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Fremdenlegion, wer kann/ möchte mir dazu was erzählen ?

DJieDosisvmachxtdasGift


Die Diskussion ist hier ganz schön entgleist, wenn ich mir den Threadverlauf so Stück für Stück durchlese. In der Einlassung ging es lediglich darum, dass die TE ein wenig Vorwissen bzw. Informationsvorlauf bzgl. dem Thema Fremdenlegion bekommen wollte.

Es ist nicht immer ratsam, eigene Sichtweisen und Werte, die für einen selbst Bedeutung haben, anderen ungefragt auf's Auge zu drücken. Ich sehe vieles ähnlich wie Fee84. Sie hat eine kleine Tür aufgestoßen, aus einem Bauchgefühl heraus und überlässt es nun ihrem Partner, wann, was und wie miteinander besprochen wird.

Das Thema ist einfach zu vielschichtig, um es einfach zwischen Tür und Angel zu besprechen. Ich erkenne eher Rücksicht aus dem Verhalten ihres Partners, der erst warten möchte, bis man räumlich enger zusammen ist, um im Fall des Falles genug Nähe zu haben, um den anderen ggf. auffangen zu können. Dies ist bei so einem Thema ganz sicher in bestimmten Situationen nötig.

Es hat viel mit Stil. Takt und Einfühlungsvermögen zu tun und auch mit Respekt voreinander (etwas in meinen Augen grundlegendes einer zwischenmenschlichen Beziehung), dem Partner, die Autonomie darüber zu zugestehen, in welcher Phase einer Beziehung, er sich wie weit für den anderen öffnen möchte und in welchen Schritten. Gerade bei einem so schwierigen Thema, wie Entscheidungen über Leben und Tod anderer, gehört verdammt viel Fingerspitzengefühl auf beiden Seiten dazu, Grenzen des Vertrauens nicht zu überschätzen oder zu überreizen.

Das alles ist eine Gratwanderung für die Seelen beider hier beteiligten Menschen. Es ist kein Gespräch, dass man gemütlich bei einer Tasse Kaffee führen kann, und auch nicht als einen Durch-Ritt, quasi als Lebensbeichte los wird und abschüttelt. Ich finde sehr mutig, was die beiden miteinander als Schritt in eine gefestigte Paarbeziehung versuchen wollen. Dafür von meiner Seite aus alles Gute gewünscht.

Es ging in diesem Thread nicht darum, über Vertrauensein-, vor-, und ausschlüsse zu diskutieren. Deshalb bitte Abstand davon nehmen, die TE in eine Rechtfertigungshaltung zu bringen, wie ihre Beziehung zu laufen hat o.ä. Das ist einzig die Sache der beiden Beziehungspartner und geht uns hier im e.S. nichts an.

Jeder darf Werte und Sichtweisen haben, na klar, nur manchmal sollten wir bemüht und vorsichtig damit sein, sie nicht für andere zum Maßstab zu erheben, weil das nicht funktionieren wird und oft auch nicht kann. In diesem Sinne einen weiterhin informativen und sachlichen Thread-Verlauf.

SKma2ragdaxuge


Zu Hart was hier für Leute schreiben, die Ihre Partner nicht so nehmen wie sie sind.

Verteilt ihr beim Kennenlernen Fragebögen und sortiert dann gleich wieder aus ?

Nur weil man Deine Sicht vielleicht nicht ganz teilt, verteilt man weder Fragebögen noch nimmt man seinen Partner nicht so wie er ist.

Dass er zu Dir ziehen würde, relativiert die Sache allerdings ein Stück, Du mußt zumindest nicht Deine Existenz aufgeben.

Ich war viele Jahre mit einem Offizier liiert, der allerdings aus Gewissensgründen nach vielen Jahren Dienstzeit die Armee verlassen hat, das war ein Kampf für sich, und in dieser Zeit hatten wir uns kennengelernt, er war ebenfalls zurückhaltend mit Details, aber er hat es mir von sich aus erzählt. Abgesehen davon, das räume ich ein, würde ich mich nicht auf eine Beziehung mit einem Berufssoldaten oder Fremdenlegionär einlassen, warum, möchte ich hier nicht weiter erörtern, um nicht erneut Öl ins Feuer zu gießen - was auch nicht meine Absicht war.

pOhoeni&x0904


Wobei, manchmal hätte mir so ein Fragebogen vorab sehr geholfen ]:D

menef


Abgesehen davon, das räume ich ein, würde ich mich nicht auf eine Beziehung mit einem Berufssoldaten oder Fremdenlegionär einlassen, warum, möchte ich hier nicht weiter erörtern, um nicht erneut Öl ins Feuer zu gießen – was auch nicht meine Absicht war.

Und weil das deine Absicht nicht war, reißt du das Thema gleich nochmal an? Wenn die TE ihre Beziehung zu einem Ex-Fremdenlegionär infrage stellen will, kann sie das tun. Nicht du. Und doch, das tust du indirekt, auch wenn dich jetzt auf "Nur MEINE Meinung rausreden könntest" – dass du die hier schreibst und nicht in dein Tagebuch wird ja einen Grund haben ...

FBee8x4


@ Smaragdauge

Salami-Taktik? Ich würde nie mit jemandem zusammenziehen, der mir nicht grundsätzlich vertraut und mit irgendwelchen dunklen Geheimnissen hinterm Berg hält. Wärst Du nicht selbst draufgekommen, hätte er es Dir bis heute nicht gesagt. Auf so etwas würde ich mich nie einlassen.

Das klingt ja fast so, als solltest Du die Katze im Sack kaufen. Komm, Schatz, lass uns erst mal zusammenziehen, und dann erst rück ich mit der ganzen Wahrheit raus, dann steckst Du emotional tief genug drin und kannst auch sonst nicht eben mal so einfach Schluss machen als wenn Du komplett unabhängig (dazu gehört u.a. eine eigene Wohnung mit Job)

Smaragdauge

Soviel zum Thema ich unterstelle dir, du "würdest" deinen Partner nicht so nehmen wie er ist.


Und ich habe auch nicht geschrieben das ER zu MIR zieht ? Spielt das überhaupt eine Rolle ?

Welche Existenz ? Wir ziehen zusammen, keiner von uns springt vor einen Zug. Er war 2 Jahre Beruflich unter der Woche als Monteur ausser Landes und kommt jetzt wieder ganz zurück in unsere Heimatstadt, wo wir beide dann im nahen Umland zusammenziehen möchten.

Berufssoldat, Ex-Fremdenlegionär... Ich habe ihn mit einem normalen Beruf kennen und lieben gelernt.

Ich liebe den Mann so wie ich ihn kenne, und bin gewillt ihn auch mit seinen Problemen zu lieben und ihn zu stützen, sofern er es möchte und braucht.

Sollten diese Gespräche nicht tragbar für uns laufen, gibt es immernoch die möglichkeit uns fachliche Hilfe zu holen.

Aber im moment bin ich der Meinung, er auch, das unsere Beziehung immer fester und stärker wird, und wir zumindest die Chance haben, zusammen das aufzuarbeiten. Das Tempo und die Details bestimmen wir beide zusammen.

Roich$ard$621


@ Fee,

ich denke Fremdenlegion ist wie richtiger Krieg. Man erlebt dort Gräuel die man , auch wenn man nicht aktiv beteiligt ist die nicht mehr aus dem Kopf gehen.

Mein Schwiegervater war im Russlandfeldzug als LKW Fahrer, nachdem sein Lastwagen im Schlamm abgesoffen ist und das hatte er nie erzählt, wurde er einer MG Schützenabteilung zugeteilt.

Er erzählte es mir nachdem ich ihn schon über 20 Jahre kannte. Er musste dem MG Schützen die Patronengurte ins MG zuführen. Was ein MG ausrichtet kann man sich vorstellen und er hat alles mitangesehen. Der schlimmste Fall war als ca. 200 russische Frauen mit Wodka gefügig gemacht und z.T. mit Mistgabeln bewaffnet die Anhöhe auf das MG zustürmten und komplett von der MG niedergemäht wurden.

Er hatte Tränen in den Augen obwohl er nicht der Schütze war.

Free84


@ Richard61

Danke für deine Antwort. Schlimm was dein Schwiegervater erleben musste :-o

ich denke Fremdenlegion ist wie richtiger Krieg. Man erlebt dort Gräuel die man , auch wenn man nicht aktiv beteiligt ist die nicht mehr aus dem Kopf gehen.

Fremdenlegion ist richtiger Krieg, wenn nicht sogar schlimmer. Die Legion leistet wohl oft die Vorarbeit, oder wird da eingesetzt, wo andere Armeen nicht eingesetzt werden sollen.

Und das mein Freund aktiv beteiligt war, das weiß ich. Ich wusste ja schon immer das er jemand auf dem Gewissen hat. :-(

RQichaLrd6n1


Ich denke selbst wenn man nicht direkt jemand tötet, so bildet so ein Trupp eine Einheit bei der es eine kollektive Schuld für die Taten seiner Kameraden gibt.

Leute die aus sowas lebend rauskommen haben damit immer zu kämpfen und wandeln sich auch oft zu Pazifisten, was im 2 WK natürlich nicht ging, wenn einem sein eigenes Leben lieb war. Ich denke aber auch in der Fremdenlegion ist es schwer bei einem Einsatz Skrupel zu zeigen und bei etwas nicht mitmachen zu wollen. Da kehrt der Trupp halt ohne einen Kameraden heim, wer soll prüfen wie der gefallen ist.

AOlolCaIrd[icxe


Ich hatte mal einen Kumpel, Bruno, das war ein feiner Kerl. Er war in den 70ern in der Fremdenlegion. Immer, wenn er etwas trank, redete er stundenlang mit sich selbst vor dem Spiegel, in der Kneipe. Er hat sich totgetrunken. Mehr kann ich nicht zum Thema beitragen, sorry.

Fhere84


@ Richard61

Ich denke selbst wenn man nicht direkt jemand tötet, so bildet so ein Trupp eine Einheit bei der es eine kollektive Schuld für die Taten seiner Kameraden gibt.

Leute die aus sowas lebend rauskommen haben damit immer zu kämpfen und wandeln sich auch oft zu Pazifisten, was im 2 WK natürlich nicht ging, wenn einem sein eigenes Leben lieb war. Ich denke aber auch in der Fremdenlegion ist es schwer bei einem Einsatz Skrupel zu zeigen und bei etwas nicht mitmachen zu wollen. Da kehrt der Trupp halt ohne einen Kameraden heim, wer soll prüfen wie der gefallen ist.

Pazifist ist er leider nicht. Wäre schön, dann müsste ich in unserem Haus nicht dulden das er bestimmte Sachen da hat. Denn ich bin Pazifistin.

Ja er hat gestern sowas auch gesagt : Wer gut war, kam wieder heim, die schlechten nicht.

Das wird wohl in allen militärischen Einheiten sein :-|

@ Allardice

Ich hatte mal einen Kumpel, Bruno, das war ein feiner Kerl. Er war in den 70ern in der Fremdenlegion. Immer, wenn er etwas trank, redete er stundenlang mit sich selbst vor dem Spiegel, in der Kneipe. Er hat sich totgetrunken. Mehr kann ich nicht zum Thema beitragen, sorry.

Pobleme solcher Art hat er zum Glück nicht. Aber davon gelesen das es sehr oft vorkommt das ein Ex-Legionär das saufen anfängt.

Mein Freund ist eine starke Persönlichkeit zum Glück x:)

ROichSaBrdq61


Fremdenlegion sollte man zur Beurteilung auch wissen wer dort hingeht und warum.

Wer in der Fremdenlegion ist der ist immun vor Strafverfolgung egal welcher Art. Oftmals werden auch für Franzosen Straferlasse gemacht im Gegenzug zu einer Verpflichtung in der Legion.

Das ist eine beinharte Truppe, bei der Skrupel nichts verloren haben. Während der Dienstzeiten ist Alkohol strengstens verboten.

Wenn sie dann Freigang haben sollte man einen Bogen um so eine Truppe machen.

Die trinken dann oft bis zum Umfallen.

Ich habe so an die 10 Stück in Paris in einer Kneipe beim Moulin Rouge getroffen.

Das ist schon Filmreif denen eine Weile zuzuschauen.

Aus diesem Milieu wieder in die normale Welt zurückzukehren muss unendlich schwierig sein. Und viele zerbrechen auch daran.

B*enK(eno!bi


Fremdenlegion sollte man zur Beurteilung auch wissen wer dort hingeht und warum.

In der Tat... %-|

Die Zeit der Verbrecher-Legionäre ist längst vorbei.

RhichXardq6x1


Ich hab die vor 20 Jahren dort gesehen, die hatten Uniform ansonsten sieht man es ja keinem an, ob er dort hingehört.

Fbee84


Fremdenlegion sollte man zur Beurteilung auch wissen wer dort hingeht und warum.

Wer in der Fremdenlegion ist der ist immun vor Strafverfolgung egal welcher Art. Oftmals werden auch für Franzosen Straferlasse gemacht im Gegenzug zu einer Verpflichtung in der Legion.

Wegen einer Straftat bzw. Strafttat verfolgung ist er eher nicht da hin.

Ich habe ihn gefragt, er wollte aber nicht antworten. Da kann ich davon ausgehen das es nicht so ist, denn wenn ich Richtig gelegen hätte, würde er zumindest "Ja" sagen.

Ich glaube aber mittlerweile, das bei ihm vor der FL, einiges schief gelaufen ist.

Und ich muss sagen, seit dem ich von der FL weiß, ist er viel offener geworden, nicht was die FL betrifft, sondern allgemein. Er lässt Dinge und Gespräche zu, die vorher nicht so einfach möglich waren. Nicht nur Gespräche mit mir. Ich sehe grade wie mein freund innerhalb von 4 Wochen aufgeblüht ist, und es wird immer mehr.

Auch wenn es nach dem Umzug nochmal ne harte Zeit wird, ich bin mir sicher das es ne gute Idee ist. Ich sehe es ja jetzt an ihm wie er sich verändert hat, zum positiven.

sbevenjthrxee


ein Freund wollte vor 20 Jahren in die Legion, war ein paar Wochen in Frankreich und wurde dann ausgemustert. Warum weis ich nicht mehr. Ich weis nur das es ne Söldner- Armee war oder ist und die immer wieder gern an Brennpunkte verlegt wird, wo man die reguläre französische Armee nicht einsetzen will oder kann. Gute Bezahlung, aber harter Drill und Dienst an gefährlichen Orten.

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