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Andere Menschen zu anstrengend

a3k-g~s30x47


Mir ging es auch lange so bis ich mir eingestanden habe das das bei mir eben so ist und habe mir Leute gesucht denen es auch so oder ähnlich geht (denn die verstehen einen ;-) )

Ich habe nach wie vor jetzt nicht viele Kontakte aber dafür welche die Gold wert sind. x:)

Komischer Weise ist das in der Beziehung ganz anders, wenn ich meinen Partner 24 Stunden am Stück um mich habe finde ich das eher angenehm und fast noch zu wenig als einschränkend.

Taes{traxle


Es ist für mich regelrecht ermüdend, Angst habe ich keine vor Menschen. Da ich in Gesellschaft einfach nicht das Empfinde, was andere offensichtlich Empfinden. Oder Treffen sich viele Leute auch nur deshalb, um die "Zeit irgendwie totzuschlagen" manchmal hab ich das Gefühl. Ich habe einfach das Gefühl, das es in Zwischenmenschlichen Beziehungen primär nur darum geht selbst möglichst gut darzustehen, wie bei Facebook. Wahrscheinlich ist das eine ganz verzerrte Wahrnehmung von mir.

ich finde 99% der Unterhaltungen Unerträglich Banal, ich habe nie, gelern, mit diesen Banalitäten umzugehen.

E`hemalig]er Nutezer (x#15)


Hilaria

Wenn Leute mit mir nicht telefonieren oder sich mit mir nicht treffen, finde ich das bspw. anstrengend; aber ich finde nicht Menschen per se so anstrengend, wie das hier dargestellt wird.

Der kleine, feine, aber dennoch entscheidende Unterschied ist: Es geht nicht darum die Menschen anstrengend zu finden, sondern den Punkt, sich ständig mit anderen Menschen fröhlich austauschen zu müssen/sollen oder wie auch immer.

Oder so herum gesagt: Sich ständig mit anderen Menschen umgeben zu müssen damit man ein gesellschaftlich sozial integrierter Mensch ist.

gast1734 drückt es recht treffend aus:

Ich zum Beispiel entspanne auch lieber zu Hause mit angenehmer Musik und Lektüre. Freunde habe ich trotzdem, die wissen und akzeptieren, dass ich ab und zu Geist habe für Unternehmungen, oft aber auch nicht.

Testrale

ich finde 99% der Unterhaltungen Unerträglich Banal, ich habe nie, gelern, mit diesen Banalitäten umzugehen.

Hmm...also ich kann -logisch- nur von mir ausgehen und muß sagen, dass ich Banalitäten sehr spannend finde. Ich kann so z.B. auch stundenlang über's Kochen reden, was ich gerne esse, wie ich es zubereite etc. pp.. Oder darüber, wie ich meinen Müll trenne, wie oft ich meine Fenster putze....was auch immer.

Das macht doch Spaß ;-). Weil es auch zum Leben dazu gehört.

Warum muß (darf?) ich denn nur über die tiefgründigsten Dinge im Leben reden? Wo bleibt denn da das Leben als Solches? Banalitäten, Small-Talk, Rumalbern....das ist für mich Lebendigkeit pur. Weil es diese Dinge eben auch gibt und sie wie gesagt – einfach Spaß machen.

GgedanklengQe2flecxhte


Mich nervt es vermehrt, wenn ich von mir nahestehenden Personen immer wieder zu hören bekomme: "Du mußt mehr rausgehen". Warum? Wohin? Neulich war ich mal mit einer Freundin eine Pizza essen. Da haben sich die besagten Personen fast überschlagen vor Freude. Wieso denn bitte? Das hatte sich aus einem Umstand heraus ergeben, war auch sehr schön – aber doch letztendlich nichts Anderes, als hätten wir zusammen am Telefon gesessen? Wo ist da der grundlegende Unterschied was das Thema 'soziale Kontakte' angeht?

Der grundlegende Unterschied besteht darin, dass ein Telefonat gegenüber dem Face-to-Face Gespräch bestimme Einschränkungen hat. Die wohl wichtigste Einschränkung: Man sieht den anderen nicht. Und der fehlende Körperkontakt, der bei Freunden oder Bekannten vielleicht nicht so wichtig, aber auch nicht zu verachten ist.

Darüberhinaus ist man bei einem Telefonat zuhause selten von Menschen umgeben, zumindest nicht in dem Ausmaß wie es "draußen" der Fall ist. Das kann natürlich angenehm sein(Stichwort: Schlabberlook), nimmt aber zugleich die Chance neue Leute kennenzulernen oder auch nur mit ihnen zu kommunizieren(netter Plausch mit Fremden, der zu nichts führt).

Außerdem nimmt man sich die Chance auf neue Erfahrungen(durch die Stadt gehen und ein neues Geschäft/eine neue Kneipe etc. entdecken) und Erlebnisse.

E/hemal-iger JNutz1er (#15x)


Gedankengeflechte

Ich weiß was Du meinst.

Aber was, wenn ich das Alles in meinem Leben schon genug erlebt habe und jetzt einfach mit den Kontakten, so wie sie sind, zufrieden bin?

Meine Freundinnen/Freunde kenne ich ja auch persönlich, heißt, ich brauche nicht zwingend Körpersprache oder auch Körperkontakt wenn ich mit ihnen telefoniere. Ich sehe sie dann quasi vor mir...

Und wie gesagt und betont: Ganz auf realen Kontakt verzichten will ich ja auch nicht und tue ich auch nicht. Nur eben nicht in dem Ausmaß, dass ich fast jeden zweiten Tag "on tour" sein muß.

...(...)...nimmt aber zugleich die Chance neue Leute kennenzulernen oder auch nur mit ihnen zu kommunizieren(netter Plausch mit Fremden, der zu nichts führt)....

Ach, das tue ich so doch schon. Zwangsläufig durch diverse Umstände. Und ich bin ein sehr kontaktfreudiger Mensch, finde sehr schnell einen jeweiligen Draht....aber hier in diesem Faden geht es doch eher um freundschaftliche Verbindungen, wie man diese hält oder auch pflegt – meinem Verständnis nach.

KJlei]o


Testrale

Aber warum können denn z.B andere Menschen scheinbar anstrengungslos so viele Kontakte haben und diese auch regelmässig pflegen, ein paar Kollegen von mir sind jeden tag nach der arbeit mit ihren Freunden unterwegs und das bis zum frühen Abend. Warum kann ich nach der Arbeit einfach niemanden um mich ertragen, mir ist dann bereits eine kurzen Telefonat mit meiner Mutter zu viel. Das kann doch nicht normal sein, ich denke, das hat was mit meiner Schulzeit zu tun, da ich damals immer gemobbt und stark gehänselt wurde, war ich nach der Schule froh, niemanden zu sehn und meine ruhe zu haben, kann das daher kommen?

Das kannst doch nur Du wissen. Hasst Du Menschen seit dieser Zeit? Allerdings – Du kannst es ändern, wenn Du es willst. Die Banalität der Themen liegt doch nur am Gegenüber. Es ist ja nicht so, dass sich jeder nur gerne über Banalitäten unterhält (wobei für jeden andere Themen Banalitäten sind - ein anderer wird Deine Themen als Banalität bezeichnen). Du brauchst Dich doch nur mit Menschen zu umgeben, die sich für dieselben Themen interessieren, wie Du.

ich finde 99% der Unterhaltungen Unerträglich Banal, ich habe nie, gelern, mit diesen Banalitäten umzugehen.

Was sind denn diese Banalitäten?

EqlNla?gant


Oder Treffen sich viele Leute auch nur deshalb, um die "Zeit irgendwie totzuschlagen" manchmal hab ich das Gefühl. Ich habe einfach das Gefühl, das es in Zwischenmenschlichen Beziehungen primär nur darum geht selbst möglichst gut darzustehen, wie bei Facebook.

Ich treffe andere Menschen oft aus egoistischen Gründen. Weil ich jetzt Lust habe was zu machen und das würde ich gerne mit jemandem teilen. Aber dabei gehts mir um mich ;-D Ich will dabei zu zweit sein. Jemanden zum Reden/Austauschen haben. Zum Beispiel am Freitag schien die Sonne und ich dachte "ich will RAUS". Ich würde theoretisch auch alleine raus gehen aber dann würd ichs wohl doch bleiben lassen weil ich keinen "Zwang" habe. Also verabredete ich mich mit einem Bekannten und wir gingen in die Stadt. Shoppen. Es war ein Mann. Wir gingen nur nach Damenkleidung schauen. Er wusste worauf er sich einlässt ;-D Und es war witzig. Ich probierte lustige Sachen an, die er mir brachte und ließ mich beraten. Das gehört wohl auch zu Banalitäten?! Ich seh es so wie Isabell. Ich mag Banalitäten. Auch über Banalitäten kann man sich lange und tiefgründig unterhalten ;-) Ich unterhalte mich zB auch lieber banal weil ich somit nicht so viel von mir preisgebe. Das bilde ich mir jedenfalls ein.

p"urelrwahn=sinxn


Ich bin auch so eine *:)

ich habe irgendwann aufgehört, mich mit menschen zu unterhalten. Diese gezwungenen, oberflächlichen Gespräche , pfui.

Irgendwann habe ich dann auch keine Freunde mehr getroffen. Familie mag ich genauso nicht immer sehen und sage Treffen oft kurzfristig ab. Das treibt schon Keile zwischen uns...

ich hab meinen Freund und eine Freundin mit whatsapp Kontakt. Das war es.

hab mittlerweile zwar auch eine soziale Phobie, aber ich denke, ich bin auch einfach ei Einzelgänger. Trotzdem besteht oft der Gedanke, ob ich nicht etwas verpasse oder ob ich tatsächlich so glücklich bin, ein leben lang einsam, nach der arbeit ruhe ruhe ruhe, keine stimmen mehr bitte. Alles so anstrengend!

@:)

Cjougar{7x1


Ich selber, kann mich hier wohl auch locker mit einreihen. Ich habe und hatte auch schon immer so meine Probleme ,im allgemeinen mit Menschen.

Ganz verzichten geht auch nicht, aber ich brauche tatsächlich auch sehr viel Zeit für mich selber. Ich habe ein paar wirklich gute und wichtige Freunde, die mich schon sehr lange kennen und Gottseidank, damit umgehen können, dass wir uns nicht so oft sehen.

Ich fühle mich auch irgendwie als Einzelgänger. Mit belanglosen Geschwafel, Kneipengängern, Partys etc. kann ich gleich garnichts anfangen, früher nicht und heute ebenso wenig.

Ich stelle auch immer wieder fest, dass mich selbst gute und auch mal lange intensive Gespräche, sehr anstrengen, also im nachhinein, wo ich dann erst einmal länger wieder meine Ruhe brauche.

Ich mag eigentlich Menschen, aber widerrum brauche ich Sie nicht wirklich, oder nur selten. Ich kanns mir selber nicht erklären, aberso ist es nun mal.

Oft denke ich auch, oh Mann, wo soll das mal mit Dir enden? So wie Testrale schon schrieb. Ich bin alles andere ,als spontan. Wenn ich mal bei meinen Freunden eingeladen bin, dann hängt es sehr von meiner gegenwärtigen Verfassung ab, ob ich dann auch wirklich dazu bereit bin.

Irgnedwie fühle ich mich schon des öfteren, anders, einsamer, verkorkster, als "normale". Komischer Weise, tu ich mich im Internet leichter, mit Menschen zu kommunizieren, also wie hier z.B., als im wahren Leben. Da strengt es mich weniger an. Ist doch echt bescheuert, ich weiß, aber so bin ich einfach.

E2hem5aliger N5utzger (#&5439K15)


Ich treffe mich mit Menschen, weil ich sie mag, Spaß mit ihnen haben, mich austauschen möchte.

Wegen was trifft man sich denn sonst?! %:|

Eyhemalig_er Nut)zer (#x530218)


Außerdem nimmt man sich die Chance auf neue Erfahrungen(durch die Stadt gehen und ein neues Geschäft/eine neue Kneipe etc. entdecken) und Erlebnisse.

Gedankengeflechte

Ja das stimmt schon und ist der Grund, warum mir die Empfehlungen meiner Familie "doch mal mehr unter Menschen zu gehen" (-> Parties, Cafes, Einkaufsbummel, neue Kontakte, small-talk mit anderen etc.) nicht komplett unsinnig erscheinen. Vielleicht verpasse ich ja wirklich etwas?

Dieser Gedanke lässt mich nicht völlig kalt und motiviert mich seltener doch mal diesen Aktivitäten nachzugehen. Aber meistens bereue ich das, weil es mir einfach nichts gibt; anderen scheint das Spaß zu machen, warum auch immer. Ich verfolge diese Begeisterung der anderen höchstens interessiert, aber es gibt mir selbst nichts. Manchmal ist die Atmosphäre noch ganz ok, wenn man vor sich hinträumen kann, kein aktiver Teil der Gruppe ist, aber etwas von den Gruppenaktivitäten mitbekommt -> quasi mit dabei und doch daneben. Deshalb mag ich z.B. Reportagen über Diskotheken oder bestimmten Events, aber finde keinen Gefallen selbst dorthin zu gehen. Ganz selten macht es mir Spaß aktiver Teil (vor Ort) zu sein & das geht nur mit bestimmten Leuten/Aktivitäten. Mit anderen Computer-Spiele zu Zocken oder Fußball zu spielen oder (mit Freunden) Filme anzuschauen, wäre so Dinge.

Mich hat früher eine Zeit lang gewundert, warum man sich zum Reden überhaupt real treffen möchte; online-Kontakte sind doch viel angenehmer und man kann sich besser über Themen unterhalten oder eben zusammen zocken.

E*hemaliyger N#utzeBr (#5439x15)


Weil gemeinsame Erlebnisse verbinden?

E1hema]lig4er Nu"tzer (B#530218)


@ Hilaria

Gutes Argument. Nur verbinden gemeinsame Erlebnisse (zumindest bei mir) nur dann, wenn das Erlebnis interessant/spannend sonstwie etwas emotional besetzt ist und die andere Person sympathisch ist. Sympathisch ist sie mir, wenn wir eine gemeinsame (größere) Wellenlänge haben. Keine Ahnung, wie das bei anderen ist; wenn diese gemeinsame Wellenlänge fehlt, dann verbindet mich nichts, befremdet eher.

mdakath*a181


Irgendwie passt der Faden auch auf mich, zumindest teilweise...

Habe eine richtig gute Freundin mit der es nicht anstrengend ist. Im Gegenteil, mit ihr zu reden, etwas zu unternehmen, muntert mich immer total auf, selbst wenn wir nur telefonieren.

Zwei, drei Leute gibt es noch in meinem Leben, mit denen ich über Banales reden, aber eben genauso gut diskutieren und tiefgehende Gespräche führen kann. Und das sind auch jene engeren Bekannten/Freunde, bei denen ich nicht ständig das Gefühl habe, die Freundschaften aufwendig pflegen zu müssen. Wenn es passt, trifft man sich, wenn nicht ist es genauso okay.

Den größten Teil meines Bekanntenkreises (rund 5-8 Leute, kenne ich aus der Uni) empfinde ich aber eben auch als anstrengend. Es werden immer nur ein und dieselben oberflächlichen Gespräche geführt, es geht um Darstellerei, teilweise finde ich es echt erschreckend, wie engstirnig sie denken und wie wenig sie sich auf alternative Vorschläge einlassen (fängt schon bei der Wahl einer Lokalität/Bar an). Bin dann auch immer diejenige, die still neben dran sitzt, einfach weil ich es leid bin, mich bei solchen Gesprächen zu beteiligen und regelrecht maulfaul werde.

Viele Treffen kommen aus einem Egoismus bestimmter Leute zustande, statt mit einem ehrlichen "ich hab keine Lust auf Aktivität XYZ" abzusagen, wird irgendein Grund vorgeschoben.

An und für sich treffe ich mich auch gerne mit Anderen-sehr gerne sogar, aber wenn es so läuft wie oben beschrieben vergeht mir einfach die Lust. Blöderweise steht mir Donnerstag wieder genau so ein Treffen bevor...

gWast1x734


Klar kann man sich über Telefon und Mails auch sehr gut austauschen.

Bei mir hat das aber nur einen Sinn (und bringt etwas) wenn ich die Person schon sehr gut kenne.

Neben dem ganzen Alltagsstress den man schon hat, ist chatten und telefonieren um ein Vielfaches angenehmer auch. Kein lästiges ausser Haus müssen, was ziehe ich diesmal wieder an, Parkplatz suchen, auf den Bus warten, usw...

Doch ist mir diese Art der Kommunikation nicht immer genug. Zusammen mal eine Pizza essen? Ins Shopping Center gehen? Diesen und jenen Rock anprobieren? Wie würde mir dieser Haarschnitt stehen? Oder auch nur einen guten Capuccino schmecken lassen und nebenbei 'ganz persönlich' seine kleinen Freuden oder Sorgen teilen. Das sind so Sachen, die doch alleine keine Freude machen, wo man zusammen mit Freundin aber richtig Spass hat.

(Sind das die 'Banalitäten' die du meinst?)

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