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Lebensfehlentscheidung

s8ensiebelxman


Es gibt einfach zuviele gute Wissenschaftler die Kinder hatten und haben und die sich dennoch auch um ihre Kinder kümmerten und kümmern (und wo auch die Partnerin oder der Partner mitzog), als das man behaupten könnte, Kinder würden enorm die wissenschaftliche Arbeit oder die wissenschaftlliche Karriere behindern. Ich selbst war auch mehrere Jahre wissenschaftlich tätig, auch mit Kindern, die zwar eine zusätzliche Belastung darstellten, aber gleichzeitig auch für Ablenkung vom wissenschaftlichen Stress sorgten- das sorgte nicht selten schneller für neue Ideen. Man kann sich darüber heiß machen, man kann es aber auch einfach versuchen, entspannter anzugehen, lockerer zu sehen. Niemand kann mir weis machen, Gefühle wären genetisch starr eingraviert.

N*orwayE_Natxure


Sie hat das erste Kind also nach der Dis bekommen und ich kann dir sagen, zwischen iener Abschlußarbeit und einem Vollzeitjob liegen Welten in Punkto Belastung.

Ich glaube, dass kann man so pauschal einfach nicht sagen.........

Ich habe promoviert und hatte zumindest schon ein extrem belastendes, aufreibendes Arbeitsverhältnis. Da könnte ich jetzt definitiv nicht sagen, dass die Promotion viel "Unmenschlicheres" von mir verlangt hätte - dabei habe ich sie gerade im letzten Jahr schon als unglaublich hart empfunden......einfach, weil mir da gerade das Schlimmste in meinem Leben passiert war und ich mich noch jahrelang danach neben der Spur fühlte. Ich war fast unfähig, mich zu konzentrieren und mein Geist weigerte sich einfach, zu gehorchen...und das nachdem mir lebenslang immer alles ziemlich leicht viel. Es war eine Qual, ich fühlte mich wie von heute auf morgen verblödet! Soviel nur als Erläuterung, um klarzustellen, dass ich eine Promotion keinesfalls als Zuckerschlecken abtun will. Aber ein Arbeitsverhältnis kann genauso belastend und fordernd sein. Es kommt nach meinem Dafürhalten vor allem darauf an, ob einem liegt, was man macht. Wenn ich mich erfüllt fühle, gute Bedingungen (auch menschlicher Natur!) um mich herum vorfinde, dann kann die Sache an sich extrem fordernd sein, sie kann mich nonstop an meine Grenzen bringen und ich muss sie trotzdem nicht als Belastung empfinden.

Ich war lange genug im universitären Dunstkreis unterwegs, so dass ich im Alltag (vielleicht auch hier ;-) ) über eine gewisse, nicht zu leugnende, akademische Arroganz (selbstredend nicht von allen Akademikern) grinsen kann. ;-D Immer hat es niemand so schwer wie man selber......andere Fachrichtungen haben es leichter, an anderen Unis ist es leichter und Nichtakademiker ja sowieso......nur man selber, ohjeeeee.

N8orw*ay_Na$txure


Herrjeee |-o , die Schreibfehler dürfen behalten werden....

s$ensi%belmaxn


Immer hat es niemand so schwer wie man selber

Böse Zungen behaupten, wer mit seiner wissenschaftlichen Arbeit zu stark gestresst ist, ist kognitiv für diesen Job überfordert. ]:D

(arrogantes Grinsen- ich bin Böse ...)

IZn-Kowgx Nito


Das erste Kind hat sie ein oder zwei Wochen nach Überreichung ihres Doktorhutes, also direkt im Anschluss an ihr Studium, bekommen.

na siehste, das gilt nicht.

sie hat erst geforscht- wobe dr. meds auch ohne "forschung" gehen – dann gearbeitet und nun, nachdem die kinder aus dem gröbsten raus sind, nun forscht sie wieder.

keine ahnung, ob du auch wissenschaftrliche tätig bist, ich bin es – lieber 12 stunden schichten arbeit neben kinder als denken und forschen. klar geht es, aber

das ist echt heftig.

ich glaube, deien schwester hat einfach cleverer geplant als die te.

und als ich.

u.pe>la


Ich mag nicht clever genug sein - ich mag fehlgeplant haben - andere mögen das mit links und Sahnehäubchen schaffen - davon kann ich mir jetzt, mit Verlaub, gar nix kaufen. Das ist alles, im Gegensatz zu vielen hilfreichen Gedankenansätzen und Modellen, die ich hier lesen durfte, Vergangenheits-Bashing der versagensgefühlfördernden Sorte. Sensibelman, deinem Namen machst du jedenfalls keine Ehre.

S2unfloDwerx_73


Also ICH fand Diss. & Forschung (nicht umsonst abgebrochen, Uni-Stelle jenseits der Diss. plus Weiterbildung plus Zweitjob plus Diss waren einfach zu viel) VIEL heftiger als einfach nur arbeiten gehen. Was ist es entspannt, "nur" einen Job zu machen.

Eine Freundin jongliert seit 6 (!) Jahren Uni-Jobs und ihre Diss., die nebenher läuft. Weil immer im Job was anderes wichtiger ist, der Prof xyz will, zwei Wochen vor Semesterbeginn noch ein Semianr geändert und alles neu gemacht werden musst. Und weil vom Jasagen und Mitspielen die Vertragsverlängerung um mal wieder nur ein Semester abhängt. Diss: Bleibt auf der Strecke. Auch ohne Diss. schon Vollzeit-Job bei mittlerweile immerhin 30 bezahlten Stunden.

Das erste Kind hat sie ein oder zwei Wochen nach Überreichung ihres Doktorhutes, also direkt im Anschluss an ihr Studium, bekommen.

Ach wie niedlich, eine medizinische Doktorarbeit. Sorry, die habe ich unpromoviert schon mitbetreut und das entsprach mit viel Goodwill vielleicht einer Diplomarbeit in meinem Bereich. Wobei die Statistik auch noch extern gegen Geld gerechnet wurde statt selber. DAS ist absolut KEIN Maßstab. Das ist nette Fleißarbeit am Rande. Ich kenne nur eine Handvoll Ausnahmen, wo der Dr. med. wirklich aufwendig war und bspw. ein Urlaubssemester dafür genommen wurde.

In anderen Fächern (z.B: bei mir) müssen 3 internationale Peer review-Artikel raus. Davon 1x in print und der Rest mind, in submision. Das dauert JAHRE. Und die Daten fallen nicht vom Himmel.

@ Upela:

Nur mal am Rande: Ich finde den (Klärungs)Prozess, den Du hier im Faden durchläufst, was Analyse etc. angeht, schon beachtlich! Respekt!

dCanaMe87


upela

Ich hoffe das ihr in den Familiensitzungen weiter kommt. Zumidnest für meinen Partner macht es offenbar einen riesen Unterschied die Probleme nochmal in diesem Kontext aufgezählt zu bekommen. Allerdings warne ich davor zu hoffen das man schnell zum Punkt kommt, irgendwie wird da immer wieder das aktuelle so nach vorne gezogen und zum grundlegenden kommen wir in einem für mich total unbefriedigenden Ausmaß. ":/

s3eTnsib+elman


Vergangenheits-Bashing der versagensgefühlfördernden Sorte

Das brauchen andere doch gar nicht erledigen- das machst du doch selbst schon längst. Kämpfe dich durch oder gib auf, oder verschiebe es auf später (deine wissenschaftliche Arbeit). Alle Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Die Entscheidung wirst du selbst treffen müssen. Offenbar liest du bei meinen Texten nur das heraus, was selbst deinen Ansprüchen entspricht- wo du (an)klagen kannst- ich habe mehrere Alternativen angedeutet, ich habe aufgeführt, dass es auch mit Kind möglich wäre- aber du musst dich und deine Organisation und mit deinem Mann ändern, willst du was ändern oder jammern (das wird nie Befriedigung schaffen)?- so wirst du dir am wenigsten helfen. Entschuldige, dass ich dein Klagen nicht mitgetragen habe.

Entschuldige, dass ich deinen Pessimismus nicht verstehen will (der nicht einmal zweckmäßig ist).

Entschuldige, dass ich deine Gefühle nicht versuche nachzuvollziehen- ich halte das nicht für lösungsorientiert.

Dein Problem ist der Widerspruch zwischen deinen persönlichen Ansprüchen und deinen persönlichen Möglichkeiten- man kann auf beiden Seiten Änderungen herbeiführen.

Entschuldige, dass ich nicht dein Kind als das eigentliche Problem sehe.

Da fällt mir aus meiner Schulzeit vor allem diese Frage des Hamlet (Shakespeare) ein (auch wenn man das gedanklich etwas von Hamlets Geschichte verbiegen muss):

Obs edler im Gemüt, die Pfeil und Schleudern

Des wütenden Geschicks erdulden oder,

Sich waffnend gegen eine See von Plagen,

Durch Widerstand sie enden?

und [[http://www.youtube.com/watch?v=HoSOuYNNXjU das fällt mir ein]], auch wenn es uralt ist ...

Mache aus jeder Situation das Beste, jammern und das eigene Leid beklagen hilft dir am wenigsten ...

Ich sehe in sinnvollen Entscheidungen kein Versagen- auch nicht, wenn man einen Rückzieher macht. Auch wenn es manchmal nicht den ursprünglich gesteckten Zielen entspricht.


Wenn ich mit meinen Armen noch so heftig rudere und ich nicht abhebe- dann kann ich mich als Versager fühlen, weil ich nicht wie die Vögel fliegen kann oder ich kann einfach sagen: OK- so klappt das nicht- versuche ich es eben anders, ich kann auch einfach sagen: "dann fliege ich eben nicht- egal".


Wie du auf Äußerungen von außen reagierst ist gar nicht so sehr von außen abhängig, sondern vielmehr selbst von dir- wie du damit umgehst. Du bist in deinen Entscheidungen vollkommen frei. Du kanst sagen: "der sensibelman, der kann mich mal oder du kannst sagen, na gut vielleicht ändere ich mal was ... (wie auch immer)."

Wer ist nun wirklich der Böse oder der Gute: derjenige der sagt, nun flattere einfach noch heftiger mit deinen Armen, oder derjenige der sagt, versuche es anders, du musst nicht unbedingt fliegen können (willst du das wirklich?)- und wenn du das willst, musst du es vielleicht einfach anders versuchen?

I6n-Kxog ON"ito


Ach wie niedlich, eine medizinische Doktorarbeit.

das hatte ich mich nicht so getraut ;-D

DKer kleinee Prxinz


Dass Ihr natürlich die reinen Überflieger seid und alle anderen eh nur höchstens bemitleidenswert ... ;-)

Nraidexe


Oder dass er nicht am Telefon fragt, "Und, hast du heute schon probiert, ihn auf den Topf zu setzen?"

Das ist ja der Klassiker ;-) Nicht nur, wenn es um den Topf geht. Regt mich genauso auf, wie das Nichternstnehmen von Krankheit durch den Partner. Aber ich habe gemerkt, dass es mich in so einem Fall weiterbringt, nur mit dem "Sachverhaltsohr" zu hören und "Ja. 4x – 9:00. 12:00, 14:00 und 16:00, aber es hat nicht funktioniert" oder so in der Art. (Ihr kennt ja sicher das 4-Ohren-Modell) Ich könnte mich auch täglich streiten (mach ich auch oft genug) oder eben mit einer Frau zusammenziehen oder mich eben auch mal fragen, ob eine böse Absicht oder überhaupt eine Absicht dahinter steckt. Zumindest arbeite ich dran.

d`anaKe8x7


Naidee

Irgendwie kann ich das nicht. Denn mir fallen zu diesem Verhalten nur zwei Möglichkeiten ein: Entweder mein Partner ist ein wenig dämlich und nicht fähig einfachste logische Verknüpfungen zu bilden oder er will das nicht. Ich weiß das mein Partner nicht blöd ist, dass lässt aber nur den unerfreulichen Schluß zu das er mich, meine Ansagen und meine Bedürfnisse nicht ernst genug nimmt um seinen Denkapperat dafür wirklich hochzufahren.

Will heißen: Jedesmal wenn ich ihn wie einen bockigen Teenie immer wieder um dieselben Handreichungen bitten muss verliere ich ein Stückweit den Respekt vor ihm und bekomme das Gefühl das er mich nicht respektiert. Auf die Dauer ist das für eine Beziehung einfach tödlich, jedenfalls für eine die ich führen möchte. :-/ :-/

BFlacke Gun


Die Informationsverarbeitung läuft ja auch den ganzen Tag im Kopf weiter. Das Hirn macht keinen Feierabend.

Die ohne Rast leben, haben es deutlich schwerer, ihre hochgesteckten Ziele zu erreichen. Es ist ein Irrtum, zu glauben, je mehr und länger man arbeitet, umso besser würde das Ergebnis. Das ist ähnlich wie im Sport- wichtig ist die Balance zwischen Anstrengung und Entspannung- dann kommt es zur Entwicklung- bei zuviel Anspannung kommt es oft zu Erschöpfung, fehlerhafter Entwicklung, zu Schäden, bei zuviel Entspannung ist der Trainingseffekt zu gering ...

das kommt aber auch stark auf das fach an. promotion oder habil unterscheiden sich in ihrem zeitaufwand und ihrem intellektuellen anspruch teilweise sehr deutlich zwischen verschiedenen disziplinen. nehmen wir mal die biologie:

klar, eine biologische hypothese aufzustellen, die sinnvoll ist, ein zweckmäßiges experimentelles setup zu entwickeln sowie aus den ergebnissen der studie ein gutes paper zu schreiben – das ist geistig sehr anstrengend und belastend.

aber während der durchführung der studie im labor ist der intellektuelle anspruch deutlich niedriger. um den output zu maximieren kann es deshalb sehr wohl mehr bringen, auch am samstagabend übermüdet im labor zu stehen anstatt entspannter und konzentrierter zu arbeiten, aber eben pro woche 10 laborstunden weniger zu schaffen. nicht umsonst handeln die klischeehaften beschreibungen des doktorandenlebens mit endlosen "lab hours" überproportional häufig von biologen und chemikern.

ich bin mir selbst nicht sicher, welche art von belastung schwieriger mit kindern untern einen hut zu bringen ist, aber diese unterschiede sollte man bei der diskussion hier im kopf behalten. habil ist nicht gleich habil. genauso wie natürlich auch kinder unterschiedlich pflegeleicht sind.

N,aixdee


Ich bin schon sehr lange mit meinem Partner zusammen und bin mir sicher, dass er der richtige ist und ich mich nicht trennen möchte. Ich möchte auch mit keinem anderen zusammen sein. Und trotzdem gibt es natürlich viele Reibungspunkte. Und ich könnte auch aus der Haut fahren bei manchen Kommentaren. Und wir haben auch oft Streit, eigentlich wegen Kleinigkeiten, nichts Grundlegendes. Und habe gemerkt, dass ich in vielen Situationen wesentlich besser fahre, wenn ich versuche ganz sachlich zu antworten. Z.B. "Ist es denn wirklich so schlimm?" – "Ja. Sehr schlimm."" statt "Sag mal spinnst Du? Denkst Du, ich mach Dir was vor? Bloß weil ich nicht so ein Theater mache wie Du, wenn Du mal Kopfschmerzen hast? Denkst Du, nur Dir geht's manchmal schlecht? Weißt Du, wie das ist, wenn man nachts 5x aufsteht, um sich ums Baby zu kümmern?" Die zweite Antwort liegt mir auf der Zunge und würde Streit bedeuten, die erste kostet mich etwas Überwindung, aber bringt mir Fürsorge und Verständnis. (Zumindest funktioniert das oft ganz gut.)

Ich denke, man muss wissen, ob man den Partner grundsätzlich will. Und gucken, was man ändern kann und wo es keinen Zweck hat.

Und trotzdem krachte bei uns immer mal wieder.

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