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Angst vor Borderline-Syndrom, jetzt erschlägt mich alles

RXosaExule hat die Diskussion gestartet


Liebes med1 Forum,

Auf der Suche nach Menschen mit denen ich mich austauschen kann, und die ich hoffentlich um Hilfe und Rat bitten kann, bin ich auf dieses Forum gestoßen. Momentan lastet echt das Gewicht der Welt auf mir...

Ich erzähle einfach mal:

Lange, laaange habe Ich schon den verdacht unter dem Borderline Syndrom zu leiden... in erster linie deshalb, weil ich mit 14 begonnen habe mich zu ritzen. Warum ich das getan habe weiß ich nicht... ich befand mich damals in einer schlimmen Situation, ohne Eltern, ohne Freunde und abgeschoben in ein Heim weil ich meiner Murtter wohl das Leben zur Hölle gemacht habe... (Sie nimmt Drogen, für mich war damals in ihrem Leben kein Platz. Mein Papa ging viiiiiel Arbiten, war nur spät Abends daheim, bei ihm leben konnte ich also auch nicht – sie ließen sich scheiden als ich 6 war).

Im Heim habe ich irgendwann ''Gelernt'' das Ritzen zu unterbinden, zwar habe ich oft noch rückschläge bekommen, auch als ich mit 16 wieder bei meiner Mutter lebte, aber es wurde dann immer besser... mit 17 habe ich dann gänzlich damit aufgehört. Ich wurde mit 17 Schwanger, hatte eine Fehlgeburt und dann änderte sich wieder alles... ich ritze mich bis mein damaliger Freund sich iwann von mir trennte. Da realisierte ich was ich ich eigentlich getan habe, und ich dachte mir wie unreif ich sei. Ich ritzte mich seitdem wirklich NIE wieder. (dazu muss ich allerdings sagen, dass ich wirklich nur!!! meinen Arm Ritzte, keine weiteren Körperteile, und wenn ich mich ablenkte, dann verschwand dieses Ritzbedürfniss auch wieder).

Heute ist die Situation so, dass ich nun in meiner eigenen Wohnung lebe, nachdem ich bei Mama und Papa über Jahre kein wirkliches Heim gefunden hatte – Ich pilgerte Jahre von Mama zu Papa und von Papa zu Mama. Nun Lebe ich in der Stadt meines Neuen Partners, habe eine gute Beziehung zu meinen Eltern, versuche mein Leben in die Hand zu nehmen, und glücklich zu werden. Aber ich schaffe es nicht. Ich habe so eine starke angst alleine zu sein, obwohl ich mich selbst für den schritt ''in-eine-andere-stadt-ziehen'' entschieden hatte, damit ich meinen Partner (wir sind 2 jahre zusammen) öfter sehen kann. Ich lebe auch echt nur 30km von meiner Familie entfernt, aber DAS ist ja nicht das Problem. Ich frage mich wie ich es aushalten soll 2 oder 3 oder 4 Tage ohne meinem Freund in meiner Wohnung zu sein... alleine. Jedes Mal wenn er bei sich Daheim schläft streiten wir uns bis zum nächsten Tag wenn er wieder bei mir ist... und das verkraftet unsere beziehung nicht mehr. Er kann dann ein falsches Wort sagen, und ich fühle mich sofort abgestoßen, abgeschoben, einsam und ungeliebt...obwohl ich weiß das er mich liebt und bald wieder kommt und dann alles gut ist. Es gibt Tage wo ich mich wirklich sehr gut fühle, und Tage wo ich einfach nur sauer und wütend bin weil ich mich alleine fühle. Unsere Streits enden oft mit Trennungsdrohungen, mit beleidigungen von beiden seiten, und am ende sitze ich immer iwo und weine, und mein Freund will einfach gehen. Oder er ignoriert mich, droht sein Handy aus zu machen oder nie wieder zu kommen. Das klingt alles immer sehr hart für mich.

Die letzen Wochen war es dann so, dass er im streit immer öfter sagte ''Du bist doch krank, merkst du noch was, sieh dich doch mal an, du hast was am Kopf'' – Ich reagierte da nicht drauf, bis er es vor ein paar Tagen im Streit noch mal sagte, und dann begann ich im internet zu lesen, und meine befürchtung, das Borderline Syndrom zu haben, verstärkte sich enorm. Seit 3 Tagen ist in meinem Kopf nur noch 1 Thema: Du bist krank!

Ich fühle mich schlecht, wertlos, verzweifelt, und allein gelassen. Mein Partner und ich streiten uns immer noch deshalb und er sagte eben sogar zu mir dass ich Geisteskrank bin. Ich fühle mich von ihm nur noch auf ein Borderline syndrom reduziert, wo mir nicht mal 100%ig jemand sagte das ich es wirklich habe.

Seitdem mein Partner der überzeugung ist das ich ''krank'' bin, komme ich mit mir noch weniger zurecht als vorher. Ich versuche im internet Dinge über das Syndrom herauszufinden, mich zu erkundigen, und je mehr ich weiß, desto mehr habe ich angst vor mir und meinem Leben. Ich Lese zB dinge wie Psychosen, oder Schizophrenie... und ich denke mittlerweile wirklich ich sei nicht mehr Herr meiner Sinne. Ich weiß einfach nicht was die Diagnose Borderline Syndrom für mich bedeuten würde, momentan klingt es für mich wie nach einem ''todesurteil''

Ich habe ja nicht mal Zeit mich in eine Klinik zu begeben für mehrere Monate. Ich wollte mein Leben in die Hand nehmen und bald geht für mich die schule wieder los – und dann eine Ausbildung. Ich will mein Leben ja nicht noch länger hinter mir herschleifen.

Mein Freund und ich sind nun auch wieder im schlechten auseinander gegangen, ich konnte keinen abschiedskuss zulassen nachdem ich mich nieder gemacht fühlte. In einem Moment baut er mich auf und sagt das wir uns einfach mal eine Beratung holen, und dann werde ich angeschrien und man sagt mir ich sei ''geisteskrank'' – und das wirklich nur, weil ich geweint habe, aus angst was mir bevorsteht. Ich brauche ihn doch momentan. :(

Ich weiß nicht wie ich im moment weiter machen soll, meine Gefühle erschlagen mich und oft denke ich, ich weiß nicht mehr wer ich bin, obwohl ich bis vor ein paar tagen zuversichtlich in meine Zukunft schaute. Ich habe das Gefühl ich könnte nicht weitermachen, wenn ich wirklich Borderline habe... Ferndiagnosen sind immer schecht, ich weiß... aber eine Beratung bekomme ich erst in 2 Wochen und ich weiß nicht was ich bis dahin machen soll. :/ Villt ist das alles ja nicht so schlimm wie ich eigentlich denke, aber woher soll ich das denn auch wissen... ???

Eigentlich möchte ich mein Leben veernünftig weiterführen, und spaß haben, eine gute beziehung, aber ich bekomme die Gedanken daran, dass ich krank sein könnte, nicht mehr aus meinem Kopf und mache mir gerade wohl alles selbst kaputt... Wie soll ich denn Bloß damit umgehen? Wenn irgendjemand in diesem Forum Tipps für mich hat, oder von seinen eigenen Erfahrungen erzählen kann, oder iiiergendwas zu sagen hat, dann wäre ich so dankbar! Ich will mich einfach nicht mehr alleine mit dieser Angst fühlen... :°(

Wer sich die Zeit genommen hat das alles zu lesen, dem bin ich echt dankbar. Danke!

Viele liebe Grüße von mir :)

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