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Lebensfehlentscheidung

KLlsexio


This Twilight Garden

du gehst nicht auf vorschläge ein, wie z.b. eine längere fremdbetreuung deines kindes oder das das kind beim vater bleibt. das stößt dir moralisch auf und treibt dir tränenin die augen.

Schön, wenn jemand sich schnell bewusst ist, was los ist und dann Simsalabim alles ändert. Wie schon öfters erwähnt wurde, geht es hier zuerst einmal um die Erfassung des Problems.

Auch hat sie doch geschrieben, dass sie viele Anregungen bekommen hat, Fragen, auf die sie versuchen wird zu antworten. Es geht doch nicht darum, dass sie hier eine für alle zufrieden stellende Lösung finden, sondern dass sie das für sich findet.

na super. und weil du nicht weisst, wie du das stemmen sollst, bleibst du eben mit deinem partner zusammen. beste gründe für eine beziehung.

Es geht um die TE und um die besten Gründe aus ihrer Sicht. Was andere nun als gut oder schlecht ansehen, muss ja für sie nicht überall gelten.

hier haben schon viele geschrieben, das man nun mal nicht ALLES haben kann. meinst du, das gilt nicht für dich?

"Alles" ist relativ. Sie muss sich doch erst im Klaren sein, was für sie in Zukunft dieses "alles" ist und dann kann sie es auch haben, wenn sie es auch realistisch aufstellt. "Alles" funktioniert nur dann nicht, wenn es unrealistisch ist. Jetzt ist sie sich einmal bewusst, dass sie jenes "alles", was sie bisher wollte, so nicht bekommt.

F=lameTchxen


Nur sehe ich eben überhaupt keinen Ahaltspunkt, weshalb jetzt ausgerechnet sie deswegen zurückstecken sollte. Zwei Menschen haben sich entschieden – einer davon hat es sich sehr gewünscht. Da sehe ich es auch nicht als "ätsch, das badest du jetzt alleine aus!" wenn er jetzt dafür beruflich runterfahren sollte, um ihr den Stress rauszunehmen.

Wer sagt denn, dass nur SIE zurücksteckt? Ich bin mir sicher, auch das Leben des Vaters hat sich grundlegend geändert und er steckt an vielen Ecken zurück.

Zudem muss ich auch noch mal sagen, dass ich es nach 1 Jahr deutlich zu früh finde, um von "ich stehe bei allem hinten an" zu "jammern".

Das 1.Lj ist das anstrengste...und in den allermeisten Fällen steckt da die Mutter "zurück", auch wenn das natürlich auch anders sein kann, aber von Natur aus, nimmt sich die Mutter eben die Zeit, sich in der ersten Zeit ums KInd zu kümmern (schon alleine, des stillen wegens und die Wunden der Geburt zu verarbeiten).

Das 1.Lj gehört für mich irgendwie noch zum Kennenlernen und eingewöhnen fürs Baby.

Wenn da eine Mutter schon vom "ich muss bei allem zurückstecken" spricht, macht es m.E. deutlich, wie Willkommen (oder eben unwillkommen) das Kind ist. (sorry, klingt hart).

Es ist natürlich jetzt einfach, Mitleid für die TE zu haben,aber wir haben ja hier auch nicht die Möglichkeit, den Vater mal zu hören, bei was ER alles so zurücksteckt.

Zudem muss ich auch sagen, dass ich mit deiner Wortwahl so langsam meine Schwierigkeiten bekomme. Ich frage mich halt immer mehr, wieviel Bedeutung man deiner Wortwahl geben kann/soll.

Ich find deine Wortwahl über dein Kind nämlich auch ganz schön kühl. Sicher gibt es keinen messbaren Wert, was "LIEBE" in Worten beschreiben soll, aber zwischen übertriebenen dutzidutzi und "wir kommen klar, er mag mich.Punkt" liegen doch Welten und ehrlich gesagt, dass DIESER Satz ja eigentlich gar nichts über DEINE Liebe zu deinem KInd aus. Es sagt ledglich, dass ER DICH zu mögen scheint. ...(und nett ist bekanntlich der Bruder von Scheiße).

FhlamecThen


Irgendwie klingt mein Post jetzt auch schroff, sorry :)_

Ich finde, du schreibst so wahnsinnig abgeklärt :)^ aber es tut mir irgendwie auch weh, dass du so kühl in deinen Gefühlen bist. Oder ist das nur deine Art dich hier so treffend wie möglich zu artikulieren, um uns klar machen zu wollen, wie verzweifelt du in deinem Gefühlschaos bist?

KQlexio


Wenn da eine Mutter schon vom "ich muss bei allem zurückstecken" spricht, macht es m.E. deutlich, wie Willkommen (oder eben unwillkommen) das Kind ist. (sorry, klingt hart).

Du legst der TE eine Wertung in den Mund, die sie nirgends so schreibt. Es ist Deine Interpretation.

Ich kenne das von vielen Eltern, die gewisse Träume und Wünsche immer wieder erwähnen, was sie gerne hätten machen wollen, auch wenn die Kinder schon 20 sind oder älter. Natürlich heißt es auf gewisse Dinge zu verzichten, wenn ein Kind kommt und deswegen heißt es nicht automatisch, dass es nicht willkommen ist. Im Gegentel. Das bedeutet selten, dass sie bereuen die Kinder bekommen zu haben (obwohl es das natürlich auch gibt), sondern dass eben manchmal Dinge nicht so laufen, wie man es sich vorgestellt hat. Manche haben Wünsche, die mehrere Leben ausfüllen würden und die Tatsache, dass man nur ein Leben hat, erfordert Entscheidungen. Deswegen legt man ja nicht automatisch gewisse Wünsche ab, auch wenn man sich zu einer Prioritisierung durchringt, das automatisch dazu führt, auf andere zu verzichten.

Es ist natürlich jetzt einfach, Mitleid für die TE zu haben,aber wir haben ja hier auch nicht die Möglichkeit, den Vater mal zu hören, bei was ER alles so zurücksteckt.

Es geht überhaupt nicht um Mitleid, sondern ob man in der Lage ist das Problem der TE nachzuvollziehen. Es geht hier eben auch nicht um die Sicht des Vaters, sondern der TE, wie sie alles was ihr wichtig ist, unter einen Hut bringen kann.

F8lam}echexn


Du legst der TE eine Wertung in den Mund, die sie nirgends so schreibt. Es ist Deine Interpretation.

damit widersprichst du dir ja selbst :-/ Ich lege der TE gar nichts in den Mund :|N aber ja, es ist MEINE Interpretation der Worte. Was anderes kann ich ja hier nicht bewerten. Ich kann nur das Geschriebene werten und zwar so, wie es bei mir ankommt. Das ist aber doch bei jedem Gespräch so...

Und ich habe vollstes Vetständnis für upela ;-) mich erschreckt nur manchmal ihre Wortwahl.

Fllamecxhen


sondern ob man in der Lage ist das Problem der TE nachzuvollziehen.

manchmal macht es Sinn, den ganzen Faden zu lesen und sich ein Bild von den einzelnen Usern(schreibern) zu machen um zu wissen, welche Meinung sie vertreten. :)_

F6lamtechexn


Ich kenne das von vielen Eltern, die gewisse Träume und Wünsche immer wieder erwähnen, was sie gerne hätten machen wollen, auch wenn die Kinder schon 20 sind oder älter. Natürlich heißt es auf gewisse Dinge zu verzichten, wenn ein Kind kommt und deswegen heißt es nicht automatisch, dass es nicht willkommen ist. Im Gegentel. Das bedeutet selten, dass sie bereuen die Kinder bekommen zu haben (obwohl es das natürlich auch gibt),

sie nennt ihren Faden "Lebensfehlentscheidung"(bezogen auf das Kind!!!) !!! Wie bitte soll ich "Lebensfehlentscheidung" in Bezug auf "Willkommen oder Unwillkommen" des Kindes interpretieren??

eLla0mar


gar nicht. weil es darum hier nicht geht :-X

M$mesDoxute


Habe lange überlegt, was ich dir schreiben könnte. Du steckst in so einer Situation, die man keinem wünscht, aber in die jeder mal (wenn auch mit anderen Themen) gerät. Ich glaube, der Ehemann nach 30 Jahren Ehe, der sich mehr Sex wünscht, seine Frau aber doch auch irgendwie liebt ist in ähnlichem Konflikt.

Die Angehörigen am Sterbebett eines Nahestehenden, der ihnen viel Leid zugefügt hat, fühlen auch ähnlich, wenn sie über Vergebung nachdenken und es eigentlich nicht können, im Angesicht des Todes doch aber auch eine gewisse Notwendigkeit sehen.

Es geht um Konflikte mit sich selbst, um Überwindung und etwas annehmen, das man vielleicht nicht will (und teils mit dem Nichtwissen, was man überhaupt will) um das Hinterfragen eigener Wünsche, und vor allem der eigenen Ansprüche und der eigenen Kompromisfähigkeit – und ja, ich glaube es geht auch um Stolz und Kontrolle.

Du hast ein Kind, das du liebst, das weißt du. Und ich finde das ist schon viel, deswegen finde ich dieses dauernde Umhertanzen um deinen Fadentitel auch unnötig. Du hast harte Worte gewählt, aber sie sind nicht härter, als das, was dir emotional gerade widerfährt.

Ja, es ist hart, sich einzugestehen, dass man ein Kind an der Backe hat, das einem viele Entscheidungen abnimmt. Dem man aber keine Schuld im eigentlichen Sinne anlasten kann, weil es so lieb lächelt, einen guten Duft hat, einen mit smarten Aktionen erheitert. Es hat ja eigentlich nichts getan – außer dich zu lieben und auch dir deine eigene Liebesfähigkeit schenkt. Aber es fordert eben auch.

Was ich eigentlich sagen will: Du darfst das fühlen, was du fühlst, jedes Gefühl ist legitim, und das mit dem Abstellen ist sowieso so eine Sache. Gefühle sind Ausdruck deines Seins und haben dich dort hin gebracht wo du jetzt bist. Ich glaube, das Blöde an Gefühlen ist, dass sie einem manchmal im Weg zu stehen scheinen. Aber ich glaube mittlerweile auch, dass die Gefühle der eigentliche Weg sind. Und es mag hart für dich sein, jetzt vor dieser Situation zu stehen, aber es ist auch die Gelegenheit, daran zu wachsen. Klingt schrecklich pathetisch, ich weiß. Erzeugt vielleicht sogar Wut bei dir oder du überliest es als Eso-Gequatsche. Egal. Es ist meine Meinung.

Du weißt: Du hast dieses Kind und du wirst es weder abgeben wollen noch abgeben können. Ja, du hast es. Und du hast einen Mann zuhause, der nicht alles kann. Der intelligent ist, liebevoll mit dem Kind und trotzdem das große Ganze nicht sieht. Aber ich glaube, Männer können das auch nicht – manchmal erkennen sie die Tragweite nicht. Weder die von einem Tag mit einem Kind noch die von den Gefühlen einer Mutter. Irgendwie ist man immer allein und ich denke, er ist das auch.

Dir fehlt dein Job und du sagst, ein Kind ist keine Erfüllung für dich. Dann frage ich dich ganz ehrlich: Wie definierst du Erfüllung? Und: Hast du sie je empfunden?

Und ich frage weiter: Wie wichtig ist Erfüllung? Du stehst vor dem harten Dilemma, wie viel du erwarten darfst und womit du zufrieden sein musst.

Ich hadere oft. Und Dinge, von denen ich denke, sie würden mich erfüllen, erfüllen mich dann doch nicht. Sollte man vielleicht irgendwann versuchen, sich durch das Versuchen zu erschöpfen? Kannst du versuchen, in diesem Leben jetzt unterwegs zu sein – bzw. hast du denn eine andere Wahl?

Kannst du versuchen, im Kleinen deine Entscheidung zu treffen? Also in jedem neuen Tag? Im "Was ziehe ich heute an?", "Nein, ich möchte nicht in den Müttertreff", und so weiter.

Ich habe eine erstaunliche Erfahrung gemacht: Bescheidenheit gegenüber den eigenen Möglichkeiten kann man lernen. Dadurch findet man nicht das große Glück aber Zufriedenheit. Und man muss sich auch immer sagen: Das große Glück hätte ich vielleicht auch nicht durch das Durchsetzen all meiner Erwartungen bekommen. Man weiß doch nie was man haben könnte, hätte/wäre/wenn. Klar, du weißt, wie dein Leben war, aber so wie es war, ist es nicht mehr und wird es nicht mehr sein.

Sei wütend und sei traurig. Hadere. Genieße dein Kind. Hinterfrage deine Partnerschaft. Ärgere dich über Dammverletzungen und im Keller liegende Waschküchen, plane deine berufliche Zukunft. Nutze die Basis, die du jetzt hast und bau darauf dein neues Haus.

Es kann schön werden. Verleugne dich nicht, aber erwarte auch nicht zu viel. Das ist eine der größten Aufgaben, mit der sich jeder irgendwann mal auseinander setzen muss.

Viel Glück dabei.

K6leMio


sie nennt ihren Faden "Lebensfehlentscheidung"(bezogen auf das Kind!!!) !!!

Aha.

udpewla


Mme Doute, du hast da eine sehr spannende Frage formuliert. Und eine ziemlich schmerzhafte, eine, die zeigt, warum mir die momentane Verteilung zwischen den drei Eckpfeilern meines Lebens so schlecht behagt.

Ich fühle mich brennend lebendig, wenn ich intellektuell gefordert bin, in meinem Kopf etwas passiert, sich bildlich gesprochen ein neuer Filter übers Leben legt und alles ist gleich aber doch ganz anders. Da kann ein Buch machen, ein Theaterstück... Wenn ich mit den hellsten Köpfen über den neusten Ergebnissen hänge und wir "hirnficken", im hitzigen Diskurs mögliche Erklärungen und Testmöglichkeiten erörten, dann bin ich ich.

Aber mein jetziger Job bietet das oft nicht, teambedingt. Mein oranges fordert mich auch nicht geistig. Und mein Kind noch nicht, eher emotional, und da bin ich zwar lernfähig, aber nicht der Kaiser.

u1pexla


Oranges = Partner, thx Autokorrekt.

PSi'ef~fkxe


MmeDoute

Sehr interessante und spannende Aspekte. Ich werde mal ein wenig drüber nachdenken und ich denke mir helfen einige dieser Gedanke, auch wenn ich selber in meinem Hadern mit meiner stinkenden heulenden süßen Lebensfehlentscheidung zum Glück schon weiter durch bin als upela, wohl auch weil bei mir weniger berufliche Brisanz drin ist.

upela

Ich kenne dieses g** Gefühl beim "hirnficken" und diese unendliche tiefe Zufriedenheit danach ;-D Wobei ich denke ich seltener als Du in den Genuß dieses Flows komme. Allerdings kann ich das inzwischen auch gelegentlich für mich allein erleben wenn ich mich mit irgendeinem selbst gewählten Ding beschäftige. Die Zeit dafür ist gering, aber manchmal passiert es trotzdem. Davon zehre ich dann oft lange aber mit stillem Vergnügen und das macht mir diese Momente noch viel kostbarer. Ich denke bei einem täglichen "runners high" wär der Kick des Stoffes lange nicht so g* o:)

Pxieff*kxe


Ich will ne Editierfunktion. Das sollte gar nicht in "fett" geschrieben sein... :(v

E?hemali4ger NutEzer (#699x28)


Flamechen

Ich habe nach Lancis Beitrag wirklich auch Mitleid mit dem Kleinen. Ich weiß, upela liebt ihn und tut alles für ihn, aber wenn es wirklich nicht aus ganzem Herzen kommt, wird er es spüren.

Dazu möchte ich mich noch kurz äußern: Mit meinem Beitrag wollte ich nicht Mitgefühl mit der Kindesposition erwecken. Meine Mutter hat weitaus mehr verbockt, als nur ihre Entscheidung für ein Kind zu bedauern. Das kann ich bei upela nicht erkennen, Bedauern für ihr Kind zu äußern, halte ich daher für etwas verfrüht.

Was ich mit meinem Beitrag vielmehr sagen wollte, war, dass ich die Verzweiflung meiner Mutter erkannt und verstanden haben, einer der wenigen Punkte, in denen zwischen uns so etwas wie widerwilliges Verständnis herrschte. Es gab sonst niemanden, der dies für sie aufbrachte, sie erntete nur Verständnislosigkeit, gut gemeinte, aber am Kernproblem vorbeigehende Ratschläge, oder sogar scharfe Vorwürfe. Das hat alles nur schlimmer gemacht, sie schien daran innerlich zu ersticken, während sie um ihre Verzweiflung kreiste und sich keinem Menschen mitteilen konnte. Ihr einziges Ventil nach außen bestand darin, mich ihre Verbitterung spüren zu lassen. Ich will nicht behaupten, dass das nie vorgekommen wäre, hätte sie irgendwo ein offenes Ohr gehabt, aber ich denke, es hätte es für sie einfacher gemacht, und damit auch für mich. Das wollte ich damit sagen: Dass ich es wichtig finde, dass dieser Faden für upela ein offenes Ohr ist, dass sie hier ihren Zorn und ihre Hiflosigkeit äußern kann, ohne für ihre Wortwahl verdammt zu werden oder zu hören, dass sie sich das früher hätte überlegen sollen.

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