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Warum können manche so schlecht über ihre Probleme sprechen?

mUexls hat die Diskussion gestartet


Ich selbst habe auch dieses problem, was besonders bei der therapie hinderlich ist. Aber woran könnte das liegen? Und was kann man dagegen tun? ":/

Antworten
MGolhlien?chexn


Das dürfte wohl an der Angst liegen, sich verletzbar und angreifbar zu machen, wenn man sich öffnet.

Was man dagegen tun kann? Trotzdem drüber sprechen. Sich überwinden. Dem Therapeuten vorher sagen, dass man dieses Problem hat, vielleicht kann er Hilfestellung leisten und mit Fragen auf die Sprünge helfen.

M(adiame _Ch#arentoxn


bei mir ist es die Angst anderen damit auf die Nerven zu gehen, als Heulsuse oder jammernde, schwarzmalerische Frau zu gelten usw.

SOkar{abaeOusx94


Ja, genau. Ich denke auch, in erster Linie die Tatsache, dass man sich damit verletzbar macht, aber es kommt, wie bei mir, auch Scham hinzu, je nach Art des Problems und vielleicht auch noch das Gefühl, dass es das nicht wert ist, drüber zu sprechen, weil einem eh keiner helfen kann. Damit hätte man sich umsonst "erniedrigt".

Was man dagegen tun kann wäre vielleicht der Versuch, sich selbst nicht so ernst zu nehmen. Mit dem Geist irgendwie aus dem Körper raus gehen und sich mit den Augen eines Außenstehenden sehen. So mache ich das immer, damit ich überhaupt mal den Mund auf bekomme. So lange ich mich ernst nehme, schaffe ich das nicht. Ich muss mir dann, wenn ich rede, vorstellen, "ICH" wäre nicht im Raum. Es ist nur mein Ego, das sich lächerlich macht. Meine unverwundbare Seele steht lächelnd daneben... so kann ich diese Hemmschwelle überwinden.

e8nigWmatic1x606


Ich habe damit auch große Probleme. Das kann viele Ursachen haben – Angst davor, sich zu öffnen, weil man sich nicht verletzlich zeigen will, zB. Oder man hat ein Probleme damit, anderen zu vertrauen – Verschlossenheit ist dann eine logische Konsequenz. Oder man hat Angst, dass man dadurch Seiten an sich zeigt, die man nicht zeigen will.

MOollieQncxhen


@ Skarabaeus94

Mit dem Geist irgendwie aus dem Körper raus gehen und sich mit den Augen eines Außenstehenden sehen.

Ich habe das in meiner Therapie so gemacht. Allerdings war meine Therapeutin entsetzt, wie eiskalt ich über meine Probleme reden konnte. Aber für den Anfang, um überhaupt darüber zu reden, kann das durchaus hilfreich sein. Der Rest kommt dann später...

S(kar9abaeuxs94


Klingt nach mir, Mollienchen... :-)

H$appy B&anana


Manchmal ist erlebtes auch einfach zu grausam, als das man so ohne weiteres mit irgend jemandem darüber sprechen könnte. So ist es jedenfalls bei mir. ggf. hilft es dem Psychologen einen Brief zu schreiben.

A]pfelbkuchben007


Oh ja, gehöre auch zu den "Steinen"..hmm.. . So über oberflächliche Dinge gehts noch gerade so, aber über tiefsitzenden Sachen da werde ich total blockiert, da geht dann gar nichts. :-/ . Und auch so gefühlsmäßig bin ich irgendwie nicht so gut. Allerdings sagen mir Leute öfter mal persönliche Angelegenheiten, scheine also vertrauenswürdig rüber zu kommen ":/ ( ;-D ). Aber ich ziehe eh dauernd alles ins Witzige, und bei echten fetten Problemen(meinen eigenen), entwickle ich sogar einen total schwarzen Humor/Sarkamus, meine Verarbeitungsstrategie... :-X . Aber andere Menschen können ihre Sorgen wesentlich offener zeigen, das habe ich schon gemerkt.. . Allerdings muss man auch erstmal jemanden finden, der sich für die Probleme ernsthaft interessiert, also jemand, der vertrauenswürdig genug ist bzw. Einem erscheint.

e1nigPm7atic1x606


Aber ich ziehe eh dauernd alles ins Witzige, und bei echten fetten Problemen(meinen eigenen), entwickle ich sogar einen total schwarzen Humor/Sarkamus, meine Verarbeitungsstrategie... :-X .

Kommt mir bekannt vor :=o

Allerdings muss man auch erstmal jemanden finden, der sich für die Probleme ernsthaft interessiert, also jemand, der vertrauenswürdig genug ist bzw. Einem erscheint.

:)z :)^ Das ist zB bei mir fast schon das größere Problem :-/

S8kaQr5ab!aeuxs94


Bevor man drüber spricht, sollte man sich vielleicht auch erstmal klar machen, welche Reaktion man sich wünscht, weil sonst eigentlich das Gegenüber immer ausschließlich nur falsch reagieren kann.

Mir würde es z. B. nur helfen, wenn mein Gegenüber entweder das gleiche erlebt hat oder wirklich empathisch genug ist, begreifen zu können, wie ich empfinde und dann auch Rat weiß.

Mitleid ist nicht hilfreich und bloßes Zuhören eigentlich auch nicht, und wenn man vorher schon diese Personenkreise, von denen man so eine Reaktion voraussieht, ausschließt, bleibt meist nicht mehr so viel übrig. :-|

A,pfe0lkucShenx007


@ enigmatic1606

Ach, gehörst du auch zu den "Lach-Menschen", obwohl es in Einem total brodelt :=o :-/ und solchen, die nichts sagen, auch wenns ihnen mies geht ? Tja,so siehts aus, aber wie man das ändern kann bzw. ob sich sowas überhaupt mal ändern lässt ":/ .

:)z :)^ Das ist zB bei mir fast schon das größere Problem :-/

Viele Leute interessiert es einfach nicht wirklich wie es Einem geht. Ganz schlimm finde es z.B. auf Arbeit usw. wenn man was erzählt, was Einem nahe geht oder wenn was in der Familie passier ist und die Leute ( meistens Frauen) so aufgesetzt tun als ob sie betroffen wären und nach einer oder zwei Minuten es schon längst vergessen haben, worüber man gesprochen hat oder das Thema irgendwie abrupt wechseln...ähhmm....sehr nett..wozu fragen die dann überhaupt?? Oder bekunden falsches Mitleid, dann könnten die doch gleich die Klappe halten, wenn es die nicht interessiert.

Wenn es mich nicht interessiert wie es jemandem geht, dann frage ich auch nicht, punkt.

e.nigmat)ic1E606


Mitleid ist nicht hilfreich und bloßes Zuhören eigentlich auch nicht, und wenn man vorher schon diese Personenkreise, von denen man so eine Reaktion voraussieht, ausschließt, bleibt meist nicht mehr so viel übrig. :-|

Das würd ich so nicht sagen. Nun gut, den Teil mit dem Mitleid schon. Mitleid hilft nie. Im Grunde macht Mitleid eine Situation meistens nur schlimmer. MitGEFÜHL hingegen ...

Aber es gibt durchaus Situationen, wo alleine die Tatsache, dass man einen Zuhörer hat, schon unbezahlbar ist.

Daher bin ich auch hier skeptisch

Bevor man drüber spricht, sollte man sich vielleicht auch erstmal klar machen, welche Reaktion man sich wünscht, weil sonst eigentlich das Gegenüber immer ausschließlich nur falsch reagieren kann.

Eine Person muss nicht zwangsweise reagieren, um zu helfen. Habe ich ja oben schon geschrieben. Und selbst wenn, dann darf sie durchaus auch mit unerwarteten Dingen aufwarten. Vor allem ist die Logik doch eine komische ... wenn man schon weiß, was man hören will, muss man es dann noch hören ? Wenn ich mich von vornherein für einen einzigen, akzeptablen Ausgang entscheide und keinen anderen zulasse, dann weiß ich doch schon alles, was ich wissen will. Wozu dann überhaupt einen anderen fragen ? Nur um bestätigt zu werden ?

Mir würde es z. B. nur helfen, wenn mein Gegenüber entweder das gleiche erlebt hat oder wirklich empathisch genug ist, begreifen zu können, wie ich empfinde und dann auch Rat weiß.

Empathie ist ohnehin Vorraussetzung dafür. Aber das "gleiche erlebt" ? Hm ... Meiner Meinung nach war keine Person je zu 100% in der gleichen Situation wie man selbst. Sogar dann, wenn man einen eineiigen Zwilling hat, der in haargenau der selben Situation (was die äußeren Umstände angeht) ist, wie man selbst, denkt und reagiert er doch auf diese Situation ganz anders. Menschen sind individuell viel zu unterschiedlich, als dass es Pauschallösungen geben kann – selbst, wenn die, die diese Lösungen erdenken, in ähnlichen Situationen waren. Nichtsdestotrotz kann deren Sichtweise natürlich hilf- und aufschlussreich sein.

Svkarabmaeuxs94


Ich habe mich teilweise unglücklich ausgedrückt... aber man macht natürlich im Laufe seines Lebens Erfahrungen mit Menschen und Reaktionen und weiß dann irgendwann, welche Art von Reaktionen einen eher wütend und hilflos macht. Ich glaube, ich meine eher, dass ich vorher schon Reaktionen erwarte, die ich nicht haben möchte und bestimmten Personen einfach zutraue und kommen sehe. Dann vermeide ich es natürlich den Menschen von bestimmten Dingen zu erzählen, um mich hinterher nicht zu ärgern und mich noch schlechter zu fühlen, als vorher.

Mit Bestätigung hat das nichts zu tun, eher mit dem Wissen, welche Reaktionen man als verletzend empfindet. Und die braucht man irgendwann einfach nicht mehr.

Für wirklich neue Sachen bin ich jedoch jederzeit offen, habe nur inzwischen Mut und Vertrauen verloren, es nochmal zu versuchen, weil nie was hilfreiches dabei raus kam.

Mit "das gleiche" erlebt meine ich nicht detailliert das gleiche sondern eher das gleiche Thema unter ähnlichen Voraussetzungen. ;-)

eCnxig.mat|ic1x606


@ Apfelkuchen007

Ach, gehörst du auch zu den "Lach-Menschen", obwohl es in Einem total brodelt :=o :-/ und solchen, die nichts sagen, auch wenns ihnen mies geht ? Tja,so siehts aus, aber wie man das ändern kann bzw. ob sich sowas überhaupt mal ändern lässt ":/ .

Genau so siehst aus ;-) Teil freiwillig, teils gezwungenermaßen, teils als logische Konsequenz von vergangenen Erfahrungen. Kann man das ändern ? Hm ... es kommt eben darauf an, woran es liegt. Wenn es zB nur daran liegt, dass man momentan niemanden hat, dem man genug vertraut, dann liegt die Lösung ja auf der Hand: Jemanden finden, dem man vertraut (die Durchführung ist natürlich wieder ein ganz anderer Stiefel). Liegt es aber wirklich an einem selbst, wenn es also Teil der Persönlichkeit ist ... Nein, ich glaube fest, dass man daran nichts ändern kann.

Viele Leute interessiert es einfach nicht wirklich wie es Einem geht. Ganz schlimm finde es z.B. auf Arbeit usw. wenn man was erzählt, was Einem nahe geht oder wenn was in der Familie passier ist und die Leute ( meistens Frauen) so aufgesetzt tun als ob sie betroffen wären und nach einer oder zwei Minuten es schon längst vergessen haben, worüber man gesprochen hat oder das Thema irgendwie abrupt wechseln...ähhmm....sehr nett..wozu fragen die dann überhaupt?? Oder bekunden falsches Mitleid, dann könnten die doch gleich die Klappe halten, wenn es die nicht interessiert.

Wenn es mich nicht interessiert wie es jemandem geht, dann frage ich auch nicht, punkt.

:)^ Volle Zustimmung. Deswegen kann ich die Personen, die ich frage, wie es ihnen geht, auch an einer Hand abzählen.

Und darum hasse ich auch belangloses Geschwätz so dermaßen – "Wie geht es dir?" ist im Alltag leider schon längst zu einer bloßen Flosskel verkommen, auf die es nur eine einzige, gesellschaftliche akzeptierte Antwort gibt: "Danke, gut. Und selber ?" :(v

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