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Depression nach Missbrauch in der Kindheit

BSlacWkdarrky hat die Diskussion gestartet


Hallo

Gibt es hier Missbrauchsopfer mit denen man sich austauschen kann ?

Zwecks Therapie und Folgen ?

Antworten
Kuleixo


Blackdarky

Gibt es hier Missbrauchsopfer mit denen man sich austauschen kann ?

Aber ja, hier gibt es einige.

Zwecks Therapie und Folgen ?

Du bist also missbraucht worden und bist depressiv? Bist Du in einer Therapie?

B&lac1kdarkIy


Ich war 2 Jahre in Therapie aber gerade geht es wieder bergab.

Schön das es hier jemand gibt mit dem man sich austauschen kann.

Kcleixo


Es gibt sicher mehr, mit denen man sich austauschen kann, Du musst nur etwas schreiben, worauf man eingehen kann. :-)

BAlac&kda$rkxy


Was hattet ihr für Psychische/körperliche Auswirkungen?

Halten eure bis heute an?

Ich verkroch mich nach und nach in meine eigene Welt.

Ass und ass damit ich dick wurde, damit mich keiner mehr anfassen würde.

Von 65 auf 95 kg aber es half nix (ES) er tat es immer wieder.

-PTBS

-Trauma

-hab mit 15 wieder ins Bett gemacht (2x)

-Ängste, Phobien, Zwänge (Waschzwang)

-Angst vor bestimmten Männern Gerüchen, Situatonen....

-Suiziversuche

-Isolation

Körperlich:

-Migräne

-Magen Darm Probleme

usw.

okt. 2013 Fehlgeburt im 3 Monat ;(

Mein Leben war kaputt

Weiß nicht mehr weiter... :(

Dann 2 Jahre Therapie und es ging berg auf

dez. 2012 berg ab, da mir mein Ex-Freund an die Kehle ging 2 mal.

Ich weiß nicht mehr weiter...

S{karanbaeusx94


Ich weiß zwar nicht, in wieweit dir ein Austausch mit mir (z. B.) nützen könnte und in wie weit ich selbst überhaupt dazu bereit bin, mich auszutauschen, aber vielleicht hilft es dir ja schon zu wissen, dass du nicht alleine bist.

Meine psychischen und körperlichen Symptome halten auch bis heute an und es gibt eine ganze Menge davon, eine kleine Auswahl wäre: Panikattacken, Waschzwang, Angst vor Menschen insbesondere Männer, Selbsthass, Selbstmordversuche, Magersucht, Depressionen, Misstrauen ins Leben, Angst vor Entscheidungen, kein Selbstvertrauen, kein Selbstwertgefühl etc etc etc

Auf der körperlichen Ebene unter anderem Magen-Darm-Probleme und Migräne, genau wie bei dir und natürlich auch diverse Unterleibsprobleme durch das Trauma und tatsächliche Verletzungen.

Ich hab einige Therapien gemacht, aber die haben mir eher nicht geholfen, nur sekundär.

Davon auszugehen, dass dein Leben kaputt ist, wäre schonmal nicht ganz der richtige Ansatz, denke ich.

Ich halte es für hilfreich zunächst zu versuchen, irgendwie wieder Gefallen an sich selbst zu finden und Frieden mit der Vergangenheit zu machen Schritt für Schritt.

Mir hat es sehr geholfen zu versuchen die Täter zu verstehen und zu erkennen, wie ich selbst zu dem, was passiert ist, beigetragen habe. Das war für mich die richtige Möglichkeit, mit der Aufarbeitung zu beginnen.

Das meiste von dem, was ich unternommen habe, kann ich eh nicht ins Forum schreiben, schätze ich. ":/

Ich weiß ja nicht, was bei dir alles passiert ist... vielleicht ist es auch richtig immer weiter zu suchen nach einer passendenTherapie, ich selbst habe auch erst aufgegeben, als ich einfach zu oft nicht den richtigen Therapeuten hatte und bin dann mein eigener Therapeut geworden.

Richtig gute Bücher, finde ich, können einen da schon viel weiter bringen als ein Therapeut, der einen nicht versteht, aber zum Glück sind die ja nicht alle gleich.

Hast du schon eine kleine Idee, wie es weiter gehen könnte? Also einen Ansatz. Ein Impuls, was sich irgendwie richtig anfühlt.

KGleixo


Blackdarky

Was hattet ihr für Psychische/körperliche Auswirkungen?

Inwieweit welche Störung auf den Missbrauch zurückzuführen ist, kann ich nicht sagen, aber ich war schon eine sehr kaputte Seele.

Ich verkroch mich nach und nach in meine eigene Welt

Das habe ich auch gemacht, was ja nicht unbedingt immer etwas Schlechtes ist, denn die eigene Welt, die ich erschuf war ja eine, in der ich sicher war, in der mir nichts passieren konnte.

Halten eure bis heute an?

Nein :-) , auch wenn ich in Stresssituationen durchaus Rückfälle in alte Musterverhalten habe, so ist das ehe die Ausnahme.

Von 65 auf 95 kg aber es half nix (ES) er tat es immer wieder.

Sich ein Schutzschild anzuessen, finden viele "hilfreich". Habe ich auch gemacht. Allerdings hat sich der Missbrauch und das anessen nicht geschnitten. Der Missbrauch war mit 5-6 Jahren und die Essstörungen traten danach auf. Unter anderem eine Gewohnheit, in der ich immer wieder lande, aber es auch wieder ändere. Einen direkten Zusammenhang zum Missbrauch sehe ich nicht, denn es ist ein anderer Stress, durch den ich es wieder schaffe, nicht mehr gut genug auf mich zu achten.

Migräne habe ich seit ich 12 bin, das wohl ca 20 Jahre und dann wurde sie besser, überhaupt als ich angefangen habe Tai Chi zu machen.

dez. 2012 berg ab, da mir mein Ex-Freund an die Kehle ging 2 mal.

Ich hatte dann mit 17 eine sehr negative Erfahrung gemacht, wodurch das ganze wieder hoch kam. Ich habe das 3 - 4 mal durchgearbeitet, damit ich es ganz hinter mir lassen konnte.

Ich weiß nicht mehr weiter...

Was sprich gegen eine erneute Therapie?

BjlackdaUrxky


Was gegen eine Therapie spricht:

Ich glaube Angst, Angst zu triggern und Angst das meine Welt die "Schutzwelt" zerbricht und es noch schlimmer wird.

Hab in der letzte Therapie sehr getriggert, Alpräume (Missbrauch so geträumt wie ich Ihn erlebt habe, nur aus einer anderen Perspektive) das war nicht schön.

Davor habe ich Angst.

Hatte damals EMDR

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Eye_Movement_Desensitization_and_Reprocessing]]

Kennt ihr das?

LG Darky

BqlackmdTarky


Nachtrag:

Bei mir war es nicht nur einmal es paassierte immer wieder über 5 Jahre lang.

Obwohl ich das erste und dritte mal am schlimmsten fand.

Naja jeder der es erlebt leidet darum sein Leben lang.

So ist es meiner Meinung nach.

S;kar=abaseusx94


Ich glaube Angst, Angst zu triggern und Angst das meine Welt die "Schutzwelt" zerbricht und es noch schlimmer wird.

Meiner Erfahrung nach eigentlich nur eine Erstverschlimmerung. Wenn dich nicht die Therapie triggert dann eben leider oft erneute Konfrontation, wie das mit deinem Ex. Du hast die Wahl.

Mir hat EMDR nicht geholfen, sondern mich eher unerträglich genervt. Ich hab das auch auf CD. Aber für mich passt da eher anderes.

Bei mir war das übrigens auch nicht "nur" einmal, sondern fing mit 5 an. Das letzte Mal mit 19. :-| Aber wie oft ist eigentlich egal. Es wiederholt sich eben so lang, wie man nicht bereit ist, sich damit auseinander zu setzen, so meine Erfahrung.

Naja jeder der es erlebt leidet darum sein Leben lang.

Es gehört dein Leben lang zu dir und bleibt immer ein Teil von dir, aber ob du leidest und dein Leben davon zerstören lässt, ist deine Entscheidung. Auch wenn das auf den ersten Blick vielleicht hart und böse klingt.

B~lxackdarxky


Ich möchte daraus hab es Jahre lang versucht aber immer diese Rückschläge...

Habe deswegen den Mut verloren.

Es ist nicht einfach...

Welche Büchertips habt ihr für mich?

Lass eben jemand hat ein Buch das ihm half?

Danke für Eure ehrlichen Aussagen

Darky

ckha;ot


Ich hab Sexuellen Misbrauch in der Verwandschaft erlebt. Der Typ hat es irgendwie geschaft alle zu verarschen. Beim gedanken an den Mann kann mir auch nur übel werden. Damals war ich noch ein Kind und wuste noch garnichts vom Leben. Wenn ich daran denke, dass er sich an uns Kindern manchmal aufgegeilt haben könnte, wirds mir echt anders. Der hat das auch irgendwie überspielt. Das eigentliche Opfer war seine jüngste Tochter. Seine Frau hat ihn Abgöttisch Geliebt. Wie hat der Mann das nur gemacht. Ich hatte schon immer irgendwie eine Abneigung gegen ihn, aber er hat es immer geschaft sich als Opfer darzustellen.

S>kaPrabaneus9x4


Wenn du eh momentan keine Kraft und Lust hast, wieder aufzustehen, wird dir wohl kaum ein Buch helfen können.

Ich sehe in Rückschlägen keine Rückschläge, sondern Chancen zum Aussteigen aus dem Teufelskreis. Ohne Konfrontation war mir das nie möglich. Auch bei Missbrauch, wie bei Phobien, ist es nötig sich der Angst zu stellen, für mich zumindest.

Danke für Eure ehrlichen Aussagen

Gern geschehen.

Aber hast du auch alles gelesen? Ist das, was z. B. ich sage, in irgendeiner Form hilfreich für dich?

Willst dus anpacken? Aufstehen? Dich deinen Dämonen stellen?

Oder weiterhin glauben, dein Leben ist kaputt und schwer?

Mit so einer Einstellung ist eine Therapie nämlich besser als eine Selbsttherapie mit Büchern. ":/

KnleTixo


Blackdarky

Ich glaube Angst, Angst zu triggern und Angst das meine Welt die "Schutzwelt" zerbricht und es noch schlimmer wird.

Ich verstehe. Ich habe mich an die Arbeit gemacht, als mein Leidensdruck zu groß wurde. Ich dachte mir, bevor ich untergehe, stelle ich mich dem Ganzen. Schlimmer kann es nicht mehr werden. Ich habe mich so lange und so oft dem Schmerz gestellt, bis es nicht mehr geschmerzt hat. Ich hatte da aber auch keine Vorurteile, weil ich viel zu wenig über das Thema generell wusste und es noch kein Internet gab, in dem ich mir hätte Halbwissen aneignen können. Denn es ist nichts Anderes als Halbwissen. Menschen sind unterschiedlich. Aber ich wollte da raus. Ich wollte mich nicht mehr von Angst und Leid dirigieren lassen. Ich wollte entscheiden, ich wollte mir ein Leben aufbauen, tun, was ich wollte und nicht nur Dinge, mit denen ich mich durchs Leben durchschlängeln konnte. Ich wollte. Das war ganz wichtig für mich, denn vorher war ich der Meinung, dass ich nicht konnte, durfte, dass ich Dinge tun musste - alles sehr passiv. Eben ein Opfer. Ich wollte aber kein Opfer mehr sein.

Bei mir war es nicht nur einmal es paassierte immer wieder über 5 Jahre lang.

Ich fürchte, das ist nicht selten der Fall, dass es nicht "nur" einmal passiert. War bei mir auch so und es ging über Jahre, aber mit der Vorschulzeit war es vorbei.

Naja jeder der es erlebt leidet darum sein Leben lang.

Ich würde mir das gar nicht einreden, vor allem, weil es auch nicht zutrifft. Die einen leiden ein Leben lang, andere nicht. Allerdings kann jeder meiner Meinung nach an seiner Situation etwas ändern und das Leid zumindest mindern. Dir ging es ja auch nach der ersten Therapie besser. Mir ging es auch nach der ersten Runde, wie ich es bezeichne besser, aber es war nicht alles aufgearbeitet. Es hat mich einige Jahre gekostet, aber dann ging es gut und heute und auch schon seit einigen Jahren ist das für mich schlichtweg Geschichte, eine unter vielen, die es über mich zu erzählen gibt.

Welche Büchertips habt ihr für mich?

Lass eben jemand hat ein Buch das ihm half?

Ich habe keine Bücher dazu gelesen. Als ich angefangen habe mit anderen zu reden, merkte ich, dass die Statistik zutrifft (jedes 3. Mädchen wird sexuell missbraucht). Ich habe mir angehört, wie sie damit umgegangen waren und habe ich mich hineingehört, was ich für mich verwenden konnte und es dann probiert, wenn es jemand erzählte, die es für sich aufgearbeitet hatte. Ich traf auch Frauen, die nach wie vor dem Täter die Schuld für ihr Leben gaben, aber das wollte ich ja nicht. Ich suchte nach Lösungen. Wenn etwas nicht funktioniert hat, habe ich das nächste probiert. Mit der Zeit fand ich es sehr spannend, mich mit meinen Gedankenzusammenhängen zu beschäftigen, zu reflektieren, mir Wege zu finden. Finde ich heute noch. Dadurch wuchs natürlich auch das Selbstbewusstsein. Eine große Hürde war geschafft, als ich erkannte, dass ich dafür verantwortlich bin, wie es ab jetzt weitergeht. Also als ich gelernt habe zu differenzieren – das war damals, dafür hatten andere die Verantwortung, aber was ab jetzt geschieht, liegt an mir. Das machte mir logischerweise natürlich auch sofort wieder Angst, aber als ich sie durchstand, sah ich, wie toll es doch war, mich neu zu erschaffen.

Ich möchte daraus hab es Jahre lang versucht aber immer diese Rückschläge...

Habe deswegen den Mut verloren.

Ist es nicht ein Widerspruch? Ich meine, ich stelle es mir schwierig vor etwas zu ändern, wenn Du keinen Mut hast.

p^hoexbe


Ich war 2 Jahre in Therapie aber gerade geht es wieder bergab.

hey...ich war auch nach einer therapie nochmals in therapie ..so gehts fast immer weiter..und man sollte sich auch nicht scheuen einfach wieder eine neue zu beantragen..oder eine neue klinik zu beantragen..

ich habe zwei langzeittherapien stationär gemacht -und nach der einen langzeittherapie dachte ich, mich könnte nichts mehr niederknüppeln..schon im auto auf dem nachhause weg habe ich mich selbst geschlagen..weil ich ein problem immer noch hatte...den damaligen freund, der mich gleich im auto auf ein verhältnis ansprach, das ich seines erachtens nach immer wieder mit anderen männern hatte..

ich habe ein solches bild im kopf..

in der therapie gibt man dir stöcke, damit du laufen kannst..damit läuft es sich prima -sie stützen und schützen dich vor dem fall.

sie nutzen aber auch wieder ab..und wenn sie sehr weit abgenutzt sind..dann muss man sich eben neue holen..

ich selbst habe mehrfachen missbrauch hinter mir ..wobei ich das wort missbrauch nicht so gerne mag..heißt es im umkehrschluss doch...gebrauch? keine ahnung..vergewaltigung ist da schon eher ein wort das passt. ich bin mit fünf jahren das erste mal vergewaltigt worden...danach zog es sich wie ein roter faden durch mein leben..später dann die schlimmsten partnerschaften die man sich nur vorstellen konnte..weil man sich nach einem bestimmten muster die freunde aussucht..

heute ..bin ich fast 60 und habe einen festen partner -DAS habe ich geschafft..und trotz allem..kommt immer mal wieder etwas durch..was mich verzweifeln und weinen lässt..aber ich lernte damit zu leben. das einzige..was ich nicht geschafft habe..mich meinem inneren kind anzunähern..ok..vielleicht schaffe ich es, vielleicht auch nicht ..

ich wollte dir nur mit all dem erklären...das leben wird nicht einfacher werden nur weil du therapie gemacht hast..wahrscheinlich ..musst du noch viele therapien machen..vielleicht auch nur noch eine..wer weiss das schon..aber ..verzweifel nicht..es geht immer weiter..und irgendwo wartet immer eine hilfe @:) nur..holen musst du sie dir ..und dich nicht scheuen immer wieder um hilfe zu bitten.

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