» »

Wann beginnt Venlafaxin zu wirken?

ckithalioprxahm


Am meisten wird nach aktuellen Metaanalysen Citalopram und Sertralin empfohlen. Venlafaxin gilt als etwas wirksamer mit eben deutlich mehr Nebenwirkungen.

Mir hilft Citalopram sehr gut gegen Angst, Depression, Panik, soziale Phobie und Zwangsgedanken. Antrieb ist auch etwas besser.

Paroxetin ist hingegen das problematischste SSRI.

FsromYHelxl


Hallo @ cithaloprahm:

Inwiefern ist Paroxetin das problematischste SSRI?

Wo liegen die Unterschiede zwischen Citalopram und Sertralin im Wirkungs-/Nebenwirkungsprofil?

c:ithaltoprahxm


Beim einschleichen hatte ich und mein Vater auch massive Unruhe, Panik Zustände, angst.

Es macht die stärksten Orgasmus Verzögerungen , ich bekam damit gar keinen mehr.

Es hat die geringste Halbwertszeit und man bekommt starke absetzprobleme bereits beim vergessen von 1 oder 2 Tabletten.

Es ist besonders schwer abzusetzen.

Ich hatte damit solche Panik dass ich es schnellstens wieder abgesetzt hab und meinem Vater ging es auch sehr schlecht damit. Und in Studien ergaben sich dieselben Ergebnisse.

F,romoHexll


@ cithaloprahm:

Danke. Nehme das Paroxetin jetzt schon 15 Tage nicht mehr. Denke das gröbste an Entzug dürfte vorbei sein. Hab das Paroxetin seit September 2004, also fast 10 Jahre, ununterbrochen eingenommen (jeweils 20 mg pro Tag).

Betreffend Sertralin vs. Citalopram: Welches ist das bessere SSRI? Welches wirkt stärker?

Zkwaqck4x4


Ich wollte und will einfach nur ein Medikament nehmen und nicht zwei SSRI und ein SSNRI. Das bringt doch nichts und schadet dem Körper unsäglich.

Das ist so nicht richtig. Wenn man mal annimmt, die Hypothese des gestörten Neurotransmitter-Gleichgewichts sei richtig: Woher weißt Du denn, dass Du nur ein Defizit eines Neurotransmitters hast? Außerdem kann die Einnahme zweier unterschiedlicher SSRIs durchaus sinnvoll sein, nämlich dann, wenn sich die positiven Wirkungen addieren, sich die unerwünschten NW aber unterscheiden und sich deswegen nicht kumulieren. Die Verordnung von AD-Kombis ist heute bewährter Stand der Technik und von Vorteil, weil man damit AD-Medikamente gewissermaßen maßschneidern kann (Ich selbst nehme eine 3er-Kombi und fühle mich gut eingestellt). Woher da ein "unsäglicher Schaden" resultieren soll, hast Du nicht erklärt.

Sertralin vs. Citalopram: Welches ist das bessere SSRI? Welches wirkt stärker?

Das ist die falsche Frage. Aus Studien bekommst Du nur ein statistisches Ergebnis. Die Frage, die Dich wirklich interessieren müßte, wäre: "Was ist das FÜR MICH beste AD?" Das kann Dir hier aber niemand beantworten. Das kannst Du nur ausprobieren. Bei mir zeigte Cipralex ungenügende Wirkung, Sertralin wäre super gewesen, wenn es mich nicht photosensibel gemacht hätte, so dass ich es absetzen mußte. Aber bei Dir kann das ganz anders sein.

Z`wa|ckx44


Zur Ausgangsfrage: Nach einer Daumenregel sinkt die Chance auf Besserung der Krankheitssymptome durch ein AD, wenn nicht nach 2 Wochen die Beschwerden um wenigstens 20% zurückgegangen sind.

czithalZoprxahm


Citalopram/(S)-Citalopram (cipralex) und sertralin gelten als super verträglich und wirken gegen die gleichen symptome.

Welches bei dir besser wirkt kann dir leider niemand vorhersagen. Sertralin lässt sich linear dosieren. Bei Citalopram ist bei 40 mg wegen Verlängerung der QTc Zeit Schluss. Sertralin belastet glaube ich die Leber etwas mehr, wirkt etwas schneller und etwas antriebssteigernder.

In der Fachliteratur gelten aber sowohl Citalopram als auch sertralin als mittel der 1. Wahl.

Und (S)-citalopram (cipralex) auch, da hat der dänische Hersteller Lundbeck mit einem chemischen trick sein patent verlängert und kassiert quasi für fast dasselbe Medikament den 6fachen preis. Durch nutzen von statistischen Effekten und verschweigen von negativen studienergebnissen hat man cipralex auch minimal mehr Wirksamkeit bescheinigen können. Die Industrie nutzt halt alle verfügbaren legalen Tricks.

FAromxHell


Hallo

@ Zack44:

Vielen Dank für dein umfangreiches Feedback. Ich habe von Sertralin schon viel Gutes, aber auch ebenso viel Schlechtes gehört (Nebenwirkungen). Cipralex hat bei mir übrigens auch nicht wirklich angeschlagen, allerdings war ich stets sehr niedrig dosiert (10 mg/Tag).

@ cithaloprahm:

Betreffend Escitalopram ist es wohl tatsächlich umstritten, sprich ob es überhaupt Vorteile gegenüber Citalopram hat. Wiki meint hierzu folgendes.

Eine Meta-Analyse von 2009 zeigte einen sehr geringfügigen, jedoch statistisch signifikanten Wirksamkeitsvorteil von Escitalopram gegenüber anderen SSRIs und SNRIs bei einem minimal geringeren Auftreten von Nebenwirkungen. Die Vorteile, vor allem die Kosten-Nutzen-Relation gegenüber Generika etablierter Medikamente gleicher Wirkstoffklasse, werden in mehreren Publikationen in Frage gestellt. Insbesondere konnte ein Wirkvorteil oder eine Verringerung von unerwünschten Wirkungen im Vergleich zu Citalopram nicht belegt werden.

PS: Wann ist der Entzug von Paroxetin geschafft? Hab die Substanz fast 10 Jahre lang täglich genommen (20 mg/Tag) und vor 16 Tagen von hier auf gleich auf 0 reduziert. Zeitgleich wurde das Venlafaxin eingeschlichen.

Gruss

Z+yanPkalxi


Also ich muss hier mal "aufschreien". Man kann niemand anderem ein AD empfehlen, was "am besten wirkt", da jeder anders auf Medikamente reagiert. Es ist wie mit dem Venlafaxin: Der eine kommt damit SUPER klar und die Symptome schwinden fast, der nächste kann wochenlang nur krabbeln und kriechen, weil es so mies wirkt.

Was über Paroxetin geschrieben wurde, trifft auch auf andere Medikamente zu, Citalopram und Cipralex wird immer so gern hochgelobt, ich nehme das Dreckszeug selbst und ich muss sagen, das macht mehr heftige Absetzsymptome als Paroxetin (das nehme ich auch). Hätte ich die Wahl, würde ich mit Cipralex NIE NIE NIE NIE NIE wieder anfangen, das ist m. E. eines der schlimmsten AD! Zumal du hier eingeschränkt bist, hinsichtlich der Dosissteigerung – wenn Du zu viel nimmst, kannst Du die QT-Zeit im EKG so verlängern, dass potentiell gefährliche Herzrhythmusstörungen möglich sind und wer will das schon?

@ Te:

Finde das AD, was zu DIR passt, nicht was A oder B oder C gut geholfen hat. Im schlimmsten Fall musst Du ausprobieren, da kommen viele nicht dran vorbei.

Gute Erfahrungen habe ich persönlich mit Fluoxetin gemacht, das kann bei Dir aber ganz anders aussehen. Insofern – halte Dich nur an Dein eigenes Empfinden!

cWitha2lo0prahm


Zyankali

Gegen welche Probleme nimmst du das AD denn?

Fluoxetin hat aufgrund seiner starken Wirkung auf Noradrenalin meine Unruhe und meine Ängste nur verstärkt. Gegen zwänge hilft es schon. Für Angst hat es auch keine Zulassung bekommen.

Generell kann man die Wirkungen und Nebenwirkungen schon begrenzt verallgemeinern. Die geringe Halbwertszeit von Paroxetin geht normalerweise auch mit verstärkten Problemen beim absetzen einher.

Wirkungen und Nebenwirkungen lassen sich i.d.R. mit der verschiedenen Bindungsaffinität an die Rezeptoren erklären.

Individuelle Nebenwirkungen sind natürlich möglich.

Mearku:s_FTennxer


Hallo

Ich nehme seit 11 Tagen Venlafaxin und zwar in folgenden Mengen:

Tag 1-3: 37,5 mg

Tage 3-6: 75 mg

Tage 6-9: 112,5 mg

Tage 10-12: 150 mg

Wer hat Dir denn das so verordnet ? Normal steigt man die Dosis langsam.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass da zu wenig oder gar nichts an Wirkung kommt. :-/ Mein Therapeut sagte mir vergangenen Dienstag, dass bei mir die Dosierung wohl im hohen Bereich angesetzt werden müsse.

Man sagt, eine Wirkung tritt nach ca. 6 Wochen ein.

F%roZmHe?ll


@ Markus_Fenner:

Mein Therapeut. Seit letzten Samstag spüre ich durchaus Wirkung, aber eben auch deutliche Nebenwirkungen.

@ cithaloprahm:

Fluoxetin hat aufgrund seiner starken Wirkung auf Noradrenalin meine Unruhe und meine Ängste nur verstärkt.

Dann musst du aber verdammt hohe Dosen von Fluoxetin eingenommen haben, denn der noradrenerge Effekt kommt erst bei hohen Dosierungen leicht zum tragen.

M^arkuso_.Fexnner


Die Nebenwirkungen sind zu Anfangs normal und sollten bald verschwinden.

R4icha[rd61


Fluoxetin hat aufgrund seiner starken Wirkung auf Noradrenalin

Fluoxetin (Prozac) ist ein SSRI und wirkt nur auf Serotonin , nur in sehr hohen Dosen wirkt es Noradrenerg.

Venlafaxin ist ein SNRI und wirkt auch auf Noradrenalin ab 120 mg täglich.

Ich nehme das schon 5 Jahre und Noradrenalinanhebende Medikamente wirken auf Ängste und Depressionen bei mir als einzig wirksames Mittel.

In dieser langen Zeit habe ich alle durchprobiert SSRI SNRI und DNRI.

Nur SNRI wirken spürbar auf Noradrenalin. Serotonin oder Dopamin spielen bei mir keine Rolle, da es mit entsprechenden Mitteln SSRI und DNRI keinerlei Besserung gab.

ZAyankakli


Cita: Ich nehme die Medikamente gegen eine Angst und Panikstörung, bei mir hatte Fluoxetin (20 mg) die beste Wirkung, als ich es zum ersten Mal genommen habe, ich konnte es nach einem Jahr von jetzt auf gleich absetzen.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH