aber das Medikament, das mir dann veschrieben wurde, half mir wirklich. Die Zwangsgedanken und Zwänge wurden immer weniger. Dieses Med. nehme ich auch heute noch, ich habe keinerlei Nebenwirkungen davon.

Mittlerweile kann ich mit diesen ZG umgehen und sie ziemlich verdrängen. (Manchmal habe ich aber trotzdem auch immer wieder mal zu kämpfen).

Und es war auch so bei mir, daß immer wieder neue ZG dazukamen, wenn ich die einen auf die Reihe ge bracht hatte, kam gleich drauf ein noch schlimmerer. Und so ging es diese ganzen Jahre.

Ich wünsche Dir, daß Du das auch mal alles wieder auf die Reihe bringst, aber ich weiß ja, wie schwer das ist und daß das kein Außenstehender versteht.

Alles Gute und viele :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

Anndr>o/idxler


Mm, ich sehe da einen Unterschied, ob ein Medikament (SSRI) vorübergehend ein paar leichte vegetative Missempfindungen macht

oder dauerhaft den ganzen Körper und sämtliche Organe schädigt (typische und atypische Neuroleptika). 10% Gehirn Verlust in 2 Wochen hat man raus gefunden und bis zu 25 Jahre Lebenszeit. Des weiteren wird der nutzen der Neuroleptika arg in Frage gestellt, weil es vermehrt zu Rückfällen kam. Ebenso führt es zu Einschränkungen der Gefühlswelt und Bewegungsstörungen.

In Ländern ohne Neuroleptika scheint es den Patienten keineswegs schlechter zu gehen.

Wer mehr wissen will, gibt mal "neuroleptika Schäden/Gehirnschäden/neurotoxisch/Lebenserwartung" o.ä. bei google ein.

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