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Cipralex – nimmt das noch jemand?

FArau aErdmänxnchen


MissGuilty, ich würde bis zum Termin beim Facharzt erstmal abwarten.

Im übrigen kann man nicht verallgemeinern, wie ein Medikament wirkt. Es gibt durchaus auch Menschen, denen Fluoxetin bei Ängsten gut hilft, kenne z.B. eine ehemalige Mitpatientin, bei der das so ist. Ebenso, wie es Menschen gibt, die dadurch zugenommen haben, anstatt abgenommen, wie es häufig der Fall ist.

daher:

Und es gibt ken Mdikament, was alles abdeckt? Angstzustände mit Zwängen und Stimmungsaufheller bei Depressionen?!

Ich denke, da muss jeder selbst entscheiden. Entweder die Medikamente selber probieren oder sich auf Aussagen anderer verlassen. Ich selbst habe halt die Erfahrung gemacht, dass bei mir Medikamente schon anders gewirkt haben, als bei der "Allgemeinheit". Wenn also bei z.B. Fluoxetin in der Packungsbeilage steht, dass Angstgefühle auftreten können, heißt dass ja nicht automatisch, dass du zu dem Prozentsatz gehörst, bei dem das auftritt.

Und mein "Zwang" beschränkt sich auf's permanente Hände waschen. Meine Ängste hab ich halbwegs im Griff. Es ist aber immer noch so, dass ich z. B. kein Einkaufswagen anfassen kann. %:|

Dir sollte aber auch klar sein, dass kein Medikament die Zwänge ganz verschwinden lassen wird. Da gehört auch eigene Arbeit dazu ;-) Medikamente sind nur eine Hilfe. Hast du schon Erfahrungen mit Expositionen?

Doch, cipralex und citalopram sind gegen alle Sachen wirksam.

Anscheinend aber nicht bei allem Menschen, die diese Medikamente nehmen ;-)

MQisLsGuxilty


Ich mach ja eine Verhaltenstherapie! Und dazu gehören auch Expositionen, auch wenn ich noch nicht ganz weiß, was dahinter steckt?!

Also der Wille ist da, diesen Zwang abzulegen und ich arbeite daran. Wie gesagt, will ja nicht mein Leben lang mit AD verbringen.

FOrau aErdmänOnchen


Angst und Spannung aushalten, dem Zwang nicht nachgeben, bis die Angst wieder nachlässt....

Wie gesagt, Medikamente können da durchaus unterstützend wirken, aber man sollte sich nicht komplett auf diese verlassen.

Du hast noch keine Exposition gemacht, so wie ich das lese?

M>issGTu[iltxy


Nein, ich habe noch keine Exposition gemacht...es steht aber an bzw ist geplant. Wie gesagt, ich hab keine Ahnung, was da auf mich zukommt. Meine Psychologin meinte nur, dass es nicht schön wird?!

SBtri1tzir01


Hände waschen als Zwang sehen? Dann hätte ich aber auch einen Zwang mehr. Ich wasche mir die Hände nachdem ich Geld angreife, nachdem ich in öffentlichen Gebäude etwas angreife, bei Einkaufwagen etc etc etc. Nach jedem mal mit den Öffis Desinfektionsmittel!

Ich muss jetzt nicht zwanghaft Händewaschen, ich halts auch ein paar Stunden ohne aus (selbst wenn ich was angegriffen habe, dann greife ich mir halt einfach nicht mehr ins Gesicht), ich weiß nicht wie das bei dir ist...

Ich wasche mir alleine schon die Hände, weil ich der Hygiene andere Menschen nicht vertraue und ich schon öfters lümmle und nicht gleich zig Keime haben möchte.

Kurz gefasst: Ich finde Hände waschen wichtig :D

P.S 100ster Post yeah ]:D

M isspGuiDlty


P.S 100ster Post yeah ]:D

:)= :)^ :-D

Ja so in etwa läuft das bei mir auch ab. Nur das ich mehrfach hintereinander die Hände wasche und öfters. Also vor'm Essen/Kaffee machen, nach dem Essen, nach dem Naseputzen meines Kindes usw. Ist schon belastend, zumal wir ein recht hohen Seifenverbrauch haben. Das desinfizieren lass ich lieber sein, weil ich weiß, dass da eher schädlich ist, als alles andere. :-/

FUrauH E5rdmännc|hxen


Es ist halt immer die Frage, wie hoch der Leidensdruck ist. Ich habe für mich mittlerweile akzeptiert, dass ich bezüglich Waschen / Hygiene sehr empfindlich bin (ja, es ist ein Zwang) und versuche das ganze in dem Rahmen, wie es jetzt ist, zu belassen. Manchmal sehr schwer :-/ Mehr darf es definitiv nicht werden, da es mich so schon einschränkt.

Das desinfizieren lass ich lieber sein, weil ich weiß, dass da eher schädlich ist, als alles andere.

Das ist schonmal gut, dass du das unterlassen kannst :)^

F rau nErdmänOnxchen


Meine Psychologin meinte nur, dass es nicht schön wird?!

Das ist ja nett von ihr ;-D

Es ist schon harte Arbeit, aber wenn du dann Erfolge siehst, wirst du dich toll fühlen :)z

SEtritdzi0x1


Ich zähl während des händewaschens immer zügig bis 30, ist wsl auch ein zwang aber ich seh es nicht als solchen. Hälst du es wenn du zb stundenlang nicht händewaschen könntest es gar nicht mehr aus, wirst nervös und so? Das wäre dann sicher belastend, mich stört keine angewohnheit zb nicht, aber wenn du darunter leidest ists natürlich wichtig den zwang zu bekämpfen, du machst das schon :-D

zgipfexl


Desinfektionsmittel und Angst, sich ins Gesicht zu greifen finde ich bereits leicht zwanghaft. Ich wasche mir zwar auch die Hände, wenn ich in der Stadt war, aber ich kann auch mal eben bei Burger King was essen gehen, ohne mir die Hände zu waschen. Die paar Keime trainieren dann noch mein Immunsystem ;-) Desinfektionsmittel ist auf jeden Fall schädlich und absolut nicht zu empfehlen.

Exposition ist sinnvoll, da ich ein stereotyper Charakter bin, der über viele Tics und Zwänge gar nicht nachdenkt und teilweise auch nicht direkt leidet, ist Exposition bei mir sicher nur begrenzt wirksam.

Bei starken Zwängen, die schon lange bestehen ist vermutlich eine langfristige Einnahme von ADs notwendig, so steht es zumindest in den Leitlinien.

Generell stimmt es zwar, dass ADs unterschiedlich wirken können, in den allermeisten Fällen (in meinem Fall auch) wirken sie aber in der beschriebenen Weise. Da Fluoxetin weder der stärkste Serotoninhemmer ist und zusätzlich noch relativ stark auf Noradrenalin wirkt, ist es eigentlich relativ klar, dass er Antrieb und somit auch Angst verstärkt und bei Zwängen z.B. Sertralin unterlegen ist.

Entsprechende Studien bestätigen dies.

Daher macht es nur Sinn, Fluoxetin zu probieren, nachdem Cipralex, Citalopram und Sertralin in höheren Dosen probiert wurden.

Es ist wohl keinesfalls sinnvoll, z.B. einen Angstpatienten zuerst Fluoxetin zu geben, wenn es in Studien Placebo nicht überlegen oder gar unterlegen ist. Logisch, oder?

zripRf#el


Allerdings muss genau abgegrenzt werden und unterschieden werden.

So gibt es generelle Ängste, Zwänge, Zwangsgedanken, -impulse, -handlungen, soziale Phobie, Panikattacken etc.

Sertralin wirkt z.B. gut bei sozialen Ängsten, Zwängen, Panikattacken, bei generellen Ängsten ist jedoch citalopram, cipralex i.d.R. besser.

Hier gibt es viele Unterschiede und genaue Feinheiten etc.

Daher macht eben der Besuch bei einem erfahrenen Psychiater Sinn, da der Allgemeinmediziner diese genauen Feinheiten oft nicht kennt, was man auch kaum bemängeln kann, sind diese Feinheiten oft noch nicht mal in der Literatur genauer aufgelistet und werden SSRI oft nur als Gruppe behandelt.

FCrau ?Erdmänn5chen


Ich wurde in einer Klinik quasi nach Lehrbuch / Studien auf ein Medikament eingestellt, was mir demnach helfen sollte. Leider ging das völlig schief. Daher vertraue ich mehr einem erfahrenen Arzt, als auf irgendwelche Studien.

z$i8pfkel


Ja man probiert halt erst das Medikament mit der höchsten Erfolgsquote und dann probiert man das nächste. Letztlich muss man manchmal halt etwas nach dem besten mittel suchen.

ETisenb&artxh


@ zipfel

Es ist wohl keinesfalls sinnvoll, z.B. einen Angstpatienten zuerst Fluoxetin zu geben, wenn es in Studien Placebo nicht überlegen oder gar unterlegen ist.

unterlegen – das ist interessant.

in welchen studien war das so? ein link wär natürlich besonders super :)

thx & gruß

z"ipf^exl


Wenn es angst verstärkt ist es vermutlich schlimmer als nix zu nehmen ]:D

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