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Mein Sohn ist psychisch krank

a}lon[eathPomxe


Ich hab jetzt nicht alle 7 Seiten gelesen aber mich verwundert etwas. Er wird medizinisch begründet aus der Schule genommen soll sich aber bewerben und arbeiten?

Wenn man das mit mir gemacht hätte wäre das ganze glorreich nach hinten losgegangen. Nach dem ich die Schule abgebrochen habe wurde ich von allen Pflichten (Berufsschule usw.) befreit und schwebe jetzt in einer halb offiziellen dauerhaften Erwerbsminderung.

Eahema^ligerC Nutz{er (#x15)


LovHus

Woher weiß man denn, was für eine Therapie die richtige ist, so ohne Diagnose

Umgekehrt: Wie kann man ohne tieferen Einblick (=Therapie) eine richtige Diagnose stellen? Ob dann eine andere Therapieform angebrachter ist, kann man dann noch immer entscheiden.

L&ovYHus


tieferen Einblick (=Therapie)

Ah, interessant. Für mich war "Einblick" das, was zur Diagnose führt und die Therapie das, was man daraufhin tut. Ist bei psychischen Problemen viel zu kurz gedacht. Sehe ich ein.

Habe mein Bild nun wie folgt korrigiert: Symptom - Symptombehandlung; das entspricht meinem einfachen Bild. Und darauf folgt die Therapie, die erstmal herausfinden muss, wie die Zusammenhänge liegen, um dann, innerhalb der Therapie, Interventionen einzusetzen, die in Richtung Problemlösung wirken, wenn alles passt.

Miirsafnmixr


Umgekehrt: Wie kann man ohne tieferen Einblick (=Therapie) eine richtige Diagnose stellen? Ob dann eine andere Therapieform angebrachter ist, kann man dann noch immer entscheiden.

Richtig, so wird das begründet, man muss erst sehen, was so im Inneren vor sich geht, dann kann eine Diagnose gestellt werden, so sagte es der Arzt.

Zu der Sache mit der Ausbildung, die beginnt frühestens im Herbst. Solange wir nicht wissen, was los ist, versuchen wir, das Leben weiter normal zu gestalten. Wenn er die Ausbildung antreten kann, ist das mit der Schule sowieso hinfällig, wenn er das aber nicht kann, ist die Schule weiterhin eine Option.

Aber das habe ich ja schon weiter vorne geschrieben, warum wir die Bewerbungen überhaupt gemacht haben. Jetzt sollte er ein paar Stunden in der Woche arbeiten, meint sein Arzt, damit sein Leben auch nach außen weitergeht und er sich nicht verkriecht. Wir drängen ihn da aber nicht, ich bin heilfroh, dass wir das mit den Bewerbungen ins Lot brachten.

Die rechtlichen Sachen muss ich dann wohl mal angehen... :-/

m osnd+s'ternxe


Muss er sich nun beim Arbeitsamt melden?

Nein.

Aber meiner Meinung nach ist es dringend zu empfehlen, dass ein Elternteil ihn an der Hand nimmt und mit ihm zum Arbeitsamt geht, um sich zu informieren. Denn es muss jetzt geklärt werden, wie es mit seiner Berufsausbildung weiter gehen soll. Eventuell kann das Arbeitsamt ihn in eine Maßnahme zur Berufsfindung vermitteln.

Mrirsafnmxir


Ja, danke, wir werden uns dort dann melden, aber morgen rufen wir die Schule noch einmal an, nachdem er ja momentan pausiert, kann es gut sein, dass er noch Schülerstatus hat, dann ändert sich zumindest die Versicherung nicht.

Das müssen wir mal als erstes herausfinden.

Heute haben wir noch eine Bewerbung abgeschickt, mal sehen, was daraus wird.

E-hemalCigefr Nut|zerU (#15x)


LovHus (mirsanmir)

Ah, interessant. Für mich war "Einblick" das, was zur Diagnose führt und die Therapie das, was man daraufhin tut. Ist bei psychischen Problemen viel zu kurz gedacht. Sehe ich ein.

Habe mein Bild nun wie folgt korrigiert: Symptom – Symptombehandlung; das entspricht meinem einfachen Bild. Und darauf folgt die Therapie, die erstmal herausfinden muss, wie die Zusammenhänge liegen, um dann, innerhalb der Therapie, Interventionen einzusetzen, die in Richtung Problemlösung wirken, wenn alles passt.

So sieht es aus.

Ein bißchen ot (bezieht sich jetzt nicht auf Deinen Sohn, mirsanmir, hier finde ich den Ablauf genau richtig):

Deshalb "ärgert" es mich auch, wenn Leute (hier im Forum fällt es sehr auf) Diagnosen stellen die auf einen oder zwei Arztbesuche (oftmals auch nur HA-Besuche) begründet sind. Oder gar nur auf Internettests, die Symptomatiken einer bestimmten Erkrankung aufweisen. Für Manche reicht es auch nur mal von einer bestimmten Krankheit gelesen zu haben. Und damit wird dann das komplexe Verhalten von sich selbst oder einer anderen Person (Partner) erklärt....

Sehr beliebt ist da z.B. die "Borderline Erkrankung", "AD(H)S", "Burn out", "Depression" und neuerdings das "Asperger Syndrom".

LqovH`us


Isabell

Und damit wird dann das komplexe Verhalten von sich selbst oder einer anderen Person (Partner) erklärt....

Sehr beliebt ist da z.B. die "Borderline Erkrankung", "AD(H)S", "Burn out", "Depression" und neuerdings das "Asperger Syndrom".

Das finde ich nicht so schlimm. "Verhalten erklärt" ist ja erst mal nur Symptombeschreibung. Aber, wie ich jetzt gelernt habe, dann beginnt erst die eigentliche Diagnose/Therapie. Aber eben nur, wenn der Betreffende sich zum Arzt getraut hat. Es stellt sich eben die schwierige Frage - und damit sind wir wieder im Thema (obwohl an einem abgehakten Punkt) - ob Therapie erforderlich ist, oder ob "ganz normale" Erziehung ausreicht, man sich nicht so anstellen soll. Lieber eine der beliebten "Diagnosen" und der Betreffende geht zum Arzt als ein "mach dich nicht lächerlich, reiß dich zusammen". Das würde mich eher ärgern.

ErhemaXlig*er NutNzer (#1x5)


**LovHus*

Lieber eine der beliebten "Diagnosen" und der Betreffende geht zum Arzt als ein "mach dich nicht lächerlich, reiß dich zusammen". Das würde mich eher ärgern.

Da sind wir ja auch völlig beieinander.

Wovon ich sprach war ja eher ein "sich Ausruhen" auf einer nicht gesicherten Diagnose....aber das geht hier zu ot ;-).

M~irs0anmxir


Am Mittwoch hatten wir die Bewerbungen abgeschickt, am Freitag kam schon ein Anruf und heute hat er ein Bewerbungsgespräch.

Wir haben gestern noch ewig miteinander geredet, er freut sich auf die Ausbildung, er will sie machen, das Zuhausesein und Nichtstun tut ihm nicht gut.

Es war schlimm für mich gestern, meinen Sohn wieder so ungeschminkt zu erleben, es wäre so schön, wenn man weiterhin die Augen zumachen könnte, aber das ist natürlich Unsinn, ich will, dass es ihm besser geht, er ist recht durcheinander zur Zeit.

Was das Schlimmste ist, sind diese Wechsel zwischen irrem Lachen und der Heulerei. Und das höhnische Gelächter, wenn ich versuche, mit Worten zu helfen, ja, aber das kenne ich selbst, wenn ich den Leuten auch nicht ins Gesicht lachte damals, so wie er mir.

Ich entschuldigte mich bei ihm für mein hilfloses Gerede, sagte, er muss Nachsicht haben, weil ich einfach oft gar nicht weiß, was ich sagen kann, ob ich lieber still sein soll,...

Er meinte dann, es wäre einfach nur gut, wenn ich für ihn da bin. Das habe ich ihm gerne versprochen, egal was sein wird.

Aber ich bin heute selbst wieder ganz schön durcheinander, dieser Blick in solche Tiefen und Höllen, das ist schwer zu tragen und wenn es noch der eigene geliebte Sohn ist,...

Ich habe versucht, glückliche Momente hervorzuholen, ich sage ihm immer wieder, dass er einmal sehr glücklich war, er glaubt es mir nicht. Ich habe dann versucht ihm ein paar schöne Erinnerungen zurückzugeben, Urlaubsbilder, aber nein, er glaubt mir nicht :°(

Aber er ist fest entschlossen, das Gespräch heute zu meistern, er will etwas "haben", ein Ziel, eine feste Struktur, er will wohl auch "angenommen" werden. Ich hoffe so sehr für ihn, dass es klappt.

MPir<sanxmir


@ aloneathome

Ich hab jetzt nicht alle 7 Seiten gelesen aber mich verwundert etwas. Er wird medizinisch begründet aus der Schule genommen soll sich aber bewerben und arbeiten?

Wenn man das mit mir gemacht hätte wäre das ganze glorreich nach hinten losgegangen. Nach dem ich die Schule abgebrochen habe wurde ich von allen Pflichten (Berufsschule usw.) befreit und schwebe jetzt in einer halb offiziellen dauerhaften Erwerbsminderung.

Wie geht es dir dabei? Es wäre nett, wenn du mir ein wenig aus deiner Sicht erzählen könntest. Hast du eine Diagnose? Bist du in Therapie?

Auch gerne per PN. @:)

mrond+sRterxne


@:)

M6irsan$mir


Er hat heute eine Zusage bekommen, nun liegt es an ihm zu unterschreiben und die Stelle im September anzutreten :-)

Er ist zumindest heute mal wirklich guter Stimmung gewesen, also echt und nicht gespielt.

MCaep8x2


Wow! So schnell ging das? :-o

Da hat er aber wirklich von sich überzeugen können. :)^

MgigrksanHmir


Er will in die Altenpflege, er kommt unglaublich gut mit alten Leuten aus, hat da ewig Geduld, die Patienten, die er in seinem Praktikum pflegte, fragen immer wieder, wenn sie ihn treffen, ob er denn nicht wieder kommen möchte... da suchen sie Leute und das war nun natürlich seine Chance. Ja und anscheinend war er heute überzeugend, also so hat er es auch hinterher berichtet, er kam völlig entspannt und stolz zurück und sagte, es sei unglaublich, dass er das heute so geschafft habe.

Ich bin ganz ehrlich, auch nach allem, was hier geschrieben wurde, habe ich versucht, seine sozialen Stärken noch mehr zu betonen und hervorzuheben und ich habe in da hineingeredet.

Ich habe ihm erklärt, dass das etwas ist, das nicht jeder kann, dass er da stolz darauf sein kann und sein sollte.

Und tatsächlich erfährt er Bewunderung und Respekt, dass er sich diesen schwierigen Beruf antun will, ich habe gerade das Gefühl, dass ihn das tatsächlich aufbaut und er ein wenig mehr Selbstachtung bekommt. Zumindest hoffe ich das, manchmal wünscht man sich ja etwas so sehr, dass man glaubt, dass es schon eingetreten ist. %:|

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