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Lebensfehlentscheidung

ulpexla hat die Diskussion gestartet


Ich geb sonst immer recht schlau meinen Senf zu anderer Leute Problemen dazu... Aber heute steh ich selber an. Ich habe einen wunderbaren einjährigen Sohn, den ich vergöttere. Trotzdem wird mir mehr und mehr klar, dass die Entscheidung, ein Kind zu bekommen, mein "Lebensfehler" war. Ich komme beruflich nicht mehr recht weiter, weil die Zeit fehlt. Ich kann privat nicht mehr machen, was ich gerne tu – für alle Hobbys ausser für etwas Sport, ohne den ich gar nicht kann, fehlt die Zeit. Sozialkontakte – es fehlt die Zeit.

Ich habe die bessere Ausbildung, verdiene mehr, habe theoretisch die besseren Karriereaussichten – aber mein Partner kümmert sich nicht um Spielzeug, nicht um Bücher, nicht um Kleider, nicht um einen irgendwie geregelten Familienalltag mit gemeinsamem Abendessen, hält mir nicht den Rücken frei.

Mein Bauch ist gestreift und labbrig, meine Schulter ist verkalkt, alle paar Wochen meldet sich der Hexenschuss wieder, ein von der Geburt übriggebliebener Abszess wird bald operiert.

Ich bin ziemlich am Sand, momentan. Psychisch, körperlich, beruflich, in der Beziehung. In die Kinderfalle gegangen. FUCK.

Antworten
A\lexanxdraT


Ich hab zwar keine Kinder... aber ich denke, Du solltest dringend mit Deinem Partner reden... und zwar ein ernsthaftes Gespräch führen. Dazu gehört dann auch, dass er sich um den Sohn kümmert damit Du auch mal Dich mit Freundinnen treffen kannst etc. Als Mutter musst Du auch mal abschalten können.

uAdsaxses


und wer darunter leiden wird, ist das Kind...

uXpelxa


Er kümmert sich ums Kind. Wenn ich ausgehen will, kann ich das organisieren. Er kümmert sich nicht um Infrastruktur. Bett, Bettsachen, Schlafsack, Wickeltisch, Wippe, Badewanne, Kleider, .... Vom Mutterdasein kann ich auch beim Arbeiten abschalten.

Freunde... ich arbeite im Ausland, in einem Gebiet mit höchstens fünfjährigen Verträgen, in dem die Leute vor und nach den einzelnen Anstellungen Land wechseln. Sind nicht viele übriggeblieben, die nicht entweder selber im Kinderloch verschwunden sind oder nur noch mit KlettenpartnerIn zu haben sind. Zeit, um neue Leute kennenzulernen? Wann, zwischen Job und Krippe und Kind? Sag nicht in Müttertreffs. Erstens sind die tagsüber ( – > Job), zweitens will ich ja raus aus dem Windelthema.

u~dsaEses


Noch schlimmer! Man kriegt doch kein Kind, weil man dem Partner etwas gutes tun will. >:(

A`lexaandraxT


Liebe TE... Du kommst nicht um ein Gespräch mit dem Partner rum. Vielleicht ist ihm gar nicht klar wie sehr Dich alles belastet. Rede bitte mit ihm und staue es nicht auf bis es knallt.

uCpexla


Wir gehen bald zur Familienberatung. Aber ich bekomme mein Leben nicht zurück, verstehst du? Egal wieviel wir reden.

d\anQae8x7


upela

Das ist scheiße, mal zu deutsch gesagt. Ihr woltl zur Familienberatung? guter Anfang, hilft aber natürlichnur wenn er grundsätzlich bereit ist mal seinen Hintern hochzubekommen. Es ist halt immernoch so das die Herren der Schöpfung von den Einschränkungen die ien Kind im Leben so mit sich bringt selten soviel tragen wie die Frauen. Die haben das auch gar nicht so vor Augen wenn sie sich Kinder wünschen und sind dann total überrascht wenn sie auch was davon haben sollen. Blöd, aber leider noch immer usus.

Was sagt er denn wenn du möchtest das er sich mehr um den Alltag kümmert? Tagesstruktur und soweiter?

D9er kl_eine Prxi)nxz


Ich glaube, Du bist nicht in die Kinderfalle gegangen, sondern hast den falschen Mann. Dem würde ich mal Beine machen.

STmarcagdaxuge


1. Rede mit Deinem Partner, damit er auch etwas für das Kind tut. Er ist der Vater.

2. Schaffe Dir Freiräume, wenn ihr beide arbeiten geht, sind vielleicht auch ein paar Euro übrig für eine Babysitterin. Pro Woche zwei drei Stunden können Wunder wirken, damit Du wieder Zeit für Dich hast.

3. Sozialkontakte kann man auch mit Kind haben, vielleicht sogar mehr als ohne, denn viele Mütter haben dasselbe Problem wie Du und suchen Abwechslung. Also schnapp Dein Kind und unternimm etwas mit ihm. Meine Eltern sind sogar mit mir als Kleinkind zelten gefahren. Das geht alles, wenn man will, alles eine Frage der Organisation - und der persönlichen Einstellung.

Mein Bauch ist gestreift und labbrig, meine Schulter ist verkalkt, alle paar Wochen meldet sich der Hexenschuss wieder, ein von der Geburt übriggebliebener Abszess wird bald operiert.

Auch meine Schulter ist verkalkt - das hat also nichts mit Kinderkriegen zu tun. Hexenschuss kann man schon kriegen, wenn man sich bückt um die Schuhe zuzubinden. Und den Abzess lässt Du ja operieren, danach ist bestimmt alles wieder gut. @:)

F@igalgle


upela

Ich kann Dich sehr gut verstehen. Aber bedenke, dass sich diese Situation auch ändern (und bessern) wird. Du kannst es ja nicht mehr rückgängig machen, und vergangenen Entscheidungen hinterherzusinnen, ist schlichtweg destruktiv und sinnlos. Also versuche, folgendermaßen zu denken: Es war vielleicht ein Fehler, aber das Leben geht trotzdem weiter, also machst Du das Beste daraus. Das Kind wird einfacher werden und nicht mehr so viel Zeit fressen. Wenn die Beziehung nicht mehr stimmt und Du Dir sicher bist, dass Du diese Person mehr als Störfaktor empfindest denn als sonst irgendetwas, dann kannst Du Dich trennen. Du bist offensichtlich gut ausgebildet und verdienst gut – also kannst Du Dir womöglich einen externen Babysitter leisten, wenn Du abends mit Deinen Freunden etwas unternehmen willst, in dieser Hinsicht bist Du kaum auf Deinen Partner angewiesen.

Ich spreche zwar nicht aus Erfahrung, aber die meisten sagen, dass das erste Lebensjahr vom Kind das schlimmste sei. Danach wird das Kind immer selbständiger, und man hat immer mehr Freude an seiner Entwicklung.

S#m|ar~agd9augxe


Wir gehen bald zur Familienberatung. Aber ich bekomme mein Leben nicht zurück, verstehst du? Egal wieviel wir reden.

Wo ist das Problem? Das sind einfach Änderungen, es gibt kein Zurück, aber ein Vorwärts, und man kann aus seinem Leben was machen. Dafür braucht man das "alte" Leben nicht sondern nur Ideen und den Willen, auch die Zukunft so zu gestalten, dass man zufrieden, idealerweise glücklich ist.

d]anaxe87


Ich glaub der Frust über das Aussehen und soweiter ist eher die Sahnehaube des Genervt-seins weil von upela und ihrem Leben selber nicht mehr viel übrig ist. Kann dem kleinen Prinzen nur zustimmen: Das war ein Gemeinshcfatsprojekt, kann nicht sein das nun nur einer was tut, jedenfalls nicht wenn man auf Dauer als familie bestehen möchte.

dpanaex87


Wo ist das Problem? Das sind einfach Änderungen, es gibt kein Zurück, aber ein Vorwärts, und man kann aus seinem Leben was machen. Dafür braucht man das "alte" Leben nicht sondern nur Ideen und den Willen, auch die Zukunft so zu gestalten, dass man zufrieden, idealerweise glücklich ist.

:)^ :)^ Ich glaub auch das es gar nicht das alte Leben sein müsste, nur im aktuellen ein paar Änderungen damit es auch sitzt und passt und man sich darin wohl fühlt.

F%lam8ec+hxen


Liebe Upela,

mag sein, dass du das jetzt so siehst,aber dein Kind wird Teden tag größer und jeden Tag selbstständiger. Das Windelthema wird in 1,2 Jahren durch sein, er wird auch mal alleine spielen....du hast wieder mehr Zeit. Mehr Zeit für dich, mehr Zeit für Hobbys.

Ich würde auch mit dem Papa reden, dass er dich unterstützt oder aber den Haushalt einfach mal Haushalt sein lassen.

Bissl krass find ich die Denkweise "Lebensfehlentscheidung" schon. Aber das hast du sicher nur aus deiner Verzweiflung heraus geschrieben.

ich war auch oft am Ende meiner Kräfte (schlaflose Nächte sei dank), aber als Lebensfehlentscheidung hab ich meine Kinder nie gesehen und ich hab auch wirklich einige unschöne körperliche Mängel/ Makel seit dem.

Mein ISG und die LWS melden sich regelmäßig, Hashimoto ist geblieben, ein lebenslanges Restrisiko für Diabetes dank Schwangerschaftsdiabetes.

Aber bereut hab ich es nie und ich würde es jederzeit wieder tun.

Vielleicht, ich wünsch es dir, dass du es anders sehen kannst, wenn dein Kleiner größer ist und dir sagen kann, wie lieb er dich hat und wie toll du bist. Ich wette, dann ist dir auch dein schwabbelbauch egal.

Alles Gute für dich!

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