» »

Ein Gedanke in Bezug auf Narzissten

D%um)axl


Jan74

Den habe ich gelesen und auch alle anderen Beiträge im Faden. Deshalb frage ich ja.

J1an"74


Aber warum fragst Du, wenn die Frage bereits beantwortet ist?

DDuBmal


Jan74

Weil sie nicht beantwortet ist. Es wurde auf deinen Eingangsbeitrag reagiert, du hast dich mit den Gedanken der User auseinandergesetzt, eine Diskussion ist entstanden und wohl eine die du gar nicht wolltest. In deinem Eingangsbeitrag stand ebenfalls:

Weiss gar nicht genau was die Frage dazu sein soll, wollte einfach mal meine Überlegungen aufschreiben. Klingt doch plausibel, oder?

Du wusstest noch nicht so recht wohin die Reise soll. Der beschrittene Weg ist nach zwei Seiten, nicht der richtige...Wo lang also?

JEan7x4


Jeder da lang wo er mag.

J;an7x4


Also, obwohls mir widerstrebt..

Ich wollte lediglich meine Überlegung hinsichtlich der "körperlichen" Abhängigkeits-Komponente aufschreiben und Meinungen dazu lesen, sowie Erfahrungen anderer Leute, die das auch kennen. Das ist passiert, insoweit hat der Faden für mich seinen Zeck durchaus erfüllt. An einer Diskussion wie von kletterpflanze angestoßen hab ich in der Tat kein Interesse, aber jeder kann ja frei seine Meinung äussern. Mich aber anzugreifen weil ich nicht motiviert bin, darauf einzugehen, und mir Dinge unterzuschieben, die ich nicht geschrieben habe, finde ich ein wenig daneben. Aber hier kann ja in gewissen Grenzen jeder schreiben was er mag, insofern, nur zu. Ihr könnt hier gerne über Klassifizierungen von Narzissten diskutieren, aber dann ohne mich.

brrighPt&sihixny


Jan74

Wenn dieses Beziehungsgefüge nun bröckelt, oder der Narzisst sich abwendet (weil er möglicherweise ein anderes Opfer gefunden hat), und der andere nicht mehr seine warme Dopamin-Dusche bekommt, kann dies dann (so empfinde ich es jedes Mal wenn ich in entsprechende Strukturen reingerate) eine richtiggehend auf der körperlichen Ebene stattfindende Entzugssymptomatik auslösen? Erhöhte Nervosität, Depressivität, Gereiztheit?

wer stellt die Diagnose "Narzissmus"? Kann man das so einfach selber? Ich würde mir das nicht zutrauen.

Bei vielen Trennungen hört man von der jeweiligen Partei: "ich habe alles für sie/ihn getan" manche brauchen um los zulassen das Gefühl den Partner hassen zu können, ich glaube Eigenschaften des Partners im Narzissmus zu finden sind dann hilfreich, aber in irgend einer Form narzisstisch ist so gut wie jeder Mensch mal. Jede Trennung hat zwei Seiten und jeder Verlassene fühlt sich dann wie am Boden zerstört, teilweise auch bei nur Freundschaften.

Ich war 7Jahre in einer Partnerschaft nach der ich mich wie ausgeblutet gefühlt habe, ich konnte nicht Einordnen was mir da passiert war. Wir hatten eine Psychologin im Bekanntenkreis die besonders zu ihm engeren Kontakt hatte und als ich sie nach einiger Zeit der Trennung traf kamen wir auf das Thema und sie sagte dann etwas für mich erlösendes zu mir: "dein Partner ist Pseudologe, dass habe ich schnell festgestellt, solche Menschen können keine zufriedene Beziehungen führen, so etwas kann man auch ganz schwer therapieren. Sei froh das du ihn los bist".

Das ist eine narzisstische Persönlichkeitsstörung mit lügen und Hochstapelei. Man wird in den Himmel gehoben, sobald man die Person mal kritisiert oder lügen aufdeckt wird man bestraft.

Ich konnte mich dann schlau machen und entdecken das sie recht hat, dass hat mir geholfen.

Warum glaubst du immer wieder an solche Menschen zu geraten und das nicht durchschauen zu können? Der Unterschied zu einer Sucht ist das man sobald man die Wunden geleckt hat doch wieder klar im Kopf wird. Dir traue ich das zumindest zu.

Wenn eine Beziehungskonstellation besteht (die auch nur rein freundschaftlich sein kann) zwischen einem Narzissten und einem (was ja der typische Komplementärtyp ist) eher emotional abhängigen Menschen, der zu Minderwertigkeitskomplexen neigt

betrachte ich als falsch, der Kranke kann auch einen gesunden manipulieren.

Der Narzisst scheint auf diesem Wege einen "direkten Draht" tief ins Gefühlszentrum und vegetative Nervensystem der anderen Person zu bekommen. Ziemlich ungut.

der Aufbau ist so schleichend, ins Gefühlszentrum auf alle Fälle. Schade ist wenn Menschen dadurch die leichtigkeit und positive naivität genommen wird.

Aber der Narziss ist krank und wenn man das versteht kann man für zukünftige Beziehungen draus lernen, oder? Mir erzählt kein Kapitän mehr das die Titanic unsinkbar ist.

J;an7x4


Hm, zu der "Diagnosestellung".. viel mehr tun als zu erkennen, dass bei einer Person offenbar Verhaltensmuster vorliegen, die auf eine narzisstische Veranlagung hindeuten, kann man als Laie ja eh nicht tun, oder? Sofern derjenige sich nicht in Behandlung begibt. Wobei ich, wenn ich sowas zu sehen glaube, das auch mit anderen Leuten, die Erfahrungen mit sowas haben, diskutiere, als auch mit Therapeuten/Psychologen, um das zu manifestieren. Ich will ja auch niemandem Unrecht tun.

Es ist sicherlich schwierig, einerseits Leute nicht zu unrecht in diese Ecke zu schieben, andererseits aber auch nicht zu unsicher mit der Meinungsbildung zu sein und deswegen dann zu wenig abzugrenzen. Gratwanderung. Aber was soll man sonst tun?

Dass ein Narzisst auch gesunde Menschen kaputtmanipulieren kann hab ich ja auch geschrieben, allerdings sind seelisch verletzbare Personen mit massiven Minderwertigkeitskomplexen sicherlich einfacherer Opfer und anfälliger als in sich ruhende, selbstbewusste Personen.

Natürlich kann man aus Erfahrungen lernen und mit der Kraft des Verstandes versuchen, nicht in solche Muster zu geraten.. das Problem ist nur, denke ich, gerade bei Personen aus dem letztgenannten Kreis, dass der Narzisst in einem Punkte triggert, die so tief liegen und so mächtig sind (halt Traumatisierungen), dass da eine emotionale Macht freibricht, die man mit dem Verstand nicht mehr einfangen kann. Von daher, schwierig.

Ich bin zum Glück nicht in so einer Partnerschaft, bei mir sind das alles nur rein freundschaftliche Verbindungen. Aber selbst das haut schon arg rein ab und an. In einer Beziehung stelle ich es mir grauenhaft vor.

bnrig[ht&sjhKiny


Natürlich kann man aus Erfahrungen lernen und mit der Kraft des Verstandes versuchen, nicht in solche Muster zu geraten..

bei meinem erlebten war es ein langsamer Aufbau, zuerst war alles schöner und besser als Perfekt, ich dachte that's it, den gebe ich nie wieder her. Damit sitzt man schon so gut wie in der Falle.

Heute achte ich, auch bei Freunden, darauf das ich nicht zu kurz komme. Ich höre gerne zu, aber wenn nicht nach einiger Zeit mal die Frage "wie geht es dir?" kommt breche ich Kontakte auch mal ab. Wenn einer zu schnell Feuer und Flamme ist, breche ich ab. Wenn mir einer von seiner schweren Kindheit erzählt denke ich sofort "Achtung! Schwierige Persönlichkeit!" Es beschäftigt mich sehr in die Falle nicht mehr zu tappen.

Wobei ich, wenn ich sowas zu sehen glaube, das auch mit anderen Leuten, die Erfahrungen mit sowas haben, diskutiere, als auch mit Therapeuten/Psychologen, um das zu manifestieren. Ich will ja auch niemandem Unrecht tun.

haben denn so viele Erfahrung damit? Und das mit einem Psychologen zu besprechen ist doch in der Regel auch nur Einseitig, in Beziehungen gibt es nie die neutrale Sicht.

Ich bin zum Glück nicht in so einer Partnerschaft, bei mir sind das alles nur rein freundschaftliche Verbindungen. Aber selbst das haut schon arg rein ab und an. In einer Beziehung stelle ich es mir grauenhaft vor.

wenn Menschen für dauernde Anerkennung alles auf sich ziehen und manipulieren ist das ohne Ende anstrengend, es hilft nur Rückzug. Der Versuch die zu verstehen und sich selbst dafür zurück zu nehmen ist falsch.

Jsan7x4


Ich finde den Grundsatz "wenn alles schön und besser als perfekt ist, dann Achtung!" (was Du ja in etwa schreibst) sehr hilfreich. Niemand hat was zu verschenken, schon gar nicht Zuneigung, von daher, wenns davon zu viel gibt.. Vorsicht.

Aber auch ein häufiges Fragen "wie geht es Dir" ist keine Garantie. Auch ein permanent betontes für-andere-dasein kann sehr narzisstisch sein (weil derjenige eigentlich nur Bestätigung dafür haben will, das er ja ach so ein toller Freund und Berater ist). Ich kenne da Vertreter, die permament nur psychisch schwache um sich Scharen, weil sie dann die tollen, souveränen Berater sind, die das Leben im Griff haben. Das finde ich auch besonders perfide eigentlich. Dauert lange, bis man das durchschaut, und schwierig sich dann zu lösen (finde ich).

Und zur "Diagnosestellung".. Du hast ja schon Recht, aber was soll man denn sonst machen? Irgendein Vorschlag? Mehr als auf Warnsignale achten und versuchen für sich zu analysieren, wie eine Person "tickt", kann man ja nicht. Und die Kenntnis der "psychologisch offiziell anerkannten Strukturen", also "Schublade Narzisst, und wann gehört man da rein?" ist schon hilfreich. Man durchschaut einiges doch deutlich besser, wenn man sich mit den diversen Störungstypen und ihren typischen Anzeichen ein bisschen auskennt.

TQri,cia< McMixllan


Und die Kenntnis der "psychologisch offiziell anerkannten Strukturen", also "Schublade Narzisst, und wann gehört man da rein?" ist schon hilfreich. Man durchschaut einiges doch deutlich besser, wenn man sich mit den diversen Störungstypen und ihren typischen Anzeichen ein bisschen auskennt.

Das mag sein, aber analysierst du Menschen die du triffst gleich danach, ob ihr Verhalten auf irgendeine psychologische Störung hindeutet?

J)anU74


Vieles läuft ja eh unbewusst ab.. wir analysieren alle dauernd ständig alles.

Bewusst drüber nachdenken tu ich wenn mir irgendwas komisch vorkommt an jemanden, sei es nun "zu" positiv, oder irgendein komisches grummelndes Gefühl im Magen.

wichtig dabei ist ja vor allem auch zu wissen, wie ich selber ticke, wofür ich anfällig bin, was meine wunden Punkte sind.. um dann zu sehen, ob Leute, wo ich ein derartiges Gefühl hab, diese Punkte berühren.

barifght&shxiny


du bist ja auch eine Nachteule ;-D das du gestern Nacht um 3Uhr noch geantwortet hast damit hätte ich nicht gerechnet

Niemand hat was zu verschenken, schon gar nicht Zuneigung, von daher, wenns davon zu viel gibt.. Vorsicht.

heute weiß ich das. Ich war halt mal Romantiker, jetzt bin ich Realist und noch ein bisschen Romantiker. Für solche Veränderungen muss man einen Psychopathen kennengelernt haben %-|

Aber auch ein häufiges Fragen "wie geht es Dir" ist keine Garantie.

das nicht, aber manchmal muss man bei Freunden in Vorleistung treten und die starke Schulter anbieten, was irgendwann aber auch wieder zu einem Geben und Nehmen werden sollte.

Und zur "Diagnosestellung".. Du hast ja schon Recht, aber was soll man denn sonst machen? Irgendein Vorschlag?

Die typischen Punkte um einem Narzisste zu verfallen sind ein ausgeprägter Hang zu Empathie, hohe Emotionalität, Freundlichkeit, man ist gefangen und/oder weint leicht wenn man gerührt von etwas ist, dass bekommt ein Psychopath schnell raus und bedient sich.

Vermutlich war ich damals doch das perfekte Opfer, was sicher aber auch an meiner Lebenssituation zu dem Zeitpunkt lag. Ich glaube aber darauf wäre so ziemlich jeder reingefallen.

Welcher Mensch der damit nie in Berührung gekommen ist macht sich Gedanken über narzisstische Persönlichkeitsstörungen? Wer kennt Pseudologie? Ich kannte es nicht. Und selbst wenn man es kennt ist die Vorstellung von Opfer und Täter wie hier im Faden schon erwähnt wurde zu einfach um den Vorgang der sich wirklich Abspielt und die Menschen dahinter zu beschreiben.

Der Narzisst kann als asozialer Mörder im Knast sitzen oder als Banker arbeiten, da gibt es nicht die bestimmte Eigenschaft.

Ich hatte wirklich das Glück auf die Psychologin zu treffen die uns beide, besonders ihn kannte und mich auf die Spur brachte das alles für mich analysieren zu können.

Meine Idee ist auch bei Menschen denen man noch so zugeneigt ist immer kritisch zu bleiben. Wenn sich der Narzisst nicht einnisten kann wird er verschwinden und das muss man dann zulassen. Er wird dann zuerst versuchen zum Opfer zu werden und schafft es das man Fehler bei sich selbst sucht. Es gibt einige Zeichen, aber erkennt man die ohne das mal erlebt zu haben? Ich glaube das ist schwierig.

man sollte sich immer mal zwischendurch ehrlich Fragen ob einem der Kontakt zu bestimmter Person wirklich gut tut

Ich kenne da Vertreter, die permament nur psychisch schwache um sich Scharen, weil sie dann die tollen, souveränen Berater sind, die das Leben im Griff haben. Das finde ich auch besonders perfide eigentlich.

kenne ich auch, Helfersyndrom, die mischen sich gerne in Dinge ein die sie nichts angehen. Ist übrigens auch eine narzisstische Persönlichkeitsstörung.

wichtig dabei ist ja vor allem auch zu wissen, wie ich selber ticke, wofür ich anfällig bin, was meine wunden Punkte sind.. um dann zu sehen, ob Leute, wo ich ein derartiges Gefühl hab, diese Punkte berühren.

das ist gut, denke ich gerade drüber nach ...

JZanx74


Problematisch sind vor allem Menschen, die zwar mit Psychopathen in Berührung kommen, aber sich trotzdem keine Gedanken (oder die falschen) darüber machen. Sowas hab ich als Eltern, kein Vergnügen..

Was den letzten Punkt angeht.. wie es bei MIR ist (und ich denke, weit verbreitet).. Menschen mit Minderwertigkeitskomplexen, dem Trauma von Ausgestossen-sein, einsam sein, denen ein Narzisst nun einen vermeintlichen Lebens-Sinn gibt. Indem er selber leidet und vorgibt, dass man selber für ihn ja ach so wichtig ist! Keiner versteht ihn so, hilft ihm so gut, ist so für ihn da! Er ist einem ja so unendlich dankbar!

Und das triggert natürlich enorm, es packt einen bei den wunden Punkten. Endlich bekommt man das was man sich so ersehnt hat, lebenslang.. jemand der einen wirklich mag, der einem einen Wert gibt, für den man wichtig ist, der einen gar zum Mittelpunkt des eigenen Lebens machen will, ohne einen gar nicht mehr kann (sagt er und denkt man). Und das führt dann zu diesen symbiotischen, arg ineinander verkeilten Beziehugen, man wird abhängig (siehe eingangspost, darauf bezieht sich das, regelrecht körperlich, der Vergleich mit dem Koks ist gar nicht so verkehrt.. ein Blick aufs Handy, schreibt mein Narzisst mir bei whatsapp wieder irgendwas narzisstisch-glanzvoll-überhöhtes, was den ersehnten Dopamin-Stoß, das alles durchflutende Glücksgefühl, auslöst? Der Puls geht schon beim Entsperren des Displays ein bisschen nach oben!), aber wehe, wenn der Narzisst sich abwendet.. kaum taucht ein interessanteres Opfer auf, wird eiskalter Egoismus gelebt, man fallen gelassen, leidet, leidet, leidet, und wenn man das dann nicht durchschaut und dem Narzissten auch noch hinterherläuft leidet das eh schon lädierte Selbstwertgefühl enorm. Ganz ganz böse.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH