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Schizoide Persönlichkeitsstörung?

a*par6ticulaarperson


@ Anonymus04:

Ich glaube nicht, dass du diese Störung hast. Aber selbst wenn ist das nicht so tragisch. Die Störung rührt von Situationen aus der Kindheit in denen man äußerst negative Erfahrungen gemacht hat mit anderen Menschen. Ein schwieriges Verhältnis zur Mutter kommt häufig hinzu (sie ist z. B. kalt und abweisend, nimmt einen nicht in den Arm etc..). Das führt dazu, dass man als Teenager diese Störung entwickelt (wenn man es überhaupt Störung nennen will, viele besonders kreative, berühmte Menschen waren schizoid, z. B. Franz Kafka). Man zieht sich dann als Reaktion zunehmend zurück und bevorzugt das Alleinsein. Die innere Welt wird zum Dreh- und Angelpunkt des Lebens. Die Außenwelt wird weitaus weniger interessant, allerhöchstens als Bedrohung wahrgenommen. Eine Störung ist es dann, wenn man dabei auch zunehmend einsam wird. Also eigentlich den Wunsch hätte Kontakt aufzunehmen, es aber nicht schafft, weil man lange Erholungsphasen braucht, wenn man mal unter Menschen war und außerdem die sozialen Fähigkeiten durch Jahre des Alleinseins sich nicht entwickelt haben. Außerdem besteht beim schizoiden ein massiver Graben zwischen Innenwelt und Außenwelt. Könnte ich jetzt Stunden weiter drüber schreiben. Was ich aber sagen will ist, dass sich die Störung im späteren Leben lockern kann. Wenn man zunehmend gute Erfahrungen mit neuen Menschen macht. Eine Beziehung zu einem Menschen findet und langsam wieder Vertrauen aufbaut. Und über diesen Menschen dann andere kennenlernt. Das ist besser als jede Therapie. Mit der Zeit wird man dadurch wieder fähig zu einem hohen Grad soziale Kontakte zu pflegen und bekommt wieder Vertrauen in Menschen. Natürlich ein gewisser Rest an Exzentriker und Einzelgänger bleibt bestehen, aber den muss man jedem zugestehen. Ich berichte hier aus eigener Erfahrung. Bei mir hat sich die Störung mit 26 durch gute Erfahrungen total gelockert und ich kann mittlerweile auf Menschen zugehen und habe viele gute Freunde. Der Auslöser bei mir war massives Mobbing über Jahre in der Schule und schwieriges Verhältnis zur Mutter.

Atnonymgus04


SuperPechvogel: Denn das macht eine Freundschaft aus, selbst wenn die besten Freunde einen manchmal auch nerven. ;-)

Woher nimmst du das? Ich habe in diesem Faden nie etwas dergleichen geschrieben!? :-/

S_uperPe1chvo*geel


Woher nimmst du das? Ich habe in diesem Faden nie etwas dergleichen geschrieben!? :-/

Fast jeder hat doch Freunde, wo es Momente gibt, wo man sich sagt:"Och nö!"

Das war ganz allgemein geschrieben und auf nichts bestimmtes bezogen.

:-)

siopr_axhin


@ nevertheless

Genau, das wollte ich ja auch, daß erkannt wird.... :-D

Ich hab den übrigens auch gemacht und wußte bei manchen Fragen garnicht was ich angeben sollte, weil manches mal nicht wirklich eine Antwort in Frage gekommen wäre.

Und wie bereits erwähnt, besser eine Schizoide Persönlichkeitsstörung, als eine APS. :-)

R_ic_s^tronrgesxt


aparticularperson Bei mir hat sich die Störung mit 26 durch gute Erfahrungen total gelockert und ich kann mittlerweile auf Menschen zugehen und habe viele gute Freunde

Dass sich deine 'Störung' durch gute Erfahrungen gebessert hat, zeigt deutlich, dass du keine Persönlichkeitsstörung hast bzw. hattest. In deinem Fall hatte dein emotionaler und sozialer Rückzug wohl eher etwas mit schlechten Erfahrungen und erlebter Ablehnung durch andere Menschen im Laufe deines Lebens zu tun.

Selbstverständlich problematisch- hat aber nichts mit einer schizoiden Persönlichkeitsstörung zu tun.

Die Störung rührt von Situationen aus der Kindheit in denen man äußerst negative Erfahrungen gemacht hat mit anderen Menschen. Ein schwieriges Verhältnis zur Mutter kommt häufig hinzu (sie ist z. B. kalt und abweisend, nimmt einen nicht in den Arm etc..). Das führt dazu, dass man als Teenager diese Störung entwickelt

Die schizoide Persönlichkeitsstörung gehört zu den Schizophrenie- Spektrumsstörungen und hat damit eine stark genetische Komponente. Mit anderen Worten: Wenn ein Mensch die genetische Veranlagung für diese Persönlichkeitsstörung hat, muss keine gefühlskalte Mutter oder ein traumatisches Erlebnis in der Kindheit oder später etc. dazukommen, damit die Störung ausbricht. Dann kann es z.B. schon ausreichen, wenn man als Kind bei, zwar liebevollen, aber sehr introvertierten Eltern aufwächst (die vielleicht sogar selbst einige "schizoide Züge" haben).

Hingegen ein Mensch, der nicht die genetische Veranlagung hat, kann noch so sehr in einem "schizoiden" Umfeld aufwachsen oder Opfer traumatischer Erfahrungen sein, er wird keine schizoide Persönlichkeitsstörung entwickeln (eventuell aber zwischenmenschliche Probleme oder schizoide Persönlichkeitsszüge).

Das gilt übrigens für alle Persönlichkeitsstörungen.

An die Threaderstellerin: Nein, du hast keine schizoide Persönlichkeitsstörung. Du bist einfach "nur" ein introvertierter Mensch.

M~adame uCha#rentxon


Naja, nun habe ich mal im Internet ein wenig gesurft und bin auf einen wissenschaftlichen Artikel über "schizoide Persönlichkeitsstörung" gestoßen. Ich muss gestehen der Artikel hat mich echt getroffen. Bei bestimmt 80% von dem was da stand habe ich mich wieder gefunden.

fast jeder Mensch zeigt Anteile irgendwelcher psychischen Störungen/Krankheiten. deshalb sollte man auch nicht googeln weil man IMMER etwas findet das von den Symptomen her passt.

völlig egal was du hast: wenn du das Gefühl hast du bist psychisch angeschlagen dann hilft es nur zu einem Therapeuten zu gehen. *:)

agpar;ticulaurperson


Dass sich deine 'Störung' durch gute Erfahrungen gebessert hat, zeigt deutlich, dass du keine Persönlichkeitsstörung hast bzw. hattest. In deinem Fall hatte dein emotionaler und sozialer Rückzug wohl eher etwas mit schlechten Erfahrungen und erlebter Ablehnung durch andere Menschen im Laufe deines Lebens zu tun.

Selbstverständlich problematisch- hat aber nichts mit einer schizoiden Persönlichkeitsstörung zu tun.

Das ist nicht korrekt. Es steht sogar in der Beschreibung dieser Störung im Diagnostic Manual of Psychiatric Disorders, dass diese Störung im späteren Leben eine Verbesserung erfahren kann, entweder durch externe Therapie oder andere Veränderungen, die der Patient bewirkt.

Und ich habe diese Störung diagnostiziert bekommen als ich 20 war. Soviel dazu.

Die schizoide Persönlichkeitsstörung gehört zu den Schizophrenie- Spektrumsstörungen und hat damit eine stark genetische Komponente. Mit anderen Worten: Wenn ein Mensch die genetische Veranlagung für diese Persönlichkeitsstörung hat, muss keine gefühlskalte Mutter oder ein traumatisches Erlebnis in der Kindheit oder später etc. dazukommen, damit die Störung ausbricht. Dann kann es z.B. schon ausreichen, wenn man als Kind bei, zwar liebevollen, aber sehr introvertierten Eltern aufwächst (die vielleicht sogar selbst einige "schizoide Züge" haben).

Hingegen ein Mensch, der nicht die genetische Veranlagung hat, kann noch so sehr in einem "schizoiden" Umfeld aufwachsen oder Opfer traumatischer Erfahrungen sein, er wird keine schizoide Persönlichkeitsstörung entwickeln (eventuell aber zwischenmenschliche Probleme oder schizoide Persönlichkeitsszüge).

Diese Theorie von der genetischen Komponente und dem Zusammenhang mit Schizophrenie ist veraltet und wird längst nicht mehr gehalten in der aktuellen psychiatrischen Literatur. Menschen mit schizoider Störung haben nach diversen Studien kein höheres Risiko an Schizophrenie zu erkranken als Menschen ohne diese Störung.

In diesem Sinne, get your facts straight next time.

c5air7a78


@ Anonymus04

Störungen sind häufiger anzutreffen, als man meinen möchte. Seit ich mich eingehender mit Psychologie beschäftige, habe ich gemerkt, dass so ziemlich alle (inkl. mir) diverse Teilstörungen aufweisen. Die muss alle nicht gleich eine klinische Relevanz erlangen, aber so wirklich "gesund" ist halt niemand ... das macht ja eben auch den Charakter aus. Pathologischen Wert hat es erst, wenn es für dich oder für andere ein Problem ist. Hast Du denn damit ein ernstes Problem oder stört es dich nur?

Wie ist das denn? Meidest Du Menschenansammlungen? Meidest Du bestimmte Dinge, wo man Menschen trifft? Gehst Du ungern auf Partys? Weil man da auch Leute trifft, die man nicht kennt? Magst Du Leute kennen lernen oder fühlst Du dich daheim geborgener und willst eigentlich nicht, leidest aber auf der anderen Seite darunter, dass du niemanden hast? 3 Storys reichen leider nicht, um das einzugrenzen ...

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