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Gedankenkreisen, keine Konzentration, müde

mVondR+stQe4rne


Andererseits ist es schon Angst und die Frage: Was wird mein Umfeld wieder dazu sagen?

Dein Umfeld findet es überflüssig und unnötig. Wollen wir eine Wette abschließen, wie die Sache ausgehen wird?

Gegen das viele Nachdenken helfen mir Liebesfilme. Am besten solche, wo man ein Paket Taschentücher braucht.

mpond+stxerne


Vielleicht hilft Dir auch Musik: [[http://www.med1.de/Forum/Cafe/554329/ Lieder, die zum Weinen bringen]].

phampelUmusxe1


Hallo du,

nachdem ich gerade in einem Rutsch alle deine Beiträge hier gelesen habe und mich in so vielen Details wiedererkannt habe, will ich dir einfach mal schreiben, welche Erfahrungen ich damit gemacht habe: mit dem ständigen Druck, dem Perfektionismus, den unglaublich hohen Selbstansprüchen und dem schlechten Gewissen, das folgt, wenn man dem selbstgesetzten Plan oder Bild von "Nur-wenn-ich-das-schaffe-bin-ich-gut-genug" hinterherhinkt.

Ich habe insgesamt 8 Jahre studiert, mit genau zwei Unterbrechungen. Die erste Unterbrechung bahnte sich an nach einer zweimonatigen Klausurphase und begann, ähnlich wie bei dir, mit Kopfschmerzen, Übelkeit/Appetitlosigkeit und dem unbestimmten Gefühl, dass es irgendwie nicht mehr so läuft, wie es soll. Mein Kopf machte nicht mehr so mit, wie ich das wollte. Verdammt aber auch, teilweise wurde ich daraufhin richtig wütend auf dieses blöde, begrenzte Gehirn. Ich ging nur noch wenig vor die Tür, da auch ich schon ein schlechtes Gewissen hatte, wenn ich nur mal einkaufen musste. Irgendwann bekam ich im Supermarkt die erste Panikattacke. Ich dachte, verrückt zu werden, denn über dem Schwirren in meinem Kopf von der vielen Lernerei erschien mir die Welt um mich herum plötzlich so unwirklich. Von da an hatte ich ungefähr zwei Jahre lang mit einer Angststörung zu kämpfen und konnte mein Studium nur noch mit größter Mühe fortsetzen. Therapie, ein Wechsel meines Studienfachs und das Wiedererlernen von wohlgegönnten Ruhe- und Wohlfühlphasen haben mir geholfen. Ich sagte mir damals: "Nie wieder. Kein Studienerfolg in der Welt ist es wert, dass ich mir dafür meine Gesundheit ruiniere!"

Scheinbar brauchte ich aber noch eine weitere Lektion, die kam einige Jahre später. Es war wieder Semesterende und unglaublich viel auf einmal zu tun, und ich wollte wieder einmal alles perfekt machen, nicht versagen, es mir und allen beweisen, dass ich es kann, dass ich gut bin, gut genug. Es begann wieder mit diesen Kopfschmerzen, über ca. 6 Wochen pausenlos, ich habe sie ignoriert, denn musste ja mein Pensum trotzdem erfüllen. Das war aber keine gute Idee, denn nach der letzten Abgabe klappte ich einfach zusammen. Erstmal war ich nur eine Woche lang richtig krank und dachte, na ja, danach werde ich wieder fit. War aber nicht so, ich kam einfach nicht mehr auf die Beine, im wahrsten Sinne des Wortes, denn ich hatte keine Kraft mehr. Über sechs weitere Monate, in denen es immer noch weiter bergab ging, habe ich gezögert und gekämpft, bis irgendwann noch weniger als nichts mehr ging. Drei Monate psychiatrische Klinik und 2 Monate Tagesklinik haben mich diesmal wieder aus dem Schlamassel gezogen, die depressive Episode wirkt immer noch nach. Seitdem habe ich mir GESCHWOREN, dass es soweit nicht mehr kommen darf. Und ich glaube (und hoffe!), ich habe meine Lektion nun endlich gelernt.

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Das letzte, was ich dir mit dem Geschriebenen vermitteln will, ist wiederum eine Art Druck aufzubauen, der dich unbedingt davon abhalten soll, es so zu tun, wie man es vermutlich besser nicht tun sollte @:). Vielleicht kommt auch bei dir von alleine irgendwann der Wendepunkt, ab dem du entspannter wirst und dich nicht mehr nur über Leistungen definieren musst, weil du erkennst, dass du auch so schon ein überaus wertvoller Mensch bist. Ich wünsche dir jedenfalls sehr, dass dir diese Erfahrungen, die ich gemacht habe, erspart bleiben. Die Beratungsstelle aufzusuchen, war da auf jeden Fall schonmal ein guter und richtiger Schritt! Denn wie du ja auch schon erkannt hast: Wenn die Batterie so leer ist und bleibt wie im Moment, dann wird es mit den Abschlussprüfungen ganz ganz schwer. Auch an deinen Lernplänen an sich würde ich unbedingt arbeiten, vielleicht ja auch mit Hilfe von außen durch die Beratungsstelle, denn bis 23 Uhr zu lernen ist definitiv viel zu lang, und mindestens ein Tag Pause in der Woche muss sein!! Und natürlich Ausgleich, Ausgleich, Ausgleich jeglicher Art. Aber vielleicht auch einfach mal die Zeit zum Nichtstun, die notwendig ist, um Gedanken einfach kommen und auch wieder gehen zu lassen. Anscheinend will da ja gerade irgendwas in dir bearbeitet werden, und ich habe auch da die Erfahrung gemacht, dass sich dieses Etwas selten nach den eigenen Vorstellungen von dem richtigen Zeitpunkt dafür richtet. Es kommt einfach dann, wenn es keinen Aufschub mehr duldet. Vielleicht hat es ja auch schon viel zu lang gewartet..

Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute, und versuch dich immer wieder mal dran zu erinnern, wie wertvoll du bist, ganz egal wie viel du leistest :)* :)* :)*

F;lying? wi*tho<ut xwings


@ mond + sterne *:)

Nein, ich glaube, das mit der Wette lassen wir mal lieber…

Mir ist schon klar, dass es nicht der erste Anlauf ist, dass es bisher nicht viel gebracht hat, weil ich im entscheidenden Moment immer kalte Füße bekomme und es mit mir generell nicht einfach ist.

Ich lasse das jetzt einfach mal auf mich zukommen und schaue was passiert. Gut ist, dass ich diesmal keinen direkten Druck von der Uni dahinter habe, weil ja Uni zur Zeit nicht ist – außer natürlich meine eigene Prüfungsvorbereitung.

Danke für den Link mit den Musiktipps – ich glaube Musik hilft manchmal schon ganz viel bei mir, allerdings nur, wenn es die richtige ist.

@ pampelmuse

Danke für Deinen ausführlichen Beitrag.

Manchmal glaube ich, die Menschen können mich gar nicht genug vorwarnen was passiert, wenn ich nicht bald mal irgendwie anfange etwas zu ändern. Irgendwie denke ich mir immer – nicht weil ich mich selbst als etwas Besseres oder dergleichen ansehe – dass mir so etwas ja nicht passieren kann. Ich weiß gar nicht, woher das kommt, wo ich ja merke, dass mir langsam schon kleine Dinge zu anstrengend werden.

****

Am Wochenende bin ich dem (hier sehr exzessiv gefeierten) Karneval für zwei Tage entflohen – meine Mama hatte die spontane Idee, dass sie, meine Schwester und ich ja einfach zwei Tage wegfahren könnten.

Natürlich ist da immer dieser Anspruch, dass Urlaub per Definition schön sein muss und es ist nun für mich kein neues Phänomen, dass ich mehr oder weniger durch die Tage falle und das gar nicht so richtig begreife, dass wir gerade im Urlaub sind. Es ist einfach lange her, dass ich mich mal wirklich auf einen Urlaub gefreut habe und traurig war, wenn wir wieder Abschied genommen haben und doch ist es jedes Mal schwierig für mich mit diesen Schuldgefühlen, die da aufkommen umzugehen, weil Urlaub für mich immer Schauspielerei ist.

Hier zu Hause bekomme ich das nicht mit – lediglich wenn ich das Haus putze (was ich oft mache) merke ich, dass es für mich manchmal anstrengend ist die Treppen hoch und runter zu laufen. Als wir dort aber zwei Tage lang ständig auf Achse waren, kam ich mir schon von den ersten Minuten an, als hätte ich am Vortag einen Marathonlauf absolviert und man kommt schon in Erklärungsnöte, wenn man als Töchterchen, das eigentlich fidel sein sollte, der Mama hinterherschleicht.

Ich war echt froh, als wir gestern Abend wieder hier waren und bei mir übers Wochenende nicht die Sicherungen durchgeknallt sind – einmal war ich nämlich kurz davor.

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In den nächsten Tagen steht dann erst mal die Kurswahl fürs nächste Semester auf dem Programm. Es gibt da so einen Kurs, den brauche ich nicht unbedingt für die Abschlussprüfungen, weil es einfach nicht prüfungsrelevant ist. Aber wenn man das Wissen hat, macht es einfach bei jedem Praktikum viel her. Das Problem an dem Kurs ist, dass er mit erheblichen Mehraufwand verbunden ist: Mehr Vorlesungen, mehr Praktika, mehr An- und Abtestate und am Ende noch eine Prüfung.

Ein Teil von mir sagt, dass ich ja gerade so schon ziemlich platt bin und das Wissen auch noch später erwerben kann und jetzt lieber einen einfacheren Kurs wählen sollte (der mich vielleicht am Ende auch mehr interessiert). Und ein anderer Teil sagt: Natürlich machst du das – du sollst doch Herausforderungen annehmen.

Ich bin mir noch nicht einig mit mir – aber ein paar Tage habe ich ja noch.

mCon5d+ystekrne


@:)

AhkaLsha7x67


Man soll sich nur Herausforderungen stellen, die man auch meistern kann. Zu große Herausforderungen sind destruktiv. Ich habe den Eindruck, dass dein Studium und das Meistern deiner derzeitigen Probleme für dich Herausforderung genug ist. :)*

F=lyXin`g wintho[ut xwings


So, das erste, warme Frühlingswochenende ist dann mal beinahe Geschichte – und damit das zähe Ringen in mir, dass es jeden Sommer gibt.

Ein Teil von mir möchte endlich raus und der andere sagt: Nein, das ist doch viel zu unproduktiv und weil die beiden sich nicht einigen können, streiten sie sich den ganzen Tag und ich kann mich überhaupt nicht konzentrieren. %:|

Kompromiss ist aber in Sicht: Morgen werde ich den Rasen mähen – da bin ich draußen und gleichzeitig zumindest ein bisschen produktiv, ich hoffe das geht dann. ;-)

****

Im Moment laufe ich auch mit Zahnschmerzen rum – das ist total bekloppt. >:( Das hatte ich vor einem halben Jahr schon mal, dass plötzlich alle Zähne weh getan haben, ungünstigerweise ist das mitten in der Klausurenphase passiert, aber weil ich solche Angst hatte, bin ich dann doch zum Zahnarzt gegangen. Er meinte aber, er sieht absolut gar nichts und hat das alles mal ganz lapidar auf den Stress geschoben (ich war natürlich froh, dass nichts war, aber irgendwie mag ich es auch nicht, dass jeder Arzt mit dem Stress um die Ecke kommt). Er meinte, wenn es nach den Klausuren nicht besser wird, soll ich wieder kommen. Es ging dann aber wirklich weg.

Und jetzt ist es halt wieder da und ich habe wieder Angst… Aber ich muss ja sowieso mal wieder hin und dann werde ich das nächste Woche wohl tun (und vorher wahrscheinlich wieder Panik schieben), aber wohl keinen Grund angeben. Wenn was ist, wird er es sehen und wenn nicht, ist es auch gut – ich habe keine Lust mich da noch mal zum Affen zu machen.

****

Meine Liste wird bis jetzt irgendwie auch noch nicht wirklich voller.

Danke für den Tipp immer einen Zettel und einen Stift dabei zu haben, das hilft wirklich. Ich bin immer so vergesslich und vergesse das halt ganz oft wieder.

Blöderweise denke ich über die Zusammenhänge aber auch jeden Tag ein bisschen anders und ich finde das sowieso so schwer, alles irgendwie in Worte zu packen, weil ich manchmal einfach selbst nicht weiß, was los ist. Wenn ich es wüsste, müsste ich ja wahrscheinlich auch gar nicht hingehen…

Mittlerweile bin ich dabei das jeden Tag mal vor mir her zu schieben, statt mich wirklich mal dran zu setzen und meine Stichworte zu sortieren – ich glaube, das wird eh viel zu viel für eine Stunde, also muss ich mal Prioritäten setzen.

Naja, hab ja auch noch etwas mehr als eine Woche.

m)ond+isteSrne


":/

FBlying# w`ithouxt wixngs


Was gibt es denn da am Kopf zu kratzen?

Ich weiß, manchmal verhalte ich mich ein bisschen unlogisch... :=o

m+on>d+st$erne


Dein Beitrag bringt mich ins Grübeln. Was soll man dazu noch schreiben?

A&ka&sKh.a767


Wenn ich richtig gerechnet habe, dann hast du nächste Woche einen Termin bei der Beratung. Warte doch mal ab, was das ergibt.

Mittlerweile bin ich dabei das jeden Tag mal vor mir her zu schieben, statt mich wirklich mal dran zu setzen und meine Stichworte zu sortieren – ich glaube, das wird eh viel zu viel für eine Stunde, also muss ich mal Prioritäten setzen.

Das scheint mir noch ein Zeichen dafür zu sein, dass du deine Probleme noch nicht ernst genug nimmst. Ich glaube nicht, dass du das Lernen immer wieder vor dir her schiebst. Da komme ich wieder auf das Zeitmanagement zurück. Erstell dir doch "einfach" einen Plan, wann du welche Aufgaben erledigen wirst. Da planst du dann auch deine Liste für deinen Termin mit ein, das Rasenmähen, Lernen, Aktivitäten im Freien... und daran hältst du dich dann auch. :-)

F}lyin g wit_houto wixngs


Das scheint mir noch ein Zeichen dafür zu sein, dass du deine Probleme noch nicht ernst genug nimmst. Ich glaube nicht, dass du das Lernen immer wieder vor dir her schiebst.

Mh… ob das mit dem nicht ernst nehmen so stimmt, weiß ich nicht. Ich habe einfach das Problem, dass ich das, was mich ja doch irgendwie den ganzen Tag bewegt und antreibt so schlecht in Worte fassen kann. Ich kann nicht sagen: Das ist jetzt so, weil… ich weiß ja selbst nicht, wo das herkommt.

Manchmal habe ich aber so meine Phasen, da geht es doch mal ganz gut, in solchen Tagen schreibe ich dann auch seitenweise Tagebuch, weil mir das wirklich hilft alles aufzuschreiben. Das ist ein bisschen als würde man die Gedanken mal aus dem Kopf "auslagern" können. Dann ist alles gesagt und es ist erst mal okay.

Ich glaube, auf so eine Phase warte ich gerade ein bisschen – ich habe mir aber überlegt, dass warten natürlich nicht so viel bringt, wenn warten bis über die nächste Woche hinaus dauert und deswegen habe ich mir – so wie Du es vorgeschlagen hast, jetzt doch mal einen Plan zurecht gebastelt.

Heute muss ich neben der Lernerei noch tanken fahren, weil ich am Wochenende mit dem Auto unterwegs bin (die arme Karre ist schon so lange nicht mehr gefahren und die Bremsen quietschen normalerweise schon nach drei Tagen still stehen – bin mal gespannt, was das nachher wird :=o ). Uni – Unterlagen muss ich auch noch kopieren und meine Kurse zu Ende wählen %:| und dann wollte ich mich heute nach dem Abendessen mal hinsetzen.

Morgen Nachmittag habe ich auch dafür vorgemerkt und dann werde ich mal sehen, wie weit ich Donnerstag bin.

A_kash@a76x7


Problem, dass ich das, was mich ja doch irgendwie den ganzen Tag bewegt und antreibt so schlecht in Worte fassen kann. Ich kann nicht sagen: Das ist jetzt so, weil… ich weiß ja selbst nicht, wo das herkommt.

Du musst ja nicht auch gleich den Grund für deine Probleme kennen. Es reicht ja erstmal, wenn du deine Probleme aufschreibst. Zur Not sortierst du einfach das, was du hier geschrieben hast. Ich denke, dass das auch schon ein gutes Bild ergibt. Perfekt muss das nicht sein, die Liste dient dir ja nur als Gedächtnisstütze, damit du beim Gespräch nichts wichtiges vergisst.

F~lying 8w;ithoutx wings


Du hast Recht, vielleicht denke ich einfach viel zu weit.

Ich habe nur ein bisschen Angst, dass sie die Liste dann tatsächlich sehen will. Ich weiß einfach nicht, ob ich im spannenden Moment über all das reden kann und ich hätte es dann nicht so gerne, wenn da noch etwas drauf steht, dass ich nicht gesagt habe.

Manchmal glaube ich, ich mache mir damit ein bisschen unnötigen Stress.

So – das Auto ist auch wieder voll getankt. Ein bisschen gezickt hat es schon, das Bremspedal hat ganz schön heftig geruckelt unter meinem Fuß und für einen kurzen Augenblick hatte ich Angst, dass die Bremsen am Berg gleich ihren Dienst versagen... Jetzt fährt es aber wieder super. :-D

AdkasTha7S67


Ich denke nicht, dass sie die Liste sehen will und wenn doch, musst du sie ihr doch nicht geben. Sie wird sich ihre eigenen Notizen machen.Die Beraterin sollte für deine Befürchtungen Verständnis haben.

Man fährt eigentlich ganz gut damit, wenn man die eigenen Ansprüche an sich etwas runterregelt.

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