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Frage zu Depersonalisation/Derealisation

1ONo=namex1 hat die Diskussion gestartet


Kennt jemand vllt die gleichen Symptome?

Durch die Dp hab ich in letzter Zeit enorme Gedächtnisprobleme. Ich kann mich an kaum was erinnern auch nicht wenn es nur sehr kurz zurück liegt. Zwar kann ich grob meinen Tagesablauf schildern aber oft zieht einfach alles nur an mir vorbei. Zum Beispiel hab ich den Fernseher an, schalte in der Werbepause um und weiß danach nicht mehr welche Serie ich geguckt habe. Oder jemand spricht mich mit meinem Namen an und ich muss erstmal denken stimmt das bin ja ich.

Ich hab überhaupt keinen Zugang zu meinen Erinnerungen. Wenn ich mich dann an etwas aus meiner Kindheit erinnere (ich bin 18) kommt mir das so vor als ob alles hundert Jahre zurückliegt. Als ob das ein anderes Leben gewesen wäre. Ich kann mir gar nicht vorstellen das manches überhaupt passiert ist. Größtenteils kommen immer nur Erinnerungsfetzen hoch die ich dann nur schwer im Kopf behalten kann bevor sie wieder verschwinden. Was dabei interessant ist, ist das viele Erinnerungen zwar da sind was ich daran merke wenn ich mit anderen rede, ich aber keine Bilder oder Gefühle damit verbinde. Ich rede einfach drauf los und bin selber überrascht das mir irgendwas eingefallen ist.

Was wirklich merkwürdig daran ist, sind kleine Details aus meiner Kindheit die mir öfters einfallen. Ich kann mich nicht mehr dran erinnern wodrüber ich heute morgen mit irgendwem geredet hab aber zum Beispiel an ein Puzzle aus meiner Kindheit oder an irgendwelche kurzen Situationen.

Wenn ich länger alleine zu Hause war und dann raus gehe brauche ich ziemlich lange um das überhaupt zu realisieren. Meistens bin ich dann schon da angekommen wo ich hinwollte aber ich bin in Gedanken noch ganz woanders.

Ständig bin ich am Grübeln und versuche in allem einen Sinn zu sehen. Manchmal komm ich mir total weltfremd vor. Ich denke über Wörter und die Sprache nach, über wirklich banale Kleinigkeiten und philosophische Themen besonders im Bezug auf Realität und Wahrnehmung was mich alles noch mehr entfremdet.

Wenn ich dann weg war und nach Hause komme kann ich mir gar nicht mehr vorstellen das ich weg gewesen bin. Das kommt mir dann direkt auch wieder unreal vor.

Deshalb zweifel ich auch oft an meiner Wahrnehmung. Wenn ich zum Beispiel Auto gefahren bin denk ich danach: Vllt hab ich ja jmd überfahren und weiß es nur nicht mehr?

Mir kommt oft alles so vor wie in Zeitlupe. Wenn ich durch die Schule gehe nehme ich fast nichts bewusst war. Ich gucke zwar nach vorne aber irgendwie schaue ich nur ins Leere.

Auch Sport hilft nicht immer. Beim Fußball werden die Symptome durch Stress noch verstärkt und ich weiß manchmal nicht mehr was ich vor 10 Sekunden gemacht hab. Nach außen funktioniere ich zwar und reagiere aber innerlich bin ich nicht da.

Manchmal kommen mir auch Personen mit denen ich fast jeden Tag zu tun hab fremd vor teilweise auch mein Zuhause. Und plötzlich fällt mir dann auf wie sich manches verändert hat, Beziehungen zu anderen Leuten oder mein Leben. An manchen Tagen komm ich mir auch so vor als ob ich in der Vergangenheit leben würde. Zum Beispiel will ich eine Schublade öffnen und dann fällt mir auf das das was ich suche in ner anderen liegt weil wir seit nem halben Jahr schon ne neue Küche haben. Das passiert zum Glück aber ganz selten.

Mich interessiert eig nicht wirklich was ich dagegen machen kann weil vieles nach dem Winter wieder verschwindet und ich theoretisch weiß wie ich damit umgehen muss und was meine Dp auslöst. Eher würde ich gerne wissen ob es wem ähnlich damit geht. Besonders das mit den Details aus Kindheit. Danke ;-)

Antworten
1qNLonamee1


Keiner der schonmal das gleiche hatteoder ähnliches kennt? ":/

S]yntSiaG22x2


Hallo :),

ich will dir mal antworten, weil es hier noch etwas mau aussieht. Ich stecke wohl auch gerade in einer Depression. Bin eigentlich schon mein Leben lang immer etwas melancholisch.. nachdenklich, bin aber immer recht gut damit klar gekommen. Jetzt hab ich allerdings eine Art Burnout gehabt. Hab zu viel gearbeitet, keine Ruhe mehr reinbekommen, ständig ein Gefühl des Gehetzt-Seins gehabt. Als ich gemerkt habe dass mein Kopf in den Standby übergegangen ist, war es wohl schon zu spät. Nun fange ich (wenns klappt) eine Therapie an und nehme Antidepressiva.

Was ich aber eigentlich sagen wollte: das mit dem Gedächtnis ist bei mir ähnlich. Es hat soich schon über einige Jahre eingeschlichen. Habe dann gemerkt dass ich Details vergesse (worum gings eigentlich gerade in dem Kinofilm?). Auch ist mir aufgefallen, dass ich aus meiner Kindheit komplett NICHTS mehr weiß. Weiß allerdings nicht ob das schon immer so war, aber ich finde es schon etwas unheimlich. Das was du beschriebst scheint auch einer Art Depersonalisierung nahe zu kommen, was bei Depressionen vorkommen kann. ich laufe oft durch die Straße und komme mir vor wie ein Alien. Als wäen alle um mich herum Schauspieler und ich werde ferngesteuert. Hoffe das gibt sich mit der Behandlung der Depression. Vielleicht sind wir aber auch Aliens ":/

1kNonDamex1


Bei mir ist das auch nicht nur die Dp. Ich hab öfters depressive phasen und in letzter Zeit haben sich bei mir immer mehr Ängste gebildet weswegen sich die Dp noch verschlimmert hat.

Wahrscheinlich hab ich schon längst ne Angststörung weil ich fast von morgens bis Abends nur Angst hab und gefühlstaub bin. Aber ich war bis jetzt noch nie deswegen beim Arzt.

Das mit dem Gedächtnis war bei mir auch schleichend. Ich weiß gar nicht mehr wie es vorher war, ob ich mich da noch an alles erinnern konnte.

Ne Zeit lang hab ich es ganz gut hinbekommen auf meine Gefühle zu hören mich nicht zu viel zu stressen und an meinem Selbstwertgefühl zu arbeiten. Jeden Tag sind mir dann wieder Dinge aus meiner Kindheit oder der Vergangenheit eingefallen. Manchmal hat sich das wirklich merkwürdig angefühlt. Zwar hab ich schon immer im gleichen Ort gewohnt und bin ständig im gleichen Umfeld gewesen wie in meiner Kindheit aber trotzdem haben die Erinnerungen gefehlt. Wenn ich an meiner Grundschule vorbeigekommen wäre hätte ich zwar sagen können das ich dort mal war aber mir wär einfach nichts dazu eingefallen.

Irgendwie ist das schwer zu beschreiben aber wenn mir dann was eingefallen ist hab ich mich gefragt wie ich das nur vergessen konnte. Es hat sich angefühlt als ob die Erinnerung nie weg gewesen wäre und irgendwie hab ich dann wieder mehr Vertrautheit zu mir selbst erlangt. Ich war überrascht wieviel ich einfach vergessen hatte. Manchmal hab ich mich dann wieder wie früher gefühlt. Ich weiß nicht ob das alles nur mit Verdrängung zusammenhängt weil das meine gesammte Kindheit betrifft und ich wirklich alles vergessen hatte nicht nur schlechte Erinnerungen.

Leider ist das auch schon wieder vorbei und in letzter Zeit ist die Dp wegen Stress und meinen Ängsten wieder ziemlich schlimm geworden weshalb ich gar keinen Zugang mehr zu mir selbst habe.

Ich frag mich dauernd ob alles real ist, hab mir ziemlich viele Gedanken um Solipsismus und ähnliche Theorien gemacht und hab mich da ziemlich reingesteigert.

Durch die Entfremdung frag ich mich manchmal wirklich ob ich mir mein Leben nicht einfach ausgedacht haben könnte. Ob nicht alles vllt nur Traum oder Illusion ist. Deshalb achte ich eig ständig, meist unterbewusst darauf ob nicht irgendetwas unlogisches passiert. :-/

SjaOldo


Und Du hast tatsächlich keinen Drang, dieses Phantomleben mal zu beenden und dich zu heilen? :-o

1iNon+amxe1


Doch eig schon. Ne Zeit lang hab ich das ja auch gut hinbekommen. Aber im Moment ist mir das einfach zu viel. In den letzten paar Monaten ist ziemlich viel passiert. Ein Bekannter ist bei nem Unfall gestorben, ich hab so gut wie jeden Tag Streit mit nem Mädchen obwohl ich gar keine Beziehung mit ihr habe, mein Opa hat ne Krankheit die seinen Charakter teilweise verändert hat und in der Schule siehts halt auch nicht gut aus. Ich hab noch ein Jahr bis zum Abi, kein bisschen Motivation und überhaupt keinen Plan was ich danach machen soll und irgendwie seh ich auch gar keine Zukunft für mich. Durch die ständige Angst und mein Grübeln über alles ist fast jeder Tag ne Qual und ich versuch ja selber vor meinem Leben zu flüchten. Ich weiß aber auch gar nicht inwiefern mich das alles mitnimmt weil ich fast nie was fühle und alles an mir vorbeizieht.

Irgendwie glaube ich schon das mich das nicht kalt lässt weil sich mein Denken auch ziemlich oft auf die Ereignisse bezieht. Ich mach mir oft Gedanken darum was nach dem Tod kommt oder ob man überhaupt ne Seele hat. Vorallem weiß ich aber auch gar nicht mehr wo ich anfangen soll weil einfach so viel in meinem Kopf los ist. Manchmal wünsch ich mir einfach nur das ich meine Ruhe hab und endlich von allem weg bin, weshalb ich mich auch öfters isoliere aber durch Vereine und Schule bin quasi gezwungen irgendwann wieder rauszugehen und weiterzuleben.

Was auch merkwürdig ist, ist das manchmal ohne Zusammenhang Gefühle hochkommen. Ich mein damit nicht sowas wie Wut oder Trauer sondern eher Gefühle die mir bekannt vorkommen aber die ich nicht zuordnen kann. Irgendwo in mir drin weiß ich das die Gefühle mich an was erinnern vllt an irgendein Ereigniss oder einen Tag aber ich weiß nicht an was genau.

1RNoanam(e1


Und ich will das halt irgendwie selber schaffen und nicht unbedingt ne Therapie machen.

So wirklich weiß ich auch nicht den Grund dafür. Aber manchmal glaub ich einfach das mir keiner damit helfen kann außer ich selber weil das einfach so viel ist was mich beschäftigt und das alles so merkwürdig ist und es vllt keiner nachvollziehen kann. Und vorallem ist ne Therapie halt sowas wie meine letzte Hoffnung. Ich denk das wenn alles noch schlimmer wird ich immer noch damit anfangen kann und solange ich keine mache kann ich auch nicht enttäuscht werden falls mir das auch nicht helfen sollte.

SZaldxo


Aha.

Klingt wie jemand, der erst dann zum Arzt geht, wenn es unvermeidbar geworden ist.

Na gut, des Menschen Wille ist sein Himmelreich.

Sag Bescheid, wenn es soweit ist und wir dir Tipps geben können.

M}ona=lisxor


Ich kenne vieles davon, da ich auch unter dp leide. Manchmal denke ich, wenn ich draussen auf der strasse bin, im supermarkt oder so, dass ich in wirklichkeit wohl zu hause im bett liege. Voll strange. Schliesslich existiert man ja nicht doppelt.

1@Nosna1mex1


Heute ist alles wieder besonders schlimm. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Mittlerweile ist die Gefühlstaubheit eig ein Dauerzustand bei mir geworden. Bei den kleinsten Dingen hab ich Entscheidungsprobleme. Ständig hab ich Angst was falsch zu machen und in Gedanken geh ich immer wieder alles durch. Schon bei den wirklich kleinsten Dingen und ich versteh einfach nicht wieso. Ich weiß einfach nicht wo die Ursache von meinem Problem liegt. Ich weiß das klingt krank aber ich hab nach dem Mittagessen zum Beispiel meinen Teller auf dem Tisch stehen gelassen und dann mach ich mir Gedanken ob das richtig war ihn nicht wegzuräumen. Ich frage mich ob es moralisch richtig ist meine Mutter das machen zu lassen und grübel ständig darüber. Ich glaub das liegt an meinen Minderwertigkeitskomplexen die mittlerweile extrem geworden sind. Zum Beispiel könnte meine Mutter sich ja irgendwie dabei verletzen und wäre ich das dann schuld? Aber wenn ich den Teller weggeräumt hätte dann würde ich mir vorwerfen das ich der Angst wieder nachgegeben hab und immer das mache was andere erwarten. Egal was ich mache ich verurteile mich dafür und hab Angst von anderen verurteilt zu werden. Ich steck einfach in Ausweglosigkeit fest. Irgendwie bekomm ich den Alltag noch hin was eig schon ein Wunder ist, aber ich merk einfach das ich ne Pause von allem brauch aber ich kann mir keine leisten. Ich hätte nicht gedacht das das alles in nur wenigen Monaten so schlimm werden kann weils mir vorher im Vergleich zu jetzt noch gut ging. Ich will einfach nur noch weg. Ich will nur noch das alles endlich aufhört und ich wieder fühlen kann, aufhören kann über alles nachzugrübeln jede Handlung zu hinterfragen. Anfangs hatte ich ganz selten so Tage wie heute wo ich über alles gegrübelt hab. Das kam meistens auch nur von meiner Gefühlstaubheit. Ohne Gefühle bin ich nicht in der Lage Entscheidungen zu treffen.

Aber ich kann einfach keine Pause machen um auf meine Gefühle zu achten. Nach der Schule ist der Tag so gut wie gelaufen und am nächsten Tag geht alles von vorne los. Dauernd kann ich von meinen Eltern hören das ich mehr für die Schule machen soll endlich nochmal Hausaufgaben machen soll aber ich denk nur jeden Tag drüber nach alles hinzuwerfen.

Und ich weiß genau das es nicht gut ist das mein Gefühle sich anstauen. Manchmal bekomm ich einfach Wutausbrüche weil ich einfach nicht mehr kann. Am liebsten würde ich dann nur noch irgendwo gegen schlagen und laut schreien damit es mir besser geht. Dadurch bekomm ich dann Angst das ich die Kontrolle verlieren könnte.

Ich weiß auch genau das ich Probleme hab aber manchmal nehm ich das überhaupt nicht ernst. Ich lese dann was von Leuten mit Selbstmordgedanken und sag dann zu mir das es bei mir ja nicht so schlimm ist damit also sind meine Probleme wahrscheinlich auch nicht schlimm und ich mach mir nur was vor.

Ich weiß das der Text was unübersichtlich ist aber ich bin einfach nur durcheinander. :-/

S1aldo


Ohne Gefühle bin ich nicht in der Lage Entscheidungen zu treffen.

Das lässt mich ja doch noch hoffen, dass Du verstanden hast.


Hast Du jetzt genug und fängst eine Therapie an?

Du musst es aber wollen, sonst kannst Du es dir sparen.

Mache es selbst, sei offen, neugierig und ehrlich - oder lass es. Eine Therapie ist herausgeworfenes Geld, wenn man nicht mitmacht.

Gerade als Mann ist man da ja wie ein Süchtiger, der sich einredet, dass man kein Problem mit der Sucht hat, bis alles weg ist und man handeln muss.

.

Vielleicht musst Du noch tiefer sinken?

s9chnectke19x85


Wenn ich depersonalisiere, dann hab ich auch große Erinnerungslücken. Wenn ich mich gleich nach der Episode sehr anstrenge, dann kann ich mich an den groben Verlauf der Episode noch erinnern, aber Details, Konzentration usw. ist weg.

1gN6onamxe1


Hallo wollte mein Thema nochmal aufgreifen da ich mittlerweile wirklich dran denke vllt eine therapie zu machen und weil ich einfach nochmal alles los werden will was mich belastet.

Mein Grundproblem welches die Dp und die ständige Angst aufrecht erhält ist der Solipsismus.

Für alle die sehr anfällig für Ängste sind oder psychisch nicht ganz labil hört hier lieber auf zu lesen da das thema einen sehr mitnehmen kann.

Ich hatte auch schon vorher viele Ängste und die Dp war auch da aber ich bin mehr oder weniger damit klargekommen.

Aber irgendwie hat mir der Solipsismus und die ganzen Realitätstheorien den Rest gegeben.

Ich hab halt seit dem permanent Angst das meine Umgebung nicht wirklich selbst existiert sondern das sich durch mein Denken vllt etwas daran ändert.

Ich achte ständig darauf ob mir nicht irgendwas unlogisches auffällt. Zum Beispiel sehe ich irgendwas das mir vorher nie aufgefallen ist und dann kommt die Angst: Wer sagt mir das das vorher schon so war und nicht einfach durch meine Wahrnehmung entstanden ist? Oder jemand stellt mir eine Frage und ich bekomme Angst weil ich mir nicht mehr sicher bin ob ich das auch wirklich mal erzählt hab. Ich achte ständig auf meine Umgebung und hinterfrage wirklich alles was natürlich nichts nützt. Die Dp ist dabei wie ein Teufelskreis da ich durch ständige Müdigkeit und Benommenheit erstens sehr wenig mitbekomme und mich an fast nichts erinnern kann und zweitens dann wieder anfange zu zweifeln weil Dinge ja durch unlogische Weise passiert sein könnten während ich unaufmerksam war.

Auch Zufälle machen mir Angst. Ich denke über ein bestimmtes Thema nach und plötzlich spricht jemdand mit mir darüber was ja eig immer mal vorkommen kann.

Das schlimme bei der ganzen Sache ist einfach das es nicht aufhört. Die Angst ist fast immer da und ich kann nie abschalten. Mittlerweile schon seit 3 Monaten.

Ich hab gehofft das die Angst einfach irgendwann weggeht weil ich merke das es nichts bringt darüber nachzudenken aber Angst funktioniert leider nicht immer mit Logik. :|N

Jeden Tag wünsche ich mir ich hätte niemals damit angefangen darüber nachzudenken weil mein Leben seitdem ein Albtraum ist.

Leider hab ich ziemlich wenig im Internet zu meinem Problem gefunden wobei doch eigentlich jeder der schonmal eine Psychose gehabt hat wahrscheinlich sein Umfeld und die Realität in Frage gestellt hat.

Das schlimme ist einfach das ich höchstwahrscheinlich niemals erfahren werde ob alles nur eine Illusion oder ein Traum ist. Dadurch fühl ich mich einfach hoffnungslos verloren und sehe keinen Ausweg mehr. Selbst Suizid kann dabei ja nichts bringen weil ich ja nicht weiß ob ich danach nicht vllt einfach woanders aufwache und alles von vorne anfängt. Und außerdem wäre es ziemlich dämlich weil ich ja nicht weiß ob es nur eine Illusion ist und nicht einfach alles wegwerfen kann auch wenn ich es oft will.

Ich kann mir einfach nicht vorstellen das mein Leben jemals besser wird da ich die Gedanken und die Angst immer mit mir herumtrage und niemals eine Lösung finden werde. Von anderen hab ich gelesen das eig unterbewusste Probleme Auslöser für die Ängste waren und das die Angst vor dem Solipsismus nach der Lösung der Probleme einfach verschwunden ist, aber irgendwie kann ich mir nicht vorstellen das es wirklich funktioniert. Andererseits gibt es genug Leute denen der Solipsismus überhaupt keine Angst macht und die damit gut leben können auch wenn ich nicht verstehen kann wieso.

Ich hoffe irgendwer versteht wie es mir geht oder kann zumindest nachvollziehen das mich das so beschäftigt vllt durch eigene Erfahrungen? :-/

s!c.hnecke!198x5


Mach eine Therapie!

Alles Gute

H|ighTetnsioxn


Hallo NoName / Hallo Schnecke1985,

kurz zu mir: Ich bin männlich, 28 Jahre und von Beruf Dipl. Rettungssanitäter HF / Rettungsassistent...

Ich bin der Meinung ich leide auch unter DP im Zusammenhang mit Depressionen oder möglicherweise auch HWS induziert...

Leider konnte mir das bis dato noch niemand bestätigen.. Schon als Kind hatte ich Angststörungen und traumatische Erlebnisse und bin seit einem Jahr erst in psychologisch / psychiatrischer Behandlung...

Mich würde interessieren ob ihr es auch erlebt dass die DP auch episodenmässig bei euch auftritt? Bei mir ist es so dass ich mal 3-4 Tage Ruhe habe und dann kommt die DP an einem Tag 2-3mal für zwei bis drei Stunden... Kennt ihr das auch?

Zu den ganz typischen DP Symptomen hab ich zusätzlich immer auch mal einen unangenehmen Kopfschmerz / Kopfdruck und während den DP Episoden fühle ich mich teils so extrem benommen dass ich Probleme habe zu sprechen / mich auszudrücken... Manchmal hab ich regelrechte Blackouts und vergesse mitten im Satz was ich sagen wollte.. Generell hab ich gehäuft Gedächtnisprobleme... Während den DP Episoden kommt es außerdem häufig vor dass ich gehe als hätte ich Eier unter den Füssen und Koordinationsstörungen.. Ich hab das Gefühl ich kann nicht klar denken und alles fällt mir extrem schwer... Kennt ihr solche zusätzlichen körperlichen Symptome auch? Ich bekomme einfach nicht den Gedanken aus dem Kopf dass ich hirnorganisch erkrankt bin (Tumor, Epilepsie, etc.)

Ich hatte jedoch nie einen pathologischen Befund! Zweimal MRT vom Schädel (vor 3 und vor 1 Jahr), MRA, EEG, VEP, Lumbalpunktion, etc. etc. etc. Alle neurologischen Untersuchungen ohne Befund... Auch Schilddrüse ist in Ordnung... Blutwerte immer unauffällig... Die einzigen Diagnosen die mir Ärzte gestellt haben waren folgende :

Psychiater: mittelgradige Depression / Angsstörung

Orthopäde: HWS-Syndrom / Kopfgelenksblockaden / massive Verspannungen / Streckfehlhaltung

Woher kommt also die DP? Psyche oder HWS? Mischung aus Beidem? Zur Zeit geht's mir wieder richtig dreckig nachdem ich mehrere Monate beschwerdefrei war..

Das kuriose ist... Heute hatte ich zum Beispiel zwei DP Episoden in denen ich mich fühlte als würde ich sterben.. Kopfdruck, Koordinationsstörungen, Schwierigkeiten zu Sprechen und natürlich das Unreale Wahrnehmen, etc... In den Zeiten zwischen den Episoden fühl ich mich aber nahezu 100% fit... Kennt ihr das?!

Würde mich freuen was von euch zu hören...

Hab aufmerksam auch deine (Schnecke1985) Kommentare im Thread von Illuminato gelesen...

Falls ich diese schei.... DP oder was auch immer es ist endlich mal ganz überwinde denke ich darüber nach eine Selbsthilfegruppe bzgl. DP zu gründen... Durch meinen Job im Rettungsdienst hätte ich Befürworter und entsprechende Möglichkeiten ;-)

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