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Mein Sohn ist psychisch krank

MOirs5axnmir


Eines würde mich noch brennend interessieren, wie offen geht ihr mit der psychischen Erkrankung um?

Wissen Freunde, Familie, Bekannte usw. Bescheid?

Habt ihr Angst, dass euer Kind vielleicht Nachteile erleiden könnte, wenn alles bekannt wird? Gerade weil es ja momentan auch um Bewerbungen und Berufswahl geht.

Wir leben quasi in einem Dorf, ich möchte nicht, dass mein Sohn Tagesgespräch wird oder im Wirtshaus am Stammtisch diskutiert wird, daher schweigen wir. Aber vielleicht ist das falsch?

In meinem Kollegenkreis wissen ein paar Bescheid, einfach, weil ich meinen eigenen Zustand nicht so toll verbergen konnte die letzten Wochen. Sie haben sehr verständnisvoll und tröstend reagiert.

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Wissen Freunde, Familie, Bekannte usw. Bescheid?

Ich würde das eurem Sohn überlassen. Ich meine, das ist eines der privatesten Themen und ich war unglaublich sauer und gekränkt, dass meine Mutter das rumerzählt hat. Es geht in erster Linie um die Privatsphäre eures Sohnes, nicht um euch!

Eine psychische Erkrankung ist ja immer noch ziemlich tabubehaftet und das Outing kann teilweise schwere Konsequenzen nach sich ziehen (Arbeitgeber, soziale Kontakte ect.pp.). Wenn du eine Geschlechtskrankheit hättest, wärst du auch nicht froh, wenn es dein Gyn verbreiten würde, oder?

(Entschuldige den Vergleich, aber die Stigmatisierung ist teilweise immer noch echt krass). Zudem würde ich meinen Eltern gar nichts mehr anvertrauen, wenn sie so intime Dinge fremden Leuten erzählen würden.

M=ir/scanmxir


Ja, so empfinde ich es auch.

Das ist kein Thema für ein Dorf, auf keinen Fall.

Meine Kolleginnen sind ein anderer Fall, weil die eine ja auch Psychologin ist und ich sie um Rat fragte und sie mir sehr half, v.a. bei der Arztwahl und die andere ist meine Freundin.

LzovHxus


Mirsanmir

Ich bin ein Vater, der vielleicht Ähnlichkeiten mit deinem Mann hat. Hier will ich dir mal aufschreiben, was mich "geweckt" hat und wie es dann weiterging. Vielleicht kannst du was damit anfangen.

Meine Frau stand auch "zwischen den Stühlen", fühlte sich für alles zuständig und völlig überfordert. Sie hat alles auf sich gepackt, weil ich nichts angenommen habe. Wenn ich gegenüber meinem Sohn mal wieder wütend aus dem Ruder gelaufen bin, habe ich mich verteidigt, dass es besser ist, ich zeige mich, wie ich mich fühle als zu versuchen irgendetwas nach irgendwelchen Maßstäben, die ich nicht verstehe, "richtig" zu machen. Nur selten und ganz für mich allein, spürte ich meine Hilflosigkeit und dass es nicht so läuft, wie es sollte.

Eines Tages, mein Sohn hatte gerade seine zweite Ausbildung abgebrochen bekommen (sprich, seine Ausbilder erklärten ihn für untragbar), und er hing nur noch zu Hause herum, erklärte mich meine Frau für zuständig. Das war kein langes Gespräch. Sie sagte, dass es ihr zuviel ist, sie nicht mehr kann, dass alles, was sie kann, ist, ein schützendes und sicheres Zuhause zu bieten. Dafür, dass die Kinder das Haus verlassen und ihren Platz in der Welt finden, ist der Vater zuständig. Das kam ganz ohne Vorwürfe rüber. Es war einfach ein: "Da, wo ich gerade stehe, breche ich noch zusammen. Ich stelle mich jetzt dort hin, den Platz kann ich einnehmen, diesen hier nicht." Und für mich war es gut, weil es sehr klar war und ich damit etwas tun konnte.

Es folgten einige "Vater und Sohn Aktionen" in Richtung Klärung "Und nun? Was jetzt?" - wir haben uns Ausbildungseinrichtungen angesehen für Rehabilitation, Behinderte, eine Ausbildungsmesse besucht, mein Sohn hat erlebt, wie ich mich angstfrei unter Fremden bewege und Gespräche anknüpfe, einen Draht zu seiner Betreuerin vom Arbeitsamt gefunden habe, für die mein Sohn dann nicht mehr nur ein Fall, sondern ein Mensch mit Familie ist, die mit am Strang zieht. Mein Sohn hat mich neu kennengelernt als jemand,der ihn unterstützt und voranbringen will. Er hatte definitiv ein anderes Bild von mir, eines, das ihm Angst machte, eines von einem, mit dem man besser nicht redet. Das hat sich geändert.

Dieses Jahr schließt er seine Ausbildung ab und steht nun vor der Herausforderung, eine Stelle zu finden und eine Wohnung. Ich helfe ihm bei seinen Bewerbungen. Kritik, Kritik, Kritik. Ich kann nicht gut nennen, was nicht gut ist. Aber er macht nicht mehr zu und ich werde nicht ärgerlich. Und neulich schickte er ein Anschreiben, das rundherum gut war. Das habe ich ihm auch gesagt. Da schwebte er erst mal auf Wolken ;-D .

C(ouga]r71


Wow LovHus

Eine wirklich tolle Geschichte, wie Du hier, mit Deiner eigenen versuchst, Mirsanmir zu helfen! Das findet man nicht unbedingt oft, dass ein Vater selbstkritisch, mit sich und seiner Familie umgeht und dabei erklärt, wie man es dann doch tatsächlich besser machen kann und das auch noch mit Erfolg!

Glückwunsch und Respekt davor :)^

Ich denke, dass Mirsanmir aus Deiner Geschichte was lernen kann und auch längst begriffen hat, nur dass Sie wohl noch das Problem hat, dass Ihr Mann es ebenso erst einmal begreifen und Einsicht zeigen muss, was dem Sohnemann dann auch spürbar helfen kann.

Ich dachte gerade, es wäre vielleicht garnicht schlecht, wenn Dein Mann, mal genau das hier von Lovhus zu lesen bekommt, da er sich ja dann vielleicht auch ein wenig darin wieder erkennt, was Ihn dann ja hoffentlich auch mal intensiver zum nachdenken bringt.

Einsicht zu zeigen und dabei auch mal an sich selber zu arbeiten und zu Verändern, sodass nicht nur er selber etwas begreift, wo er dann ansetzen kann, sondern der tolle Nebeneffekt wäre ja auch, dass es ja mögl. Wiese auch positive Auswirkungen auf das gesamte Familien und Eheleben haben könnte.

Also rein theoretisch!

Ich persönlich habe ein massives Problem mit Menschen, die glauben, nur weil sie viel, lange oder auch nachts arbeiten müssen, ginge diesen, alle anderen Probleme nichts mehr an!

Ich nenne das schlicht und ergreifend FLUCHT aus der eigentlichen Verantwortung, statt sich dieser endlich mal zu stellen.

Was Deine Frage in Bezug auf , soll man es "publik" machen, dass Dein Sohn in therapeutischer Behandlung ist, sage ich eindeutig, wie schon zuvor geschrieben, NEIN.

Es ist nichts wofür man sich schämen muss, aber das tut ja auch nicht wirklich was zur Sache und wäre Deinem Sohn eher hinderlich, als hilfreich, aufGrund ,dieses immer noch vorhandenen Tabu s an sich. Abgesehen davon, ist das ,die alleinige Entscheidung Deines Sohnes und nicht Eure, als Eltern!

Sphojo


Ich habe einem Freund den Link zu diesem Beitrag geschickt – er hat keinen eigenen Account hier und wird wohl auch keinen anlegen, aber ich fand das, was er mir darauf zurückmailte, ganz schön wuchtig. Zuerst schrieb er nämlich nur kurz und wütend, wie ätzend das sei, ich antwortete, ich fänd Dich eigentlich recht reflektiert, worauf sich seine harsche Reaktion denn bezöge, und die Antwort war dann wie ein Schlag in die Magengrube. Es ist nicht tröstlich, es ist nicht angenehm, aber ich finde es außerordentlich klarsichtig (wenn es wehtut, nicht schimpfen, sondern sacken lassen, dann ist da oft viel dran), und ich habe ihn gebeten, es hier posten zu dürfen. Vielleicht kannst Du damit ja etwas anfangen.


1. Selbsthass, Gewalt gegen sich selbst, und das bei sehr jungen Menschen. Warum guckt man erst hin, wenn der eigene Sohn mit bereits 19 Jahren ein "Massaker" mit sich selbst anrichtet?

2. "Er ist schon so oft auf die Schnauze gefallen, immer musste ich ihm aus der Patsche helfen", "ohne mich ist er kaum zu etwas fähig", "er war immer unzuverlässig, faul und log uns an, wo er nur konnte" .. und so weiter. Das ist ein ganz tolles Bild, was sie da von ihrem Sohn hat. Mag sein, dass sie langsam, ganz langsam erkennt, dass das vielleicht nur ihr Bild von ihm ist. Ich bin mir aber nicht sicher, denn sie hat nach dem "Massaker" "erkannt, dass ..."

3. Ja, genau "Dass er ein riesiges Problem mit sich selbst hat". Herzlichen Glückwunsch. Das ist sicherlich die richtige Schlussfolgerung. Der arme Kerl ist sicherlich einfach nur aus sich heraus unzufrieden mit sich selbst. Wahrscheinlich ist er so unfassbar defizitär, faul und verlogen zur Welt gekommen, dass er es jetzt mit sich selbst in einem Raum einfach nicht mehr aushält und deshalb ein "Massaker" veranstaltet.

4. "mein Sohn hat so viel Angst vor meinem Mann, seinem Vater, eine irrationale Angst". Klar, die Angst kann nur irrational sein, sonst wäre ja das Familienbild kaputt. Klar, ich gehe nur von meinen eigenen Erfahrungen aus und ich bin sicherlich zu subjektiv und so, aber ehrlich, meine Eltern mögen bis zu einem gewissen Grad ähnlich hilflos, ähnlich augenzumacherisch und ähnlich nichtsehenwollerisch gewesen sein, aber ich hatte nie Angst vor ihnen. Nie. Angst. Mein Vater allerdings, der wurde von seinem Vater so dermaßen körperlich und seelisch misshandelt, dass er, als mein Großvater mit knapp 90 komatös im Sterben lag und mein Vater an seinem Krankenhausbett saß, sich vor lauter Angst vor diesem Mann nicht getraut hat, seine Hand zu nehmen. "Diese Hände", hat er danach manchmal gesagt. "Ich hatte immer solche Angst vor seinen Händen.". JA, ich bin total subjektiv und wütend, weil z.B. mein kleiner Bruder genau so ein armer kleiner kaputter Kerl sein mag wie der Sohn von Mirsanmir, vielleicht hat der Sohn von Mirsanmir ja wirklich eine massive, genetisch bedingte endogene Depression oder eine schizoide Störung oder wasauchimmer, aber ja, ich als der, der ich bin, mit dem Hintergrund meiner Erfahrungen, entnehme den unbedarften Äußerungen von Mirsanmir, dass sie das Problem immer von sich weggeschoben hat, nach wie vor von sich wegschiebt, ihrem Sohn die Schuld (!!) an dem Problem gab und noch gibt und das Problem damit, wenn nicht sogar verursacht, mindestens erheblich gefördert hat.

SKhohjxo


Ich füge noch hinzu: Meine eigenen Erfahrungen mit ganz schrecklichen Dingen, die Familienmitglieder einander antun, besagt, dass zur echten Annäherung viel Aushalten gehört. Nicht: Schuld fressen, bis die Weste rein ist. Aber den Schmerz und die Welt des anderen aushalten. Und auch die Schatten, die es auf die eigene Welt wirft. Nicht die Perspektive des anderen als irgendwie kaputt und verschoben betrachten, sondern sich auf sie einlassen und schauen, ob es vielleicht die eigene Perspektive ebenfalls verschiebt. Das ist Liebe, und Liebe kann viel heilen. Wenn ich bereit bin, meine Erfahrungswelt loszulassen und auch meine heile Welt und Teile meines eigenen, schmeichelhaften Selbstbildes, weil ich den Menschen, der das alles so anders sieht, liebe und ihm beistehen will, und zwar so sehr, dass ich ein Stück mitgehe in seine Dunkelheit und nicht behaupte, er sähe alles falsch und müsste doch nur mal das Licht anmachen.

Mirsanmir, die Probleme Deines Sohnes sind ein starkes Indiz dafür, dass in eurer Familie einiges ganz erheblich schiefläuft. Dass ihr an vielen Stellen falsch abgebogen seid und dass euer eigener Sohn euch mittendrin verlorengehen konnte. Es klingt alles danach, dass ihr ihn nie gesehen habt. Da war euer Bild davon, wie er sein sollte, aber er war anders – habt ihr je neugierig erkundet, wie er denn eigentlich ist, wie er die Welt erlebt, euch?

In Hannah Greens wunderbarem "Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen" geht es genau um die Punkte, die bei euch möglicherweise so schrecklich wichtig sind. Das Buch macht deutlich, dass die Trennung zwischen geistig Gesunden und geistig Kranken erstaunlich unmöglich ist. Wer besser klarkommt, ist nicht zwingend geistig gesünder als derjenige, der scheitert. Manchmal erträgt auch der, der strauchelt, die Krankheit seines Umfelds nicht. Der Zustand Deines Sohnes ist ein dringendes und ein extremes Warnsignal. Ihr habt ihn so lange übersehen und überhört, bis er in die Welt hinausschreien und hinausbluten musste, wie es ihm geht, in der Hoffnung, dann endlich sähe ihn jemand. Vielleicht war er gar nicht der Tabletten wegen so schnell ruhiger. Vielleicht war er es vor lauter Erleichterung, weil endlich jemand sieht, wie es ihm geht.

Der Weg zurück ist nicht leicht. Ihr könntet jetzt nicht einfach plötzlich alles richtig machen, und er würde sagen, na, dann ist ja gut, und alles wäre wieder schön. Ihr habt einen Weg vor euch, der ganz schön wehtun und alles aufrütteln und in Frage stellen wird. Dass dein Mann sich so beleidigt abwendet und nicht bereit ist, eine Hand zu reichen, ist furchtbar. Angesichts dieses Verhaltens wundert mich der Zustand Deines Sohnes gar nicht, ganz ehrlich. Bist Du bereit, notfalls den Weg gemeinsam mit Deinem Sohn zu gehen, an seiner Seite, auch wenn Dich das Deinem Mann entfremdet, weil der nicht mitziehen will? Ich hoffe sehr, dass ja. Und ich hoffe, dass es nicht nötig wird. Und ich hoffe, dass bei euch diese verdammte, widerwärtige Schuldfrage krepiert und verrottet. Es geht nicht um Schuld. Es geht darum, einander so zu sehen, wie man ist, und nicht zu verlangen, dass sich das Empfinden von jemandem an das Wunschbild anpasst, weil man ihn sich ansonsten einfach anders denkt, als er ist, und ständig an ihm vorbeischaut.

Wer ist Dein Sohn? Was liebt Dein Sohn? Was macht ihm Angst? Siehst Du Deinen Sohn, oder machst Du die Augen zu, weil Du Angst hast, dass er nicht in Dein Leben passt?

C.o8u|g\ar7 1


Shojo

Bei Teil 1 Deines Beitrages ,sage ich nur, Vorwürfe jeglicher Art bringen überhaupt nichts und sind eher kontraproduktiv, schon in Anbetracht dessen, das eine Beurteilung welcher Art auch immer, über einen oder mehrere Menschen hier überhaupt nicht wirklich möglich ist, was Du bitte bedenken sollstest!

Bei Teil 2 verstehe ich Deine Intension schon ein wenig besser, wohl auf Grund eigener Erfahrungen, aber trotz alledem, vermischen sich hier Deine Erfahrungen und Gefühle, mit den sehr sehr beschränkten Aussagen und Angaben, der TE, die hier sicher nur einen Bruchteil ausmachen können und es uns allen somit absolut unmöglich ist, eine objektive Meinung darüber abzugeben.

Ich persönlich würde mir nicht anmaßen, hier im Forum ,von mir auf andere zu schliessen, bzw. Mitgliedern hier, die Hilfe und Unterstützung suchen, einfach vorzuverurteilen!

Einzige Ausnahme: Man kennt sich wahren Leben persönlich und alle Umstände der Geschichte.

Niemand ist frei von Fehlern, niemand, und schon deshalb, sollte immer gut überlegt sein, was man von sich gibt.

Abgesehen davon habe ich allerdings auch ein wenig Verständniss dafür, was Du hier geschrieben hast, in Anbetracht Deiner Geschichte, die aber eben Deine ist und nicht die von Mirsanmir, auch wenn es da ev. parallelen geben sollte, so ist doch jede Geschichte, niemals absolut gleich, was Du bitte auch mal reflektierend bedenken solltest!

S!hojxo


Cougar. An Dich eine elementare Bitte, die ich sehr ungern äußere, aber es ist ja immer wieder nötig: Bitte sorgfältig lesen. Es sollte doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Wie soll ich ernst nehmen, was Du schreibst, wenn Du nicht den respekt und die Sorgfalt aufbringst, ansatzweise gründlich das zu lesen, worauf Du Dich anschließend beziehst?

Abgesehen davon habe ich allerdings auch ein wenig Verständniss dafür, was Du hier geschrieben hast, in Anbetracht Deiner Geschichte, die aber eben Deine ist und nicht die von Mirsanmir

Es ist nicht meine Geschichte. Das schrieb ich in meinem ersten Beitrag sehr deutlich. Es ist die Geschichte von jemandem, der selbst eine problematische Familiengeschichte hat, ja. Und natürlich ist sie nicht 1:1 übertragbar. Aber die Symptomatik ist eine ziemlich klare.

Der erste Teil ist Feedback von jemandem, der aus der Perspektive des "problematischen Kindes" heraus sehr heftig auf sehr klassische Anzeichen von Verdrängung, Schönfärberei und unguter Wahrnehmung des Kindes reagiert hat, die ich selbst anfangs überlesen habe. Der zweite Teil ist meine eigene Wahrnehmung, nachdem ich mit Hilfe des ersten Textes genauer hingeschaut habe.

Vorwürfe helfen nicht. Aber Wegschauen und fortsetzen, was jemanden hat krank werden lassen, auch nicht. Es geht um die Frage: Ist Mirsanmir bereit, sich mit auf den schmerzhaften Weg zu begeben, oder ist sie es nicht?

LZovHuxs


Cougar

was Ihn dann ja hoffentlich auch mal intensiver zum nachdenken bringt

Es tut ja so schon weh, intensiver nachdenken tut nur intensiver weh. Ich glaube nicht, dass das passieren wird. Eher arbeitet er noch eine Stunde länger, wenn es sein muss. Flucht, ja, vielleicht. Aber um da raus zu kommen, braucht es eine Option, etwas, das er tun kann. Deshalb schrieb ich:

Und für mich war es gut, weil es sehr klar war und ich damit etwas tun konnte.

"klar" meint, dass es gar nicht so viel zum "intensiver nachdenken" gab, und "etwas tun", dass ich hier und da telefonieren konnte, ein paar Termine machen und alles Weitere ergab sich daraus. Es ist leichter, einen Tag freizunehmen, weil man etwas Wichtiges mit dem Sohn erledigen muss, als abends früher heim zu kommen, um intensiver nachzudenken ;-) . Ist das nur für mich selbsterklärend, weil ich auch so ticke, oder ist das allgemeinverständlich?

Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Ich denke leidenschaftlich gerne intensiv nach. Aber nicht da, wo es wehtut. Wenn es weh tut wird es auch nicht besser, wenn man drüber nachdenkt. Das ist also kein Versäumnis.

MNu<ff 9Pottxer


OT

Ich denke leidenschaftlich gerne intensiv nach. Aber nicht da, wo es wehtut. Wenn es weh tut wird es auch nicht besser, wenn man drüber nachdenkt.

Gib' mir fünf, Alter. %-| :-)

Das ist also kein Versäumnis.

Schaffst du es (noch) einen Gedanken zu Ende zu denken? Ich nämlich nicht

OT Ende Vielleicht in einem anderen Faden......

I%n-Ko<g Nxito


wir haben in der schwieger- /schwägerfamilie schlechte erfahrung mit dem verschweigen von krnakheiten gemacht.

weil wenn es irgendwann mal kracht, kann sich das keiner erklären und dann geht es erst recht in die hose.

wenn die leute wissen, derjenige ist krank, dann ist das anders.

diejenigen, die mit euch fühlen, sind brauchbar, die anderen nicht. so einfach ist das. bei meinem eigenen sohn, der alleridngs noch in der in der schule ist, bekamen wir die diagnose asperger-syndrom, also autismus.

und hier in der kleinstadt erzähle ich wirklich jedem, den ich zufällig mal treffe und der früher zu grundschulzeiten mit uns und sohni zu tun tun hatte, von der diagnose. weil er schon "damals" anders war und wir unerklärliche begebenheiten hatten. schnell hieß es auch, wir wären die schlechtesten erzieher, schlechte eltern, inkonsequent etc.. nun kann ich sagen:

mein sohn ist autist, welche ausrede hast du für dein kind? ]:D

ne, offen legen.

auf jeden fall.

wegen bewerbung würde ich mit betreuern vom arbeitsamt etc.. reden.

die geschichte von@ lovhus gefällt mir persönlich übrigens gar nicht.

mir tut seine frau leid, dass es soweit hat kommen müssen. als hätte sie ewig zwei kidner gehabt.

CPohugarx71


@ shojo

Ich habe Deine Beiträge sehr wohl genau gelesen, wie auch deren Inhalt verstanden. Das ich," Deine " Geschichte schrieb , kam deshalb, weil es für mich "Deine" war und es auch absolut nicht relevant ist, wessen Geschichte! Ich habe schon begriffen, der Freund/Bekannte, um den es ging, als auch später, Deine eigene Meinung dazu!

Das ändert trotzdem nichts an meine Ausführung im allgemeinen, sondern ich bitte Dich nochmals darum, einfach etwas bedachter zu schreiben, damit eben nicht, der" Vorwurfsakt" an sich im Fordergrund steht, nicht mehr und auch nicht weniger.

Vorwürfe helfen nicht. Aber Wegschauen und fortsetzen, was jemanden hat krank werden lassen, auch nicht.

Absolut richtig und meine Zustimmung, aber was glaubst Du denn, wieso Mirsanmir hier Ihre Geschichte schreibt? Alles klar? Sie hat das schon längst verstanden und braucht keine unterschwelligen Kommentare, sondern einfach Verständniss, Gehör und ev. gut gemeinte Ratschläge, für die Hilfe zur Selbsthilfe, um eben diese Situation zu meistern!

Ich habe Dir nichts böses gewollt und ich verstehe auch deine Ansicht sehr gut, ehrlich :)z

@ Lovhus

Mit intensiver nachdenken meinte ich in erster Linie, sich über die gesamte Situation erst einmal wirklich bewusst zu werden, was eine Vorraussetzung dafür ist, überhaupt etwas an der Sache im positiven Sinne, für sich selber und den Sohn ändern zu können! Selbstreflektion.

Manchmal muss man auch, oder besonders da intensiv nachdenken, wo es eben gerade weh tut! ;-)

C[ouVgarx71


die geschichte von@ lovhus gefällt mir persönlich übrigens gar nicht.

mir tut seine frau leid, dass es soweit hat kommen müssen. als hätte sie ewig zwei kidner gehabt.

Tja, wenn man nur das sehen möchte, was man sehen will und ausschliesslich das negative sieht, dann gebe ich Dir Recht. Aber ich sehe halt auch, die Einsicht, das begreifen und die positive Veränderung, die immer noch positiver zu bewerten ist, als wenn sich nichts geändert hätte.

Ist immer eine Auslegungssache.

I[n-K"og N@ito


ich sehe ja die einsicht,

ich kenne das durchaus auch anders. nur schade, dass es soweit kommen mußte und sich nun moralisch auf der einsicht auszuruhen, bringt im nachhinein auch nichts mehr.

wie gesagt: schade. sie hat es bestimmt über jahre versucht gehabt, es wäre besser gewesen, er hätte es um ihretwillen einfach akzeptiert und nicht auf die richtige formulierung gewartet.

war ja nicht so, als ob er nicht gewußt hätte, um was es ging.

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