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Mal eine Frage zu "Freundschaft plus"

JDan7x4 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

mir fehlt da die eigene Erfahrung, aber man hört ja so einiges darüber, z.T. auch direkt von Bekanten..

aber ich find das sehr schwer vorstellbar. Ist es nicht völlig absurd, jemanden immer so sehr zu mögen, dass man ihn gerne trifft, seine Zeit mit ihm verbringt, dies auch nackt und sexuell, und trotzdem keine so intensive emotionale Bindung aufbaut, das man völlig eifersuchtsfrei bleibt, wenn die Person dasselbe noch mit jemand anderem hat, also, zusammengefasst, trotz gerne-treffen und auch körperlicher Nähe dennoch da eigentlich "nix ist"?

Während ich das schreibe kommt mir noch ein Gedanke.. ob es nicht eigentlich ein ziemliches Armutszeugnis ist. Eine Gesellschaft voller einsamer Individuen, die sich aber alle nicht trauen, sich wirklich zu binden, und der andere keine geliebte, vertraute Person ist, sondern lediglich ausgenutzt wird, zum Zeitvertreib und für körperliche Nähe, aber die Person an sich egal bleibt? Möglichst ungebunden und unverbindlich bleiben, gewisse Bedürfnisse aber trotzdem irgendwie ausleben, aber es bleibt bei lauter einzelnen Insel-Individuen ohne echte Bindungen? Gruselig.

Ich find das auch überhaupt nicht erstrebenswert. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, jemanden immerhin so gern zu haben, dass ich den ganzen Abend+Nacht mit ihm verbringe, inkl Essen gehen, Fernsehen und Sex, und trotzdem ihn mir so egal sein zu lassen dass all das gar keine Bedeutung hat und es mir völlig egal wäre wenn er es an den "freien Tagen" genauso auch mit anderen Leuten tut. Kopfschüttel.

Tjo, was meint ihr denn so?

Antworten
TRhYexexn


Ich finde das ganz und gar nicht absurd. Man verbringt ja auch mit anderen Freunden viel Zeit fährt mit Ihnen in den Urlaub usw. ohne sich emotional extremst zu binden. Hier kommt halt noch Sex dazu.

Für die einen ist Sex das intimste einer Beziehung, was man nur mit dem Partner teilen möchte und für andere ist es eine reine körperliche Befriedigung. Wenn man sich in einer Freundschaft gut versteht und auch noch körperlich attraktiv findet, dann spricht doch nichts gegen Freundschaft plus, solange beide mit den Bedingungen einverstanden sind.

Die einen haben dann noch Sex mit anderen... die anderen nicht. Hängt immer von den beteiligten Personen ab.

Eine Gesellschaft voller einsamer Individuen, die sich aber alle nicht trauen, sich wirklich zu binden, und der andere keine geliebte, vertraute Person ist, sondern lediglich ausgenutzt wird, zum Zeitvertreib und für körperliche Nähe, aber die Person an sich egal bleibt? Möglichst ungebunden und unverbindlich bleiben, gewisse Bedürfnisse aber trotzdem irgendwie ausleben, aber es bleibt bei lauter einzelnen Insel-Individuen ohne echte Bindungen? Gruselig.

So ein Unfug. Für dich mag Sex vielleicht immer Liebe und Beziehung bedeuten, aber du solltest auch akzeptieren, dass es da auch eine andere Sichtweise gibt: Nämlich die der reinen körperlichen Befriedigung.

Warum sollte mir meine Beziehung plus egal sein. Immerhin versteht man sich doch gut und findet sich körperlich anziehend. Das ist für mich schon mal weit weg von "egal".

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, jemanden immerhin so gern zu haben, dass ich den ganzen Abend+Nacht mit ihm verbringe, inkl Essen gehen, Fernsehen und Sex, und trotzdem ihn mir so egal sein zu lassen dass all das gar keine Bedeutung hat

So muss es ja auch nicht immer laufen bzw läuft es ganz selten. Man trifft sich. Hat Sex und verschwindet wieder. Diese Übernachtungsgeschichten passieren ja meist nur, wenn man sich echt gut versteht.

Aber ich verstehe dein Problem ehrlich gesagt nicht. Das Ganze ist nix für dich. Du hast darauf kein Bock, also lass es.

Das aber als gruselig zu bewerten und als Armutszeugnis hinzustellen finde ich dann aber schon übertrieben.

Jeder soll doch so leben können wie er will... wenn er/sie jede Woche mit jemand anderem schlafen will ist das doch super... und wenn jemand nur auf feste Bindungen steht... dann auch.

Vielleicht solltest du mal ein bisschen toleranter sein.

RoajHMer%chxant


Jan,

zu "Freundschaft plus" mag man stehen, wie man will. Vermutlich ist es vertrauter und intimer, als sich jeden Freitagabend ein Random-Babe aus dem Club mit heimzunehmen. Vielleicht ist das auch ein Grund, aus dem ich mich schwertue, sowas in einer Beziehung zu praktizieren, selbst, wenn sie offen ist.

Was mir aber sauer aufstößt, sind deine impliziten Unterstellungen:

ob es nicht eigentlich ein ziemliches Armutszeugnis ist. Eine Gesellschaft voller einsamer Individuen, die sich aber alle nicht trauen, sich wirklich zu binden, und der andere keine geliebte, vertraute Person ist, sondern lediglich ausgenutzt wird, zum Zeitvertreib und für körperliche Nähe, aber die Person an sich egal bleibt?

Davon, wer da einsam ist oder nicht, hast du doch gar keine Ahnung. Ob da jemand ausgenutzt wird, weißt du auch nicht. Das sind alles Denkschubladen für Leute, die, Entschuldigung, das Konzept nicht verstehen, aber alle drei Monate "Gefühle" für Hans und Franz (oder Hanna und Franziska) entdecken, gestehen müssen und dann monatelang darauf warten, dafür auch ficken zu dürfen. Nee. Mit etwas Pragmatismus auf beiden Seiten ist da durchaus Win-Win drin. "Sich nicht trauen" ist eine haltlose Unterstellung. "Nicht vertraut" ist gerade unter dem Freundschaft-Plus-Aspekt reiner Bullshit.

Möchtest du das vielleicht nochmal gegen den Zufalls-ONS in Relation setzen, den Kopf solange schütteln, bis sich da die Kriterien geradegeruckelt haben und dann die Frage nochmal neu formulieren?

Love ya too.

rm

Hyorr%orvxibe


Man könnte dem genauso gut gegenüberstellen, dass man auch in einer Beziehung einsam sein kann (ob nun grundsätzlich schlechtlaufend oder nur phasenweise sei mal dahin gestellt), ist das auch ein Armustzeugnis?

Auch ist das Thema Liebe, weit aus mehr, als das was die meisten vor Augen haben. Lieben tue ich nicht nur meinen Partner, wenn ich ihn denn an meiner Seite habe. Sondern auch meine Familie. Oder auch Freunde, die mir viel Wert sind, genauso gut kann es die Freundschaft+ sein, der man eine gewisse Liebe entgegenbringt, aber dass Liebe immer seine feste Rahmenbedingungen hat, stimmt so auch ganz und gar nicht.

Ein Armustzeugnis wäre es, wenn Mann/Frau nur noch darauf ist, einen ONS nach dem anderen nach Hause zu nehmen und sonst keinen Sinn mehr darin sieht, Beziehungen (egal welcher Art) zu führen. Aber dem ist ja bei Freundschaft+ ja nicht so, das sagt ja schon der Begriff "Freundschaft" aus.

Das Leben und die Menschen haben mehr als nur zwei Seiten.....

~JTraum2krist8alxl~


Hey Jan74!

Ich bin doch sehr verwirrt über Deinen Beitrag.

Wer hat denn so lockere Sex-Bekanntschaften ohne Emotionen?

Für mich wär das keine Option. Wie will man denn eine Freundschaft haben und dann gleichzeitig keine wahren Emotionen, das widerspricht sich doch an sich. ":/

Wenn eine Freundschaft besteht, rückt sie doch durch den Sex auf eine andere Ebene.

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie so eine Nicht-Beziehung aussehen soll.

Entweder man hat einen One Night Stand oder führt eine wahre Freundschaft ohne Sex.

Oder eine Partnerschaft, in der es Sex und Freundschaft gibt, aber nicht mit wechselnden Partnern.

Kann in meinem Bekanntenkreis glücklicherweise keine solchen Tendenzen entdecken, daß sich die Leute nicht binden wollen und Sex ohne tiefere Emotionen mit austauschbaren Sexualpartnern haben. Das fände ich egoistisch und verantwortungslos.

Das wäre eine Welt, die für mich zu kalt und oberflächlich wäre.

Ausnahme:Beide wollen eine derart unverbindliche Beziehung führen, eine Art gegenseitiges Ausnutzen. Leider gibt es dann oft doch einen Part, der mehr empfindet, als der andere und es kommt zu Enttäuschungen.

Ich bin da dann doch ganz konservativ und hoffnungslos romantisch und verbinde Sex mit tieferen Emotionen und Treue.

JbanE74


Hm, ich sag doch gar nix, ich stell ja nur ne Frage.. und wie ich das so empfinde. Natürlich können andere Leute das anders sehen (wenn ich davon nicht ausgehen würde, würds ja gar keinen Sinn machen, das hier zu posten).

Ich kann mir einfach beim besten Willen nicht vorstellen, jemanden so sehr zu mögen dass ich sowohl befreundet bin als auch Sex mit der Person hab, und es mir trotzdem egal sein zu lassen, was sie sonst noch so treibt. Vielleicht ist es auch umgekehrt, vielleicht muss ich jemanden so mögen, bevor ich Interesse an Sex mit der Person hab.

Bei den mir bekannten Personen, die sowas haben, und auch bei den wenigen Anflügen die ich mal in diese Richtung hatte, kommt es mir in der Tat so vor, dass es,wie Traumkristall es erwähnt, ein "gegenseitiges Ausnutzen" ist. Es schwingt ein düsteres Gefühl mit, eine seelische Kälte das es mir gruselt. Und bei meinen eigenen Erfahrungen nicht weniger. Ein ganz schaler Beigeschmack.

ecxpe}c|tatxion


Ich kann mir einfach beim besten Willen nicht vorstellen, jemanden so sehr zu mögen dass ich sowohl befreundet bin als auch Sex mit der Person hab, und es mir trotzdem egal sein zu lassen, was sie sonst noch so treibt. Vielleicht ist es auch umgekehrt, vielleicht muss ich jemanden so mögen, bevor ich Interesse an Sex mit der Person hab.

Ich könnte das gar nicht - und eigentlich hätte ich gar nichts dagegen. Aber ich kann einfach nicht. Und hab eigentlich, weil mir dieses "Beziehungsmodell" in letzter Zeit häufiger begegnet, schon gedacht, nur ich wäre unfähig zur Unverbindlichkeit. Und dass Männer (jaja, Klischeekiste auf, ich weiß) das absolut spielend hinbekommen.

Irgendwie bin ich jetzt erleichtert, dass ich mich wohl doch getäuscht hab.

RyajMerclhant


es mir trotzdem egal sein zu lassen, was sie sonst noch so treibt

Das ist drastisch ausgedrückt. Von "egal" redet ja niemand. Man kann sich für oder mit dem anderen freuen. Man kann es ihm gönnen. Man kann ihn beglückwünschen. Man kann sich dadurch bestätigt fühlen, dass ganz viele andere das wollen, was man hat. Oder man kann sich verunsichern lassen und in die Schmollecke abhauen. Die Wahrheit liegt oft irgendwo dazwischen. Muss jeder mit sich ausmachen. "Für mich ist das nix" finde ich völlig legitim. "Wer sowas macht, ist doch gestört" finde ich unverschämt.

T4hexexn


Hm, ich sag doch gar nix, ich stell ja nur ne Frage.. und wie ich das so empfinde. Natürlich können andere Leute das anders sehen (wenn ich davon nicht ausgehen würde, würds ja gar keinen Sinn machen, das hier zu posten).

Falsch. Du stellst zwar Fragen aber gleichzeitig stellst du alle anderen Sichtweisen als gruselig usw. dar. Wenn du keine Fragen stellen kannst ohne gleichzeitig negativ zu werten, dann solltest du das gefälligst lassen.

und es mir trotzdem egal sein zu lassen, was sie sonst noch so treibt. Vielleicht ist es auch umgekehrt, vielleicht muss ich jemanden so mögen, bevor ich Interesse an Sex mit der Person hab.

Ach ja? Dann interessierst du dich also nur für Personen mit denen du Sex hast? Deine sonstigen Freunde sind dir also "egal" ? Sexfreunde sind ja meist auch gute Bekannte mit denen man sich auch sonst versteht.

Nochmal: Man(n) muss ganz sicher keine tiefen Emotionen für eine Person haben, um mit ihr schlafen zu wollen. Zumindest gilt das für geschätzt 95% der Männer.

Es schwingt ein düsteres Gefühl mit, eine seelische Kälte das es mir gruselt. Und bei meinen eigenen Erfahrungen nicht weniger. Ein ganz schaler Beigeschmack.

Wenn DU damit nicht klar kommst, dann ist das so. Für Menschen die Liebe und Sex trennen können ist das nichts anderes als die Befriedigung körperlicher Gelüste.

Das ist so als würde man mit einer Frau gemeinsam Sport machen und sich danach besser fühlen.

Das hat absolut nix mit ausnutzen oder seelischer Kälte zu tun.

Vielleicht solltest du nicht von jeder Frau die mit dir schläft erwarten dass sie seine Beziehung mit dir eingeht.

Man klärt vorher was man zu erwarten hat und was nicht

fHlat4whixte


Das was mich an der Sache 'Freundschaft plus' interessiert ist vielmehr: Was ist denn dann noch der UNterschied zwischen Freundschaft plus und Beziehung?

Wer mir jetzt mit verliebtsein kommt schaller ich imaginär eine, denn Verliebtheit hört auch nach 2 Jahren auf.

In meinen Augen besteht da nur einer : Bequemlichkeit und Angst, sich zu binden. Man will alle Vorteile genießen (Sex,Nähe,Freundschaft) aber keine Verantwortung übernehmen wollen und denjenigen zu jeder Zeit austauschen können....oder?

Ich bin glücklich, wenn mir jemand was anderes sagt, und bin gespannt, was ihr dazu meint.

fvla twhiDte


Oder vielleicht noch anders gefragt

Wann geht ihr eine Beziehung ein, und wann nicht?

Wenn man sich mit einer Person so super versteht, dass man fest befreundet ist, viel Zeit miteinander teilt, und sich so attraktiv findet, dass man auch regelmäßig Sex hat...

Denn ich verstehe das Modell nicht. Der Unterschied ist mir schon länger schleierhaft und erscheint mir ein bißchen so ' es könnt ja noch was besseres kommen...'

f=laRtwNhite


verbesserung : 'einfach eintauschen' ohne schlechtes gewissen und ohne trara, denn eine freundschaftsbeziehung die nicht öffentlich eine Beziehung ist lässt sich einfacher wieder lösen als eine Beziehung zu der man sich bekennt hat. oder?

ich wäre echt superfroh, wenn mir hier jemand unterschiede nennen könnte.umso konkreter umso besser.

RtajMter4chanxt


flatwhite

Die Grenze, die du suchst, gibt es nicht. Zumindet ist sie nicht anhand äußerer Kriterien determinierbar. Sorry about. Da fließt viel, und ob und wann man es verfestigt, hängt an den Beteiligten.

Tsexasx79


Was ist denn dann noch der Unterschied zwischen Freundschaft plus und Beziehung?

Für mich ist der grosse Unterschied, dass ich mit einem Partner mein Leben/Alltag teilen möchte, gemeinsame Zukunftsvorstellungen haben. Beim Freund+ teile ich meinen Alltag nicht, und die Zukunftsvorstellung muss nicht unbedingt passen.

Mein bester Freund, der auch mal kurzzeitig Freund+ war, wollte schon immer Kinder, ich absolut nicht, also wäre eine Beziehung nie gut gegangen, bei etlichen Dingen passen wir zwar als Kollegen zusammen, da wir nicht direkt im Alltag damit konfrontiert sind, aber als Partner würde ich es nicht aushalten.

Als Freund ist mir sein Kinderwunsch oder sein Nähebedürfnis in einer Partnerschaft ziemlich egal, es betrifft mich nicht als Freundin, als Partnerin hätte ich ein grosses Problem damit.

Aber trotzdem sprach nichts gegen tollen Sex und Freundschaft+ hat für mich auch nichts mit Bindungsangst zu tun.

f/latwh}ite


Okay, das habe ich mir auch schon gedacht: Dass es die Vorstellung von der Zukunft ist, die nicht passt. Aber wenn man jemanden kennenlernt dauert es ja meist gar nicht soo lange bis man zusammen kommt und schaut erst, wenn man dan zusammen ist, obs auch in Zukunft klappen könnte. Man redet ja eher nicht gleich zu Beginn einer Beziehung über die weitere Zukunft.

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