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Lebensfehlentscheidung

uepela


@ Lancis

Weiss nicht, ob das für dich einen Unterschied macht, aber ich hab dich genau so verstanden, no bad feelings.

I1n-Ko[gf Nito


ic hkenne keine weibliche professorin mit kind.

und bei uns am lehrstuhl haben neben mir nur ein anderer weiblicher wissensch. MA. Kind(er).

und die kollegin wurde mit mitte 45 als akademischer rat mutter.

D9er kUleine~ Prixnz


Also meine Schwester ist noch nicht Prof., habilitiert aber im Moment. Im Herbst ist es wohl soweit. Sie ist Gyn, arbeitet seit ca. 20 oder 22 Jahren also solche auf verschiedenen Kontinenten in verschiedenen Ländern und hat davon fünf. Diese Kinder sprechen (und schreiben) alle ca. 5 Sprachen, ich würde sogar sagen, eher mehr.

Geht also alles. Allerdings muss man sehr gut organisiert sein und einen Mann haben, der voll hinter einem steht. Dazu immer ein Au pair und eine zweite Person, die das Haus in Ordnung hält. Denn mit so einem Scheiß darf man sich dann nicht aufhalten.

Ach so, der Mann sitzt nicht zu Hause rum, der ist Anästhesist, u.a. Spezialist für Klein- und Kleinstkinderanästhesie. Weil ihm das alles zu langweilig war und ist, ist er jedes Jahr mindestens vier, sechs Wochen mit den Ärzten ohne Grenzen weltweit unterwegs, bildet in Not- und Krisengebieten Anästhesisten aus und fliegt an vielen Wochenenden als Notfallmedicus mit dem Heli.

Szunfl0ower_l73


Bei mir im Fachbereich war zwischen 1/3 und 1/2 der Profs weiblich. Tendenz steigend. Kinder meist schon als Doktorand oder während der Habil bekommen. Eine Kollegin war mit 29 schon promoviert, Juniorprof und hatte zwei Kinder (gut, da fehlt die klassische Habil-Zeit, aber dennoch).

Aber:

Die, ich ich näher kennengelernt habe, hatten alle einen Partner, der für sie zurückgesteckt hat. Oder ebenfalls wissenschaftlich tätig war mit gewissem Freiraum (zwischen all den Anforderungen), so dass die Belastungen phasenweise immer unterscheidlich verteilt waren nach Absprache.

Zauberwort Absprache und Bereitschaft des Partners...

T'hias Twitligrht Gardexn


zum einen hab ich hier langsam den eindruck, das sich einige user hier (kleio) als anwältin der TE berufen fühlen und keineswegs neutral sind.

zum anderen bin ich äußerst lösungsorientiert. ich interpretiere nichts.

das hauptproblem der TE ist, laut ihr selbst, ihr zeitmangel und sie fühlt sich duch ihr kind nun mal zeitlich stark eingeschränkt (nichts anderes ist es, wenn man sich fremdbestimmt fühlt).

lösung: mehr fremdbetreuung für das kind (durch vater,schwiegereltern, kita etc.)

E7hem9aliger Nu%tzer C(I#502:711x)


@ This Twilight Garden:

Ich habe nicht das Gefühl das es allein mit mehr Fremdbetreuung getan ist, vor allem da upela auch schon geschrieben hat das sie stark dafür kämpfen musste DAS sie das Kind länger und öfter in die Kita geben darf.

N7ebo


Hallo an alle,

ich hab zwar keine Kinder, überlege mir aber auch, ob ich das überhaupt machen soll.. Bin 30, beende gerade mein zweites Studium, habe den Partner, der sich keine Gedanken macht, dass wir endlich nach fast 3 Jahren zusammen ziehen, heiraten und Kinder bekommen. Versuche ihm zu erklären, dass es nach 30 viel schwieriger wird, ein Kind zu bekommen.. Er äußert sich nicht viel darüber, eher schweigt, wenn ich diese ganze Themen anspreche, will halt auch etwas für sich leben, nehme ich an. Meine Freiheit, das zu machen, was ich will, schätze ich auch sehr und habe auch Angst, dass es mit dem Kind(ern) vorbei wird.

Ich kann nicht sagen, dass ich die Kinder nicht mag, habe auch viel als Babysitter gearbeitet, aber ob es für mich wäre, bezweifle ich oft..

Mache mir auch oft Gedanken, wie würde ich was organisieren, wenn ich jetzt Kind hätte..

An deiner Stelle, Upela, würde ich versuchen, Babysitter ab und zu zu engagieren, vlt. eine Au-Pair Mädchen? Gespräch mit dem Partner kann auch nicht schaden. Paartherapie sollte man vlt. wirklich ausprobieren.

Wie war es zwischen dir und deinem Partner vor dem Kind, besser? War die Entscheidung über das Kind geplant oder eher spontan bzw. unerwartet? Hast du den Kind früh bekommen, meine im ganz jungen Alter?

Ich wünsche dir auf jeden Fall Verbesserungen und dass du die Lösung und Zeit für sich findest!

S%unflowger_x73


Twilight,

Du brichst zu früh ab:

Lösungsanatz: Mehr Fremdbetreung.

Problem 2: Durchsetzung dieser Fremdbetreuung in der Partnerschaft

Lösung 2: ???

TShis TwiZlig\ht Gardden


hat das sie stark dafür kämpfen musste DAS sie das Kind länger und öfter in die Kita geben darf.

das bedeutet doch nur, das die das kind länger abgeben möchte. warum sie kämpfen musste, weiss ich nicht. vlt weil die kita nicht genug kapazität hatte?

Ich habe nicht das Gefühl das es allein mit mehr Fremdbetreuung getan ist

nicht allein, aber es wäre evtl ein schritt in die richtung, die die TE gehen möchte

Problem 2: Durchsetzung dieser Fremdbetreuung in der Partnerschaft

erstens arbeitet er 80%, hat also mehr zeit als die TE, zweitens muss er das ja nicht machen. gibt ja noch genug andere betreuungsmöglichkeiten.

ICH persönlich glaube auch nicht, dass es an der kinderbetreuung liegt, schließlich ist das kind ja in der kita und schwiegereltern gibt es auch.

es ist eine kopfsache. selbst wenn das kind der TE theoretisch 12 stunden am tag betreut werden würde, ginge es der TE wahrscheinlich genau so schlecht. dann würde sie sich vorwürfe etc. machen.

es ist ihr eigener anspruch, an dem sie scheitert, da sie ihm nicht gerecht werden kann.

immer unabhängig gewesen, absoluter verstandesmensch (liest sich so), liebt es zu denken, forschen... ab und an zeit mit dem partner, dann wieder zeit für freunde – absolut unabhängig.

war sie mit DEM leben glücklich,zufrieden und ausgefüllt?

warum dann ein kind? weil er es wollte?

CvorteSJaubvagxe


Aber mein jetziger Job bietet das oft nicht, teambedingt. Mein [Partner] fordert mich auch nicht geistig. Und mein Kind noch nicht, eher emotional, und da bin ich zwar lernfähig, aber nicht der Kaiser.

Dass dein Partner dich geistig nicht fordert, obwohl das ein sehr wichtiger Aspekt für dich ist, finde ich – hm – eigenartig (sowas beachtet man doch bei der Partnerwahl, erst Recht wenn man sich durch ein Kind aneinander bindet ? ":/ ), und bedauerlich.

Aber mal ganz weg davon: Vielleicht ist dein Kind eine spannende Chance für dich, mal eine bei dir bisher vielleicht generell (?) unterstrapazierte Seite, nämlich das Emotionale, ganz bewusst und intensiv auszuprobieren? Das könnte doch einen ganz anderen, bereichernden Aspekt in dein bisher eher intellektuell geprägtes Leben bringen, meinst du nicht?

Ich versuche einfach, zu überlegen, was ich an deiner Stelle aus deiner Situation machen würde, denn wie ich ja geschrieben hatte, will ich um keinen Preis ein Kind. Aber wenn ich eins bekommen würde/ müsste – was würde ich dann machen? Ich würde ganz sicher erst mit der Situation hadern so wie du. Ich glaube aber, ich würde mir dann sagen, dass ich jetzt – meinetwegen gezwungenermaßen – einfach eine Dimension kennen lerne, die mir bisher unbekannt war. Passiert doch sonst im Leben hin und wieder auch mal, dass man etwas Bestimmtes für völlig undenkbar und fürchterlich hält, sich das dann aber später als total faszinierend herausstellt. Ist mir beruflich mal so gegangen, das ist aber ganz bestimmt in anderen Lebensbereichen ähnlich.

KWlett-erpflaxnze80


War die Entscheidung über das Kind geplant oder eher spontan bzw. unerwartet? Hast du den Kind früh bekommen, meine im ganz jungen Alter?

Dazu hat die te ja was gesagt, also dass ihr partner sie da quasi bequatscht hat, dass klingt danach, dass es geplant gewesen war. Und da sie derzeit am habilitieren ist und da skind ein jahr alt wird sie wohl weder im jungen alter bekommen haben bzw. nicht jung sein, außer sie ist ein absolutes genie, was bereits mit 20 promoviert hat, wobei sie selbst dann nicht ganz jung ist;)

@ upela

Wobei ich liebe upela nochmal auf die frage eingehen muss was deine vorstellungen warejn und vor allem wie du denen näher kommen könntest. Bzw. geht das überhaupt, kannst du dir realistisch änderungen vorstellen, die dazu führen, dass du zufrieden bist mit der situation? Also du sagtest ja zum beispiel du wolltest dem nie alles unterordnen, gleichzeitig weißt du, dass es oft so läuft und wenn man es nicht macht es schon risiko ist, gleichzeitig erträgst du den gedanken aber nicht zu scheitern. Das sind dinge die sich derzeit irgendwie gegenseitig nicht gerade bedingen, das klingt ein bisschen so als würdest du recht locker habilitieren wollen und trotzdem dann sicher ne professur haben. So würde es aber nichtmal ohne kind laufen.

@ all zum thema habil

Der ganze kram ist wohl auch fachabhängig, also im medizinischen bereich gehen die uhren ja nochmal anders, da ist die promotion etwas, was man teilweise noch im studium macht oder nachher auf der arbeit nebenher. Ich schätze mal die habil ist nicht plötzlich auf dem level einer habil der viologie oder philosophie. Desweiteren ist es meines wissens gerade im medizinischen bereich nicht unüblich nicht nen klassischen wissenschaftlichen werdegang zu haben, also außerhalb der uni zu arbeiten um dann als chefarzt einer klinik noch prof zu werden. Das kann man um ehrlich zu sein erst recht nicht mit den meisten naturwissenschaften und geisteswissenschaften vergleichen, da wird man nicht nebenher prof, sondern da ist die uni laufbahn quasi der einzige weg.

Und ja ich kenne auch professorinnen mit kindern, die hatten aber entweder bereits ihre stelle als sie schwanger wurden oder waren überfllieger, die mit anfang 30 ihre juniorproffessur sicher hatten inklusive der garantie, dass die nachher in ne ordentliche proffessur umgewandelt wird. Da ist die situation natürlich eine ganz andere, entwede rman spart sich dann ganz die habil oder macht sie unter lockeren bedingungen, nämlich im wissen, dass man die professur sicher hat sowie die gleiche finanzielle ausstattung die ordentliche professoren haben was forschungsmittel betrifft und ne volle stelle die zwar noch nicht so gut bezahlt wird wie bei ordentlichen proffs, aber schon akzeptabel ist.

Ich kenne aber keine professorin mit kind, die das kind vorher der professur bekommen hat und den harten weg der habil mit dem kind gegangen ist. Kann natürlich zufall sein.

K&letQte4rpfla=nxze80


Nachtrag:

ich muss jetzt da doch immer mal wieder die beziehung und der partner beleuchtet wird fragen, wie lange ihr eigentlich zusammen seid (falls ich es nicht überlesen habe). Also er scheint ja dort wo ihr lebt auch seine familie zu haben, also daher zu kommen und wenn du aufgrund de rzeitverträge bisher durch die gegend gezogen bist, ist es nicht unwahrscheinlich, dass ihr erst zusammen seid, seit du da die stelle hast, dass wäre dann ja noch nicht sooolange. Das fänd eich nicht unwichtig zu wissen.

Spunfloawer_x73


Ich kann upela (trotz meiner Meinung, dass sie sich nun mal arrangieren und Prioritäten setzen MUSS), irgendwie zunehmend verstehen.

Das Ganze klingt erschöpfend:

Upela ist beruflich stark eingespannt und es ist viel "Kampf" dabei. Es ist nur banaler Berufstrott, sondern es muss noch auf ein sehr konkretes Ziel hingearbeitet werden.

Zu Hause mit dem Kind ist es Kampf, nicht nur das Übliche mit "neuem Kind", sondern auch der Kampf um Entlastung. Was nutzt der Vater mit seiner 80%-Stelle, wenn er bei manchen Dingen offensichtlich bockt, statt an einem Strang zu ziehen? Wenn mehr Fremdbetreuung Entlastung bringt, diese Entlastung aber mühsam erkämpft werden muss?

Da ist das Gefühl, dass ALLES anstrengend ist (abgesehen vom ersten Jahr mit Kind, was eh eine gewaltige Umstellung ist), doch umso stärker.

Aber ohne Kampf wird es leider keine Entlastung und Veränderung zum Erträglichen geben, das stimmt. Aber wo die Kraft hernehmen, wenn man gerade so gar nicht mehr kann?

WKaterwli2


ic hkenne keine weibliche professorin mit kind.

Ich schon.

Und auch männliche Wissenschaftler "leiden" ja in der Regel unter Kindern, z.B. müssen sie die ganze Familie ernähren. Und da kenne ich nur welche (also jetzt im Profalter), die mindestens mehrere bzw. manche sogar ganze 4(!) Kinder haben. Die Frauen arbeiten dann vermutlich gar nicht, aber gerade deshalb muss der Mann ja arbeiten und ich find, es macht keinen Unterschied, ob man die Kinder nun miternähren muss oder am Tage bespaßen muss, mal abgesehen davon, dass auch viele Männer heute in Elternzeit gehen. Auch eine Doktorandin bei uns hat ein Kind (das ist scheinbar sogar recht praktisch wegen Kündigungsschutz... :=o ). Wir haben aber auch viele ohne Kinder oder welche, die nichtmal nen Partner haben.

Ich schätze mal die habil ist nicht plötzlich auf dem level einer habil der viologie oder philosophie.

Also ich HOFFE, dass Mediziner bei der Habil dann doch auf dem entsprechenden Niveau sind. Ich schätze mal, mit der 08/15 Dr.Med. Arbeit kann man gar keine Habil anpeilen, das ist wirklich nur Berufszierde. Aber Mediziner können ja auch eine "richtige" Dr.-Arbeit schreiben, die 5 Jahre dauert und damit kann man dann sicherlich Prof werden. Ich denk mir nur so, die Prof-Stellen sind begrenzt und es schreibt da jeder Popel eine Doktorarbeit ... also vermutlich werden die Habil-Stellen dann doch nur an die gehen, deren Doktorarbeit weniger poplig ist. ;-)

L5i*be8rta


Waterli2

Das stimmt, das geht in dem Bereich dann auch nur mit experimentellen und anspruchsvollen Doktorarbeiten. Die dauern dann auch mal ein paar Jahre und werden nicht in 6 Monaten geschrieben.

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