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Mal eine Frage zu "Freundschaft plus"

L)ovSHuxs


Die Fragestellung ist nicht das Problem, die Unterstellungen sind's

Es sind die Antworten auf die Fragestellung, die einen Einfluss darauf haben, ob sich die Unterstellungen verfestigen oder lockern :-) . Gefühle ändern sich ja nicht dadurch, dass man sich sagen lässt, dass man diese so aber nicht haben darf ;-) .

Zur Fragestellung: Das Gute an Freundschaft+ ist, dass zur Freundschaft eine Dimension hinzukommt und möglich wird, die davor vielleicht ein Tabu war. Das Schlechte an Freundschaft+ ist, dass man sich nicht mehr sicher sein kann, ob ein guter Freund vielleicht denkt, ob da vielleicht was geht und man will nicht denken, dass der Freund sowas denkt und dann entsteht Befangenheit.

Es ist wie bei einem Messer: Das Gute ist, dass es schneidet. Das Schlecht ist auch, dass es schneidet. ;-D

Selbst wenn Freundschaft+ ein Weg ist, einer Beziehungsangst auszuweichen, ist das kein Mangel. Ich vermute, dass ein Mensch mit Beziehungsangst und erfüllendem Sexleben immer noch besser dran ist, als ein Mensch mit Beziehungsangst und ohne Sexleben (als wäre das eine gerechte "Strafe" :=o ).

Noch ein Gedanke: Wenn sich in einer Freundschaft einer in den anderen verliebt, diese Liebe aber nicht erwidert wird, ist das schmerzhaft. Ich kann mir vorstellen, dass dieser Schmerz nochmal um einiges grausamer ist, wenn es sich bereits um eine Freundschaft+ gehandelt hat. Ich weiß von drei Freundinnen, die gerne mehr von mir gehabt hätten. War so schon schwierig genug, damit klar zu kommen (für diese Freundinnen sowieso, nehme ich an, aber auch für mich). Mein bester Freund hat mir geraten, diese Chancen zur Sammlung von Erfahrungen zu nutzen, auch wenn ich jetzt nicht unbedingt die Gefühle erwiderte. Habe ich nicht getan. Nicht aus Ehrenhaftigkeit, sondern weil ich ganz gewiss und sicher nicht wollte. Selbst der Versuch, es mir vorzustellen hat mich abgestoßen. Hab ich den besagten Freundinnen natürlich so nicht gesagt. Aber dass ich nicht will und mehr als Freundschaft (ohne Plus) nicht drin ist, haben sie trotzdem irgendwann kapiert. Von Freundschaft ist dann leider nicht viel übriggeblieben. Ist dann halt schwierig, miteinander locker umzugehen.

O ranYgeCjanyxon


Es sind die Antworten auf die Fragestellung, die einen Einfluss darauf haben, ob sich die Unterstellungen verfestigen oder lockern :-)

Ich gehe mal davon aus, dass wenn ich eine Frage stelle (die im Übrigen bereits in einigen Punkten negativ wertend war), mir auch eine Antwort darauf erhoffe. Dass diese Antwort nicht zwingend mit der Einstellung/Wertvorstellungen des Fragenden ident sein muss, liegt in der Natur der Sache. Mit Antworten aber nicht neutral umgehen zu können/sie nicht nachvollziehen oder akzeptieren können und Andere dann abzuwerten, weil es nicht der eigenen Vorstellung entspricht..... man ergänze das Ende, wie es einem passt :)

m#nexf


@ mnef

Die Fragestellung ist nicht das Problem, die Unterstellungen sind's ;-)

Auch das ändert nichts daran, dass die Antworten von min. 2 Nutzern hier in einem unangemessenen Tonfall gehalten sind. Selbst wenn Jan im Eingangsbeitrag losgewettert hätte (was ich nicht so empfinde), müsste man nicht nochmal eine Spur zulegen und gegenwettern. Warum der Tonfall so ausfällt, kann ich mir denken. Im Gesamt bild wirkts auf mich so – und das musst du wohl oder übel mir überlassen – dass sich da ein paar Herrschaften angepieselt fühlen und nun mal richtig vom Leder ziehen müssen. Nach solchen Rügen dann anderen zu mehr Toleranz zu raten ist aber fast schon wieder humorvoll ;-D

LHovH_uxs


OrangeCanyon

Mit Antworten aber nicht neutral umgehen zu können/sie nicht nachvollziehen oder akzeptieren können und Andere dann abzuwerten, weil es nicht der eigenen Vorstellung entspricht...

lass mich raten: das entspricht nicht deinen Einstellungen/Wertvorstellungen? :=o ;-D

Viel Erfolg beim Training des neutralen Umgangs mit Antworten, auf solche Beiträge o:) :)* .

J_an7x4


(Danke)

Ich unterstell gar nix (das ist eine Unterstellung ;-) ), ich sag nur, das ich das nicht verstehen kann, ich das, was sich für mich daraus an psychologischen Strukturen ergibt, gruselig finde, und ich mich wundere.. aber doch nicht, das ich damit zwangsläufig recht hab und meine, alle Leute beurteilen zu können.

Das was sich für mich daraus als logisches Fazit ergibt ist zumindest, dass Leute, die meinen, sowas funktioniert, da komplett anders ticken als ich. Aber das soll ja durchaus vorkommen.

Und ansonsten sehe ich es bei einigen Leuten, die ich kenne, und da ist es fast ausnahmslos so, das es entweder Selbstbetrug ist, oder in der Tat dahinter Strukturen stehen, wo es mir wirklich gruselt (wie geschrieben – seelische Kälte, Egoismus, einander nur ausnutzen).

Dxie ASehecrixn


Über DIESE Leute sagt diese Konstellation recht wenig aus, aber diese Aussage sehr viel über dich. Nämlich, dass du dein Gedankengut/Wertevorstellungen auf andere projizierst und andere Meinungen nicht akzeptierst/akzeptieren kannst ohne ihnen einen negativen Stempel aufzudrücken.

ich muss jetzt auch mal Jan verteidigen! ich habe nämlich den eindruck – auch wenn er es nicht sozialpsychologisch-kommunikations-gerecht formuliert – dass er es zwar akzeptiert, aber zusätzlich verstehen möchte!

selber geht es mir nämlich ähnlich, dass mir persönlich diese kategorie "freundschaft+" etwas suspekt erscheint – aber ich fange durch diesen faden an sie zu verstehen :)z

c>hucghi


meine freundschaft+ hat sich ein wenig in umgekehrter richtung entwickelt. soll heißen: eigentlich sollte es ein ons werden, daraus wurde ein many nights stand und daraus hat sich eine gute freundschaft entwickelt. wir schlafen schon lange miteinander und ich für mich kann es so begründen, dass es eine freunschaft+ und nicht mehr ist:

ich mag ihn sehr. er ist mir wirklich wichtig als mensch. ich vertraue ihm zutiefst. ich möchte ihn in meinem leben nicht mehr missen. und aufgrund des tiefen vertrauens hab ich wahnsinnssex mit ihm, den ich zurzeit auch nicht missen möchte. ABER: eine beziehung zwischen uns würde niemals gutgehen. wir sind zu verschieden, wir gehen die dinge zu verschieden an, unsere lebenweisen unterscheiden sich zu sehr voneinander, wir denken über wichtige dinge verschieden und haben beide mentalitäten, die uns eine beziehung echt mehr als nur schwer machen würden.

allerdings begünstigt eine freundschaft+ in unserem fall, dass wir diese eigenarten des anderen kennen, auch aus persönlicher erfahrung miteinander, aber die tatsache, dass wir keinen alltag teilen und keine gemeinsame zukunft miteinander planen, diese unterschiede beinahe marginal sein lassen.

eifersucht gibt es trotz allem zwischen uns. hat aber denke ich eher damit zu tun, dass man sich nicht vorstellen möchte, dass der jeweils andere vielleicht so guten sex mit anderen hat, wie man ihn gemeinsam hat (wenn das auch glaub ich schwer vorstellbar ist).

und ja, ich bin mir sicher, wenn einer von uns beiden das ganze mal beendet, wird da schon eine lücke bei dem zurückgebliebenen sein. aber so ist es halt nun mal. tut dem ganzen keinen abbruch.

und nein, da ist absolut keine gefühlskälte und kein ausnutzen vorhanden. wir haben uns beide echt gern und verbringen auch gerne zeit miteinander. wie freunde das halt auch tun. nur vielleicht etwas anders. ;-)

D2ie SFeherxin


eifersucht gibt es trotz allem zwischen uns. hat aber denke ich eher damit zu tun, dass man sich nicht vorstellen möchte, dass der jeweils andere vielleicht so guten sex mit anderen hat, wie man ihn gemeinsam hat (wenn das auch glaub ich schwer vorstellbar ist).

hast du das gefühl, dass eure freundschaft überlebt, wenn mal einer von euch beiden den menschen für eine beziehung findet?

c5hujchi


hast du das gefühl, dass eure freundschaft überlebt, wenn mal einer von euch beiden den menschen für eine beziehung findet?

ich hoffe es. ich kann mir schon vorstellen, dass wir eventuell erst mal ein wenig auf distanz gehen würden, einfach um eine emotional andere schiene (reine freundschaft) überhaupt erreichen zu können. aber wenn wir uns nicht völlig dämlich anstellen, denke ich schon, dass es möglich ist. :)z

J#anx74


ich kann mir schon vorstellen, dass wir eventuell erst mal ein wenig auf distanz gehen würden, einfach um eine emotional andere schiene (reine freundschaft) überhaupt erreichen zu können.

Das erscheint mir aber durchaus wie ein Indiz für etwas, was ich auch bei einer Bekannten feststelle: dass man das ganze zwar offiziell "Freundschaft+" nennt, es aber in Wirklichkeit darüber hinaus geht und durchaus eine enge Bindung vorhanden ist, vielleicht nicht so eng wie bei einem "richtigen Paar", aber "so ein bisschen zusammen" halt schon. Bei denen, wie auch bei Dir, mit den Komponenten "Eifersucht" und "vermissen wenns vorbei wäre". Was für mich dann schon ein klares Zeichen ist dass es im Grunde keine F+ mehr ist (auch wenn man sich das gerne einreden möchte).

L*ovFHus


Was für mich dann schon ein klares Zeichen ist dass es im Grunde keine F+ mehr ist

Aber wir waren uns, meine ich, schon einig, dass es sowieso nicht auf die Schubladen/Kategorien ankommt, was wo einzusortieren wäre. Bei chuchi ist es so, wie sie es beschrieben hat. Und bei deiner Bekannten, Jan, ist es offenbar ähnlich. Wir könnten ja versuchen, mit Freundschaft++ oder Partnerschaft- zu etikettieren, aber interessant ist vor allem, wie es so laufen kann :-) .

P\rimaedonnaGzirxl


Ich wollte ja schon wild drauf los tippen, aber Thexen und Raj haben alles gesagt, was ich ausdrücken wollte. Auf diese unterschwelligen Wertungen gehe ich nicht mehr ein, dazu wurde genug gesagt.

Was sich mir nicht erschliesst, ist, wie man überhaupt nicht verstehen kann, warum Menschen Freundschaften+ führen können.

Ich hatte mehrere davon, teilweise auch parallel.

Dennoch kann ich mich davon lösen und verstehe total dass es Menschen gibt, die Sex nur innerhalb einer Beziehung mit all den dazugehörenden Gefühlen haben können. Finde ich ok. Mir käme nie in den Sinn, sie als verklemmt oder langweilig oder oder oder zu beschreiben.

Keine Ahnung, was an Freundschaft+ nicht zu verstehen ist… Ich habe es sehr genossen und bin mit den Herren bis heute befreundet oder in gutem Kontakt (trotz weiter Entfernungen, alle haben zu Ende studiert und sind im ganzen Land verstreut).

jhust_looxking?


Wenn man sich jedoch mit der Person keine Beziehung vorstellen kann, dann ist es trotzdem nicht anders als eine Freundschaft+. Man könnte es noch Affaire nennen, aber die ist für mich einfach sexorientierter.

Wenn er mir nicht fehlt, wenn er nicht da ist, dann hab ich auch wenig Motivation, die besagten Dinge mit ihm zu tun (und erst recht nicht, wenn er diese Dinge noch mit wem anders tut). Dann haben die für mich wenig Wert. Das mag ich nicht zusammenbringen.

Naja, wenn dich dann das Bedürfnis überkommt wirst du wohl zur eigenen Hand greifen. Das kann man eben umgehen indem man eine Freundschaft+ hat. Der große Unterschied zu ONS ist dabei eben, dass man sich doch vertraut und weiß was der andere mag/nicht mag/... So sind zB manche Spielarten in einer Freundschaft+ (oder von mir aus auch in einer Affaire) möglich die bei einem ONS zu gefährlich sind. (Fesseln,...)

Worin unterscheide ich eine Affaire von einer Freundschaft+?

Bei Freundschaft+ ist zu Beginn mehr Information und gemeinsame Geschichte vorhanden. Man kennt sich schon bevor man ins Bett geht. Wobei mMn eine Affaire auch irgendwann zu einer Freundschaft+ werden kann, wenn denn eine gemeinsame Basis vorhanden ist.

Das hat sowas von.. hmm, der anderee ist ein "oberflächlicher Konsumartikel". Man kann sich, ganz nett, mal den Abend damit versüssen, aber tiefer geht es irgendwie nicht.

Warum denn nicht den Abend versüßen? Soll ich lieber mit dem vor Angst zitternden Stab im Bett liegen? Da ist körperliche Nähe doch viel schöner.

Das ist aber nicht die Art Beziehung, die mich anspricht, und ich kanns auch nicht wirklich bei anderen nachvollziehen (bzw frage mich dann, was sagt das über diese Leute aus?).

Über die Leute sagt das gar nix aus... es sagt nur, dass sie sexuelle Erfüllung außerhalb einer Beziehung suchen. Denn eine Freundschaft+ ist eine Freundschaft aber keine Beziehung.

Ich bin persönlich der Meinung dass Sex in einer Freundschaft nichts zu suchen hat – die "Gefahr" dass eine Person sich plötzlich verliebt und was Festes will und bei Nicht-erwiedern die Freundschaft in die Brüche geht ist mir einfach zu groß. Und warum "unnötig" eine gute Freundschaft aufs Spiel setzen? Für eine Affäre oder einen ONS findet man immer jemanden z.B. in Clubs – gute Freunde aber nicht. Dann doch lieber ein ONS mit jemandem den ich nur flüchtig kenne (hatte zwar noch nie einen, aber damit könnte ich eher leben als mit Freundschaft +) und der sowieso wieder aus meinem Leben verschwindet.

Schneeball86

Naja... ich kann mich theoretisch auch in meinen Arbeitskollegen oder sonst jemanden verlieben. Oder in einen Freund, auch wenn ich keinen Sex mit ihm habe. Und wie gesagt, ein ONS ist ein reines "Salamiversteckspiel" ohne persönliche Note. Bei Wiederholungsvorstellungen ist das anders ;-)

JOanx74


Irgendwie betont ihr alle eher den sexuellen Aspekt. Der ist mir gar nicht so wichtig. Sowas wie eine simple Affäre kann ich mir schon gut vorstellen und nachvollziehen und auch selber in Betracht ziehen, das ist kein Problem.

Die Gründe liegen sicherlich in einem selber (also z.B. in mir, und in euch); wenn ich jemanden MAG, dann will ich einfach nichts mit der Person, was so sehr in die Sex-Richtung geht; dazu ist er mir "zu schade", ich finde intensive seelische Bindungen viel interessanter und wertvoller. Von daher wäre das dann halt "nur" eine Freundschaft; wenn sich daraus dann auch was erotisches entwickelt, hätte das eine Enge und Intensität, die ganz bestimmt nicht damit vereinbar wäre, dass man auch noch andere Leute parallel hat (zumindest nicht ohne Eifersucht) und ist dann schnell schon viel mehr als eine F+.

Also, so geht MIR das *beton, von daher einfach nicht gut nachvollziehbar.

Ich denke, für eine "erfolgreiche F+" muss man ein Mensch sein, der eher für sich alleine lebt und gut klarkommt und gar nicht so sehr das Bedürfnis nach engen Bindungen hat (was auf mich aber halt nicht zutrifft).

@ PrimadonnaGirl

Bist Du dann also auch der Meinung, das "gefälligst" ein im Forum angemessener "Umgangston" ist? ]:D

P4rim.adonnaUGixrl


Ich denke, für eine "erfolgreiche F+" muss man ein Mensch sein, der eher für sich alleine lebt und gut klarkommt und gar nicht so sehr das Bedürfnis nach engen Bindungen hat (was auf mich aber halt nicht zutrifft).

Ich bitte dich… viele menschen haben Phasen, in denen sie gerade keinen Partner haben, aus diversen Gründen. Was das mit dem grundsätzlichen Wunsch nach einer festen/engen Bindung zu tun hat, erschliesst sich mir nicht.

Bist Du dann also auch der Meinung, das "gefälligst" ein im Forum angemessener "Umgangston" ist? ]:D

DAS ist das primäre, was von den Beiträgen bei dir hängen geblieben bist, worauf du eingehst und was dich interessiert? Jetzt bin ich baff.

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