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Lebensfehlentscheidung

FHlamiechen


Ich habe großes Verstaändnis für Upela aber ich finde so unrecht hat Twilight Garden nicht.

Ich gehe immer noch davon aus, dass ihre Upela) Wortwahl absichtlich überzogen ist und deshalb nicht überbewertet werden sollte, ABER

wenn ich den langen Beitrag von Lancis lese (der mich übrigens sehr berührt hat) und mit den Worten von Upela vergleiche, bekommt man "Denken" auch andere Züge und ic bin ehrlich,was Upela wirklich will, ist mir auch nicht so wirklich klar.

Wenn ich rein die Wortwahl so nehme, wie sie geschrieben sind, sind Fremdebstimmt und Lebensfehlentscheidung schon harte Worte (wenn auch nicht verwerflich) aber wenn man die Entscheidung absolut nicht tragen kann, wenn man das Kind tatsächlich nur als Belastung und Fehlentscheidung sieht....und die Partnerschaft dann dazu auch nicht mehr so funktioniert, wie man sich es vorgestellt ....wenn man mit Leben, was man JETZT lebt, nicht leben kann, weil es einen zermürbt, dann ist es an der Zeit, dieses Leben irgendwie so zu ändern, dass man damit leben kann.

Ich finde es nicht schlimm, wenn Kinder beim Vater aufwachsen. Lieber doch so, als unglückliche Parteien auf allen Seiten.

Wenn upela es wirklich so empfindet, dann wird es auch das Kind spüren. Und es macht das Kind sicher nicht glücklicher.

Wer sagt,dass der Vater das nicht schafft? Er muss es ja JETZT nicht schaffen, er bekommt ja alles fertig serviert.Wenn er dann MUSS, wird er es schaffen. Ich kenne einige Alleinerziehende Väter und von denen ist noch keiner Verhungert oder im Schlafanzug in den KIga gekommen.

Es ist ja tatsächlich so:wir können alle reden und sagen, es wird besser. Aber wenn die Einstellung oder innere Liebe nicht da ist, kann die auch nicht erzwungen werden.

Es ist nicht jeder zum "Muttersein" gemacht und manchmal erkennt man das eben erst zu spät. Aber das heißt nicht, dass man ein schlechter Mensch ist. Man sollte dann nur auch was tun.ES muss ja keiner unnötig unglücklich sein und leiden.

Ich denke, ein DENKANSATZ wäre das einfach.

Umsetzen muss upela es.

Ich habe nach Lancis Beitrag wirklich auch Mitleid mit dem Kleinen. Ich weiß, upela liebt ihn und tut alles für ihn, aber wenn es wirklich nicht aus ganzem Herzen kommt, wird er es spüren.

Mir tun beide leid. :)_ :)_ :)_ Eine unglückliche Mutter, die mit aller Macht versucht, dem "Muttersein" gerecht zu werden und ein Kind, was der Mutter im Weg ist.

Frlamec8hen


Aber es kostet so viel mehr Kraft, körperlich und psychisch, alles mit Kind zu machen. Tasche, Tasche, 11kg Kind, Wagen, hab ich sein Wasser dabei, und tschuldigung hat der Kindereagen hier noch Platz, huhuhaha gulli wir sind gleich ja ich weiss dir ist langweilig da schau da da da nein den Schnuller hab ich leider vergessen hoppe hoppe. WAAAAAAA!!!!

ja das ist nervig...mal mehr mal weniger...aber wie schon 100x gesagt, das ist eine absehbare Zeit, es wird besser!! Die Frage ist nur, ist es dann für dich OK, wenn DAS alles wegfällt oder bist du auch dann noch von anderen Dingen genervt?

FYlamec[hen


Das Leben vor dem Kind gibt es nicht zurück. Wohl dem, der vor dem Kinderkriegen ein erfülltes Leben gelebt hat, an daß er sich erinnern kann. Mit dem Kind ändert sich alles. Das alte Leben ist vorbei. Aus. Es gibt reichlich Momente, in denen wir die Entscheidung "Kinder" ... mir fällt kein passendes Wort ein.... nicht bereuen oder verteufeln, aber manchmal wünscht man sich einfach, alles wäre wie früher. Das, obwohl wir uns die Arbeit mit den Kindern gut aufteilen.

Ja das alte Leben ist vorbei, aber das ist es doch immerzu. Jeder Tag, der vorbei ist, ist vorbei....und es gibt verschiedene Lebensabschnitte, die man nun mal durchlebt.

Wie gerne wäre ich jetzt nochmal in der Schule. Die Schulzeit war ne geile Zeit...aber es ist vorbei....und mit natürlich ändert sich mit jeder Lebensphase/Abschnitt auch was/alles.

Vom Kindergarten zur Schule.

Von Schule zur Ausbildung.

Wie war es nur, als man plötzlich keine Ferien mehr hatte und arbeiten musste....

Man kann natürlich jeder Lebensphase hinterhertrauern und jammern...deswegen kommt das aber auch nie wieder und na klar, villeicht wäre alles besser , auf jeden Fall anders OHNE Kind(er)...aber am Zahn der Zeit kann keiner drehen und wenn man sich JETZT gerne 15 Jahre zurückversetzen lassen würde, wo man noch Party machte und nicht an morgen dachte...so würde es doch, wenn man genauer drüber nachdenkt, auch OHNE Kinder, jetzt nicht viel anders sein.

Ich erinnere mich gern daran, wie ich alleine wohnte und nächtelang auf Achse war....halb betrunken von der Disco zur Frühschicht ging |-o . Da war ich 20, Single, kinderlos.

Heute bin fast35 und auch ohne Kinder wäre ich jetzt mit Sicherheit nicht mehr nächtelang unterwegs und Disco mag ich eh gar nicht mehr und von der Party zur Frühschicht ??? Würde ich gar nicht mehr schaffen :-/ :-/

fNal$sScherfr,anzose


mhm. also eine doktorarbeit schreibst du gerade, richtig? ich denke, das alleine ist schon etwas, was jeden an den rand seiner faehigkeiten bringt. ich meine die selbstorganisations-faehigkeiten. so ein langes schreibprojekt kann einen tierisch runterziehen...

dann hoere ich da eine beziehungsproblematik. du hast das gefuehl du traegst mehr als 50% der last. mhm. ueberleg doch noch mal, ob es wirklich um kinderbetten geht. wie oft kauft man die? ich glaube da liegt etwas anderes versteckt hinter allem...beziehungsfrust vielleicht?

du sagst ihr hattet viele absprachen getroffen. du hast nicht gesagt, dass er die dauernd bricht. du sagst er ist ein toller vater. na, besser gehts doch nicht. vaterrollenmaessig.

auch wenn er keine kinderbetten kauft oder nicht sieht, dass das kind groessere schuhe oder tshirts braucht. aber liebst du ihn noch?

ich glaube du mischst grad alles sehr, frust schwappt von einem bereich in den anderen. vielleicht nervt das schreiben so, dass du deinem partner gegenueber unfair bist?

ich glaube du musst dinge trennen. habilitation ist scheisse. ein kind bindet irre viel zeit und energie. (meinen respekt fuer deine reise zum kongress...). und wenn dich dann die beziehung frustet, dann bleiben nicht viele erholungsinseln, das sehe ich auch so. du musst versuchen klarheit fuer dich zu gewinnen: brauche ich den doktortitel wirklich? will ich diesen mann noch in meinem leben als partner? (als recht lieber vater wird er ja wohl bleiben so oder so) wie will ich mein kind grossziehen? viel ausgelagert in krippen etc. oder will ich anderes zurueckschrauben und die schoenen dinge mit kind geniessen?

und dann noch darauf achten, dass du mal leute ohne kind triffst, mal ne auszeit fuer dich rausschaufelst, dann wird das schon besser.

fragen:

was waere, wenn ich den doktortitel schon haette? (waere dein leben dann besser?)

was waere, wenn ich den doktortitel sausen lasse (wird dein leben dann unweigerlich schlechter?)

was waere, wenn ich den doktortitel erst mal auf eis lege u spaeter entscheide?

was waere, wenn ich einen partner haette, der viel mehr uebernimmt? (ist es wirklich das, worum es geht?)

was waere, wenn ich mich von meinem partner trenne? (waere ich dann zufriedener?)

was waere, wenn ich mir erlaube, mich einfach mal ein, zwei, x jahre NUR auf die kindererziehung einzulassen, alles andere zurueckstelle ausser ab und an soziale kontakte, vielleicht teilzeitarbeit etc.?

F-lamec<hen


falscherFranzose

ich finde, das hast du super geschrieben :)^ :)z

Ich würde noch gerne eine Satz dazuschreiben und zwar zu dem hier:

was waere, wenn ich mir erlaube, mich einfach mal ein, zwei, x jahre NUR auf die kindererziehung einzulassen,

und im Gegenzug dazu 1x im Jahr eine Woche (oder mehr oder weniger) Auszeit vom Kind nehme und alleine (oder mit Mann oder Freunden ) in den Urlaub fahre?

P9ief5fke


Ertragen ist in diesem Zusammenhang das richtige Wort upela.

Ich habe da sehr viel an Toleranz und Frustrationstoleranz gearbeitet und fahre mit der Strategie, mich über jede Hilfe zu freuen und generell alles als one-man-Show zu planen sehr gut.

Vorher war es unerträglich. Nicht nur das Gefühl seine Hälfte mit zu erledigen, sondern auch der fürchterliche Ärger, wenn man mit ihm bzw mit seinen Versprechungen geplant hat und dann nix draus wurde. Das bringt einen nebenher auch planungsmäßig an die Grenze.

Ansonsten muß man sagen, daß wir was das Mithilfeproblem angeht eine schleichende aber über die Monate gut wahrnehmbare Entwicklung durchmachen. Bzw er sich da entwickelt. Und wir haben uns nie miteinander überworfen und können uns ganz grundsätzlich noch leiden. Ohne das würde es die Beziehung nicht mehr geben. So leidensfähig wäre ich dann doch nicht.

S8unf_lowIer_x73


Ich möchte auch noch was ergänzen (das mit der Diss. habe ich überlesen):

Es müssen ja gar nicht die entweder-oder Entscheidungen sein. Vielleicht einfach Druck rausnehmen und langsamer machen?

Ich hab' meine Diss auch ohne Kind abgebrochen. Weil Unijob, Weiterbildung mit Staatsexamen, nahezu unbezahlte Jobs im Rahmen der Weiterbildung (für die ich auch den Unijob aufgeben musste) und z.T. mehrere Nebenjobs (und trotzdem Schulden gemacht) mich völlig an die Grenze gebracht haben. Mehrere Kolleginnen sind allein angesichts der Perspektive "StEx mit Kind" fast dekompensiert, weil nach den jahrelangen miesen Weiterbildungsbedingungen die Akkus eh leer waren (und Kind bei vielen eigentlich als entspannte Auszeit gedacht war). Die wurden entspannter, als sie selber den Zeitdruck rausnahmen. Realistischer planten.

Und ebenso ist eine Diss. nix, was man mal eben durchzieht. Erst recht nicht, wenn man das Leben nicht (mehr) nur danach ausrichtet. Auch dann geht man irgendwann auf dem Zahnfleisch, wenn man immer alles der Forschung, dem Chef/Prof unterordnet, ständig erreichbar ist und macht und tut.

Mich haben mein Seelenfrieden und die Chance auf einen vernünftigen Job in meinem Berufsfeld (wofür Weiterbildung & StEx ein Muss) letztlich die Promotion gekostet. Da habe ich die Tage noch Tränen drüber vergossen, weil ich jetzt drei Jahre raus bin aus der Forschung, weil es kein Zurück mehr gibt. Weil ich meine Weiterbildung fertig habe, aber die Jobs halt nicht in Forschungsrichtung gehen. Weil ich mich noch 2013 gegen eine Forschungsstelle entschieden habe und den dann angenommen Job wg. einer OP in der Probezeit verloren habe. Ja, es nagt.

Aber: So gehen IMMER Lebensabschnitte zu Ende. Unwiderruflich. Das ist mit Kind halt deutlicher als mit einem Jobwechsel und als mit Studienende.

Wir können nur 100% leisten. Die fordert eigentlich schon eine Diss. plus Job für Lebensunterhalt. Je mehr "Baustellen" man hat, desto mehr muss man die Ressourcen aufteilen und desto wengier bleibt für die einzelnen Bereiche.

Da bleibt nur Ansprüche reduzieren. Aber auch: ALLE Entlastungsmöglichkeiten suchen.

Ich habe bei Dir den Eindruck, dass Dir Karriere wichtig ist und Du ja ja ja nicht in die "Mutter am Herd"-Falle tappen willst. Weswegen Dich die überhohe Verantwortung fürs Kind ankotzt und Dich das geringe Engagement des Vaters in einigen Bereichen frustriert. Ist ja auch völlig legitim.

Aber letztlich bleibt nur: Ist-Zustand verbessern. Durch veränderte Einstellung und Entlastungssuche. Klärung, wie Du Dich besser unterstützt/mit Deinen Bedürfnissen wahrgenommen siehst.

Diese Klärung muss aber angesichts des Ist-Zustandes erfolgen. Das Kind ist da, jetzt muss das Leben MIT Kind nue organisiert werden. Es geht nun mal nicht weiter wie vorher. Also müssen kreative Lösungen her, damit die wichtigsten Punkte abgedeckt sind. Wichtiges (für DICH, für Kind, für Beruf) von Unwichtigem trennen.

KCletgterpdflaxnze80


fragen:

was waere, wenn ich den doktortitel schon haette? (waere dein leben dann besser?)

was waere, wenn ich den doktortitel sausen lasse (wird dein leben dann unweigerlich schlechter?)

was waere, wenn ich den doktortitel erst mal auf eis lege u spaeter entscheide?

Wenn ich mich richtig errinnere sprach sie nicht von einer Promotion, sondern von einer habil, dementsprechend hat sie den Doktor schon und die ganze Situation ist auch eine andere. Also wenn sie habilitiert hat sie sich bereits für die Forschung entschieden, dementsprechend passt das was sunflower schrieb schon nicht mehr wirklich, da sie sich ja schon für die forschung entschieden hat und sie wohl auch an der habil schon länger dran ist. Da würde sie ein paar jahre forschung wegwerfen.

genauso passt dann das von falscher franzose nicht mehr, weil man eine habil nicht wirklich auf eis legen kann, man kann nicht einfach ein paar jahre aus der forschung verschwinden und dann wieder zurückkehren, das ist ziemlich unrealistisch. Die zeit der habil ist gerade die zeit die zählt und ziemlich entscheidend ist dafür ob man ne professur kriegt oder nicht und gerade im deutschprachigen raum ist alles unter der professur nix (wobei ich nicht weiß ob es in der schweiz mehr unbefristete stellen im bereich unter der professur gibt) bzw. nix auf dauer, weil die stellen meist halbe und unbefristet sind.

Also wenn ich upela richtig verstanden habe geht es ihr nicht um den titel an sich (also selbst wenns nur ein doktor wäre) mit dem sie in der privatwirtschaft mehr verdienen will, sondern um die forschung und mit ner habil kann man eh nicht mehr wirklich in die privatwirtschaft ne habil ist forschung bzw. wissenschaftlicher bereich an unis etc.

C oteBSau+vagxe


Man wird sich doch auch noch Gedanken machen können (ohne davon gleich ans Kreuz genagelt zu werden), wie was ist, wie was wäre, wenn....

Darf man. Die TE darf das und jeder andere hier auch, incl. This Twilight Garden. Wenn es nicht tabu sein soll, von "Lebensfehlentscheidung" zu sprechen, kann es auch nicht tabu sein, Überlegungen anzustellen, wie man da wieder rauskommt, auch wenn diese Überlegungen ungewöhnlich erscheinen. Die TE muss Überlegungen, die sie abwegig findet, ja nicht nähertreten.

Ich fände es für eine Aufarbeitung der Situation nach wie vor nicht unwichtig, darzustellen, was du, Upela, dir vor der Geburt als Handhabung vorgestellt und mit deinem Freund abgesprochen hast, und inwieweit eure jetzige Handhabung davon abweicht. Oder waren eure gemeinsamen Absprachen "falsch", habt ihr beide gemeinsam etwas übersehen/ falsch eingeschätzt?

Eine Freundin von mir hat einen Mann, der einen sehr anspruchsvollen Beruf mit gelegentlicher Reisetätigkeit hat, 2 Kinder und einen Lehrstuhl. Wenn ich mich mit ihr treffe (meistens bei ihr zuhause, weil ihr was anderes zu stressig ist – stört mich aber nicht im Geringsten) und mir erst mal erzählt, wie ihr Tag so verlaufen ist, denke ich mir immer wieder "Wow – wie schafft man das bloß??" Sie hat ihr Leben – Diss, Habil, Kinder, Jobs, Unterstützung durch Großeltern der Kinder, Finanzen usw – immer so gut wie irgend möglich geplant. Immer mal wieder passieren natürlich trotzdem unvorhergesehene Dinge (Krankheiten, Probleme im Job ...), bei denen andere, die nicht auf so einem Dauerstresslevel leben würden, schon für sich genommen kapitulieren würden. Aber sie weiß einfach, die letzte Katastrophe hat sie auch hingekriegt, dann schafft sie diese genauso.

Aber – und ich fürchte, dieser Unterschied ist entscheidend – sie wollte Kinder (nicht verzweifelt, aber das hat für sie ihr Leben komplett gemacht). Deswegen fürchte ich, dein zentrales Problem liegt darin, dass du eigentlich kein Kind wolltest. Da können wir dir hier noch so viele Vorschläge machen, wie du dich, dein Leben, deinen Freund usw besser organisieren kannst (ich hab den Eindruck, das hast du eh schon ganz gut im Griff) – das sind sozusagen die Lösungsvorschläge für das falsche Problem.

Ich denke, du brauchst vielmehr eine (professionelle) Unterstützung dabei, damit klarzukommen, dass du eine aus deiner heutigen (!) Sicht falsche Lebensentscheidung getroffen hast, die nicht mehr rückgängig zu machen ist.

FZlamGechxen


CoteSavauge

:)^

Kletterpflanze

habil oder was auch immer....dann muss dann einfach sagen: wenn sich sowas nicht verschieben lässt, hat man einfach Pech gehabt oder aber muss in den sauren Apfel beißen.

Man kann jetzt hier Tipps und Ratschläge geben....aber im Grunde, auch wenns hart klingt, Upela war zu keiner Zeit nicht zurechnungsfähig.

Also auch wenn sie das Kind, ihrem Mann zuliebe bekommen hat, so hatte sie trotzallem die Möglichkeit, vorher ihre berufliche Wichtigkeit abzuklären.

Das Kind war ja – wie ich denke- trotzdem geplant.

Also bei allem Verständnis....aber man kann jetzt natürlich nicht alles schön reden.

S%unflo3wexr_73


Okay, dann Habilitation. Auch die haben Leute schon abgebrochen (ich habe zwei solche Personen im Umfeld). Oder hinausgezögert. Gerade wenn Kinder kamen, dauerte es im besten Fall halt länger. Gerade weil das Alltagsgeschäft im Job dann umso fordernder ist. Der Aspekt des Ansprüche überdenkens und einer realistischen Planung bleibt somit gültig. ;-)

Wie CoteSauvage anspricht, würde mich auch interessieren, wie alles im Vorfeld geplant war. Zu optimistisch? Oder hält sich jemand nicht an Absprachen? Oder einfach unüberlegt-blauäugig ans Thema rangegangen?

Den Gedankengang mit den "falschen" Lösungsansätzen (Optimierung der Ist-Situation), die am gefühlten Problem der TE vorbeigehen (Kind an sich als Fehler) hatte ich auch schon. Letzteres erzwingt Ersteres, aber wenn die Bereitschaft bzw. Fähigkeit dazu fehlt, weil gedanklich zu sehr an der Fehlentscheidung verhaftet... dann dürfte Upela sich zum einen total unverstanden fühlen durch die gemachten Lösungsvorschläge. Und zum anderen führen diese einfach nicht weiter. Schwierig.

Fela9mechten


Ich denke, du brauchst vielmehr eine (professionelle) Unterstützung dabei, damit klarzukommen, dass du eine aus deiner heutigen (!) Sicht falsche Lebensentscheidung getroffen hast, die nicht mehr rückgängig zu machen ist.

auch ein guter Ansatz, wie ich finde. Hast du mal über eine Therapie nachgedacht? Ich bin sonst nicht so der Verfechter, hier jeden wegen jedem Scheiß Pyschoonkel zu raten, aber das Problem derart belastend ist....wäre auch das ne Möglichkeit.

F lamVechen


Pyschoonkel

Psychoonkel

u>pelxa


... so viel ... danke für eure Zeit und eure Gedanken.

Zum Muttersein gemacht bin ich wohl wirklich nicht. Jedenfalls bin ich keine Übermutter, verwende Vokabular, das mir schon mal schräge Blicke einbringt, aber ich glaube, ich mache es nicht schlecht. Ich finde den jungen Mann sehr sympathisch, wir kommen gut klar, er mag mich. Punkt.

Beruf: Kletterpflanze hat es präzise erfasst. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Alleinerziehende Väter: Ich habe darüber nachgedacht, schon früher. Für uns ist beide klar, dass, sollte es zu einer Trennung kommen, der Kleine wohl beim Vater bleibt. Aber beim reinen Gedanken daran fange ich an zu heulen, also... nein. Would not work.

Einschätzung: Ja, wir haben es glaube ich beide falsch eingeschätzt, wieviel Zeit es kostet. Wir haben auch beide übersehen, dass in allen Konstellationen, in denen die Leute doch was erreicht haben, einer (meistens sie) dem anderen (meistens er) doch deutlich den Rücken freigehalten hat, oder dass die Kinder mit Kindermädchen und Internat grossgeworden sind und die Eltern kaum gesehen haben.

Wir haben auch übersehen, wie eigenständig wir vorher gelebt haben, jeder für sich, Urlaube alleine, eigene Freundeskreise. Unser Kind fesselt uns aneinander, zwingt uns zu Absprachen, zu Teamwork, das vorher gar nicht nötig war und ehrlich gesagt auch schon vorher nicht so 100% funktioniert hat. Teilweise hat sich diese nicht-symbiontische Paarlebensweise bezahlt gemacht – die getrennten Schlafzimmer zb, oder dass wir weiterhin abends fortkonnten, weil wir ja ohnehin meist getrennt unterwegs waren – aber ein gemeinsames Essen (das ist mir mit Kind schon ein Anliegen) muss jetzt halt erst mal abgesprochen sein, wo früher jeder einfach eingeworfen oder gekocht hat, was er oder sie wollte.

Klärung: Es ist ein Prozess. Dieser Faden ist Teil des Prozesses. Wenn ich schon genau wüsste, wie ich das mental oder zeitlich oder kräftetechnisch hinkriege, hätte ich ihn nicht eröffnet. Es war viel zu lesen, daher nochmals hier erwähnt: professionelle Hilfe holen wir uns grade.

C7oteSXauvxage


Okay, dann Habilitation. Auch die haben Leute schon abgebrochen (ich habe zwei solche Personen im Umfeld). Oder hinausgezögert. Gerade wenn Kinder kamen, dauerte es im besten Fall halt länger.

Ich meine mich zu erinnern, dass sie was von Labor geschrieben hat. Ich denke, es ist schon ein Unterschied, ob man eine naturwissenschaftliche Habil macht mit Versuchen im Labor, oder mit jahreszeitabhängigen Geländeaufnahme, o.Ä., oder eine geisteswissenschaftliche, bei der man hauptsächlich Literaturstudien und Denkarbeit macht. Für ersteres braucht man einen bestimmten Arbeitsplatz, für Letzteres reichen Bibliothek oder Homeoffice. Und Pausieren scheint mir im ersteren Fall deutlich schwieriger. Eine Versuchsreihe, bei der 1 Jahr oder immer das WE fehlen – hm.

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