Kann man sich ein neues Kaufverhalten angewöhnen?

Hallo! Ich würde gerne wissen ob ihr irgendwelche "schlauen" Tipps zum Durchhalten und Angewöhnen des Sparens habt. Ich verdiene rund 1700€ netto im Monat und abzüglich der monatlichen Fixkosten (...)   >>>

S9chneebuall8x6   31.01.14  11:41

Die Internetkauferei ist natürlich eine echte Seuche, aber die Webhändler legen es auch darauf an, daß es eben alles unheimlich verlockend aussieht,

Genau, die bösen die, dazu noch die bösen Ladenbetreiber, die allerlei schönen Kram in ihre Schaufenster stellen, die Zigarettenhersteller sind Schuld, dass jemand mit Rauchen anfängt, die Alkoholhersteller, dass jemand mit saufen anfängt, die Lebensmittelhersteller sind Schuld an Fresssucht und und und...

Jeder ist seiner eigenen Willensstärke Schmied, niemand wird gezwungen, das was er (online) sieht, auch zu kaufen!

S*cKhwarzx666

Hallo!!

Ich habe genau dasselbe Problem!! Ich verdiene sogar mehr als € 2.000,-- netto und habe nur wenige Fixkosten, aber Schulden über Schulden. Auch mir würden ca. € 800,-- pro Monat übrig bleiben, aber ich surfe eben gern und bestelle. Vor allem jetzt, wo der Abverkauf startet, ist es ganz schlimm (Swarovski, Kleidung etc.)

Und ja, es ist wie eine Sucht. Beim Bestellen habe ich teilweise ein Hochgefühl, bin dann aber auch wieder ganz nervös, weil ich merke, dass es zu viel ist....Ich fürchte, mein Verhalten wird mich irgendwann finanziell ruinieren.

Liebe Grüße Alice *:)

AElicVex__

Alice__

Und du hast nicht den Willen das zu ändern?

GxedankHengneflMechte

Ich habe mich auch oft gefragt, wofür ich eigentlich mein ganzes Geld ausgebe. Wenn man nicht drauf achtet, ist es einem meist gar nicht bewusst. Wieviel davon Fixkosten sind (was man ja noch am einfachsten nachvollziehen kann), was notwendige Dinge sind und was Luxus oder sogar unnötig ist.

Ich habe vor ein paar Monaten angefangen, ein Haushaltsbuch zu führen und fasse am Ende eines Monats in Gruppen zusammen, was ich ausgegeben habe. Fixkosten, Lebensmittel/Drogerie/Haushalt, Gesundheit, Auto, Hobby/Freizeit, Luxus, Klamotten ...

Und zu Beginn des Monats überlege ich, was ich wohl so brauchen werde und schreibe mir auf, wieviel Fixkosten anfallen und was ich für die anderen Rubriken so brauche, für Essen & Co setze ich jeden Monat das gleiche an, Klamotten überlege ich, ob ich was brauche oder mir einfach so was gönnen will, und so weiter.

Dann überweise ich mir die Differenz von meinem Gehalt und den Planausgaben auf mein Festgeldkonto (das kann man ja jederzeit wieder zurückbuchen, wenn man sich verkalkuliert hat).

Und wenn der Monat vorbei ist, vergleiche ich Plan mit Ist.

Am Anfang habe ich nur aufgeschrieben und wie immer weiter ausgegeben, einfach auch um zu sehen, was so Sache ist.

Mittlerweile schaue ich schon am Anfang des Monats genauer, was ich wohl wirklich brauche bzw. möchte, und versuche, mich danach zu richten. Klappt im Moment ganz gut. Wohl auch weil ich ein Ziel habe, für das ich spare.

Das wäre vielleicht auch ein Anreiz für dich? Hast du vielleicht etwas Konkretes, für das du mehr Geld brauchst, als du im Monat zur Verfügung hast?

Allerdings achte ich auch drauf, dass meine monatlichen Ziele realistisch sind. Es ist immer was für Freizeit und Spontanes eingeplant. Manchmal sind meine Planungen schon so, dass es +/- 0 rauskommt, manchmal kann ich gut was zurücklegen, in einem Monat bin ich auch mit meinem Gehalt nicht hingekommen, weil einfach so viel anlag.

Und natürlich kommt es vor, dass ich was völlig Ungeplantes kaufe, genauso wie es vorkommt, dass ich was für Klamotten eingeplant habe, was ich dann aber doch nicht ausgegeben habe.

Trotzdem ist es für mich ein kleiner Leitfaden, und ich überlege jetzt schon öfters, ob dieses und jenes jetzt wirklich benötige.

kxaiaL-#xy

@ Gedankengeflechte

Natürlich möchte ich das gerne ändern, aber es ist nicht einfach.

Bei mir ist es beinahe so: ein wenig shopping ist schwieriger als gar kein shopping. Es ist tatsächlich eine sucht und man muss wirklich diszipliniert sein, um da raus zu kommen :)z

A8l/ice?_x_

Hallo Schneeball,

ich kenne das auch so ähnlich.

Ich verdiene etwas weniger als Du und habe auch "öfter" zu viel gekauft. Nicht so ausgeprägt wie Du oder Alice, aber dennoch für meinen Geschmack zu viel und unnütz.

Ich muss dazu sagen, ich war nie im Minus und konnte mir am Ende des Monats trotzdem einen Betrag zur Seite legen (Muss auch Miete zahlen, habe ein Auto, mit dem ich jeden Tag auf die Arbeit fahre, ...).

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Kurz zu meiner vergangenen Situation, in der ich einiges gekauft habe:

Ich bin ein Büchernarr. Ich habe fast jede Woche 1 Buch im Internet bestellt (je 10 € – hielt sich also in Grenzen).

Jeden Tag habe ich bei E**y kleine Artikel ersteigert (je ca. 1-3 € – hielt sich also auch in Grenzen)

Dann ging ich auf öfter in Restaurants und ins Kino (Kino wird auch immer teurer)

Bei bekannten Modeversandhäuser habe ich auch regelmäßig (ca. 1x im Monat) bestellt (aber selten über 150 €)

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Ca. 1 Jahr später bin ich umgezogen (eigene Wohnung) und habe da erst so richtig "realisiert", dass ich viel unnützes Zeug habe, das ich eigentlich nicht brauche.

Das war Schritt 1 – Bücher, die mir nicht so gut gefallen haben, wurden als Bücherpaket verkauft, die Sachen von E**y habe ich wieder als Auktion eingestellt, alte Klamotten wurden in die Altkleidersammlung gegeben, usw...

Sozusagen radikal ausgemistet und somit überschaubares Inventar geschaffen. Und jetzt muss ich sagen, mir fehlt nichts davon!

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Dann wurde mir klar, dass ich eigentlich kein Geld für Notfälle bereit habe. Ich habe ein Tagesgeldkonto eröffnet.

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Zur heutigen Situation:

-Bücher, die ich unbedingt möchte, wünsche ich mir nur noch zum Geburtstag oder Weihnachten.

-Bei E**y wird gar nichts mehr ersteigert

-Ich "gönne" mir 1x im Monat etwas (z.B. eine DVD), ansonsten wird nichts gekauft

-Pro Monat hebe ich mir 50 € Bargeld ab (manchmal reicht es, manchmal nicht) je nachdem, ob man sich mal mit Freunden in einer Bar trifft oder so

-Die ganzen Modeversandhäuser wurden in der Tab-Liste im Firefox entfernt (siehe Link) [[http://www.directupload.net/file/d/3520/z5i7tn6h_jpg.htm]]

So kommt man gar nicht in Versuchung, drauf zu klicken und sich zu denken: Och, mal gucken, was es so neues an Klamotten gibt.

Wenn ich was bestelle, dann nur etwas, dass ich wirklich brauche und auch nur das wird dann bestellt.

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Im Endeffekt komme ich gut klar, in kürzester Zeit habe ich auf dem Tagesgeldkonto ein gute Summe gespart und kann auch jeden Monat ca. +/- 500 € umbuchen.

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Manche mögen sagen, dass dieses 1x im Monat etwas gönnen, übertrieben ist, aber ich komme gut klar, wir gehen auch öfter Kaffeetrinken. Aber lieber gehe ich mit Kaffeetrinken und führe eine nette Unterhaltung, als dass ich mir davon ein Buch, einen neuen Schal oder einen Deko-Artikel für die Wohnung kaufe :-)

P.S. Das übrige Geld wird auch für den nächsten Urlaub in den USA gespart, vielleicht ist Urlaub auch noch ein Punkt, der dich zum sparen antreibt *:)

sBonicxa

Es ist schon ein bisschen ein Trost, dass ich mit dem Problem nicht alleine bin! Ich bin wild entschlossen dieses Jahr endlich mal ein bisschen mehr zu sparen und etwas auf die "hohe Kante" zu legen. Es gibt einem einfach ein besseres Gefühl wenn man weiß dass man etwas auf dem Sparkonto hat falls plötzliche Ausgaben kommen (muss ja nur mal das Auto kaputt gehen o.ä.). Oder wenn man weiß dass man sich den schönen Urlaub auch wirklich leisten kann ohne gleich in ein dickes Minus zu rutschen.

Ich habe mir nun vorgenommen die nächste Zeit vollkommen auf das Online-Shopping zu verzichten (brauche nämlich auch wirklich nichts - keine Klamotten, Schuhe, DVDs usw.). Ich denke mal das ist in meinem Fall besser so, denn ich neige wirklich dazu dann etwas zu übertreiben und gleich für mehrere hundert Euro Klamotten zu bestellen :-( Es ist dann wie ein Rausch...

Den Januar habe ich ja schon gut durchgehalten und darauf bin ich auch sehr stolz. Nun werde ich auch mehr daran denken bei den Lebensmitteln zu sparen: erst einmal das verbrauchen was ich alles da habe (bevor dies schlecht wird) und dann vermehrt günstigere Lebensmittel kaufen bzw. nur das kaufen was ich auch wirklich essen werde! Ich denke mal so spare ich auch viel Geld.

Es ist schon komisch, eigentlich verdiene ich ja wirklich nicht wenig und mit meinem Gehalt muss in einigen Fällen auch eine 4köpfige Familie durchgebracht werden, aber trotzdem habe ich das Gefühl einfach zu wenig Geld zu verdienen. Ich glaube es ist ein großer Schritt gewesen dass ich erkannt habe dass ich nicht zu wenig verdiene, sondern einfach zu verschwenderisch lebe!

S:chneepball86

@ schneeball

lustig, mir geht es ganz genauso, ich brauche nichts, aber sobald ich auch nur einmal in einen onlineshop schaue, kann ich mich nicht mehr zurückhalten und da sind dann meist gleich einige hunderter weg. Es ist tatsächlich wie ein Rausch, ich kenne das Gefühl ganz genau. meist hängen die Sachen dann sinnlos im Kleiderschrank rum....

*:)

Apli:ce_x_

@ Alice:

Ganz genau! Natürlich finde ich auch jetzt noch viele Sachen die mir gefallen (müssen ja nicht nur Klamotten sein) aber ich "zwinge" mich dann die Hände davon zu lassen. Einfach weil ich genau weiß dass ich es nicht brauche. Natürlich kann man sich ab und an mal was gönnen aber ich glaube momentan ist es für mich einfach besser mich erst einmal daran zu gewöhnen dass ich mein Geld nur für die wirklich wichtigen/benötigten Dinge ausgebe und mein "Kaufverhalten" wirklich ändere und nicht unnötig in Versuchung geführt werde.

S$chnee-ballx86

Was mich an dieser Stelle mal interessieren würde: wieviel spart ihr denn monatlich? Und wofür (Notgroschen, Urlaub, Wohnung/Haus o.ä.)?

Ich habe mir nun einen Dauerauftrag eingerichtet damit am Anfang des Monats direkt 300€ auf mein Sparkonto übergehen. Findet ihr meine monatl. "Sparrate" im Verhältnis zu meinem Nettogehalt (1700€) zu viel, zu wenig oder genau richtig?

S|c`hnee&ballx86

Ich habe knapp 2000 netto.

Ich spare etwa 600€ monatlich auf ein anderes Girokonto, wo ich ab und an rangehe fürs WE. Dazu kommen 150€ monatlich aufs Tagesgeldkonto, wo ich nicht rankomme.

Insgesamt spare ich monatlich ca 700-800€, da ich zwar an das andere Girokonto rangehe, umgekehrt beim Hauptkonto auch was übrig bleibt.

200€ gehen aufs gemeinsame Haushaltskonto, wovon Essen, Getränke, Putzmittel, Kosmetik für beide und andere Haushaltskosten abgehen (monatlich haben wir 330€ eingeplant, was übrig bleibt kommt in die Urlaubskasse).

lWej sa/ng kreaxl

Schneeball86, finde ich super diszipliniert! Statt 1700 netto nur noch 1400 zu haben, ist schon eine Einschränkung. Respekt, dass du das schaffst. Noch mehr halte ich für absolute Kasteiung. Darf man Fragen, welchen Anteil von deinem Nettogehalt deine Miete ausmacht und ob du allein wohnst und ein Auto hast?

Ich lebe momentan (Ausbildung) von 1200 netto und das auch nur dank Mama ;-) Und ich bin froh, wenn ich besondere Einnahmen wie Weihnachts- oder Geburtstagsgeld oder Steuererstattungen einigermaßen sicher auf das Sparkonto bringe. Hatte allein 2013 über 600 Euro Bücherkosten, dafür spare ich das zum Beispiel. Ansonsten beruhigt mich ein gewisses Guthaben auf Sparkonten sehr. Allein online den Kontostand anzusehen, tut schon gut. Da bekomme ich ein Glücksgefühl, das andere dann vielleicht eher beim Geldausgeben haben ;-)

Das heißt aber nicht, dass ich mir nicht auch was gönne. Gerade erst 40 Euro für einen Abend beim Mexikaner gelassen ;-D

Ich finde, eine gesunde Balance ist wichtig. Diese kaufsüchtige Shoppen um des Shoppens willen finde ich gefährlich und ist mir ziemlich unverständlich. Aber ist wohl gar nicht so einfach wieder abzulegen.

Die super Tipps haben meine Vorschreiber ja schon geschrieben. Ich würde auch zu absoluter Transparenz und vollständigem Aufschreiben raten, ansonsten "aus den Augen, aus dem Sinn".

SnandraP2006

Gespart wird für Urlaub und Zukunft sowie als Notgroschen.

lEe s7ang r6eTal

Ok, also wenn ich 2000 netto hätte, würde ich mich niemals freiwillig wieder in die finanzielle Situation begeben, die ich jetzt gerade habe. Von 2000 netto könnte ich wesentlich besser wohnen als jetzt. Von 1200 kann ich mir kein Auto leisten und muss mich auch sonst einschränken. Das wäre mir wesentlich zu viel.

Aber trotzdem Respekt und mit 2 Einkommen ist es sicherlich auch leichter (vor allem mit der Miete).

S|andral20x06

Ich habe da verschiedene Sachen, auf denen ich anspare.

Langfristig: Lebensversicherung, Zusatzrente (eben Altersvorsorge)

Mittelfristig: Bausparvertrag (für Wohnung, Haus oder Auto, jenachdem wie sich die Zukunft entwickelt)

Kurzfristig: Sparbücher (eins für Urlaub, eins für Auto, eins als Notgroschen)

In Summe gehen da pro Monat etwa 400€ drauf.

Sicherlich nicht die Masse (ich hab netto mehr raus als du) und sicherlich nicht maximal Gewinnbringend angelegt, aber das ist mir egal. Mir geht es darum, das ich an verschiedenen Stellen ausreichend Geld weglege um halbwegs für unvorhergesehenes abgesichert zu sein.

Gleichzeitig möchte ich aber auch noch genug Geld auf dem Konto behalten um neben den laufenden Kosten relativ sorgenfrei durch den Monat gehen zu können. Ich möchte also ohne nachzudenken mit Freunden essen gehen oder mir spontan ne CD kaufen. Außerdem habe ich ein recht kostspieliges Hobby, bei dem jeden Monat problemlos auch mal ein paar hundert Euro draufgehen können. ;-)

Mir persönlich ist also der Mittelweg zwischen "sich was gönnen" und "finanziell abgesichert sein" wichtig.

N2ordxi84

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