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Fremdenlegion, wer kann/ möchte mir dazu was erzählen ?

C(oldlxife


@ BenKenobi

Ich mach ja der TE keinen Vorwurf oder so .. Ich denke nur dass es sie ggf. zu stark belastet und dass die Beziehung daran zerbrechen könnte wenn es etwas ist was die TE richtig schockt ..

FCee84


@ danae87

Ich denke es ist nicht falsch sich innerlich auf das schlimmste gefasst zu machen und davor Angst zu haben ist auch normal. Wenn es dann weniger schlimm ist als angenommen ist das sicher viel leichter zu ertragen als umgekehrt.

Du bringst mich grade auf eine Idee, beim Gespräch mit ihm anzusetzen. Ich werde mir selber zusammenfassen was ich als Schlimmstes Szenario hören und vertragen kann, und sage ihm, das er dies nicht überschreiten darf, auch evtl. wovon ich nicht ausgehe, Kriegsverbrechen auszulassen.

Caold7lifxe


@ Fee84

Danke, natürlich versteh ich das :)

Deine Ausführungen machen das ganze verständlich.

Du wirst das packen :)

Ist es bis zum Umzug noch lange hin?

B4enHKenoxbi


@ Coldlife

Ja, dieses Risiko besteht natürlich, aber generell und nicht nur bei den beiden.

FQe.e8x4


@ BenKenobi

Es hätte gereicht, wenn er anfangs nur erzählt hätte, dass er einst bei der französischen Armee gewesen ist und dann beim eigentlichen dann mit der ganzen Wahrheit rausrücken.

Er hätte dann garnix sagen sollen, denn er hat nie gesagt -Ey Schatz, ich war bei der Legion-.

Ich habe ihn an dem Abend wegen Kampfsport ausgefragt, seine Antworten dazu, haben für mich erschließen lassen das er mir was verheimlicht. Dann hat er zugegeben das er ein Geheimnis hat das niemand kennt, und das er will das ich es weiß, nur nicht jetzt. Ich habe trotzdem ein bisschen weiter gefragt, auch nach dem Totschlag und der Haft, er hat mir ohne wenn und aber drauf geantwortet. Als er weg war, is bei mir der Groschen (5 Jahre freiwillig weg) gefallen.

In weiteren Gesprächen haben wir beide gleichermaßen deutlich zu verstehen gegeben, das wir sein altes Leben mit in unsere Zukunft nehmen möchten, um das zusammen zu verarbeiten und damit dann abzuschließen. Er hat m.E das Recht darauf sich von der Last zu befreien.

d3an,ae8x7


Also ich hab ähnliche Gespräche geführt und meiner Erfahrung nach klappt sowas nur selten. Das ergibt sich so fließend im Gespräch. Daher mein Vorschlag ein gezieltes Stopp-Wort einzuführen damit du die Kontrolle zum Teil behälst.

Damit bin ich bisher am besten gefahren. ;-)

BjenKencobi


Ok, also will er nicht nur darüber reden, sondern ihr wollt es als "Problem" behandeln? Keine Ahnung, ob das eine so gute oder schlechte Idee ist, ich hoffe aber, dass es für euch die richtige ist.

Viel Erfolg dabei! :)*

~zTr[aumkrhistalxl~


Heikle Geschichte...

Mein Freund war 1985 im Libanon im Bürgerkrieg. Der kleine RAF-Sympathisant (ich meine nicht die Royal Air Force ;-) ) ist mit seinen damals 20 Jahren dort zu seinem Schwager und mußte nachts mit der Kalaschnikow Wache halten und hat irgendwann auch die Waffe eingesetzt und auf jemand geschossen. Er weiß nicht, ob derjenige nur verletzt oder tot war, Leichen waren da wohl Alltag. :-/

Er hat da viele schlimme Dinge erlebt, u.a. Bombardierung durch israelische Kampfjets.

Tatal durchgeknallte Scharfschützen auf Fronturlaub, die mit Naziparolen anfingen, als sie ihn als Deutschen sahen und sich echt heftig verhalten haben.

Irgendwann ist er über Damaskus da raus und hat die RAF-Geschichte noch mal überdacht und Gewaltanwendung nur zur Selbstverteidigung als passend erachtet.

Angesichts der Umstände, werfe ich ihm nichts vor und dabei hat er sich auch freiwillig in diesen Krieg begeben.

Ich denke, daß es natürlich das Bild, was man bisher von seinem Partner hatte, verändern kann, wenn man so Dinge weiß.

Hab auch einen Bekannten, der für die USA Dinge getan hat, mit denen er selbst nicht zurechtkommt. Aber er spricht nicht darüber, was genau er getan hat und sagt, daß er das auch nicht darf.

Ich glaube das macht viel aus, ob diese Sachen, für denjenigen noch immer belastend sind, oder ob derjenige damit umgehen kann.

Ob man da in Details gehen muß, sei dahingestellt.

Ich denke, jeder muß das moralisch für sich entscheiden, ob er einen Person lieben kann, die z.B. schon mal getötet hat.

Ich wünsch Dir und Deinem Freund Alles Gute!

K2uri}taT


Ich will ihm helfen.

Dazu bist du fachlich doch gar nicht in der Lage. Wenn du ihm helfen willst, kannst du ihm eine Therapie ans Herz legen, aber mehr nicht.

LPuka^s42x0


Ich denke die Zweifel und Angst sollten dazu gehören, da es für IHN (und natürlich für mich auch), kein leichtes Thema ist.

Nein, das finde ich nicht. Es ist eine Frage von Vertrauen – und ob Du fähig bist, ihm zuzuhören, ohne zu werten.

duanaxe87


Lukas

Das ist doch schlicht Quatsch. Man wertet immer und gerade wenn man nicht weiß was auf einen zukommt kann man kaum vorher sagen ob man zumindest ein neutrales Gesicht waren kann oder nicht.

Im Übrigen bedeutet auch ein verurteilen der damaligen taten ja nicht das man den Menschen nicht mehr liebt oder schätzt. Man kann durchaus finden das jemand etwas falsches getan hat ohne ihn gleich ganz abzulehnen,. immerhins ind all die Anteile die man vorher schon liebte auch immernoch da. Ich würde eher eine Beziehung in Frage stellen bei der ich bewusst einen ganzen Bereich ausklammern muss um mit meinem Partner zusammen leben zu können. Das käme mir vor wie Selbstbetrug. ":/ ":/

M,onwika65


Es ist eine Frage von Vertrauen – und ob Du fähig bist, ihm zuzuhören, ohne zu werten.

Wieso sollte sie dazu fähig sein müssen? Jede emotionale Reaktion ist eine Form von Wertung, ob das nun Bedauern, trösten, entsetzt sein oder sonst was ist.. und das müssen sie beide aushalten können. Ein Partner ist kein Therapeut, der einfach so zuhört. Er ist bei einer solchen Sache voll mit drin, schon aus dem Grund, weil er sich so schwer tut, es überhaupt zu erzählen. Da kann man ja nicht einfach neutral bleiben, würde ich von einem Partner gar nicht erwarten und mir persönlich täte so eine Distanz auch gar nicht gut, wenn ich diejenige wäre, die etwas zu erzählen hätte.

Im Grunde ist das emotionale Kind bereits in den Brunnen gefallen, weil er so ein Geheimnis darum macht. Ein bisschen Heckmeck, das lädt die Situation ja auf. Aber gut, es ist jetzt eben wie es ist.

Fuexe84


@ Coldlife

Danke, natürlich versteh ich das :)

Deine Ausführungen machen das ganze verständlich.

Du wirst das packen :)

Ist es bis zum Umzug noch lange hin?

Etappe Eins, entscheidet sich wohl diese Woche. Wir warten auf eine Zusage/Übergabe einer kleinen Wohnung bei mir im Umland. Die ich dann unter der Woche weiterhin alleine nutzen "muss". Am Wochenende ist er aber da.

Nebenbei sind wir auf der Suche nach einem Haus im Elsass. Eigentlich hat er sich schon entschieden. Aber das Haus wird erst zum Kauf frei, wenn der jetzige Besitzer was in Deutschland gefunden hat. Wir schätzen dann so Sommer/Herbst.

Also dauerts noch viiiiel zu lange :°( ;-D

FNeex84


@ danae87

Also ich hab ähnliche Gespräche geführt und meiner Erfahrung nach klappt sowas nur selten. Das ergibt sich so fließend im Gespräch. Daher mein Vorschlag ein gezieltes Stopp-Wort einzuführen damit du die Kontrolle zum Teil behälst.

Dait bin ich bisher am besten gefahren.

Das ist eine gute Idee. Diese Stopp-Methode haben wir sowieso schon immer eingebaut in unsere Beziehung. Es war nötig weil ich in instabilen Phasen früher gerne mal die Grenzen überschritten habe :=o

Was meinst du mit...

Das ergibt sich so fließend im Gespräch.

???

BEenKepnoxbi


Es war nötig weil ich in instabilen Phasen früher gerne mal die Grenzen überschritten habe

Was für instablie Phasen? :-/

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