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Sertralin und schlechte Leberwerte/ Blutbild?

fjuers5txi hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich (27, w, 173, 65 kg) nehme seit Anfang Oktober Sertralin wegen einer Depression (zuerst 2 Wochen 50 mg, seitdem 100 mg, davor seit März 2013 Mirtabene aber wegen Gewichtszunahme abgesetzt und jetzt wären noch 3-6 Monate Sertralin geplant um einen Rückfall zu vermeiden). Mein Hausarzt hat letzte Woche eine Routineblutkontrolle veranlasst (Anm. war 7 Tage nach einer Seitenstrangangina - war zu dem Zeitpunkt aber schon 2 Tage fieber- und beschwerdefrei) und nun sind die Leberwerte tlw. deutlich erhöht. Mein Neurologe/Psychiater meinte "antidepressiva machen eher seltener leberwerterhöhungen: kontrolle in 2-3 wochen". Werde in 2-3 Wochen zur Kontrollabnahme gehen.

Mich würde interessieren ob jemand von Euch ähnliche Erfahrungen gemacht hat bzw. sonst was dazu sagen kann. Danke!

Hier meine Werte für ein Gesamtbild:

Blutsenkung:
1. Stunde 7 mm (bis 20)
2. Stunde 19 mm

Erythrozyten 5.18 T/l (4.10-5.50)
Hämoglobin 14.9 g/dl (12.0 - 16.0)
Hämatokrit 43% (36-48)
MCV 83 fl (80-101)
MCH 29 pg (26-34)
MCHC 35 g/dl (32-36)
Leukozyten 7.4 G/l (3.8-9.2)
Segmentkernige 48% (45-75) 3579 abs (1700-6900)
Eosinophile 4% (1-5) 298 abs (38-460)
Basophile 1% (0-2) 67 abs (0-184)
Monozyten 8% (0-10) 618 abs (0-1100)
Lymphozyten 39% (18-45) 2879 abs (680-5100)
Thrombozyten 208 G/l (150-430)

*CRP 7.2 mg/l (bis 5.0)

Blutzucker 87 mg/dl (70-110)

BUN 7 mg/dl (bis 23)
Reststickstoff 17 mg/dl (bis 35)
Harnstoff 15 mg/dl (bis 50)
Kreatinin 0.73 mg/dl (bis 0.90)

Harnsäure 4.3 mg/dl (2.1-6.0)

Triglyceride 72 mg/dl (< 200)

Cholesterin 113 mg/dl (80-220)
*HDL-Cholesterin 28 mg/dl (>45)
LDL-Cholesterin 71 mg/dl (<130)

Eisen 60 müg/dl (37-145)

*GOT 44 U/l (<31)
*GPT 120 U/l (<34)
*Gamma-GT 56 U/l (<42)

Alk. Phosphatase 60 U/l (<105)

LDH 197 U/l (<247)

TSH 0.54 µU/ml (0.27-4.20)

LG fuersti

Antworten
RoichVardx61


Dramatisch hoch sind die Werte nicht und können durchaus von deiner Angina erhöht sein , ich würde einen 2ten Wert abwarten bevor du da in Panik gerätst.

Ich nehme schon seit 5 Jahren ein SNRI, hat größere Nebenwirkungen als dein SSRI und habe immer gute Blutwerte.

Meine Psychiaterin war über 20 Jahre Oberärztin an einem psychiatrischen Krankenhaus und hat es in dieser Zeit nie erlebt, dass durch diese Mittel schlechte Leberwerte verursacht wurden.

f|u`enrsxti


Hallo Richard61,

danke für deine Antwort.

Von Panik bin ich Gott sei Dank sehr weit entfernt und werde in 2-3 Wochen zur Kontrolle gehen.

Als Nebenwirkung von Sertralin wird ja u.a. eine mögliche hepatozelluläre Schädigung (mit GPT Anstieg) angeführt, daher die Frage, ob das vl. öfter vorkommt.

Ich weiß, dass meine Leber ein kleines "Sensibelchen" ist, nach meiner letzten Hepatitis A/B Impfung 2010 hatte ich 5 Monate einen erhöhten Gamma-GT Wert ...

lg

fuersti

Z&wack<44


Oha! Mirtazapin: selten Anstieg der Transaminasen. Sertralin: sonstige NW: selten erhöhtes Serumcholesterin, Hypoglykämie, Erhöhung der Transaminasen, veränderte Leberfunktion, schwere Leberfunktionsstörungen, Hepatitis, ..... (Quelle: Benkert/Hippius).

Zwwacxk44


Wenn Du etwas über die Häufigkeit wissen willst, google nach dem Wirkstoff und lies bei sanego.de unter "Nebenwirkungen" nach.

dfista_nce x1


Generell ist es doch bei jedem anders.

Ich bin mit Sertralin eingestellt worden. Panik, Angststörungen ohne Ende, alles wie gehabt. Doch es ließ nich 6 Wochen nach. Ich habe eine absolute Besserung erfahren.

Mein Arzt hat mir damals gesagt, dass es bis zu 6 Wochen dauern kann, bis eine Besserung eintritt.

Ich habe durchgehalten und dankbar dafür, weil es mir heute besser geht. Viel besser.

Ich wünsche dir, dass du das richige Medi findest und es dir dann auch hilft.

LG :)* @:) *:)

c2ith0alo)praxhm


Ich hätte jetzt eher das hardcore Medikament seroquel in Verdacht gehabt.

c*itha?loprxahm


Ups falsch gelesen. Ich lese Dinge die da gar nicht stehen ??? Muss ich zum Arzt ???

d0istanIcex 1


Wenn du dir unsicher bist, ab zum Arzt. Sprich mit ihm über deine Gedanken. Alles Gute für dich. :)* @:)

fvuernstxi


Danke für Eure Antworten

@ Zwack44,

@distance1

ich habe meinem Neuro den Blutbefund gemailt (wir kommunizieren bei kurzen Fragen per Mail - finde ich persönlich super, dass er das macht) und bekam eben als Antwort "antidepressiva machen eher seltener leberwerterhöhungen: kontrolle in 2-3 wochen".

d.h. das "selten" würde mit der beschriebenen Häufigkeit der Nebenwirkung übereinstimmen

@ distance1

Ich befinde mich lt. Neuro seit September in einer symptomfreien Phase (ist auch meine persönliche Meinung), d.h. wir sind jetzt in der 3-6 Monatsphase um das Rückfallrisiko zu minimieren

Meine Versuche mit Antidepressivas waren bisher:

Jänner 2013: Cipralex (furchtbar, Selbstverletzungsgedanken - nach 2 Wochen gewechselt)

Jänner-August 2013: Mirtabene (super antidepressive Wirkung, hat mich wirklich aus dem Loch geholt, aber auch 10 kg mehr auf die Waage und mein Neuro und ich haben uns von Anfang an ein Limit vereinbart, bei dem wir einen Präperatwechsel andenken)

September 2013: Venlafaxin (furchtbar, außer Übel und Unwohl nur Übel und Unwohl)

Oktober 2013 bis jetzt: Sertralin (super antidepressive Wirkung, keine spürbaren Nebenwirkungen).

Mein Hausarzt hat im 3-Monats-Rhythmus Blutuntersuchungen durchgeführt und bei der letzten im September 2013 waren alle Werte vollkommen o.B.

D.h. ich werde jetzt 2-3 Wochen warten und dann nochmal zur Kontrollabnahme gehen.

lg

fuersti

c+it(halo'prdahxm


fuersti

Wie viele depressive Phasen hattest du schon?

Mich wundert gerade, ich dachte für sowas wäre ein Psychiater und kein Neurologe zuständig?

c]ithazlop\rahxm


Generell wird extrem davon abgeraten, dass Antidepressivum zu früh abzusetzen. Wenn du keine Nebenwirkungen hast, nehme es lieber länger und setze vielleicht ganz langsam die Dosis herab. Bei mehreren depressiven Phasen wird eine jahrelange bis lebenslange Einnahme empfohlen. Ich setze meins nicht mehr ab, denn dann geht alles von vorne los.

fHuerstxi


@ cithalophram,

In Österreich gab es bis vor ein paar Jahren die Ausbildung zum "Facharzt für Neurologie und Psychiatrie" und mein Arzt ist ein solcher.

Depressive Phase war es die erste, die eine oder andere 1-2-3 wöchige depressive Verstimmung gab es wohl schon früher. Mein Arzt ist der Meinung lieber ein paar Monate länger, als zu früh absetzen.

Ich will aber natürlich mit den Medikamenten keinen zusätzlichen Schaden anrichten und wenn meine Leber dadurch merkbar angegriffen wird, dann wirds wohl wieder ein Präperatwechsel werden ...

lg

ZGwackZ44


Um Rückfälle zu vermeiden, soll man nach Verschwinden der letzten Symptome das AD eher 6-12 als 3-6 Monate weiternehmen.

R%ichardx61


@ fuersti,

so wie ich die Medis so anschaue hast du fast alle durch.

Da dir wohl ein Serotoninwiederaufnahmehemmer (SSRI) hilft , müsste man danach suchen ob es chemisch anders zusammengesetzte SSRI gibt.

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