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Auf der Brücke stehen

s2ensibXelmxan


Und woher nimmst du die Gewißheit, dass er das nicht ist?

Das misst der Förster.

und die Endgültigkeit und Gewißheit des Todes verdrängst?

Nein, ich rücke nur Dinge, an denen ich ohnehin nichts ändern kann, nicht in den Vordergrund. Wenn ich an meine Gesundheit denke und entsprechend handele, kann ich darauf Einfluss nehmen, angenehmer und länger zu leben. Das ich sterben werde, lohnt den Gedanken aus rationalen Gründen nicht, da ich nicht weiß wann und unter welchen Umständen. Ich kann nur die Wahrscheinlichkeit früheren Sterbens verringern ...

q.e.d. Du willlst nur das "Schöne" sehen, alles andere "krankhafte" :|N hättest du gerne ausgeblendet.

Nö, das ist deine Lesart aber nicht das, was ich schrieb. Ich will nicht, dass das Krankhafte als das Alleinstellungsmerkmal stehen bleibt. Ich habe an keiner Stelle geschrieben, dass das krankhafte ausgeblendet wird- nur bin ich für differneziertere Darstellung und dafür, dass realitätsbezogen dargestellt wird- und da ist es nun einmal so, dass es durchaus Gesundheit und das Schöne gibt- und das ist keineswegs so selten.

Ich weiß nicht, wieso du hier ständig von Drogenkonsum parlierst. Das war nie Thema hier bevor du dich darauf fixiert hast

Dann solltest du mal genauer lesen ...

eher eine Strafpredigt aus dem Brustton der Überzeugung heraus

Das ist deine Interpretation aber nicht das, was ich schrieb.

GWrot"ti6g


@ sensibelmann

Ich fand es nicht schlimm, was du geschrieben hast. Nur der Vergleich mit einem körperlich todkranken hinkt. Ich bin sozusagen seelisch todkrank und mir kann da auch niemand helfen. Der Unterschied ist nur, das ich es in der Hand habe, ein z.B. vom Krebs zu Tode geweihter hat das nicht, dessen Zeit läuft ab.

Trotzdem befinde ich mich im Todes-oder auch Lebenskampf. Auch was du vom Verstand einsetzen sagst klingt im ersten Moment für mich logisch. Allerdings liegt da eine große Kluft zwischen Verstand und Gefühl, welches ich derzeit nicht deckungsgleich bekomme. Vielleicht haben sich Verstand und Gefühl so sehr zum Kauderwelsch vermischt, dass ich es schlecht ausmachen kann.

Es bleibe also die Entscheidung leben oder sterben. Derzeit kann ich sie nicht treffen. Und wenn die emotional erkrankte Seite übermacht gewinnt, dann schreibe ich hier meine Gefühle hin. Nicht mehr und nicht weniger. Ich kämpfe also sehr wohl, auch wenn es nicht alle so sehen.

Ist aber nicht schlimm. Ich werde mich vorerst hier zurückziehen. Bin wieder zu Hause, werde wohl nicht in die Klinik zurückkehren. Helfen kann ich mir nur selbst, kein Anderer. Nun muss ich mir klar werden kann ich das oder nicht? Also leben oder sterben? So what, wenn ich es überwunden habe sage ich Bescheid. Ansonsten bin ich erst mal raus hier.

Vielen Dank für vielen Antworten, damit meine ich alle Antworten, auch die die der Meinung sind ich kämpfe nicht. Stimmt ich kämpfe zumindest hier im Forum nicht mehr.

@ gp56

Kannst mir den Link zu dem Song bitte per PN schicken, wäre nett, interessiert mich nämlich sehr.

C:ranxk1


Ich bin sozusagen seelisch todkrank und mir kann da auch niemand helfen.

Genau das meine ich, Grottig :|N

. Der Unterschied ist nur, das ich es in der Hand habe, ein z.B. vom Krebs zu Tode geweihter hat das nicht, dessen Zeit läuft ab.

Ja richtig, Du hast es in der Hand und falsch, ein sog. zu Tode geweihter Krebskranker überlebt nicht selten, bzw. kämpft nicht selten selbst noch dann um sein Leben, im gegensatz zu Dir!

Trotzdem befinde ich mich im Todes-oder auch Lebenskampf.

Das sagst Du! Wahrscheinlich glaubst Du das auch, so wie Du das rüber bringst! Dramatik pur, sorry. Ich habe bereits 2 Suizidversuche hinter mir, die mich in den Rollstuhl brachten, also erzähle hier nicht solch einen Müll. Ich habe , bzw. mein Körper, hat schon mit dem Leben gerungen, obwohl ich das garnicht mehr wollte und bin nun da, wo ich nie sein wollte! Aber das ist meine eigene Schuld, weil es eben nicht geklappt hat.

Es bleibe also die Entscheidung leben oder sterben.

Und? entschieden? Mir wäre es im Traum nicht eingefallen, hier rumzujammern, sondern ich habe mich nun, nach erfolgloser Entscheidung, aus dem Leben zu scheiden, umentschieden, also zum positiven, trotz meiner selbst verursachten Schädigung.

Derzeit kann ich sie nicht treffen.

Natürlich nicht, Grottig

Ist aber nicht schlimm. Ich werde mich vorerst hier zurückziehen. Bin wieder zu Hause, werde wohl nicht in die Klinik zurückkehren. Helfen kann ich mir nur selbst, kein Anderer. Nun muss ich mir klar werden kann ich das oder nicht? Also leben oder sterben? So what, wenn ich es überwunden habe sage ich Bescheid.

Warum überraschst Du mich damit nicht ??? ?? So schnell wie Du in die Klinik "offensichtlich" gehst, so schnell ,bist Du auch wieder draussen, ahjaaaaaaaaaa, alles klar!

Natürlich ziehst Du Dich jetzt erst einmal zurück, so wie auch bei allen Ärzten, da Du Gefahr läufst, Dein Gesicht zu verlieren. :|N

Nein falsch, nicht Du kannst Dir helfen, sondern Du mit Hilfe anderer, die Du aber nicht zulässt!

Dir ist längst klar, was Du willst, nämlich genau so weiter machen, aber das soll natürlich nicht durchdringen.

Du wirst es weiterhin überwinden, glaube mir. Du brauchst jetzt nur Zeit, damit sich hier wieder alles beruhigt und keinerlei Kritik weiterhin gegen Dich aufkommt, wenn auch nur von wenigen!

Du tust mir aufrichtig Leid Grottig, aber fast noch mehr, die ,die hier soviel Verständniss für Dich aufbringen.

Ich brauche kein verständniss, da ich meinen Entschluss selbst entschieden habe, leider nicht erfolgreich war und nun mit den Folgen Leben muss und es auch akzeptiert habe, wenn auch leider zu spät!

Was glaubst Du, was ich für einen Kampf führe und was ich für Qualen leide und das täglich ???

Aber ich habe nicht vor, hier die gutgläubigen und netten User zum Narren zu halten, oder auf Mitleid zu machen. Ausserdem finde ich, dass Cogar ( so heisst er glaube ich), Dich doch tatsächlich an richtiger Stelle getroffen hat, obwohl ich es auch ziemlich hart fand.

Dafür habe ich noch immer zu viel Stolz.

Grottig, denke mal darüber nach und komme endlich mal aus die Puschen, statt hier weiterhin Dein Ding durchzuziehen, denn genau Dein Verhalten, beschämt mich für Dich und ich fühle mich noch schlechter!

Danke und sorry, dass ich hier gerade so aufbrausend reagiere.

D-sc#hu-Ds!cxhu


Hm. Ich sehe es so:

Wir wählen unsere Wirklichkeit selbst, haben aber – und das gehört dazu – nicht diesen Eindruck, sondern meinen, dass diese objektiv ist, eben wirklich. Dass jeder seine eigene Brille trägt und sich die "objektive" Welt in genau dieser spiegelt (die Brille besteht aus von Erfahrungen, Einstellungen, Weltanschauungen, Gedanken bestimmten Gefühlen) können wir meist nicht realisieren.

Grottig lebt also in dieser ihrer zur Zeit völlig verdüsterten Welt und jegliche "Mahnung" oder auch Zornausbruch (die wiederum ein anderer Spiegel eines anderen sind) können und werden sie nicht erreichen, sondern nur ihren Widerspruch hervorrufen.

Ich verstehe aber auch den Unmut einiger, denn in deren eigener, für ebenso einzig real gehaltenen Welt müsste Grottig doch "nur" wollen und ihre Gedanken umswitchen, gewissermaßen. Geht aber nicht, wegen – siehe oben.

Was also lässt sich tun? Vielleicht einfach erzählen, was einem selbst half, aber ohne Wertung und schon gleich ganz ohne Erwartung, dass Grottig doch darauf reagieren müsse?

CLhan1ce007


Ich wollte mich hier eigentlich raus halten, damit Grottig nicht das Gefühl hat, ich mische mich in etwas ein, dass ich nicht bis ins Letzte nachvollziehen kann. Mitfühlen ja, aber nicht 1:1 nachvollziehen. Dieser Platz hier sollte nur für sie sein und für all die unaussprechlichen Gedanken, um ihnen Raum geben und auch diese los werden zu "dürfen". Doch jetzt wird es ungerecht und da Grottig sich eh zurück zieht, möchte ich etwas dazu schreiben.

@ Crank1

Nein falsch, nicht Du kannst Dir helfen, sondern Du mit Hilfe anderer, die Du aber nicht zulässt!

Das ist schlicht falsch. Lies doch mal alle Beiträge der TE. Dort steht klar und deutlich, wie es weitergehen wird und welche Hilfen die TE künftig in Anspruch nimmt. Und nur, weil sie es hier nicht ausführlich schreibt, heißt es doch nicht, dass sie bisher keine Hilfen in Anspruch genommen hat. Wie wäre es mal mit höflicher Nachfrage statt Unterstellung?

Sorry, aber ich kenne Grottig seit einigen Jahren live und in Farbe und ich kann Dir versichern, dass sie kämpft. Ebenfalls seit vielen vielen Jahren. Es gibt Licht, immer wieder, aber es gibt auch immer wieder nachtschwarze Schatten, die es zu überwinden gilt und die sie sich ganz sicher nicht freiwillig ausgesucht hat. Ich habe keine Ahnung, wie es mir gehen würde, hätte ich dasselbe erlebt. Ich mag es mir nicht mal vorstellen. :|N Im Gegensatz zu einigen hier finde ich Grottig verdammt stark. Sie ist ein toller Mensch und ja, wir haben gemeinsam auch schon herzhaft lachen können und Spaß gehabt. Und sie war ebenso schon für mich da, als es mir nicht gut ging. Selbstbezogenheit kann man ihr nun wirklich nicht vorwerfen.

Das Licht ist nur derzeit weit weg und ich würde mir nichts mehr wünschen als dass sie die Lebenslust wieder findet. Dies kann weder ich noch jemand anders erzwingen. Klare Worte. Einverstanden. Aber drauf hauen und eine Unterstellung nach der anderen. Nein. Das ist der falsche Weg. Da solltest Du wohl eher bei Dir selbst hinsehen, denn da scheint eine Menge nicht verarbeitet zu sein Was mir wirklich leid tut, aber nicht Grottig angelastet werden kann. Deine Wut ist hier absolut fehl am Platz. Du überträgst sie gerade dorthin, wo sie nicht hingehört .

So. Das war mir wichtig. Und nun bin ich auch schon wieder raus. Der Faden soll Grottig für ihre Gedanken bleiben, wenn sie das möchte.

Cuhancwe0x07


dass ich nicht bis ins Letzte nachvollziehen kann

dass = das

g~p56


Schade :-(

R6ic6ha!rd61


Ich verstehe deswegen Menschen mit ihren schwermütigen Gedanken nicht, ich verstehe nicht, warum sie die Welt in düsteren schwarzen Farben sehen und malen- selbst in der Nacht kann ich meistens Sterne und Mond sehen- überall und nahezu jederzeit ist doch Schönes, Interessantes und Angenehmes zu entdecken- außerdem weiß man doch, dass nach dem Regen oder nach der Nacht wieder die Sonne scheint .... Ich verstehe nicht, warum nicht alle Menschen das so wahrnehmen. Klar gibt es auch traurige Seiten- aber diese sind doch temporär und in deutlicher Minderheit ...

@ Sensibelman,

komischer Name für jemand der nicht sensibel ist ???

In Deutschland haben wir ca. 10.000 Suizide bei der die überwiegende Mehrzahl einer Depression geschuldet ist. Es gibt noch ein paar andere psychische Krankheiten die da dabei sind, wie z.B. meine die eine Überlebensrate von ca. 60 % hat, auf einen 10 Jahres Zeitraum gesehen.

Ich bin Bipolar I und meine Stimmung kann von der tiefsten Depression innerhalb kürzester Zeit in eine totale Manie kippen. Eine Manie die so schlimm wird, daß man mich in eine geschlossene Abteilung sperren muss.

Es sind absolute Grenzerfahrungen die man dabei durchleidet. Auf meiner Station hatte ich Menschen die Suizide überlebt haben. Es sind Menschen die eine psychische Hölle hinter sich hatten und den Tod dieser Hölle vorziehen wollten.

Diesen Menschen kann man nicht sagen schau dir die Sonne die Sterne und die Natur an , empfinde doch wie ich, daß dies alles etwas wunderbares ist und das es Menschen gibt die tödlich an Krebs erkrankt sind und das es doch toll ist so etwas nicht zu haben.

Ein Depressiver erleidet die schlimmsten Qualen, die man sich vorstellen kann. Einem Krebskranken kann ich den körperlichen Schmerz in der Palliativmedizin nehmen. Einen Depressiven kann ich mit Schmerzmittel nicht behandeln, man kann ihn sedieren, aber dann ist er im Prinzip tot. Ganz schwere Fälle auf meiner Station waren die, bei denen kein AD angeschlagen hat, diese Menschen verzweifeln und man kann sie nur in der Klinik am Leben erhalten, da sie ausserhalb der Klinik einen Suizid machen würden. Einer meiner Mitpatienten dem kein AD half und der schon 3 Selbstmordversuche hinter sich hatte entschloss sich eine EKT zu machen. 2 mal in der Woche wurden ihm unter Vollnarkose Stromstösse durch das Hirn gejagt um den Hirnstoffwechsel anzuregen. Es war ein Bild des Jammers als er wieder zurückkam er musste jedesmal fragen wer wir sind. Es hat ihm aber geholfen und er fasste wieder etwas Lebensmut.

Ganz grob für jemand wie du Sensibelmann. Die Sinneseindrücke wie Sterne Sonne etc. finden bei einem Gesunden den Weg ins Hirn, bei einem Depressiven bleiben diese irgendwo hängen. Wenn der Sinneseindruck nicht ins Hirn gelangt kann ich diesen Eindruck auch nicht empfinden. Die Welt eines Depressiven ist eine Welt die dunkel, kalt und völlig ohne Empfindungen ist. Es wäre erstrebenswert, daß die Menschen nur ein klein wenig begreifen könnten, was diese Krankheit bedeutet.

Das einzig Positive was ich dieser Krankheit abgewinnen konnte ist, daß ich die Furcht vor dem Tod völlig verloren habe. Er war mir in den dunkelsten Stunden ein Freund der mir eine Lösung aufzeigte auf die ich mich freute. Diese Freude war die Einzige die ich empfinden konnte und inzwischen lebe ich wieder gerne, da mir geholfen werden konnte. Der Tod wenn er denn kommt kenne ich jetzt so gut , daß ich ihn per Du begrüßen werde. Der Verlust dieser Furcht hat mich inzwischen auch völlig von den Heilsversprechenden Religionen weggebracht, die einem die Furcht nehmen wollen indem sie ein Weiterleben nach dem Tod versprechen.

D"sch^u-Dxschu


Sorry, ich glaube, dass "Sensibelman" hier Unrecht geschieht.

Auch er kann nicht aus seiner Haut, und dass es Menschen gibt, die sich nicht in einen schwer Depressiven hineinversetzen können, bei allem Bemühen nicht, ist auch deren eigene Schuld. Jeder guckt durch SEINE Brille, nicht vergessen. Ich glaube, dass auch er helfen wollte.

Grottig, deine offensichtlich verletzte Reaktion, so verständlich sie sein mag – meinst du, du tust dir mit dem Rückzug wirklich Gutes? Kurz vorher sprachst du doch noch von einem Ventil, einem der wenigen, die dir zur Zeit zur Verfügung stehen ...

-PCPraezylenxi-


Auch er kann nicht aus seiner Haut, und dass es Menschen gibt, die sich nicht in einen schwer Depressiven hineinversetzen können, bei allem Bemühen nicht

Schön und gut,wenn er das nicht kann, aber dann sollte er in so einem Faden auch nicht unter der Prämisse schreiben "gute Ratschläge" geben zu wollen. Das ist absolut kontraproduktiv. Denn dann kann er das Leiden in keinster Weise nachvollziehen. Ich geh ja auch nicht zu einem Psychologen der sein Handwerk nicht versteht.

sDeKnsi4bexlman


Diesen Menschen kann man nicht sagen schau dir die Sonne die Sterne und die Natur an

Doch, das kann man. Man kann sich in seiner Krankheit suhlen, oder versuchen, sein Leben zu gestalten- das ist unabhängig von der Art der Krankheit und es kann gezeigt werden- am Beispiel zahlreicher Patienten, die trotz ihrer Krankheit sich freudige und lebenswerte Momente verschafft haben und verschaffen, dass man durchaus kämpfen kann und sich der Kampf lohnt. Der Heilungserfolg oder die Minderung der Folgen einer Krankheit sind maßgeblich vom Willen des Patienten abhängig- auch wenn dieser krankheitsbedingt schwach ist, lässt sich rational dagegen kämpfen.

Es wäre erstrebenswert, daß die Menschen nur ein klein wenig begreifen könnten, was diese Krankheit bedeutet.

Ich sehe die Welt mit meinen Augen und mit meinem Gehirn. Es fällt mir schwer, Vorstellungen für deine Denkwelt zu entwickeln.

Name für jemand der nicht sensibel ist

Ich bin sehr sensibel. Das was du an mir kritisierst, ist meine scheinbar fehlende Empathie, die dir aber offenbar nicht minder fehlt, sonst hättest du auch stärkeres Verständnis für meine Denkweise entwickelt. Und was ist es eigentlich für ein Vergehen, zuzugeben, dass man sich in eine bestimmte Denkweise nicht hineinversetzen kann? Soll ich hier herumlügen?

Wenn ich darstelle, wie ein gesunder Mensch denkt, dann kannst du daraus wenigstens Ziele ermessen.

Die Sinneseindrücke wie Sterne Sonne etc. finden bei einem Gesunden den Weg ins Hirn, bei einem Depressiven bleiben diese irgendwo hängen

Das ist doch ein Zustand, der keineswegs statisch ist und der auch keineswegs immer so festgelegt ist, dass das so bleibt- wenn dem so wäre, wäre jegliche Therapie sinnlos. Das Gehirn und seine Funktion ist keine feste Größe- durch Lernen, Erfahrung, Wahrnehmng und Denken kann sich das Gehirn entwickeln- das ist das Bemühen, durch seine Ratio die Oberhand über die Gefühle/das Unterbewusstsein zu bekommen- eine Therapie mit äußerer Hilfe kann das deutlich verbessern (u.U. auch im Krankenhaus stationär).

Das ist eine vollkommen andere Situation, als bei einer funktionslosen/funktionsarmen kranken Bauchspeicheldrüse- da kann man durch Denken nichts verändern- da hilft oft wirklich nur Insulin (obwohl man auch da durch Bewegung und Ernährung die Menge variieren kann).

sVensibeClman


Das ist absolut kontraproduktiv

Das bezweifle ich.

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Ich wollte mich hier nur nochmal vollumfänglich Chance anschließen! :)z :)^

Es gibt nicht nur körperliche Erkrankungen bis zum Tod, sondern auch seelische. All diesen Menschen zu unterstellen, dass sie irgendwo unfähige Luschen sind, die nur das Schöne im Leben nicht sehen wollen, halte ich für sehr hochnäsig und falsch.

Ich habe meine Depression und den Weg zum Suizidversuch als Sinnesdeprivation beschrieben. Ich wollte Schönes erleben, ich wollte gute Gefühle generieren. Aber egal, was ich getan habe, in mir war nur diese bleierne Traurigkeit. Die Depression frisst nach und nach die positiven Stimuli auf - man weiß, man sollte wegen xy fröhlich sein, aber die Gefühle ziehen einfach nicht nach. Das Gefühlsleben verflacht - es bleibt nur die Schwärze, die trotz allen Versuchen nicht besser wird. Bis man sich fragt, ob es für immer so bleiben wird und man beschließt, dieses Leben zu beenden. Nicht, weil man nicht leben will, sondern weil man in dem Zustand nicht weiterleben KANN.

Ein Geist gefangen in einem Körper, den man nicht kontrollieren kann. Den man trotz aller Anstrengung nicht aus dem Bett bekommt, den man nicht dazu bringen kann, die Post reinzuholen, der einem nicht gehorcht, wenn man eine E-Mail schreiben muss. Für all diese banalen Tätigkeiten braucht man TAGE und fühlt sich als Versager, weil das Leben nur noch in slow Motion läuft. Gelähmt, obwohl man körperlich gesund ist... ein unerträglicher Zustand

KBleixo


gp56

Das Thema Tod fasziniert mich. Ich hab mal mit Interesse einen Vortrag über mögliche Verbindungen zu Verstorbenen gehört (von einer Pastoralreferentin). Die meinte zum Schluß, dass es weniger Menschen in der Psychiatrie gäbe wenn man aktzeptieren würde dass Kontakte zu verstorbenen möglich sind.

Seither suche ich nach Menschen mit 'Verbindung'.

Das was Grottig sagt errinnert mich so an 'Elisabeth'.

Auch sie wurde vom Tod umgarnt.

Diese Romantisierung macht die Kommunikation aber auch gefährlich. Eine romantisch leidenschaftlich Beziehung zu Todesgedanken ist schlichtweg etwas Anderes als Suizidgedanken. Melancholie und Schwermut in dieser Form ist nicht gefährlich. Dieses Leiden wird genossen und hält deswegen auch am Leben und macht auch nicht lebensunfähig. Das andere nicht und da geht es dann darum, aus dieser Welt herauszukommen. Ich habe meine Gefühle auch in meinen Bilder ausgedrückt – sie wurden auch verstanden, nur ist das eine Momentaufnahme, eine Abbildung, aber kein Weg hinaus, es sei denn man ändert es und nutzt diese Fähigkeit auch dazu, herauszukommen.

Aber Grottiks Lyrik ist grandios.

Ich finde sie auch schön, nur ist sie nicht geeignet zu kommunizieren, vor allem, weil sie sie nicht als schön empfinden, sondern sie die Bilder ihrer Qualen und ihres inneren Kampfes sind. Dafür ist eine viel zu große Interpretationsfreiheit vorhanden, die dazu beiträgt, dass niemand feststellen kann, ob die Lyrik nun so ankommt, wie sie gemeint ist. Wie schon jemand geschrieben hat – geht es um die Lyrik, dann ist wäre der Faden besser im Cafe aufgehoben. Wenn es aber darum geht, sich auch verständigen zu wollen, was sowieso schon schwer ist, weil es da auch schon oft unterschiedliche Definitionen gibt, so macht diese Art eine Kommunikation schlichtweg unmöglich und weil der Faden im Psychologieforum steht, ist das zumindest aus meiner Sicht kein Freude am Pechschwarz-Thema.

ja, ich hab mal ein Buch gelesen dessen Fazit war die Aussage "Das Leben ist ein Spiel".

Ich finde damit lässt es sich gut leben.

Ja, sehe ich auch so, wenn derjenige diesen Zustand genießt.

K lexio


Grottig

Danke für diese verständliche Erklärung, derer ich nicht fähig bin zu geben.

Das finde ich immer wieder interessant, dass Du es so siehst, gibt es doch genug Beiträge, in denen Du es eben kannst – schon auch in diesem Faden.

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