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Zwangsgedanken Diagnose

M[L2x1 hat die Diskussion gestartet


Ich glaube unter Zwangsgedanken zu leiden.

Ich habe oft phasenweise tiefe depressionen mit gedankengängen un fragen welche mich den ganzen tag beschäftigen. So sehr, dass ich manchmal nicht aus dem haus gehe, weil ich zu sehr damit beschäftigt bin nachzudenken.

Dann gibt es hin und wieder den Moment in dem mir meine ständige Denkerei vollkommen dumm, absurd und sinnlos vorkommt. So ein "Worüber zu Teufel denk ich hier denn eigentlich den ganzen Tag nach, was ist los mit mir ???" Ich verspüre eine starke innere Ruhe und Frieden, Einsicht, Glück(lichsein), Erleichterung, und euphorische Glücksgefühle in dem Moment. Ein sehr starkes und unglaublich beruhigendes und befriedigendes Gefühl. Dabei merke ich auch eine Veränderung meiner körperlichen Einstellung. Ruhiger Atem, kurzzeitig verlangsamter Herzschlag, klarer Kopf, ein tiefes Ausatmen...ein "locker werden" des gesamten Körpers.

Bildlich kann man es sich so vorstellen, als würde man aus dem ständigen Gedankenkreisen zurück zum realen Leben finden; als würde man plötzlich über den Gedanken stehen und sie wirklich verstehen und erkennen und merken dass sie schwachsinn sind; als würde man endlich wieder das JETZT wahrnehmen, in welchem man einfach eine Strasse entlanggeht, nicht mehr nicht weniger, anstatt das GESTERN und MORGEN wahrzunehmen in welchem man vielleicht etwas gemacht hat, worüber man rumphilosophiert was der Grund dafür war, oder in welchem man etwas machen könnte, worüber man eigentlich nicht nachdenken will.

Dieser Moment kann paar sekunden dauern, oder aber auch paar Wochen glücklich machen...bis man dann wieder einbisschen vergisst wie schön diese zeit war, bzw. das Glücksgefühl verschwindet wieder und sich dann fragt "War dieses Glücklichsein nur Einbildung? Sollte ich nicht über einige Sachen nachdenken um sicherzugehen, dass ich sie unter Kontrolle hab? Ich hab jetzt schon einige Wochen nicht soviel nachgedacht...wer weiß wie ich mich entwickelt hab?"

Und es fängt von neu an...

Antworten
AMndroi@dler


Das klingt bestenfalls nach leichter Depression.

MGL2x1


@ Androidler:

Würdest du dich eher als Laie sehen, oder meinst du dich recht gut auszukennen?

M#L21


Wieder mal stelle ich mir von früh bis spät die frage "Bin ich schwul?". Seit meinem Aufstehen und sicher bis zum schlafen gehen. Ich schätze mal heute werd ich wieder bissl psychopax brauchen, oder ein gespräch mit onkel whiskey um schlafen zu können. Benommen noch vorm einschlafen eine zigarette rauchen und auf den nächsten scheiß tag warten, der genauso scheiße wird wie der vorige. Am meisten freue ich mich darauf zu schlafen, denn da denk ich nicht nach. Wieder den ganzen tag auf "Zwangsgedanken Foren" gewesen ohne überhaupt sicher zu sein, dass ich welche hab und pornos (Gay,Hetero und Tranny) schauen um etwas aus meinen reaktionen zu deuten. Um eine "Erleuchtung" zu kriegen.

Die internet seiten von bordellen in der nähe durchgegangen um die antwort auf die frage zu finden "Würde ichs eher mit ner frau treiben, oder mit ner transe die man da finden kann?" Das hab ich etwa 2 stunden lag gemacht. Heute (wie oft) gefiel mir die antwort nicht. Ich war äußerst verängstigt und aufgegeilt.

Ich war zu etwa 18h äußerst frustriert. Jeder mensch ist irgendwie glücklich, es ist weihnachtszeit, alle freuen sich auf den nächsten tag und die ferien. nur ich nichtsnütziges stück dreck lieg in meinem bett und frag mich was ich bin. Die eine antwort wäre zu schön um wahr zu sein und die andere macht mir angst.

Zu viel frust...ich hab mich innerlich selber angeschrien "Du bist schwul, gestehe es dir ein du bist schwul, schwul! schwul! schwul!" Ich wollte mir eingestehen, dass ich schwul bin. Ich hab mir gedacht "akzeptiere es. Wenn es so ist, dann ist es so, ich habe mich den schwulen gedanken geöffnet." Ich wollte mit allem abschließen, mit dem vielen denken.

Und meine gedanken wurden leiser. Aber mir gings wie davor. Keine innere klarheit, keine glücksgefühl, kein "Ich hab mich gefunden". Ich hab mich angezogen und bin spazieren gegangen, um mich mit meiner homosexualität auseinanderzusetzen. Ich wollte bei einem ruhigen spaziergang meine homosexualität annehmen...diese mauer brechen und mich selber finden.

Aber ich konnte es nicht. Meine gedanken drehten sich um...ich fragte mich "Wenn ich schwul wär, wie hätte ich diese erektionen bei frauen kriegen können, und kriege sie immer noch? Wie kann ich auf nackte frauen, frauenärsche, frauen in pornos, frauenbeine, busen...geil werden? Ich will ja endlich akzeptieren, dass ich schwul bin, aber plötzlich ist es nicht mehr so aufregend und spannend an die transe zu denken, die im bordell in meiner nähe arbeitet. Denn jetzt gehört es ja zu meinem leben dazu, diese art von sex...egal ob mit ner transe oder nem mann." Ich fragte mich:"Wieso, hab ich dann noch nie einen mann geliebt, oder gefühle für einen mann gehabt? Wieso bastelte ich damals mit 10, oder 11 jahren ein herz für ein mädchen in meiner volksschule, und nicht für einen jungen? Wieso fand ich ein anderes mädchen damals auf eine komische art und weise anziehend, und nicht einen jungen? Wieso schwärmte ich von jessica alba und j.los arsch, und nicht von brad pitt oder kA wem? Wieso denk ich jetzt nicht dran nen kerl kennenzulernen und mich auszutoben, so wie in meiner fantasie? Wieso ist "shemaletube" usw. plötzlich weniger aufregend als davor? Vllt weil meine sexuelle fantasie nicht nur meine sexuelle fantasie ist, sondern ein misch-masch aus komischen gefühlen? Wieso fühle ich mich jetzt nicht irgendwie "schwuler" als davor?"

Ich hatte schon einmal solch einen moment, nur um einiges extremer als heute. Damals lernte ich für eine prüfung, allerdings konnte ich durch meine ständigen gedanken nicht lernen und hab die prüfung verkackt. Ich habe mich vor nen spiegel gestellt und mir gesagt "Na, du schwuchtel! Ständig im schädl rumphilosophieren und im leben nix auf die reihe bekommen!? Nichtmal mit nem kerl zu vögeln traust du dich, obwohl dus doch willst! Sags dir...sag: Ich bin schwul! Na los! Hast es dir nicht besser verdient als schwul zu sein! Warst doch immer nur scheiße! Dir macht doch sowieso garnichts mehr spaß, was hast du verlieren!?!?" Also schaute ich in diesen spiegel und sagte mir "ich bin schwul, ich muss damit leben, und meine engsten leute auch. Es ist so, es ist gut so! Ich kann jetzt endlich leben. Ohne angst. Und ich werd in dieses bordell gehen und mich von nem fetten teil schmerzhaft durchrammeln lassen, so wie ich es mir immer vorstelle (meine homosexuellen gedanken haben nie eine romantische oder beruhigende komponente, sie sind immer gewaltsam und unangenehm und sozusagen "unfreiwillig", und gedanken wie neben nem kerl zu liegen und ihm zu sagen dass ich ihn liebe hatte ich noch nie, nie den wunsch dannach verspürt. Es war immer...ich bin unten, er ist oben und er tut mir weh und dominiert mich bösartig". Also geh ich an diesem bordell vorbei und wusste schon welche transe ich nehme, bzw. welche mich nimmt, hab mich nur entschieden noch eine runde um den block zu gehen weil vorm puff gerade passanten waren (mir wärs peinlich gewesen). Das geld hatte ich bei mir. Auf dem weg um den block herum sehe ich genau vor mir 2 frauen. 1 recht groß, die andere mit ner sonnenbrille und botox-gesicht. wir kommen uns vor dem bordell entgegen. Ich schaue sie genauer an...es waren 2 transexuelle, welche genau in diesem bordell arbeiten. 1 von denen war die eine, zu welcher ich letztendlich hingehen wollte um es mir besorgen zu lassen. Es kommt noch schlimmer, sie lächelt mich an und grüßt mich mit "Morgen". (Das ist wirklich eine wahre geschichte, es war ein sehr komischer zufall) Ich grüße ganz ruhig zurück und gehe weiter, ich habe nur einen gedanken daran verschwendet, ihr hinterherzugehen, nämlich den gedanken, dass das äußerst seltsam wäre, kein anzeichen von aufgegeilt sein oder dieser schwärm-gedanke "oh gott, was ich alles mit ihr anstellen würde ???". Mir lief nach der situation ein kalter schauer über den rücken. Und plötzlich kam mir wieder einer dieser Momente in denen mir alles klar wurde...es ist nicht meine "lust" sondern meine unglaubliche angst, der versuchung nicht widerstehen zu können. In meinen gedanken ist der sex mit männern und transen möglich, und das macht mir rießen angst...soviel angst, dass ich ständig daran denken muss, um bei einer tatsächlichen begebnung mich beherrschen zu können. In der realität aber, fühlte ich irgendwie nicht den drang, ihr hinterherzulaufen.

Ich hatte dieses gefühl, als hätte ich mich selber am kragen gepackt, und aus einer gedanken-achterbahn rausgeholt. Und ich konnte die gesamte achterbahn von oben betrachten, ohne selber davon betroffen zu sein. Und mir wurde "klar", dass die realität von meinen gedanken abweicht. Ich verspürte ein (wie schon beschrieben) lockerwerden meines gesamten körpers, jedes einzelnen organes und jeder muskelfaser. Ich war noch am gleichen tag im stande fussball spielen zu gehen und bei dem vorhaben spaß zu haben. Normalerweise tu ich das nur noch selten, weil ich keine lust mehr auf mein leben habe.

Aber ich bin wieder gefangen, und mir kommt diese "erleuchtung" und unglaubliche gelassenheit und diese einsicht im moment vor, als wäre das nur eine illusion gewesen, der verzweifelte versuch meiner seele, sich so zu fühlen wie sie es gern hätte, anstatt sich so zu fühlen wie sie "ist". Meine jetztige realität ist finster, hoffnungslos, deprimierend und verwirrend...die realität in diesen tagen, wie sie kurz war, war unglaublich erfüllend, angstbefreit, real, zufriedenstellend und hoffnungsvoll. Komischerweise schaff ich es aber im moment nicht mich so zu fühlen.

Ich hatte schon öfter diese klaren, erleuchtenden momente. Sie haben sich unglaublich schön angefühlt. Ich hatte eine super phase, die hielt 5 monate lang...in der zeit konnte ich mich nicht mehr in diese deprimierenden gedanken hineinversetzen, sie schienen mir oft einfach übertrieben und absurd, aber letztendlich kamen sie doch wieder...denn ich muss mir letztendlich immer die frage stellen "Bist du dir sicher, dass du glücklich bist, oder unterdrückst du vllt nur deine homosexualität zu gut?" "Sollst du dich sicher wohl fühlen? Was ist wenn du dich jetzt wohlfühlst und dann doch merkst, dass du auf männer stehst?" "Ignorierst du nicht etwas? Hallo?!?! Vllt bist du ja doch schwul? Denk mal drüber nach?" Und dann denk ich mir "Nein!!! Nicht schon wieder, mach mir nicht alles kaputt!" Und innerhalb von paar tagen bis 1 woche finde ich mich wieder...auf meinem bett, in foren und porno-seiten, ängstlich und hoffnungslos, und ahnungslos wie ich damals glücklich sein konnte...frohe weihnachten.

M.L21


mir ist im moment nicht klar, wie ich damals glücklich sein konnte, obwohl ich damals dachte nicht schwul zu sein. Meine homosexuellen gedanken fühlen sich so an, als müsste und wollte ich ihnen irgendwann mal nachgeben. Aber je mehr ich mich in gedanken überrede, den gedanken nachzugehen, desto schlechter geht es mir und desto verängstigter bin ich. Doch wenn ich dann eine schwelle übertrete, in welcher ich so kraftlos und frustriert bin, dass ich nicht mehr gegen die erfüllung dieser fantasien/gedanken ankämpfen will, merke ich irgendwie, dass ich die ganze zeit versuche gegen ein "Nichts" anzukämpfen, denn irgendwie ändert sich dann nichts. Ich habe dann kurz oder länger einfach keine angst mehr.

M{L21


als ob ich ein kleiner nerviger junge erst dann in ruhe lässt, wenn ich am boden und "off guard"/schutzlos bin. In dem moment weiß ich nicht, ob ich schwul bin oder nicht. Aber diese angst verschwindet. Und ich kann klar sehen, und in dem moment fühle ich nicht den drang die genitalien eines mannes zu umarmen und tendiere eher dazu zu sagen, nein, ich bin nicht schwul.

MNollsie5nch]exn


Dir geht's meiner Ansicht nach in Wirklichkeit gar nicht darum, ob Du schwul bist, sondern um Identitätsfindung. Und darum, das Gefühl zu bekommen, "richtig" zu sein. Das Schwulsein (oder Heterosein, oder Bi-Sein) ist nur stellvertretend dafür. Du glaubst in Wirklichkeit, Du bist nicht richtig, und zwar egal wie Du bist, es ist nie richtig. Sehnst Dich aber nach diesem Gefühl, richtig zu sein, egal wie Du dann wärest, notfalls eben auch schwul, Hauptsache Du hast dieses "jetzt hab ich's endlich"-Gefühl. Du könntest Dir auch irgendwas anderes stattdessen aussuchen, nicht sexuelle Orientierung, sondern – keine Ahnung, die Berufswahl, oder irgendeine andere Verhaltensweise, das Ergebnis wäre dasselbe.

Ich kenne das Gefühl von mir selbst, jetzt nicht im Zusammenhang mit sexueller Orientierung, aber einfach das Gefühl "egal, wie ich mich entscheide, es ist falsch", weil sich dieses "endlich, Lösung gefunden"-Gefühl einfach nicht einstellen will. Man sehnt sich nach Befreiung, nach einer Art Segen von oben, "so bist du und so darfst du sein", macht dies aber an Einzelheiten fest, auf die es in Wirklichkeit aber überhaupt nicht ankommt.

Du müsstest schlicht lernen, Dich zu nehmen wie Du bist, und zwar ohne vorher jedes Detail und jede Gefühlsregung exakt zu beleuchten und zu hinterfragen. Ich würde Dir, falls Du so etwas nicht schon machst, eine Psychotherapie empfehlen.

M2L2x1


danke mollienchen

ich habe am freitag meinen ersten termin bei einem psychologen.

MHollfiecncxhen


Sehr gut. :)^

MiL21


Ich muss mit mir selber frieden schliessen. Ich denke ständig an vergangene krisen, gedanken, ex freundinnen, möglichkeiten und erlebe eigentlich nie die gegenwart. Ich fühle nich heute eteas besser. Die angst schwul zu sein wirkt mir heute hin und wiefer fremd. Meine homosexuellen fantasien sind immer äußerst masochistisch und irgendwie "bestrafend". Ich hatte heute kurz dass gefühl inneren friedens und gleichgewichts da wurden mir meine fantasien irgendwie befremdlich. Ich weiß nicht was das zu bedeuten hat, und ehrlich hab ich auch keine lust schon wieder drüber nschzudenken.

Es ist irgendwie einfach unglaublich lange her, dass ich glücklich war

MpL21


Ich hab irgendwie schon immer das gefühl gehabt mich selber finden zu müssen. Irgendwo, irgendwie das "ich" in einem statement festzuhalten und dabei zu bleiben. Dabei bin ich eigentlich zu vieles um mich in einem satz wiederzuspiegeln, jeder mensch ist "zu vieles" für so etwas. Ich bin eigentlich das ich, welches ich im moment bin sozusagen. Ich muss aufhören mich zu versuchen zu kategorisieren...ich glaub die hilfe eines psychologen wäre mir im moment sehr hilfreich. Allein schaff ichs vllt doch nicht.

M7Lx21


Ich habe gerade vor einem McDonalds einen Mann kennengelernt. Er hat mich angesprochen und schien von den Blicken her und seiner Körperhaltung interessiert an mir. Ich habe mich entschieden eine Unterhaltung mit ihm zu führen. Alles noch cool. Beim Verabschieden dann das Bild wie wir Sex haben und der Gedanke "Du willst es doch!" Es stürzte wiedermal eine Welt für mich zusammen. Wollte ich diesen Gedanken und hatte ich Lust und hab mich dann erschrocken weil ich diese Lust hatte? Oder war es ein aufgezwungener Gedanke? Oh gott, ich sterbe innerlich.

Mich haben, bevor das alles angefangen hat, echt viele Männer angebraten. Ich will hier nicht ins Detail gehen, und niemals hatte ich sowas, niemals! :°(

ich kann es kaum erwarten, dass meine 1. Therapiestunde anfängt. Ich will Klarheit...und auch wenn das heißt, dass ich schwul bin...

MXL2P1


ich hatte heute vor, produktiv zu sein. Nach diesem Ereignis aber kann ich nicht mehr. Ich mach nen einsamen spaziergang mit kopfhörern im ohr. Und leg mich dann einfach schlafen.

MMollievncxhen


Meine homosexuellen fantasien sind immer äußerst masochistisch und irgendwie "bestrafend".

Deswegen denke ich, dass Deine Zwangsgedanken keinesfalls etwas damit zu tun haben, dass Du wirklich schwul bist. Da steckt was ganz anderes dahinter. Du hast Dir nur aus irgendeinem Grund das Thema "schwul sein" ausgesucht. Es hätte aber auch jedes andere Thema sein können.

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