» »

Hoffnungslos krank und isoliert

S2c\horf


@ Thyja77

Hat sich denn der Neurochirurg überhaupt zu irgendwelchen Behandlungsoptionen geäußert? Also auch bei Metastasen gibt es ja in diesem Bereich erfolgversprechende OP-Techniken, Bestrahlungen etc.

Nein, er hat keine Optionen genannt, nur vom sterben gesprochen. Ich weiss auch nicht ob ich da alles möchte was geht, was bin ich dann nachher.

@ ~Traumkristall~

Aber sollte es so sein, daß Du bald stirbst, dann würde ich versuchen von den Ärzten so genau, wie möglich zu erfahren, wieviel Zeit es noch sein wird. Und würde mir echt überlegen, was ich noch machen möchte und wie mein Sterben aussehen wird, ob ich noch lange ins KH muß, viel leiden werde etc. allein wegen einer Patientenverfügung.

Was ich vor dem KH/OP ursprünglich noch vorhatte, einmal kurz ans Meer und auf dem Weg versuchen noch einmal bei den Freunden mit denen der Kontakt abgerissen ist vorbeizufahren, versuchen mich zu verabschieden, reinen Tisch zu machen, aber ohne es so zu sagen was los ist, einfach sie nur nochmal treffen. Hat sich jetzt auch alles erledigt, schaffe ich wohl nichts mehr.

Wie mein Sterben aussehen wird- ich habe schon früher oft über Sterbehilfe nachgedacht, leider gibt es diese Möglichkeit in Deutschland ja nicht, und um etwas im Ausland anzugehen ist es jetzt zu spät. Und mit wem spreche ich über die Patientenverfügung, meinem Vater kann ich nicht sagen das ich als sein einziges Kind nicht bis zum Ende kämpfen will und nicht alles medizinisch mögliche möchte.

Was mache ich nur, ich weiss es nicht.

Hast Du sonst noch Familie, die Du kontaktieren könntest?

Ausser meinem Vater keine Familie mehr die ich informieren müsste, nur weitläufige, Kontakt lange abgerissen, wohnen auch alle weit weg. Auch etwas das mir sehr Sorge macht, niemand der meinem Vater beisteht. Beim ersten Mal, vor 6 Jahren lebte meine Mutter ja noch, da wusste ich wenigstens das sie auch obwohl sie lange getrennt waren wenigstens noch miteinander sprechen konnten, jetzt wird er damit allein sein.

@ Tulips

wir haben seit Sonntagnacht nichts mehr gehört – ich hoffe das bedeutet, daß Du weitere Diagnostik und Therapiebeginn gleich in Angriff genommen hast.

Leider habe ich noch nichts getan, mir fehlt die Kraft, weiss nicht wo anfangen, auch warum, wenn es eh vorbei ist. Der Chirurg war sich so sicher, so habe ich ihn verstanden.

Gleichfalls entzieht es sich meinem Verständnis, daß bei einem suspekten Leberbefund nach einem Nierenzellkarzinom nicht unmittelbar eine (MRT-)Abklärung von Gehirn und Lunge bezüglich Metastasen erfolgte.

An der Klinik an der ich mich im Anfang Juli vorgestellt hatte wollten sie mich ja schon im August operieren, MRT werden dort aber nur nach stationärer Aufnahme gemacht. Von einem weiteren vom niedergelassenen Radiologen riet mir damals mein Hausarzt ab da die in der Klinik besser wüssten welche Details sie bräuchten, ich wollte zu der Zeit eins machen lassen um zu sehen wo ich stehe, hätte ich es nur gemacht.

Dem Hausarzt hatte ich auch gesagt das ich hingehe, in die Klinik, das letzte mal Ende Oktober, hatte es auch wirklich vor.

Ich wollte mich damals ja auch dorthin begeben, bzw. vorher noch eine 2. Meinung evtl. in Heidelberg einholen, hab für das und alles andere zu lang gebraucht, es mit allem vor mir hergeschoben, die Zeit verging und ich wurde nicht fertig.

Es ist schon mein Fehler.

Ich kann Dir nur nahelegen, Dich schnellst möglich an eine Klinik mit ausgewiesener Nierenzellkarzinomsprechstunde und interdisziplinärer Tumorkonferenz zu wenden.

Was soll ich machen, wenn ich dort hingehe wo ich schon war werden sie sauer sein das ich jetzt nochmal ankomme wo es zu spät ist, ich kann mir von denen nicht noch mehr vorwürfe anhören, sie haben ja recht, ich bin selbst schuld.

Und egal wo ich hingehe, das ich selbst schuld bin werden mir alle sagen.

t|u\lixps


Lieber Schorf,

schau mal in Dein Postfach *:)

S4choxrf


Hallo,

ich habe heute mit einer großen Uniklinik mit Tumorzentrum telefoniert, dort habe ich am Dienstag einen Termin für eine zweite Meinung, werde mich auch darauf einstellen das die mich dabehalten.

Danke für eure Anteilnahme, es hilft schon zu wissen das sich andere Gedanken machen, so wie es mir auch einfach hilft und geholfen hat meine Gedanken, Sorgen, Ängste hier aufzuschreiben, vor allem am Anfang... und ein bisschen zu teilen was mich so lang schon belastet, ich hätte nach dem Tod meiner Mutter unbedingt jemand zum reden suchen müssen um damit besser leben zu können, allein das hier mal alles zu schreiben war schon gut, hatte ich nicht so geplant als ich den Thread aufgemacht habe...

Vor dem Gespräch mit meinem Vater habe ich immer noch große Angst, wie soll ich ihm sagen das ich – das einzige Kind – wahrscheinlich bald stirbt, wie sagt man sowas einem eh schon labilen Menschen der dazu neigt seine Probleme runterzuschlucken (und auch zu ertränken) und auch keinen hat mit dem er richtig drüber reden kann. Er meidet Krankenhäuser und alles was mit Krankheit zu tun hat, das kommt noch dazu....

Ich muss es machen, werde aber wohl bis Sonntag damit warten, dann hat er noch 2 Tage ohne das belastende Wissen, noch etwa Ruhe.

Ich habe heute mit einem alten Freund von ihm gesprochen, zu dem war der Kontakt in den letzten Jahren leider auch fast abgerissen – der hat mir versprochen das er sich wenn ich nicht dabin und auch allgemein etwas um ihn kümmern wird, das hat mich schon erleichtert.

Ich hatte auch Hemmungen den damit zu belasten, ist auch nicht mehr der jüngste, musste aber heute irgendwas machen um nicht bis zuletzt damit zu warten...

Es kann sein das ich mich erst wieder nach dem Termin in der UK wieder hier melde da ich mich die nächsten Tage noch soweit möglich darauf vorbereiten muss...

Vielen Dank für eure Gedanken und eure Anteilnahme

gruß Schorf

Euhmemali[ger Nkutazer (#438386x)


Hallo! :)

Du hast Glück, ich habe was für dich:

SORGE DICH NICHT – LEBE!

(von Dale Carnegie)

Sorge-dich-nicht-lebe-Carnegie

1. Kauf dir das Buch in einem Geschäft oder lese es in einer Bibliothek!

und zwar so Bald als möglich! :)D

Ich gebe dir mein Wort, dass das Buch super ist. Ich mach dir hier keine Zusammenfassung! Es wird dir neue Perspektiven geben, positive Perspektiven! :)

Es geht auch darum wie man Sorgen und Ängste bewältigt! Wenn du willst können wir auch mal chatten?

2. Lese das und Denke dabei daran was für dich wertvoll ist!

3. Beherzige und bedenke die Ratschläge!!

4. Kauf's dir heute noch!!!!!

PS: Ich hoffe wir können uns später mal treffen, wo du mir sagst wie das Buch oder dieses Forum hier dein Leben verändert hat!!!!

(Wien oder Linz? mir egal)

Drück dir die Daumen,

Max :)^

m&nef


das ich selbst schuld bin werden mir alle sagen.

Nein, das wäre extrem unprofessionell und unempathisch. Solche Ärzte mag es in Einzelfällen geben, aber überall wird man es dir sicher nicht sagen!

Der Chirurg war sich so sicher, so habe ich ihn verstanden.

Es waren sich schon viele in ihren niederschmetternden Diagnosen absolut überzeugt und die Patienten leben trotzdem heute noch oder viele viele Jahre länger als prognostiziert. Selbst so in der Familie erlebt. Das soll dir keine falschen Hoffnungen machen, aber die Zweitmeinung ist gut und auch die kann nur Prognosen abgehen und nicht dein Leben besiegeln.


PS: Ich hoffe wir können uns später mal treffen, wo du mir sagst wie das Buch oder dieses Forum hier dein Leben verändert hat!!!!

??? Kennt ihr euch oder was soll das?

~\TralumkriQsta0llx~


Hallo Schorf!

Ich drück Dir die Daumen für Dienstag!

Hoffendlich hat Dich das Gespräch mit Deinem Freund in Hinsicht auf Deinen Vater etwas beruhigt.

Wie kann man einem nahestehendem Menschen so eine schreckliche Nachricht überbringen? Das wird sicher hart für Euch beide. Aber eine schlimme Wahrheit ist besser zu ertragen, wenn man darüber reden kann.

Er wird ja so oder so mitbekommen, daß es Dir nicht gut geht und ich denke, wenn Du ihm nichts sagen würdest, würde er sich bestimmt Vorwürfe machen. So hat er die Chance Dir beizustehen.

Vielleicht wird er mehr trinken, vielleicht reißt er sich aber auch zusammen und sagt sich, daß er für Dich da sein muss und trinkt weniger. Beides kann eintreten.

Du kannst nicht für ihn verantwortlich sein, was das angeht.

Ich denke, daß die Ärzte Dir bestimme keinen Vorwurf machen. Wenn Du gewußt hättest, wie dringlich die Untersuchung ist, hättest Du Dich ja längst gekümmert.

Nur als Tipp für die 2.Untersuchung, schreib Dir Deine ganzen Fragen auf, im Gespräch vergißt man in der Aufregung oft viel und ärgert sich dann zuhause, daß man vergessen hat, wichtige Dinge zu fragen.

Alles Liebe! @:) :)* :)* :)*

~3Trau.mkri}stall~


Hallo schorf!

Vielleicht bist Du in Behandlung und schreibst deshalb nicht mehr.

Oder Dir ist im Moment nicht danach.

Hab Dich aber nicht vergessen und hoffe, daß es Dir -soweit es eben unter den jetztigen Umständen möglich ist- einigermaßen gut geht!

Alles Liebe! @:)

tNulip~s


Alles Liebe! @:)

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH