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Mein Sohn ist psychisch krank

LIovHuxs


Danke für das erfreuliche Update. Inzwischen erübrigt es sich vielleicht zu schreiben, aber hier müsste statt "leider" ein "zum Glück" stehen:

Hoffentlich verdrängt und verschiebt er nicht seine grundlegenden Probleme, leider kann ich ihn nicht überzeugen.

;-) :)*

M`ir1sanmixr


Oh, du denkst also, er wird es ohne Therapie und Medikamente schaffen?

Ich hoffe es so sehr...

Er muss es selbst entscheiden. Es ist ein wenig schwer sich das einzugestehen, aber sein Elternhaus machte ihn unglücklich. Jetzt ist es sein eigenes Leben...

EohemaulZiqg{er N`utzer (x#15)


Mensch, hört sich doch gut an! :)^

Aber:

Es ist ein wenig schwer sich das einzugestehen, aber sein Elternhaus machte ihn unglücklich. Jetzt ist es sein eigenes Leben...

Sieh das nicht zwingend als persönlichen Umstand. Also dass Du (Ihr) was falsch gemacht hättet, für sein Unglücklichsein verantwortlich seid/ward.

Es waren die Umstände, die gesamte Situation aus der er raus mußte. Für sich selber. Daran ist selten ein Mensch alleine und/oder direkt schuld, bzw. für verantwortlich.

Er mußte sich eben auf seine Weise abnabeln. Bei manchen verläuft das reibungslos, bei Anderen wieder nicht.

LbovHxus


Oh, du denkst also, er wird es ohne Therapie und Medikamente schaffen?

Ich weiß es nicht. Aber WENN er eine Therapie macht und Medikamente nimmt, dann sinnvollerweise nicht, weil seine Mutter ihn überzeugt hat. Er muss sich schon selber überzeugen ;-) , sprich, Erfahrungen machen, diese reflektieren, Schlüsse draus ziehen. Derzeit entdeckt er seine Stärken, seine Wünsche, einen Sinn, lauter positive Dinge, die ihn motivieren, auch langfristig dran zu bleiben und zu tun, was notwendig ist, um in diese Richtung weiter zu kommen. Was soll denn eine Therapie machen, als ihn genau dahin zu bringen?

MTirsa!nmir


Oh, danke LovHus, ja so wie du es schreibst ist es natürlich sinnvoller. So weit denke ich vielleicht momentan noch nicht, noch ist er mein "Kleiner", auch wenn ich das versuche abzustellen.

Ich möchte ihn sehr gerne als Erwachsenen behandeln, der seine eigenen Entscheidungen trifft, ich tue das ja auch, aber so ganz in mir steckt noch die Mutter, die ihre beschützenden Hand über ihre Küken halten möchte.

Ich werde mir weiterhin Mühe geben!

Danke auch dir Isabell, die Schuldgefühle sind eben ein großes Thema bei mir. Hätte ich doch damals und hätte ich doch in dieser Situation...

Ich kann es nicht mehr ändern, vorbei ist vorbei, manche Narben bleiben für immer, vielleicht sucht er eines Tages das Gespräch mit mir, vielleicht klärt er eines Tages manche Rätsel auf, aber wenn nicht, lebe ich auch damit und irgendwann muss ich auch damit abschließen. Immerhin haben wir die letzten Monate doch vieles richtig gemacht und wer weiß, was noch so alles kommt.

Ich sehe gerade etwas optimistischer in die Zukunft! *:)

SXabiuneM1968


Hallo Mirsanmir,

Ich habe mich gerade durch Eure Geschichte gelesen. Warum? Weil es mir vor kurzer Zeit den Boden unter den Füssen weg zog, als unsere Tochter, 15 uns von ihren Problemen berichtete und sagte, dass sie so nicht weiter kann und eine Therapie machen will bzw. Hilfe braucht. Sie ist so stark, so stark sich Hilfe zu holen, hat den Mut mit uns zu reden, ist bereit in eine Klinik zu gehen. Und ich, ich finde keinen Weg. Ich habe jede Nacht Angst, dass sie sich wieder verletzt, jeden Tag Angst, dass sie nicht mehr kommt. Jetzt fährt sie in den Sommerferien knapp drei Wochen mit einer Jugengruppe weg. Kinderarzt und Beratungsstelle meinten, dass das eher gut für sie ist. Danach sind direkt Thermine bei einem Therapeuten und Ende Juli in der Klinik.

Wie gehen denn andere Eltern mit dieser lähmenden Angst um? Mein Mann ist keine Hilfe, weil er nur meint, man müsste nicht immer das Schlimmste annehmen.

Mir ist egal was mein Kind schulisch oder beruflich macht aber ich möchte, dass sie lernt ihr Leben zu geniessen und nicht zu hassen, mit allen Höhen und Tiefen.

Sabine

Muirs~anmxir


Ach du Arme, wie sehr kann ich dich verstehen...

Diese Angst, ich weiß, :°_

Aber du hast diese Pluspunkte, sie hat um Hilfe gebeten und die Hoffnung auf Hilfe ist da, am schlimmsten ist es glaube ich, wenn die Kinder um Hilfe schreien und keiner hört sie. Deine Tochter wurde gehört und weiß, dass sie jemanden hat, der ihr zuhört von dem her besteht Hoffnung, dass sie sich jetzt in einer einigermaßen stabilen Phase befindet.

Sommerferien mit Jugendgruppe klingt sehr gut, dort hat sie Ansprache, wird abgelenkt, hat vielleicht besondere Freundinnen dabei, vielleicht verliebt sie sich auch?

Vertrau darauf, dass sie auf euch zukommen wird, dass sie anrufen wird, wenn es ihr schlecht geht, biete ihr das noch einmal an.

Ansonsten bleibt nur der zweifelhafte Trost, dass du nicht 24 Stunden an ihrer Seite weilen und auf sie aufpassen kannst, sprich, wenn sie etwas vorhat, kannst du es nicht verhindern. Du kannst ihr nur die Hand reichen, sie trösten, ihr zuhören und ihr die Sicherheit geben, dass sie Hilfe bekommt.

Ich drücke dich mal, glaube mir, ich weiß noch ganz genau, mit welchen Gefühlen ich zuhause saß und auf meinen Sohn wartete, nie genau wusste, kommt er wieder heim? Ist etwas passiert?

Wie oft ich in der Nacht wach lag und grübelte und auf verdächtige Geräusche hörte...

Alles Gute für euch und schreibe ruhig weiter hier, was sich tut. :)*

Oder du machst einen eigenen Faden auf, ich habe wirklich die besten Erfahrungen gemacht mit den Leuten hier :)^ und ich habe sehr wertvolle Ratschläge und Anregungen aber auch viel Trost und Zuspruch bekommen, der mir sehr geholfen hat.

dEaWn'aex87


freut mich das es gut läuft und auch euer Kontakt weniger krampfig ist. @:) @:)

mqocnd+s]ternxe


@:)

@ Sabine1968

Mein Mann ist keine Hilfe, weil er nur meint, man müsste nicht immer das Schlimmste annehmen.

Dein Mann ist keine Hilfe, weil seine Botschaft Dich nicht erreicht. Aber Recht hat er.

Was müsste er machen, damit die Botschaft bei Dir ankommt?

M:irsa0nmixr


Ich weiß nicht, ob hier noch jemand mitliest, ich schreibe es einfach auf.

Heute brach das Kartenhaus mal wieder zusammen. Unser Sohn war etwa ein Jahr lang auf Achse, arbeitete mal hier, mal da, schien glücklich oder zumindest zufrieden, dann wurde ihm wohl gekündigt unter nicht schönen Umständen. Was genau war, weiß ich nicht.

Jedenfalls kam er Ende April heim, log uns etwas vor von einer neuen Arbeitsstelle, einer neuen Wohnung,... es stellte sich Anfang Mai heraus, dass nichts davon stimmte.

Wir haben versucht, ihn wieder auf die Beine zu stellen. Wir haben verlangt, dass er wieder zum Psychiater geht, wollten ihm aber Zeit lassen, sein Leben wieder in Griff zu kriegen.

Einen Monat ist er nun in seinem Zimmer gesessen und hat hauptsächlich Computer gespielt. Er hatte mehrere Termine beim Psychiater aber heute kam mir alles komisch vor und auf meine Nachfrage erklärte er mir, er wäre nie dort gewesen, hätte nicht einmal angerufen. Es stellte sich zusätzlich heraus, dass er nicht mehr krankenversichert ist seit Februar, weil nach der Kündigung ja auch die Zahlung an die AOK eingestellt wurde.

Wir saßen heute beide weinend da. Was sollen wir nun nur machen? Ich wollte eine Liste aufstellen, aber die große Frage ist doch immer, ist er krank oder einfach nur faul?

Ich habe ihn ein wenig unter Druck gesetzt, ich wollte irgendeine Antwort, was nun passieren soll. Er brach zusammen. Nun ist es genug, er IST krank, er hat Selbstmordgedanken, es geht ihm schlecht, wir kamen überein, ihn in eine psychiatrische Klinik einweisen zu lassen. Ob das der richtige Schritt ist, ich weiß es nicht, aber zuerst müssen wir noch das mit der Versicherung klären, wenn er nicht versichert ist, müssen wir das mit der Klinik noch verschieben, wir können das ja nicht selbst zahlen. Ich kenne mich da überhaupt nicht aus, ich weiß nicht, wie die Gesetzeslage ist. Ich will, dass mein Sohn endlich Hilfe kriegt, dass endlich was passiert, er tut mir so Leid.

Er hat nun sein vermülltes Zimmer aufgeräumt auf mein Drängen hin, ich wollte, dass er beschäftigt ist und er hat seinen Computer abgeräumt, seine eigene Idee. Er hofft nun, morgen in die Klinik zu kommen, ich fürchte nur, da wird die KK querschießen, das ist ihm glaube ich noch nicht klar. Er hat alles schleifen lassen, hat sich um nichts gekümmert, er hat wohl wie immer gehofft, dass sich Probleme einfach so auflösen. Leider fällt er immer wieder auf die Nase.

Er ist nun eingeschlafen, ich war gerade bei ihm. Wenn das mit der Klinik nun nicht klappt,... ach ich möchte ihn am liebsten in den Armen halten, ihn beschützen, alles von ihm fernhalten was ihn so bedrückt. Und kann doch nichts tun.

Danke für Zuhören @:)

LsilaLxina


Das tut mir leid, dass so ein heftiger Einbruch kam. Fühl' dich gedrückt :)_

Leider ist es ganz normal und gehört zu psychischen Erkrankungen, dass es immer wieder sein kann, dass es Eindrüche gibt. Manchmal ohne erkennbaren Grund, manchmal obwohl man so lange dachte, man wäre so weit weg vom absoluten Tiefpunkt.

Ich kenne es als Angehörige leider zu gut.

Bezüglich der Krankenkasse: Kannst du dich morgen dahinter klemmen und dort anrufen? Wie alt ist er mittlerweile und kann er zurück in eure Familienversicherung?

Sei ehrlich mit der Krankenkasse und sag, wie schlecht es ihm geht.

Wir haben mal die Erfahrung gemacht, dass es manchmal auch unbürokratisch und schnell gehen kann. War zwar nicht vergleichbar, aber wir waren positiv überrascht, wie schnell Hilfe da war, als es hieß "entweder sofortige Einweisung oder Polizei weil konkrete Suizidabsichten".

Nicht übertrieben dramatisieren, aber ehrlich bleiben.

Ich drück' euch die Daumen, dass es schnell klappt und deinem Sohn schnell geholfen wird.

MBirsan8mir


Danke für deine netten Worte.

Mein Mann und ich sind beide privat versichert, unser Sohn hat ja seit einiger Zeit gearbeitet und ist gesetzlich versichert gewesen. Nun müssen wir eben die Beiträge zahlen, auch rückwirkend, das machen wir natürlich, wir werden morgen gleich in die Filiale fahren und ich werde die Geschichte erzählen. Wir werden ihn freiwillig gesetzlich versichern und bekommen hoffentlich einen günstigen Tarif. Private Zusatzversicherung hat er, ich schau mal morgen nach, welche und was wir bei einem evt. Klinikaufenthalt bezahlt bekommen.

Er hat mir heute konkret erzählt, wie er sich umbringen möchte, wie oft er mit dem Gedanken spielt und so wie er heute sich wieder verkrampfte und wie er weinte, ist er nicht weit davon entfernt. Er sieht keinerlei Zukunft mehr. Ich brauche da leider nicht dramatisieren :°(

Und ich hoffe, dass es schnell geht, dass er Hilfe kriegt. Mein Mann sagt auch, wir sind mit unserem Latein am Ende, gerade mein Mann hat sich so bemüht, da ein paar Schranken abzubauen, sie sind fast normal miteinander umgegangen. Aber mit diesen Lügen macht unser Sohn jede Chance kaputt, ihm zu helfen, wir wissen nie, woran wir sind, wir möchten ihm glauben, aber wir müssen alles anzweifeln.

Es kam auch eine Mahnung über 175 Euro, die mein Mann dann gestern überwies, unser Sohn behauptete, er hätte in der letzten Arbeitsstätte einen Stuhl kaputt gemacht, das kann stimmen, es kann auch etwas ganz anderes sein. Die Rechnung kriegten wir natürlich nicht zu Gesicht, nur diese allerletzte Mahnung vor Einschalten des Gerichts. Immerhin hat er sie mir gestern gegeben und nicht wie alles andere einfach weggelegt und verdrängt.

MCirOsanxmir


Mit der KK ist alles ok, wir müssen nur nachzahlen, den Einweisungsschein für die Klinik haben wir. Wir packen gerade die Kliniktasche und fahren gleich los.

L#ivlabLina


Alles Gute euch!

Wird sicher nicht leicht in der Klinik, aber da sind Profis, die ihm helfen :)*

L(ovHuxs


Wenn er arbeitslos ist, ist das Arbeitsamt zuständig - also erst nachdem er sich arbeitslos gemeldet hat. Das wäre wichtig!

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