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Gedankenkreisen, keine Konzentration, müde

F|lying0 with\out winxgs


Danke für eure langen Beiträge Leute. Ihr gebt euch ja alle echt Mühe :)^

Also erstmal: Wieso aufgeben? Glaubst du ein Arzt oder Psychologe würde dir dazu raten dein Studium hinzuschmeißen? Die sollen dir doch nicht deine Pläne kaputtmachen – im Gegenteil, sie sollen durch Medikamente bzw. entlastende Gespräche wieder dafür sorgen dass dein Gehirn so funktioniert wie es soll damit du dein Studium schaffen kannst. Das hat mit aufgeben nichts zu tun

Na – ich weiß nicht, was so ein Psychologe da tun würde. Hab ja noch nie so recht einen dazu befragt. Ich glaube einfach, dass es gar nicht klappen kann mit dem Studium, wenn ich nicht genügend tue und es müsste sich ja schon etwas ändern. Anderseits bin ich nicht zu blöd um zu wissen, dass es garantiert nicht hilfreich ist den ganzen Tag vor dem Schreibtisch zu verbringen, aber so ein Gefühl in mir sagt: Wenn du in die Prüfung gehst, dann musst du wenigstens wissen, dass zu alles nur erdenkliche getan hast, um sie zu bestehen – und jegliche Zeit, die du nicht mit Lernen verbracht hast, hast du im Grunde nur nach Ausreden gesucht, warum du das jetzt gerade nicht tun musst.

Ich glaube, ich habe auch ganz viel Angst tatsächlich mal durch eine Prüfung zu fallen und das geht ja manchmal schneller, als man gucken kann. Ich hatte mal ein Problem mit Prüfungsangst – das habe ich aber wieder in den Griff bekommen. Nur die Angst, da wieder rein zu rutschen, die bleibt.

Wenn du berufstätig wärst und so ein Leben führen würdest, ein Leben fast ohne Ausgleich zum ständigen "Funktionieren" und "Leistung erbringen" dann bräuchte nur ein dummer Chef zu kommen, nur ein mies laufendes Projekt, und deine psychische Gesundheit geht so weit runter das du dir die Zeiten zurückwünschst, in denen dein größtes Problem war, dass du dich nicht entscheiden kannst.

Lustigerweise denke ich immer genau andersherum. Ich denke mir immer: Wenn ich mal fertig bin und es nicht mehr den ganzen Tag um Noten und Prüfungen geht – vielleicht wird es dann besser… :=o

Ist das wohl ein Fehlschluss? ":/

Letzten Endes haben mir die Leute als ich fertig war mit der Schule auch gesagt: Warte ab, im Studium wird es besser. Da hat man mehr Möglichkeiten seine Zeit einzuteilen und kann das Lernen etwas besser nach persönlichen Vorlieben gestalten. Na, davon dass es besser geworden ist, habe ich ja mal gar nichts gemerkt…

FhlyiPngM witho0ut 8winxgs


Jetzt habe ich's doch fast vergessen (Mein Hirn schläft schon... ]:D )

Danke für den Link HannahWe. Sieht ja alles sehr bildlich dargestellt aus – ich fands interessant und sehe mir das mal genauer an, wenn der Klausurstress ein bisschen vorbei ist. Im Moment herrscht ja hier sowieso Ausnahmezustand...

AXkaEsha7x67


Informier dich doch mal, ob es eine psychologische Beratungsstelle in deiner Uni gibt. Die sind genau für solche Probleme da. Ruf da doch einfach mal an! *:)

HRoriOzonN_18


Hey Flying without wings

Mir haben eine Zeit lang Opipramol geholfen zum einschlafen . Musst mal deinen Hausarzt fragen

RKichakrdx61


@ Flyingwow

es ist ein Fehlschluss zu meinen jetzt (Studium) ist es zwar schlecht aber es wird im nächsten Zyklus (Arbeit) besser. Meist wird es schlimmer und wenn du angeschlagen da reingerätst, kann es böse enden. Du solltest das rechtzeitig diagnostizieren lassen und entsprechend auskurieren. Manchmal sind es nur ein paar kleine Stellschrauben die man nicht beachtet hat.

Wenn man mal richtig drin hängt ist es um so schwerer rauszukommen.

H]annNahxWe


@ Flyingwow

es ist ein Fehlschluss zu meinen jetzt (Studium) ist es zwar schlecht aber es wird im nächsten Zyklus (Arbeit) besser. Meist wird es schlimmer und wenn du angeschlagen da reingerätst, kann es böse enden. Du solltest das rechtzeitig diagnostizieren lassen und entsprechend auskurieren. Manchmal sind es nur ein paar kleine Stellschrauben die man nicht beachtet hat.

Wenn man mal richtig drin hängt ist es um so schwerer rauszukommen.

Sehe ich auch so. Studieren kann sicherlich auch stressig sein, aber die psychischen Anforderungen und Belastungen, die du in einem Akademikerjob nach dem Studium hast, sind fast immer höher als die während des Studiums.

Beim Studieren musst du nur den Druck aushalten, den du dir selbst machst, du könntest also locker, wenn du gesund bleiben willst, ein Semester länger studieren. Wenn du arbeitest, kommt der Druck noch von außen, also von Kunden, Kollegen, dem Chef dazu. Da muss man sich Abgrenzen können und selbstbewusst genug sein, sich selbst treu zu bleiben und auch mal negative Konsequenzen in Kauf nehmen, um seine psychische Gesundheit zu bewahren. Du brauchst mehr Flexibilität und Gelassenheit als im Studium.

Ich wünschte mir, ich wäre mein Problem bereits im Studium angegangen, dann wäre es bei mir vielleicht jetzt garnicht soweit gekommen. Aber im Nachhinein ist man immer schlauer. ;-D

Hol dir Hilfe bevor es schlimmer wird.

R#icharxd61


@ Hannahweh

schau dir die Selbstmordrate in D an 90 % davon sind Depressive.

Immer Leute die meinen ich hab sowas nicht und ich kann meinen Kopf kontrollieren,

leider und das musste ich bitter lernen , kann man seinen Kopf nicht kontrollieren.

R?ichXardu61


Das Hirn, das unbekannte Wesen, stellt Dinge mit einem an, die verrückt sind.

Das Hirn ist ein Kosmos unergründlich tief und zu allem auch dem Schlimmsten fähig.

F lying? witghout xwings


@ Akasha767

Die Idee mit der psychologischen Beratungsstelle an der Uni hatte ich auch schon mal vor ungefähr einem halben Jahr. Ich bin sogar da gewesen, aber irgendwie hat mich das nicht wirklich weiter gebracht.

Die gute Frau meinte damals, sie wird mir wohl nicht helfen können. Sie meinte damals, dass es Menschen gibt, die den Karren erst vor die Wand fahren müssen und ich glaube in die Kategorie hat sie mich gepackt.

Sie meinte, wir können ja mal abwarten und gucken, was passiert.

Ich meine, ich weiß wirklich nicht, ob ich das damals alles ein bisschen zu durcheinander vorgetragen habe oder zu verwirrt oder zu müde gewirkt habe – ich habe lange über den Ausgang des Gesprächs nachgedacht und irgendwie… war das natürlich höchst unbefriedigend.

@ Horizon_18

Zum Hausarzt gehen… muss ich mir mal Gedanken drüber machen. Das Problem ist einfach, dass ich mir echt ein bisschen blöd vorkomme. Ich meine, eigentlich bin ich ein gesunder Mensch und habe ganz bestimmt nicht das Recht einem Arzt irgendetwas vorzujammern. Das mit dem Studium habe ich mir ja nun mal auch selbst ausgesucht – wenn ich meine, ich packe das nicht, hätte ich es ja auch lassen können…

Ich weiß auch nicht… schwierig die ganze Sache.

HpannahxWe


Die gute Frau meinte damals, sie wird mir wohl nicht helfen können. Sie meinte damals, dass es Menschen gibt, die den Karren erst vor die Wand fahren müssen und ich glaube in die Kategorie hat sie mich gepackt.

Genau. Den Karren vor die Wand fahren heißt, auf deinen Fall bezogen: Weiter so perfektionistisch, selbstgeißelnd zu sein, dir nie irgendwas zu gönnen weil du es nicht verdient hast und gefälligst jede wache Minute lernen sollst, denn Freizeit steht dir nicht zu! Es so weit kommen lassen das du irgendwann nichtmehr nurnoch Konzentrationsstörungen hast sondern Weinkrämpfe, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit hinzukommen.

Zum Hausarzt gehen… muss ich mir mal Gedanken drüber machen. Das Problem ist einfach, dass ich mir echt ein bisschen blöd vorkomme. Ich meine, eigentlich bin ich ein gesunder Mensch und habe ganz bestimmt nicht das Recht einem Arzt irgendetwas vorzujammern.

Ich weiß auch nicht… schwierig die ganze Sache.

Wenn du erstmal alle von mir genannten Symptome hast, dann ist es nicht mehr schwierig, dann gehst du freiwillig in eine Klinik weil du Angst hast verrückt zu werden. Nur dauert es dann länger und du verliest statt einem Semester vielleicht eher 2. Dann kannst du deinen unangebrachten Stolz und deine unangebrachte Scham deinem Hausarzt gegenüber gepflegt wegpacken, weil du dann keine Wahl mehr hast.

Das mit dem Studium habe ich mir ja nun mal auch selbst ausgesucht – wenn ich meine, ich packe das nicht, hätte ich es ja auch lassen können…

Nur wenn du ein perfekter Mensch wärst, der noch dazu in die Zukunft sehen kann. Menschen machen Fehler, irren sich, überlegen es sich anders, ändern ihre Prioritäten, überschätzen sich, unterschätzen sich, fallen hin, rappeln sich wieder auf. Du kannst dich doch nicht selbst leiden lassen wegen einer Entscheidung die du vor Jahren getroffen hast.

Ich will nicht hart und besserwisserisch tun - ich wünschte nur es hätte mir jemand vor 5 Jahren sowas knallhart gesagt, dann hätte ich mir viel Leid und Zeit erspart. Aber wahrscheinlich kann man nicht aus den Fehlern anderer Menschen lernen - jeder muss seine eigenen Erfahrungen machen. Vielleicht liest du dies hier nochmal wenn du soweit bist - und bis dahin gönn dir auch mal ein bisschen Freude, Spaß, Liebe und ein echtes Privatleben neben der Uni! :)*

A8kas}ha76x7


@ Flying

In deinem ersten Post schreibst du, dass sich die Situation in den vergangenen Wochen verschlimmert hat. Du schreibst, dass deine Gedanken nicht nur um das Lernen, sondern auch die Familie kreisen. Der Besuch in der Beratungsstelle ist schon ein halbes Jahr her, vielleicht ist jetzt der Zeitpunkt für einen zweiten Besuch. Im Normalfall sitzen dort Psychologen, die sich mit psychischen Problemen und den Problemen, die im Studium auftreten, bestens auskennen. Deren Einschätzung würde ich schon vertrauen. Mach dir Notizen, was du besprechen möchtest, damit die Beraterin/der Berater sich ein möglichst vollständiges Bild deiner Probleme machen kann. Bei Hausärzten muss man bei psychischen Problemen u.U. Glück haben. Ihr Wissen bezüglich psychischer Störungen ist begrenzt. Fälle in denen erstmal Antidepressiva verschrieben wurden und ein Psychotherapie ausblieb, sind mir schon häufig zu Ohren gekommen. Fachleute auf dem Gebiet psychischer Störungen sind Psychotherapeuten und auch Psychiater – wobei beide unterschiedliche Therapieansätze verfolgen.

Hast du das Gefühl, dass dich hauptsächlich dein Perfektionismus belastet, oder sind es doch eher die familiären Probleme, für deren Lösung du zu wenig Zeit hast?

Informationen hast du uns nur in Bezug auf das Studium gegeben, so dass wir hier nur auf dieses eingehen können.

Ich kann gut verstehen, dass dir ein bloßes Bestehen nicht genügt. Das war bei mir nicht anders und in vielen Studiengängen auch notwendig, um später einen guten Job zu bekommen. Die Frage ist allerdings, ob das mit einem vertretbaren Zeitaufwand möglich ist. Wenn man die angestrebte Note nur auf Kosten der (psychischen) Gesundheit erreicht, sollte man sich überlegen, wo die Gründe hierfür sind. Ist der Lernplan oder auch die Methoden suboptimal oder ist ggf. der Studiengang zu schwer. Ggf. ist das Problem auch dadurch lösbar, dass man die eigenen Ziele realistischer gestaltet, den Anspruch an die Noten nach unten korrigiert und/oder ein/zwei Semester dranhängt.

Wie sehen denn deine Noten aktuell aus? Bist du mit dem, was du mit dem momentanen Lernaufwand erreichst, zufrieden? Wären etwas schlechtere Noten auch okay? Wie sind deine Noten verglichen mit dem Schnitt in deinem Studienfach?

Wie sieht ein typischer Werktag bei dir aus? Hast du genügend Puffer und Erholungspausen eingeplant und auch Zeit für Freunde, Haushalt, Einkäufe etc.? In vielen Unis gibt es Seminare zum Zeitmanagement. Wichtig ist, dass diese Pläne auch wirklich eingehalten werden. Wenn im Plan Einkaufen von 11 bis 12 steht, lässt du das nicht fürs Lernen ausfallen. Wenn dein Lernpensum für den Tag erfüllt ist, lässt du die Bücher auch wirklich liegen. Diese Pläne werden immer wieder überprüft (erreiche ich so meine Ziele?) und ggf. angepasst. Wie lernst du? Hast du schon Erfahrungen mit Lerngruppen gemacht. Meiner Erfahrung nach, lernt man mit denen effizienter.

FPlyinmg wi{thout4 w}inxgs


Hallo Leute, @:)

Danke für eure Beiträge – auch für die, die mir mal versuchen den Kopf zurecht zu rücken. Ich weiß, dass man da bei mir manchmal deutlich werden muss.

Hast du das Gefühl, dass dich hauptsächlich dein Perfektionismus belastet, oder sind es doch eher die familiären Probleme, für deren Lösung du zu wenig Zeit hast?

Ich glaube eher der Perfektionismus ist an dieser Stelle so ein Schutz, dass ich mich eben nicht mit den familiären Problemen auseinander setzen muss. Wenn ich den ganzen Tag vor dem Schreibtisch sitze und es schaffe meine Gedanken auf den Lernstoff zu lenken, dann habe ich dazu ja auch echt wenig Zeit. Ich merke das dann immer abends, wenn ich im Bett liege und die Gedanken dann halt doch irgendwann kommen…

Wie sehen denn deine Noten aktuell aus? Bist du mit dem, was du mit dem momentanen Lernaufwand erreichst, zufrieden? Wären etwas schlechtere Noten auch okay? Wie sind deine Noten verglichen mit dem Schnitt in deinem Studienfach?

Naja – so richtige Noten haben wir im Moment gar nicht. Es gibt eine Bestehensgrenze und wer drüber liegt halt eben bestanden – mit wie vielen Punkten auch immer. Wenn man einen Punkt drüber liegt, hat das genau denselben Wert wie 100 %. Noten gibt es erst ab dem Sommer wieder. Von daher sollte es eigentlich schon eine Erleichterung sein, dass es im Moment eben nicht unbedingt 100 % sein müssen – ich wüsste nicht, wie ich damit im Moment klar kommen würde.

Bisher habe ich eigentlich recht viele Prüfungen bestanden und ich denke oft, dass mir das doch eigentlich beweisen müsste, dass ich es wirklich kann und es nicht alles immer nur Glück ist. Natürlich – bei jeder Prüfung ist ein bisschen Glück, aber manchmal eben auch Wissen.

Ich weiß nicht, wie die anderen im Studiengang so abschneiden, ich habe ja nicht mit vielen Leuten Kontakt und die Listen werden nicht immer ausgehangen, aber ich denke, dass ich doch schon so im guten Mittelfeld bin und so richtig vergeigt habe ich bisher noch keine Klausur.

Wie sieht ein typischer Werktag bei dir aus? Hast du genügend Puffer und Erholungspausen eingeplant und auch Zeit für Freunde, Haushalt, Einkäufe etc.? In vielen Unis gibt es Seminare zum Zeitmanagement. Wichtig ist, dass diese Pläne auch wirklich eingehalten werden.

Typischer Lerntag: Ich fange morgens um 8 Uhr an und höre abends im Moment so gegen 11 Uhr auf, dazwischen gibt es eine Pause fürs Mittagessen und eine fürs Abendessen. Einerseits denke ich mir, dass das total ineffizient ist und das weiß ich auch. Andererseits ist da mein Kopf, der mir erklärt, dass ich keine Pausen machen darf.

Lernpläne habe ich auch, aber so viel bringt das nicht bei mir. Wenn ich nicht durchkomme, dann muss ich noch länger sitzen, was schlecht für den nächsten Tag ist, wenn ich zu früh fertig bin, dann denke ich mir: Wenn du morgen wieder nicht durchkommst und heute zu früh Schluss gemacht hast – wie willst du das denn morgen wieder rechtfertigen?

Wie lernst du? Hast du schon Erfahrungen mit Lerngruppen gemacht.

Meine Schwester und ich – wir bilden eine Lerngruppe :-) Im Ernst: Bis jetzt habe ich noch nicht an so vielen Lerngruppen teilgenommen. Ich habe immer das Gefühl, dass mir das nicht so viel bringt. Ich muss alles selbst aufschreiben und selbst für mich durchsprechen, sonst bleibt es nicht hängen. Ich kann auch nicht mit Lernzetteln von anderen Menschen lernen, weil ich da eine ganz akkurate Ordnung habe in welcher Größe und Farbe Überschriften gestaltet sein müssen, welche Funktion welches Zeichen hat… Meine Schwester verzweifelt da regelmäßig mit mir.

A*kas8ha76x7


Ich glaube eher der Perfektionismus ist an dieser Stelle so ein Schutz, dass ich mich eben nicht mit den familiären Problemen auseinander setzen muss

Na, da kommen wir der Sache ja schon näher. Sind das Probleme, die du selber beeinflussen kannst oder könntest, wenn du genügend Zeit hättest oder ist es etwas, das dich belastet, du aber nichts daran ändern kannst?

Hast du eigentlich nur Lerntage oder sind da auch "andere" dabei, bei denen du entspannen kannst? Wie hast du bei deiner Planung die "täglichen Pflichten" berücksichtigt? Wenn die in deiner Planung nicht auftauchen, ist es verständlich, dass sie dir Stress verursachen, denn dann "rauben" sie dir ja tatsächlich Lernzeit, weil du die Zeit eben zum Lernen eingeplant hast.

Diese Lernpläne sind dazu da, dich zu entlasten. Sie sollen so aufgebaut sein, dass sie wirklich genügend Zeit eingeplant haben, dass man in dieser Zeit eher mehr schafft, als man sich als Ziel gesetzt hat. Dafür gibt es auch die "Puffer", in denen nichts eingeplant wird. Diese kann man dann nutzen, falls die Zeit einmal doch nicht reicht – sollte aber die Ausnahme. Ansonsten ist das freie Zeit für alles, auf das du Lust hast.

Zum effektiven Lernen zählt auch, dass man genügend Erholungszeiten hat. Z.B. hilft Sport sehr gut dabei, das Gelernte abzuspeichern. Auch sind kurze Lernblöcke sinnvoller als lange. Ganz wichtig ist natürlich ausreichend Schlaf. Den braucht dein Gehirn dafür, um das Gelernte zu kosolidieren, im Langzeitspeicher abzuspeichern. Letztendlich ist etwas weniger Lernen und dafür gut schlafen effektiver als länger zu lernen mit weniger Schlaf.

Ich würde dir wirklich empfehlen, dich mal mit dem Thema Zeitmangement zu beschäftigen. Falls es bei euch keine Kurse angeboten werden, gibt es sicherlich auch gute Literatur zu den Thema.

Nochmal zu den Lerngruppen. Zu Beginn meines Studiums hat uns wirklich jeder zu Lerngruppen geraten. Ich fand das komisch und konnte mir nicht vorstellen, dass da für mich sinnvoll ist. In der Schule hatte ich auch immer allein gelernt. Schließlich habe ich das mit einer Kommilitonin ausprobiert und war begeistert. Wichtig ist natürlich tatsächlich, dass man in punkto Lernen gut zueinander passt – wir hatten auch schon Leute dabei, mit denen das Lernen gar nicht klappte, so dass wir schließlich eine Zweiergruppe blieben. Es müssen nicht allen den gleichen Lernstil haben, ideal ist es, wenn sie sich ergänzen. Bei uns war das der Fall, wir haben zusammen den Lernstoff diskutiert, überlegt, welche Fragen gestellt werden könnten, den Stoff richtig durchgearbeitet, so dass alle ihn verstanden, richtig "durchdrungen" haben. In zeitlich knappen Situationen habe ich teilweise nur mit meiner Kommilitonin gelernt (alleine nur den Text gelesen) – und auch das hat super geklappt. Wenn alle gut vorbereitet sind, bin ich der festen Überzeugung, dass man so einiges an Lernzeit sparen kann. In den Prüfungen habe ich mich dann oft an unsere Diskussionen erinnert, so dass mir die richtige Antworten einfallen sind. Wenn du jemand anderem etwas erklärst, merkst du dir das viel besser, als wenn du es nur mit dir selbst durchsprichst. Oft fällt einem dabei auch auf, wenn man etwas nicht ganz verstanden oder auch falsch verstanden hat. Das ist wirklich Gold wert. :-)

Ist deine Schwester im gleichen Studiengang/Semester? Hast du das Gefühl, von eurer Lerngruppe zu profitieren? Lernzettel oder auch Zusammenfassungen von anderen Leuten konnte ich übrigens auch nie richtig nutzen, finde ich auch nicht in allen Fällen sinnvoll, da jeder andere Sachen wichtig findet.

Zeitmangement und Lerngruppen können dir bei den studiumsrelevanten Dingen bestimmt helfen, wenn dich aber die familiäre Situation sehr belastet, solltest du schauen, wie du daran arbeiten kannst.

F3ly8ing wiWthout xwings


Na, da kommen wir der Sache ja schon näher. Sind das Probleme, die du selber beeinflussen kannst oder könntest, wenn du genügend Zeit hättest oder ist es etwas, das dich belastet, du aber nichts daran ändern kannst?

Das sind Dinge, die kann ich nur hinnehmen, wie sie sind. Nur das Resultat betrifft mich quasi. Ich hatte weder Einfluss darauf noch das Recht da mitentscheiden zu dürfen.

Nur mit dem Hinnehmen klappt es noch nicht so.

Hast du eigentlich nur Lerntage oder sind da auch "andere" dabei, bei denen du entspannen kannst? Wie hast du bei deiner Planung die "täglichen Pflichten" berücksichtigt?

Im Moment sind es tatsächlich nur Lerntage – die Prüfungen schreiben sich schließlich nicht von selbst. Aber auch sonst gibt es ziemlich wenige Tage, an denen mal nichts gemacht wird, dann geht es sofort los, dass es Theater in meinem Kopf gibt. Nicht mal an Weihnachten konnte ich dieses Jahr die Bücher stehen lassen, ich musste bis zum Nachmittag noch etwas tun, damit ich das abends dann aushalten konnte "unproduktiv" zu sein.

Ich weiß nicht, was mich ständig dazu bringt auf diese "inneren Regeln" zu hören und wie sie überhaupt zu Stande gekommen sind. Es kann nicht ruhig in mir sein, ich brauche immer etwas zu tun.

"Tägliche Pflichten" – das ist halt eine schwierige Sache. Natürlich weiß ich, dass dann weniger wird, wenn ich den Dingen hinterher kommen muss, ich berücksichtige das auch irgendwo, aber am Ende des Tages denke ich mir trotzdem: War das jetzt nötig und hätte das nicht schneller gehen können? Hast du irgendwo zu lange getrödelt, dich mit irgendjemandem verquatscht… ?

Zum effektiven Lernen zählt auch, dass man genügend Erholungszeiten hat.

Ich weiß – irgendwo weiß ich das, man hat es seit klein auf in der Schule gelernt und irgendwie ist es auch logisch. Nur das, das mich ständig antreibt scheint das nicht zu kennen. Vielleicht muss ich mich mehr dazu zwingen, es kommen ja bald Semesterferien, vielleicht muss ich das einfach mal lernen auszuhalten um dann hoffentlich fest zu stellen, dass es so schlimm gar nicht ist – die Ruhe in mir.

Zu den Lerngruppen und zum Zeitmangement: Da mache ich mir noch mal Gedanken drüber. Vielleicht kann ich unsere kleine Lerngruppe ein bisschen revolutionieren – so viel sprechen wir nämlich meist gar nicht zusammen durch. Nächstes Semester soll eine neue Gruppe an unserer Uni gegründet werden, die soll von Tutoren geleitet werden, da haben sogar die Profs ihre Hände im Spiel, damit dort auch Dinge vermittelt werden, die richtig sind. Ich überlege mir schon da einfach mal hinzugehen…

ApkasFha7Y67


Das sind Dinge, die kann ich nur hinnehmen, wie sie sind. Nur das Resultat betrifft mich quasi. Ich hatte weder Einfluss darauf noch das Recht da mitentscheiden zu dürfen.

Nur mit dem Hinnehmen klappt es noch nicht so.

Schwierig, das kenne ich leider auch. Hast du mal mit den "Protagonisten" über deine Gefühlslage bezüglich dieser Situation gesprochen? Manchmal hift es, sich "freizureden". Abhängig davon, was für eine Situation das ist, kannst du dir auch Hilfe holen, um die neue Situation verarbeiten zu können.

Zu den Lernplänen – die sind tatsächlich dazu da, diese fiese innere Stimme zu übertönen. Der Plan symbolisiert dann deine "vernünftige" Stimme. Ich verstehe schon, dass es schwierig ist, diese innere Stimme zu ignorieren, aber der Plan kann dabei helfen. Wenn die innere Stimme wieder sagt "Flying, du solltest jetzt aber doch besser lernen statt dich zu entspannen", erinnert dich dein Plan daran, dass du dein Soll momentan erfüllt hast und du jetzt ruhigen Gewissens etwas anderes tun kann. Vorab Tipps zum Zeitmanagement findet du zu hauf im Netz, z.B. [[http://www.studis-online.de/Studieren/Lernen/zeitmanagement.php hier]]. Ein Kurs wäre aber auch sinnvoll, da das nochmal etwas ganz anderes ist, etwas nur zu lesen. Die neue Gruppe in deiner Uni hört sich schonmal gut an – ich denke, dass du davon sehr profitieren kannst.

Du solltest auch lernen mal richtig abzuschalten. Hast du mal darüber nachgedacht, eine Entspannungstechnik zu lernen? Auch diese werden oft an der Uni (z.B. im Sportprogramm) angeboten.

Ich schilder dir mal kurz, wie unsere Lerntreffen im Groben abliefen, vielleicht kannst du dich dadurch inspirieren lassen:

Wir haben vor jedem Treffen verabredet, welches Thema wir durchsprechen wollen. Als Vorbereitung hat jeder den entsprechenden Text gelesen, die Folien durchgearbeitet. Bei den Treffen, haben wir dann das, was wir alleine erarbeitet haben, zusammen durchgesprochen – anhand der Texte und der Folien mit eigenen Worten nacherzählt, was wir gelesen haben – abwechselnd – jeder einen Teil, so wie es spontan am besten passte (kann man ggf. aber auch vorher festlegen). Dabei fiel dann schonmal auf, dass wir Sachverhalte unterschiedlich verstanden hatten, so dass wir diese dann gemeinsam diskutieren konnten (sehr wirksam, um sie sich wirklich merken zu können, denn es geht ja ums Verstehen und nicht ums reine Auswendiglernen). Auch haben wir diese Phase dazu genutzt, Unklarheiten zu klären. In der nächsten Phase haben wir dann Fragen, die in den Prüfungen gestellt werden könnten, besprochen. Teilweise lagen alte Prüfungsfragen vor, teilweise haben wir sie selber erstellt. Auch dies dient dazu, sich nochmal gründlich mit dem Stoff zu beschäftigen. Wenn wir gemerkt habe, dass einer bei bestimmten Fragen Probleme hat, hat der andere diese Frage in verschiedenen Formen immer wieder gestellt, bis wirklich alles saß. :-) Im Unterschied zum Lernen alleine, habe ich mich immer richtig auf diese Treffen gefreut und wir haben auch tatsächlich effizient gelernt und uns nicht von privaten Gesprächen ablenken lassen. Die gab es zwar auch, aber meist nach getaner Arbeit, als "Belohnung".

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